beyond the obvious – Der Ökonomie-Podcast von Daniel Stelter – featured by Handelsblatt

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Transkript

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00:00:05:

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Ausgabe von BTO Refresh.

00:00:19: In dieser Woche blicken wir zurück auf einen Podcast, der schon vor einigen Jahren gelaufen ist, der aber leider wie ich finde immer noch hochaktuell ist.

00:00:27: Wir freuen uns immer wenn wir viel exportieren.

00:00:31: Jetzt exportieren wir nicht mehr so viel wie in der Vergangenheit Und in Titel des Exportweltmeisters haben wir auch schon nicht mehr, aber wir exportieren immer noch viel mehr als wir importieren.

00:00:41: Das sorgt für Freude bei der Industrie, weil daneben die exportieren und bei deren Mitarbeitern.

00:00:47: Auf der anderen Seite bedeutet der Export von wahrenen Dienstleistungen aber auch dass man umgekehrt Ersparnisse ins Ausland investiert.

00:00:56: Wir legen jedes Jahr Milliarden Euro im Ausland an.

00:01:01: Man könnte sagen gut so!

00:01:04: Denn gerade eine Gesellschaft wie die Deutsche, die Altat sollte

00:01:08: sparen

00:01:09: und sollte dann vor allem auch im Ausland sparen.

00:01:11: Damit man später, wenn da weniger Menschen arbeiten viele Menschen Ansprüche haben, diese Ersparnisse nutzen kann.

00:01:19: Problem dabei?

00:01:20: Wir sind extrem schlechte Investoren.

00:01:23: Studien zeigen seit Jahren dass wir unser Geld im Auslands ganz besonders schlecht anlegen.

00:01:29: Und genau das Schauen wir uns heute in der Folge von BTO Refresh noch mal an.

00:01:34: Es sind wirklich dramatische Zahlen, wo wir müssten dringend etwas daran ändern.

00:01:39: Ich fühle es spannend und ich hoffe sie auch.

00:01:42: fangen wir also an!

00:01:45: Im Oktober des Jahrhunderts Infolge neunzig.

00:01:48: dieses Podcast hatte ich Professor Moritz Schulerick zu Gast.

00:01:52: Heute ist er Präsident des Instituts für Weltwirtschaft.

00:01:57: Schulerik ist bekannt dafür Sehr interessante, vor allem auch historische Studien durchzuführen.

00:02:03: In der Studie die wir damals besprochen haben ging es um etwas anderes.

00:02:07: Es ging um die Frage wie gut er in Deutschland das Auslandvermögen anlegt.

00:02:13: Wie bereits erwähnt wer mehr Warn- und Dienstleistungen exportiert als importiert exportiert aus einer Sparne ist ins Ausland Das doppelte Buchführung.

00:02:22: Die Frage ist viel gut legt man das Geld an.

00:02:25: Wir alle kennen die erfolgreichen Beispiele Singapur-Norwegen.

00:02:29: Dort wird richtig viel Geld verdient bei den ausländischen Investoren.

00:02:33: und wie sieht es nun Deutschland aus?

00:02:35: Nun, nicht gut!

00:02:37: Wir sind zwar Weltmeister im Kapitalexport aber wir sind sicherlich kein Weltmester bei der Anlage unserer Auslandsvermögen.

00:02:49: Bevor wir das Gespräch mit Moritz Schulerik mit Erinnerung rufen ein paar Zahlen zum Update.

00:02:57: kurz fünf harte Fakten.

00:03:00: Erstens, damals lag das nette Auslandsvermögen bei ungefähr zwei Billionen Euro.

00:03:07: Heute liegt der Wert bei drei Komma.

00:03:09: sieben Billion Euro?

00:03:11: Das ist enorm!

00:03:13: Brutto hielten deutsche Anleger zum Jahresende im Ausland vierzehn Komma fünf Millionen Euro und umgekehrt schuldeten wir dem Ausland zehn Komma.

00:03:23: acht.

00:03:24: die Differenz sehbarer angesprochenen drei Kommas eben.

00:03:29: Das ist sehr viel, denn zur Erinnerung unser Bruttoinlandsprodukt liegt bei ungefähr Vier-Konfünf-Biohen Euro.

00:03:35: Das heißt wir haben fast eine.

00:03:38: Jahreswirtschaftsleistungen im Ausland liegen netto als Forderung.

00:03:43: Die Rendite?

00:03:44: Nun die Rendite ich habe es bereits erwähnt ist schlecht.

00:03:48: das Ergebnis Die nominale Rendite deutscher Außensvermögen betrug im Zeitraum von derzeit seventy-fünf bis zweitausendzwanzig im Schnitt vierkommar acht neun Prozent pro Jahr.

00:04:00: Im Zeitraum zwischen das Neunundneutzig und zwanzig sankt die Rendite sogar auf drei Komma sieben sechs Prozent, und für die zehn Jahre nach der Finanzkrise also von zwei tausend neun bis zum Zwanzig betrugs sie nur dreikommer achtzwei Prozent.

00:04:15: Mit dieser Rendite landete Deutschland auf Platz elf unter dreizehn fortgeschrittenen Vorzeitschaften.

00:04:23: Lediglich Finnland und Portugal wirtschafteten noch viel schlechter, innerhalb der G-Sieben belegten wir den unruhmlichen letzten Platz.

00:04:33: Drittes Ergebnis, dritter Kenntnis und ließ Schmerz besonders – Wir haben sogar eine geringere Rendite als bei Investition im Innenland!

00:04:42: Wenn deutsche Anleger das Geld statt dem Ausland zu Hause investiert hätten Biosweißen hat Portfolie aus deutschen Aktien, Anleihen und Immobilien.

00:04:51: Dann hätten Sie im Zeitraum von der Fünfundsiebzig bis zum Jahr zwanzig eine Rendite von sieben Komma zwei sieben Prozent erwirtschaftet.

00:04:58: Das sind zwei Komma drei sieben Prozent Punkte mehr als sie im Auslande wirtschaftet haben.

00:05:05: Viertens das Volumen des Kapitalexports ist ungebrochen.

00:05:09: Rund reiner Milliarden Euro fließen jedes Jahr ins Ausland Und dort wie gesagt erwirtschaften sie nur eine unbefriedigende Rendite.

00:05:17: Und fünftens, warum bringe ich das heute?

00:05:20: Tja.

00:05:21: Wir wissen, wir müssen dringend mehr im Inland investieren!

00:05:24: Die Bundesregierung hat ein Sondervermögen aufgelegt um die Investitionen des Staates zu ermöglichen.

00:05:30: Den privaten Unternehmen hingegen investieren nicht so viel in Deutschland.

00:05:34: Netto ist der Nebensektor in Deutschland ein Sparer.

00:05:37: Um das zu ändern – das wäre möglich – müsste man aber eine andere Politik betreiben.

00:05:43: Man müsse dringende die Rahmenbedingungen für Investitionen deutsch und attraktiver gestalten.

00:05:47: Das beginnt bei der Bürokratie, geht über die Steuernabgabenlast bis hin zur allgemeinen Kultur würde ich mal sagen, zur Kultur wie man hier zu lande Unternehmern gegenübertritt.

00:05:59: Das heißt leider gibt es keine Hoffnung dass sich dieser Trend umkehrt.

00:06:03: wir müssten alles daran setzen zwei Dinge zu erreichen zum einen unser Geld im internationalen Umfeld eleganter anzulegen das wäre möglich für ihr gleichsehen werden und zum anderen Investitionen im Inland attraktiver zu gestalten.

00:06:17: Ich finde das wie gesagt nach wie vor hoch aktuell und deshalb an dieser Stelle der Rückblick auf mein Gespräch mit Moritz Schulerig aus dem Jahr zwei tausend neunzehn.

00:06:31: Bevor wir zu meinem Interview mit Morit Schulerik aus Oktober, soll es in Neunzehnt kommen.

00:06:35: ein paar

00:06:36: Highlights aus der aktualisierten Studie von zweitensunddreiundzwanzig.

00:06:40: ich fange mit dem Kernbefund an.

00:06:42: Im vergangenen Jahrzehnt ist Deutschland der Weltmeister im Kapital-Export gewesen.

00:06:47: Kein anderes Land hat größere Ersparnisse jenseits seiner Grenzen investiert, aber bei der Anlage Performance spielt Deutschland in der dritten Liga.

00:06:56: In der Studie gibt es aber mehr als nur mal ein Vergleich – die Autoren haben ja kompletten neuen Datensatzer aufgebaut für dreizehn Länder zurück bis in die siebziger Jahre.

00:07:06: Für Deutschland sogar zurück bis neunundvierzig!

00:07:09: Sie haben auch die Mikrodaten aus mehr als fünfzigtausend Investmentfonds mit einem Investitionssolumen von zehn Millionen US-Dollar ausgewertet.

00:07:19: Es ist also keine einfache Bierdeckelrechnung, es ist wohl die gründlichste Vergleichene Analyse, die es gibt und hier ist die

00:07:26: Kernaussage.".

00:07:28: Die Renditen deutscher Auslandsvermögen waren erhitzlich niedriger als die Renditen, die andere Länder bei ihren Auslandsinvestitionen erzielt haben.

00:07:36: Seit lag die durchschnittliche jährliche Auslandsrendite Deutschlands rund fünf Prozentpunkte unter der der USA und knapp drei Prozentpunkten unter dem Durchschnitt anderer europäischer Länder.

00:07:48: Besonders schlecht schnitt Deutschland als Aktieninvestor ab, hier lag die Rendite jährlich vier Prozentpunkts unter dem internationalen Vergleich.

00:07:57: Fünf Prozentpunktes pro Jahr gegenüber den USA, sechs Jahrzehnte lang.

00:08:02: Wenn Sie zwei Anleger vergleichen, Der eine mit der deutschen Auslandsredite, der andere mit dem amerikanischen.

00:08:09: Dann werden aus hundert Euro über fünfundvierzig Jahre einmal neunhundert Euro in Deutschland und einmal einfach neuntausend Euro in den USA.

00:08:19: Das ist ein gigantischer Unterschied Und dieser Unterschied liegt nicht an Wirtschaftsfaktstum Nicht an der Steuerquote Nicht an die Rahmenbedingungen im Land Sondern schlicht an der Qualität der Anlagen unserer Kapital-Sammelstellen.

00:08:33: Die naheliegende Vermutung wäre, dass die Deutschen einfach konservativ war anlegen.

00:08:36: Aber die Studie zeigt – das ist nicht die Ursache!

00:08:40: Deutschland erzielte innerhalb jeder einzelnen Anlageklasse und nach Kontrolle für Risiken deutlich niedrigere Auslandsrenditen.

00:08:47: Wir kontrollieren dabei für die Asset-Zusammensetzung Wechselkurseffekte und die geografische Verteilung des Ergebnis.

00:08:54: Deutschlands schwache Finanzperformance im Ausland ist nicht nur die Folge einer konservativen Anlagestrategie, sie ist auch nicht durch Wechselkursbewegungen oder durch den Aufbau der Tage zweisalten erklärbar.

00:09:06: Der größte Teil der Erklärung sind Bewertungsverluste – der Wert des deutschen Auslandsportfolios ist stagniert oder gesunken während anderen Länder erhebliche Kursgewinne erzielten.

00:09:16: Das ist in der Tat eine sehr unmögliche Nachricht.

00:09:19: Es liegt nicht an unserer Vorsicht um schlechteres Anlage-Management.

00:09:25: Die deutschen Aussandsanlagen verlieren an Wert, während die Weltmärkte steigen.

00:09:30: Das ist ein Muster über fünf Jahrzehnte!

00:09:32: Die nächste Frage ist ob unser Auslandsvermögen wenigstens einen Beitrag dazu leisten kann uns gegenüber demografischen Entwicklung abzusichern.

00:09:41: Deutsche Auslandsrenditen waren erheblich niedriger als die Inlandsrendieten.

00:09:45: Wir finden auch wenig belegt dafür, dass der Auslandsrenditen positiv zur Konsumsicherung beitragen.

00:09:50: Die Rendite deutscher Auslandsvermögen ist stark mit der deutschen Wirtschaftsaktivität korreliert – stärker sogar als die Inlandsrenditen und bietet damit keinen Schutz gegen inländische Konsumshocks.

00:10:01: Außerdem sind siebzig Prozent der deutschen Auslands vermögen in anderen entwickelten Volkswirtschaften angelegt, die vor ähnlichen demografischen Risiken stehen.

00:10:10: Im letzten Jahrzehnt sind weniger als zehn Prozent der Kapitalflüsse in jüngere dynamischere Volkswirtschaften außerhalb Europas oder Nordamerikas geflossen, obwohl aufstrebende Märkte heute für mehr als die Hälfte des Welt-BEP stehen.

00:10:23: Also unser Auslandsvermögen läuft im Gleichschritt bei deutschen Konjunktur – wenn es hier krieselt verliern wir auch im Ausland Rendite.

00:10:33: Gleichzeitig legen wir zu siebzig Prozent Geld an in Ländern, die dieselbe Alterungskrise haben wie wir selbst!

00:10:40: Damit taugt unser Außensvermögen weder als ökonomischer Hedge noch als demografischer Puffer.

00:10:48: Und wie viel haben wir nur wirklich verloren?

00:10:50: Die Zahlen sind erschreckend!

00:10:52: Die kumulierten Effekte dieser schlechten Anlage-Renditen sind gewaltig.

00:10:55: Das lässt sich mit einer einfachen Gegenrechnung zeigen, allein im Jahrzehnt seit der Finanzkrise two-thausend acht hätte Deutschland rund drei bis vier Billionen Euro reicher werden können wenn seine Renditen auf den globalen Märkten denen Norwegens oder Kanadas entsprochen hätten.

00:11:11: das entspricht einem hypothetischen Vermögensverlust von hundertzwei bis hundredsechsunddreißig Prozent des deutschen BIP Pro Kopf sind das rund einviertigtausend bis vierundfünfzigtausende Euro entgangenes Vermögen für jeden deutschen Bürger.

00:11:24: Einvierzigtauend bis Vierundfünftigtausenden Euro pro Kopf der in Deutschland lebenden Person!

00:11:32: Das ist der Preis für unsere Anlage-Schwäche, alleine in einem Jahrzehnt.

00:11:37: Das Ganze ist bitter und dreht sich dazu bei dass wir in allen Vergleichen so arm sind.

00:11:44: Wir haben Geld auf der Straße liegen lassen durch die völlig falsche Allokation unserer Ersparnisse.

00:11:52: Die Autoren illustrieren das Ergebnis noch einmal mit einer alltagsnahen Rechnung, der ein Euro-Übung.

00:12:04: Bis zum Jahr zwanzig hätten sie mit einer britischen oder US-amerikanischen Anlagestrategie des drehundvierzig bis sechsunzwzigfache dieses Ausgangswertes erreicht.

00:12:16: Mit deren Liete deutscher Auslandsvermögen dagegen wäre daraus nur das achtfache geworden vor Inflation, mit deutschen Innenlandsanlagen immerhin das zwehnzwanzigfache.

00:12:27: Aus einem Euro, angelägt über deutsche Kapitatsamestellen im Ausland, wurden acht Euro.

00:12:40: Wir schicken also Jahr für Jahr Milliarden ins Ausland und das sagt zu noch über die schlechteste aller möglichen Optionen.

00:12:51: Die Schlussfolgerung ist klar!

00:12:54: Die Ökonomien formulieren es natürlich zurückhaltend aber der Befund ist eindeutig

00:12:59: Deutschland ist seit Langem Weltmeister im Export von Ersparnissen.

00:13:03: In diesem Papier untersuchen wir die Finanzrenditen deutscher Auslandsinvestitionen im internationalen Vergleich.

00:13:09: Unsere Analyse basiert auf einem neuen umfassenden Datensatz zu Auslandsrenditen für dreizehn Länder, der länderübergreifend vergleichbar ist.

00:13:16: Wir finden dass der Ruf deutsche Haushalte Unternehmen und Banken schlechter Auslandsinvestoren zu seinen größten Teils berechtigt ist.

00:13:24: Deutsche Renditen liegen quer durch alle Anlageklassen substanziell unter denen anderer Länder, zudem sind Auslandsrenditen durchgängig niedriger als Inlandsrendieten und die geografische Verteilung stützt nicht das Argument.

00:13:35: – Die deutschen Auslandsinvestitionen dieten als Absicherung gegen demographische Trends.

00:13:41: Der größte Teil der deutschen Auslandsinvestitionen liegt in anderen Industrieländern mit ähnlichen demografischen Profilen.

00:13:48: Was lernen wir daraus?

00:13:50: Erstens Der Befund von Schulerich und seinen Kollegen ist nicht überholt, im Gegenteil.

00:13:56: Er hat sich verschärft!

00:13:57: Die rendite Lücke bleibt bestehen.

00:14:00: Zweitens?

00:14:01: Wir könnten mehr investieren – und das aktuelle Sondervermögen gäbe die Chance dafür….

00:14:06: wir wissen aber dass die Politik diese Chance nicht nutzt.

00:14:09: Ein viel zu großer Teil der eigentlich für Visition vorgesehene Mittel fließt in den staatlichen Konsum.

00:14:15: Wir wissen auch, da es nicht genügt um entsprechend die Wirtschaft zu revitalisieren.

00:14:21: Start-ups haben nach wie vor Schwierigkeiten zu skalieren, siehe Podcast am letzten Sonntag.

00:14:26: und ansonsten auch haben Unternehmer immer weniger Anreiz im Inlande zu investieren.

00:14:32: Drittens – natürlich gibt es auch positive Dinge!

00:14:35: Die Frühstartrente und der Einstieg in eine kleine kapitalgedeckte Säule gehen in die richtige Richtung.

00:14:42: Sie kommen aber jahrzehnt oder spät.

00:14:45: Die scheinende Frage ist strukturell Wollen wir in fünfzehn Jahren wieder eine Studie lesen, die uns eine weitere verlorene Dekade vor Augen führt?

00:14:53: Oder ändern wir jetzt die Rahmenbedingungen.

00:14:55: Konkret bedeutet das niedrigere Kapitaler-Tagsteuer für langfristiges Aktiensparen ein echtes Aktienbildungspaket in Schulen, ein reformiertes Rentensystem mit substanzieller Kapitaldeckung und eine artative Standortpolitik, die Investition im Innenland auch für Ausländer aber auch für Inländer lohnender macht!

00:15:15: Nichts davon steht zur Zeit hoch auf der Agenda der Politik.

00:15:19: Leider!

00:15:21: Ich denke, kein Land der Welt kann er sich dauerhaft leisten seine Sparren es ans Ausland zu schicken und sie dort schlecht anzulegen.

00:15:29: Wir haben es im Prinzip drei Generationen lang getan.

00:15:33: Die Zahlen die wir gerade gehört haben sind erschreckend Und wir müssen dringend etwas daran ändern.

00:15:39: Doch nun wie versprochen mein Gespräch mit Murat Schulerik aus dem Oktober.

00:15:43: zwei tausend neunzehn.

00:15:46: Unsere Welt wird immer verrückter.

00:15:48: Auch wenn das vielleicht etwas populär ausgedrückt ist, aber ein Blick in die News-Portale reicht um dem subjektiven Eindruck etwas Objektives abzugewinnen.

00:15:57: Das Weltgeschehen ist im Wettlauf mit sich selbst und übertrifft sich dabei scheinbar täglich.

00:16:01: Diese Dynamik und die dahintersteckenden Ereignisse bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Energiepreise – jeder merkt es!

00:16:07: Schließlich geht es nicht nur an den Tankstellen hoch und runter.

00:16:10: Bei Strom- und Gastarifen ist das ähnlich... In dieser Lage ist es wirklich schwer, unter den mehreren hundert Energiele vorhanden in Deutschland einen günstigen Anbieter zu finden und das jedes Jahr aufs Neue.

00:16:20: Zum Glück hat Wechselpilot da den Überblick – und mir noch, Wechsel Pilot prüft regelmäßig Tarife, behält Fristen im Blick und kümmert sich um einen Wechsel automatisch und kontinuierlich!

00:16:31: Aber keine Sorge du behälst jederzeit die Übersicht.

00:16:33: Du registrierst dich, teilst deinen Tarifpräferenzen und Wechsel pilot schlägt passende Tarife vor….

00:16:39: Nach deiner Entscheidung geht dann alles seinen Gang und zwar dauerhaft.

00:16:43: Wechselpilot kümmert sich jedes Jahr automatisch um den Tarifvergleich, den Wechsel- und die Kommunikation mit dem Versorger.

00:16:50: Im Ergebnis sparst du nicht nur Zeit sondern auch ordentlich Geld.

00:16:54: Der Großteil davon bleibt bei dir und Wechsel Pilot bekommt einen prozentuellen Anteil für seinen Service.

00:17:00: Die Gebühr basiert auf dem Erfolg Heißt eine größere Ersparnis lohnt sich für dich und für Wechsel pilot.

00:17:05: Du zahlst nur dann etwas wenn du auch wirklich spaßt.

00:17:08: Das ist fair.

00:17:09: Für deinen ersten Wechsel bekommst du mit dem Code BTO-Zwanzig zusätzlich zwanzig Euro Cashback.

00:17:15: Über den Link in den Show Notes kannst Du es ausprobieren und das Energiethema danach vergessen, denn mit Wechselpilot musst Du nie wieder zu viel für Energie bezahlen quasi der letzte Stromwechsel Deines Lebens.

00:17:27: Übrigens – Der TÜV sagt zur Wechsel Pilot sehr gut Ein durchschnittlicher Haushalt spart circa dreihundertsechzig Euro pro Jahr und über vierhunderttausend Durchgeführte Wechsel sprechen für sich.

00:17:38: Mehr Informationen und den BTO-Code findest du in den Show notes.

00:18:15: Mehr erfahren Sie unter www.hannesbord.com-merkperspektiven und wie immer auch in den Shownoten zu dieser Ausgabe, doch nun zum Gespräch mit Prof.

00:18:25: Moro Schulerig aus dem Oktober.

00:18:27: zwei tausend neunzehn.

00:18:29: Prof.

00:18:30: Moritz Schularek gests seit Juni-Zweitausendtaunzwanzig Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Christian Albrechts-Universität zu Kiel sowie an der Sciencepo in Paris.

00:18:42: Zuvor lehrte er elf Jahre lang als Professor für Makroökonomik an der Universität Bonn, wo er das MarkoFinance Lab leitete.

00:18:50: In seiner Forschung beschäftigt sich Schularekk mit monetärer Makroökonomik Finanzmärkten Geoeconomik und Wirtschaftsgeschichte.

00:18:58: Seine Studien zu den Ursachen von Finanzkrisen und zur Transformation des Finanzsystems gehören zu den international meist zitierten, makroökonomischen Aufsetzen der vergangenen Jahre.

00:19:18: Vermögen und zwar über das Entstehen von Vermögens, über die Verteidigungsfragen von Vermögens ist ein wichtiges Thema auch gerade jetzt im Wahlkampf.

00:19:25: Und vielleicht beginnen wir mit der langen Sicht?

00:19:27: Sie haben vor einigen Jahren mit Kollegen eine Studie vorgelegt mit dem Titel The Rate of Return on Everything, also es war eine Studi, die sicherlich an der Breite- und sicherlich im Zeitraum am einzig einmalig ist.

00:19:42: was sind nicht die entscheidenden Erkenntnisse gewesen aus dieser Studie?

00:19:45: für sie?

00:19:46: Das Aktien- und Immobilien langfristig sehr ähnlich und sehr gute Renditen abwerfen.

00:19:53: Wir rechnen da ungefähr so mit fünf, sechs Prozent nach Abzug der Inflationsraten.

00:19:58: also in der lange Frist sind es wirklich ganz geeignete Anlage Möglichkeiten um Vermögen aufzubauen.

00:20:06: das ist ein ich denke überraschend war daran vor allem dass die Immobilie noch zu gut abschneiden.

00:20:10: man musste auch mal dran bedenken, dass die immobilie an der Regel mit relativ gehoren Fremdkapital, also mit Verschuldung sozusagen mit Bankkrediten finanziert werden.

00:20:21: Das heißt die Eigenkapitalrenditen bei den Immobilien sind auch noch mal relativ sehr hoch und wir haben das für alle Länder, also für viele Industrieländer gezeigt und es sind halt zu dem Ergebnis gekommen dass da durchaus eine sehr gute langfristige vielleicht ein bisschen überraschen weil alle davon ausgehen dass nur die Aktien in der Langfrist sich so gut entwickeln aber dass auch die Immobilie sehr gut abschneiden.

00:20:45: Umgekehrt haben natürlich die Anlagen, die Deutschen so bevorzugt nicht so gut abgeschnitten.

00:20:49: Ich glaube ich habe mich zu erinnern, dass sie sagen, die vermeintlich sicheren Anleihen als Unternehmens- oder Anlage haben eigentlich sichere Anlagen wie Unternehmsanleihen und Staatsanleien haben eigentlich real nichts gebracht.

00:20:58: Relativ wenig und dann wird es auch sehr schnell sehr kompliziert.

00:21:02: also gerade diese deutsche Sparbuchkultur das ist natürlich wenn man jetzt eine langfristige Vermögensbildung denkt und dann auch sozusagen die Rendite Effekte die kommen Aktien oder Immobilien besitzt, schneiden da relativ schlecht ab.

00:21:16: Das muss man schon sagen und das ist relativ.

00:21:19: zu denen auch die Schwankungen in diesen... Da gibt es mal eine Inflationsüberraschung oder dann gibt's doch mal eine Währungsreformen und solche Dinge in der langen Frist.

00:21:32: Was überraschend war waren die Renditen auf Aktien- und Immobilie deutlich stabiler.

00:21:37: D.h.,

00:21:37: Ihre Empfehlung wäre gewesen an den deutschen Privathors?

00:21:42: Weiterhin würde ich auch jetzt so klar formulieren, dass wir uns ein bisschen selber ins Saloppins Bein schießen mit dieser sehr ausgeprägten Sparbuchkultur.

00:21:54: Die halt für langfristige Vermögensbildung nicht unbedingt geeignet ist und es ist vielleicht nur eine Treppenwitz der Geschichte.

00:22:02: Das sind gerade die Deutschen im letzten Jahrhundert.

00:22:06: Jetzt zwei noch die die unsere DDR dazwunden sogar drei Währungsreformen erlebt haben, von denen zumindest zwei auch mit sehr großen Verlusten auf Spareinlagen einherging.

00:22:22: Weiterhin an dieser Sparkultur so festhalten als Sparbuchkultur.

00:22:28: Da wären andere Formen der Vermögensbildung durchaus sinnvoller gewesen.

00:22:34: Eine wichtige Ankenntnis ihrer Studie war ja auch, diese berühmte Frage ist nun die Rendite nachhaltig höher als das Wachstum der Wirtschaft.

00:22:41: Also dieses R größer G und wir wissen Thomas Becchetti hat in seinem Buch Kapital im einundzwanzigsten Jahrhundert ja die These aufgestellt.

00:22:48: Die reichen mit immer Reiche einfach deshalb bei den Renditen über der Wachsungsrate legen in der Wirtschaft.

00:22:54: Interessanterweise ist, dass Ihre Studie es auch gezeigt hat.

00:22:56: Wenn ich sie richtig gesehen habe, da haben Sie gesagt, naja, es gab nur zwei Jahrzehnte, die nicht der Fall war und zwar waren das die Jahrzehrte der Kriege.

00:23:01: Ansonsten hätte immer die Rendite über dem Wachstum der Wirtschaft gelegen.

00:23:06: Man kann das eigentlich auf Dauer funktionieren?

00:23:08: Kann es sein, dass die Vermögen dauerhaft schneller wachsen als die Wirtschaftstätigkeit?

00:23:12: Ja dann kommt es halt zu dem was wir in den letzten Jahrzehn auch gesehen haben, wie fürs Verhältnis der Vermögenszudien Einkommen deutlich steigt.

00:23:21: Das führt dann durchaus zu gesellschaftlichen Spannungen, weil man einfach sieht.

00:23:26: Dass auch die These von Thomas dass man mit Arbeitseinkommen diese riesigen Vermögen, die angehäuft wurden über die Jahrzehnte, dass man da mit Arbeitsankommen nicht mehr wirklich rankommt und das hat dann durchaus auch ich würde sagen auf Gesellschaften negative Effekte.

00:23:43: Da ist man zurück in der Sozion dieser Downton Abbey Volkswirtschaft die da oben ganz viel Geld haben und die da unten arbeiten, aber dennoch nie mit den Oben aufschließen.

00:23:55: Jetzt würde ich vielleicht ein bisschen dagegenhalten, dann wird gerne auch einen Aspekt einkommen, den Sie am Anfang schon angesprochen haben nämlich die Immobilien.

00:24:01: Wir haben ja gesehen, ein wesentlicher Faktor für die Erträger der letzten Jahre waren Aktien-Mobilien und ich glaube global gesehen war Immobilie sicherlich der wichtigste Faktore für die Vermögensurwachs Und sie haben es am Rande erwähnt.

00:24:13: Sie haben gesagt, naja, die Renditmobilien sind nur noch höher weil mit Leverage gearbeitet wird als mit Kredit gearbeitet.

00:24:18: Nur würde ich jetzt sagen, na ja ohne den Kredit und die Möglichkeit sich zum Kauf von Mobilen in dem Maße verschulden zu können.

00:24:27: Gebt es die Nachfrage auch nicht?

00:24:28: Und dann wären die Preise für Mobilien auch nicht auf diesem Niveau?

00:24:31: Ja, würde ich Ihnen nicht widersprechen.

00:24:34: Ich denke der starke Anstieg bei den Immobilienpreisen, den wir einmal so grob in den letzten dreißig Jahren international beobachten Deutschland ist spät auf den Zug aufgesprungen erst so in den Letzten zehn Jahren hat sehr viel damit zu tun dass der Zugang zu Kredit sehr viel leichter geworden ist und auch damit zu tun, das die Zinsen zu stark gesunken sind.

00:24:58: Das hat zwei Effekte.

00:24:59: Es hat den Effekt, dass sich die Leute, die Haushalte mehr verschulden können weil die Schuldendienstzahlungen einfach geringer sind mit niedrigeren Zins.

00:25:09: Aber es hat aber auch den Effek, dass mit den niedrigen Zins, das ist etwas, was wir gerade in der Wissenschaft sehr intensiv diskutieren die Vermögenspreise überhaupt nach oben gehen, also sich steigen.

00:25:23: Weil der Risiko freie Zins mit dem man dann diese Einnahmen aus Vermietung oder Einnahmen als Dividenden vergleicht einfach so stark fallen ist und dann die Vermögenswerte steigen.

00:25:35: Das ist etwas, was wir in den letzten Jahren sehr stark beobachten.

00:25:38: Das zeigt jetzt aber nichts, denke ich darüber aus ob wir langfristig niedrigere oder höhere Renditen wieder haben werden.

00:25:45: Ich denke die Faktoren dazu beigetragen haben dass die Zinsen so niedrig sind, werden uns über einige Zeit noch erhalten bleiben.

00:25:55: Das mag sein, ich meine gibt es auch Studien die zeigen wir haben sekulare trend zu tieferen Zinsen.

00:25:59: Ich denke da ein paar Schmelzing der gezeigt über siebenhundert Jahre wie die Realzinsen gesogen sind und Wellen.

00:26:03: Die gab noch wieder Gegenbewegungen?

00:26:05: Genau nur ist die schon so.

00:26:06: wenn ich jetzt das wäre mein Blickwinkel ich hatte damals eine kleine Replik geschrieben auf Thomas Biccetti die stande mit mir die Schulden im XXI Jahrhundert weil ich halt gezeigt habe wie parallel zum Anstieg der Vermögenspreis in sich der leveragen System hochgegangen ist.

00:26:17: die Verschuldung letztlich ein unbegrenztschaffbares Kreditgeld, ein knappes Gutjagd.

00:26:23: Nämlich im Mobilien-Signal bei Definition knapp.

00:26:25: Also für mich ist die Frage, wir haben diesen Anstieg gehabt und können nicht schließen dass es so weitergeht weil die Zinsen sind relativ tief irgendwann nähern sie sich null dann wird auch irgendwann der Punkt sein wo man nicht mehr weitere Steigerungen hat.

00:26:39: Was mich so ein bisschen zur Frage führt zu einer anderen Studie von Ihnen, weil Sie haben auch geschrieben vor einigen Jahren einen Paper mit Kollegen zum Thema Ventoline Gänzevent.

00:26:47: Also die Frage in den Finanzkrisen war die Fragestellung ist übermäßiges Kreditwachstum?

00:26:52: immer muss es immer zu einer Finanzkrise führen.

00:26:55: und wenn ich sie ihre außer knapp Zusammenfasser war die Aussage so wenn die Kredite produktiv verwendet werden nicht Wenn die Kredite unproduktiv verwendet werden oder zuwürdig den Kaufmobilien zählen, dann ist eine höhere Finanzkrisengefahr.

00:27:06: Also wer meine Frage hat dem Wort und wenn wir jetzt gesehen haben in den letzten dreißigvierzig Jahren sind Mobilienpreise weltweit stark gestiegen vor allem dank der Höhereshöhren Leverages würden Sie dann sagen das erhöht auch die Fragilität des Finanzsystems?

00:27:18: Sagen sie eigentlich nicht so ein Problem?

00:27:20: Ganz deutlich denke ich strukturell unser Finanzsystem wesentlich instabiler als es vor dreizig vierzig Jahre noch war.

00:27:26: Das hat etwas auch zu tun mit den höheren Verschuldungsquoten der Haushalte, den höheren Leverage im Immobiliensektor.

00:27:36: Es gibt ja immer eine andere Seite.

00:27:37: Wenn jemand viel Kredit aufnimmt, dann gibt es auf der anderen Seite jemandem, der gläubiger ist.

00:27:41: Das heißt am Ende sind das Haushalten die anderen Haushalten etwas leihen und die einen leihen sich Geld, die anderen stellen es bereit.

00:27:49: also wir haben's damit fundamentalen Faktoren zu tun, die auch dazu beigetragen haben in den letzten dreißigvierzig Jahren dass so viele Haushalter halt sparen möchten und die Banken dann diese Ersparnisse an andere Haushalte weitergeben.

00:28:01: Aber ich denke, der Punkt den Sie machen ist ganz zentral.

00:28:03: Ich sehe den auch und ich kratze da auch manchmal im Hinterkopf und überlege mir wie wir da eigentlich wieder rauskommen?

00:28:12: Und meine Antwort ist wahrscheinlich Wir können es uns nicht leisten.

00:28:16: also wir heißt jetzt im Prinzip alle Industrieländer weil die Trends doch sehr ähnlich sind.

00:28:21: Wir können es uns nicht leisten im Hinblick auf Finanzstabilität, dass unsere mobilen Preise deutlich fallen.

00:28:28: Weil dann genau das wieder passiert ist, was wir im Jahr twohundachtneun gesehen haben und ich, dass die Bank einen Problem haben, dass sie Haushalte ein Problem haben weil die halt, weil die Leverage relativ gestiegen ist in jedem Fall relativ zu den Einkommen teilweise auch relativ zu dem Vermögenspreisen.

00:28:43: aber das ist immer so'n bisschen... Das geht mal so'nn bisschen in die gleiche Richtung.

00:28:47: Die Preise steigen nimmt man mehr Kredit auf und dann ist unklar, was jetzt wirklich mit der Leverage passiert.

00:28:52: Aber das heißt letztlich sagen ja auch viele es ist schon so dass da eine gewisse Rigidität nach unten bei den Immobilienpreisen ich sage mal systemisch notwendig ist.

00:29:10: wie machen wir das?

00:29:11: Naja wenn die Immobilie Preise fallen werden sich schon die Zentralbahn etwas einfallen lassen um diese Vermögensmärkte zu stützen.

00:29:18: Wir haben sie am letzten Jahr auch gesehen bei Märkten, die wahrscheinlich noch weniger systemrelevant sind nämlich die die Merkte für Unternehmenskredite vor allem die riskante Unternehemskrediten wo dann auch die Zentralbanken gesagt haben wir möchten nicht die realwirtschaftlichen Auswirkungen von des Zusammenbruchs von Kreditmärkten uns nochmal angucken müssen.

00:29:39: das haben wir in dem Jahr und acht neun angeguckt das wollen wir nicht normal und dann wird da großzügig interveniert.

00:29:45: Und ich denke, oft widdet man da so von einem Fed-Put oder von einem Zentralbankput.

00:29:52: Dass die Zentralbanken letztlich dann auch die Vermögenswerte in gewissem Umfang stützen und ich denke das ist aus finanzstabilitätspolitischen Gründen wahrscheinlich dass was passieren würde sollten wir in eine Situation kommen, in der die Immobilienpreise stark sein?

00:30:11: Jetzt würde ich natürlich sagen naja was sie schildern ist ja das was

00:30:14: die

00:30:15: Bank für internationalen Zahlungsausgleich.

00:30:17: Die asymmetrische Reaktion an Notenbanken nennt seit Jahrzehnten eingeschoren und dann ist es im Prinzip so dass ich würd jetzt flappsig würde ich Sie so übersetzen.

00:30:26: Die Notenbanken garantieren den Reichtum einfach deshalb weil sie die Risiken immer auffangen.

00:30:33: also wer auf Kredit etwas kauft geht ein Risiko ein und wenn er aber gerettet wird von NotenBank ist das Signal auch eigentlich, dass Risiko lohnt sich und mehr Leute machen mit.

00:30:42: Das heißt... Eigentlich führt doch diese Politik zu zwei Dingen zum einst so einer immer größeren Instabilität des Finanzsystems weil leverage sich lohnt Und zum anderen würde ich sagen Führt es die Notenbank auch in eine Falle?

00:30:55: Weil was sie ja sagen heißt übersetzt dies anderes als diesen Zinsen dürfen nicht steigen und das heißt sollte es sich doch aus solltest doch zu irgendeinem Gründen zur Rückkehr der Inflation kommt oder auf die demografischen Entwicklung Dann hätten die Notenbanken das Dilemma, sie können die Zinsen nicht erhöhen weil sie dann sofort den Crash an den Vermögensmärkten hätten.

00:31:16: Ja also in der Analyse stimme ich Ihnen weitgehend zu In dem Sinn dass die notenbanten seit der Rezentralbanken im Prinzip seit den Achtzigerjahren immer stärker diesen Risiken aus der Volkswirtschaft rausgenommen haben.

00:31:33: Ein sehr umfassendes Stabilisierungsmandat, das heißt sobald irgendwo ein bisschen im Hals kratzt.

00:31:39: Dann kommt sofort die Zentralband mit dem Hustenspray und enthilft der Volkswirtschaft wieder auf die Beine.

00:31:44: also wir leisten uns nicht mal einen kleinen Schnupfen sondern wir sind sofort mit allem was wir haben dabei um diese Konjunktur Dellen auszugleichen oder es hat ja auch gute Gründe.

00:31:52: Also warum sollten wir uns mehr Arbeitslosigkeit zu mutten als notwendig?

00:31:57: Also wenn die Zentrailbahn uns da helfen kann dass Familien in Arbeit kommen und Frauen und Männer nicht in die Arbeitslosigkeit, dann sollten wir das auch machen.

00:32:06: Das ist ja sehr sinnvoll aus Wohlfahrtsgesichtspunkten aber es hat halt diesen Nebeneffekt dass die Risiken erst mal rausgenommen werden aus dem System wie sie sagen jetzt in Trabanten asymmetrische Federn alles ab was auch immer passiert und das verleitet natürlich zum Eingehen immer neuer Risiken.

00:32:24: das heißt das System wird instabiler in Fragiler Und Zentralbanken müssen immer schneller laufen, um stillzustehen letztlich.

00:32:31: Wir mussten immer mehr intervenieren, müssen immer mehr abfedern und immer mehr stabilisieren weil im Hintergrund, sagen wir mal in einer Art, die zuerst hier Harmen-Minsky oder andere beschrieben haben einfach diese Stabilisierung dazu einlädt, immer größere Risiken einzugeben.

00:32:47: Ich denke das ist einen Punkt der sehr wichtig ist, den man auch nicht ganz... Also es kommt noch ein zweiter Punkt hinzu.

00:32:54: Das ist ja sozusagen sogar eine Art von rationaler Antwort.

00:32:58: Ja, wir sehen also wann immer irgendwas Schlimmes passiert sind letztlich die Zentralbanken da und helfen uns?

00:33:03: Also sagen wir naja Die Welt ist ja gar nicht so riskant.

00:33:05: Wir können größere Risiken eingehen Und wenn wir das machen wird die Welt riskanter weil wir halt mehr Verschuldung haben.

00:33:10: Genau einen zweiten Punkt der hinzukommt und er ist dass wir jetzt auch ja doch aus der Forschung sehr starke Evidenz haben.

00:33:17: Dass das was an den finanzmärkten passiert gerade das was eine kreditmarkten passiert Nicht immer sagen wir mal dem heren der herin Idee von komplett rationalen Erwartungen und rationaler Anlageentscheidung entspricht.

00:33:30: Das heißt, wir haben auch noch sozusagen on top.

00:33:33: Oben drüber haben wir auch noch die sozusagen Kreditzyklen- und Vermögenspreisblasen, die sagen wir mal ein bisschen irrational sind.

00:33:41: Man muss nur in diese Kryptomärkte gucken um zu sehen da passieren Dinge, die wenn man eigentlich so mit normalem gesunden Menschenbestand kommen erklären kann Und diese, wenn das schief geht.

00:33:51: Jetzt haben wir so eine große Immobilienblase und eigentlich hätten alle wissen können es in der Blase Dann darf die aber halt nicht platzen.

00:33:57: die Zentralbanken senken die Zinsen auch Das kommt noch obendrauf.

00:34:01: also wir sehen sozusagen sowohl Wir haben eine rationale Antwort Die welt ist weniger riskant weil wir die zentralbanten haben die helfen uns halt.

00:34:08: Dadurch gehen mehr Risiken ein und oben drauf kommen auch noch diese manchmal vielleicht irrationalen Kreditblasen die auch noch zu mehr kredit führen und auch noch das system wieder instabiler machen.

00:34:18: Also ich denke wir haben da in der tatsch große Hausaufgaben vor uns.

00:34:22: Die Zentralbanken würden wahrscheinlich sagen, dafür haben wir diese makroprodenzielle Politik.

00:34:26: Wir gucken einfach dass die Beleihungsgrenzen relativ knapp sind und so weiter.

00:34:31: aber als die Zentralbank dieses neue sehr umfassende Stabilisierungsmandat letztlich übernommen haben in den Achtzehnundneunziger Jahren hat man diese Nebeneffekte nicht so richtig bedacht.

00:34:44: Ich meine jetzt, das wäre spekulativ.

00:34:46: Ich meine ich hatte einige Gäste in meinem Podcast ja der William Weitz zum Beispiel den früheren Chef-Works-Wirk der Bank von Nationalen Zahnhausausgleich und wir haben auch zu Themen diskutiert wie einen großen Reset also die Notwendigkeit zu sagen lasst uns das Finanzsystem auf neue Beine stellen.

00:34:58: da gab es einige Leute haben gemeint lass uns Dead Equity Swaps machen eine haben gemein lassen sich ein großes große Jubeljahr machen.

00:35:04: Steve Keene gesagt großes jubeljahre.

00:35:07: die zu Zentralbarken sollten jedem Geld schenken.

00:35:09: der Schulden hat muss damit Schulden tilgen.

00:35:11: wer Schuld nicht hat er muss Unternehmensaktien kaufen, die Unternehmen sollen diese neuen Aktien nutzen um Kredite zurückzuführen.

00:35:17: Also diese ganzen Gedanken... Ich glaube es ist ein bisschen unser Fall in der wir sind und wir brauchen eine Lösung.

00:35:24: Was wäre denn Ihr Weg?

00:35:26: Oder gibt's irgendwelche Überlegungen oder Forschung, wo Sie sagen, in die Richtung wird überlegt wie man jetzt aus diesem Dilemma herauskommt?

00:35:32: Spannende und sehr wichtige Frage!

00:35:34: Wir sind noch eigentlich an dem Punkt an der Wissenschaft, wo viele Kollegen davon überzeugen müssen dass da was systemisch problematisch ist und dass wir die Tendenz bei Zentralbanken, aber auch wenn man in der zentralbandnahen Wissenschaft ist dann doch sehr schnell einfach zum Alltag überzugehen.

00:35:53: Beispiel letztes Jahr Corona März.

00:35:57: zwanzig brechen die globalen Finanzmärkte ein.

00:35:59: eine Woche später kriegen wir große Fiskalpakete Aber dann halt auch sehr starke Zentralbank Intervention.

00:36:06: Die kaufen dann alles auf das sie kriegen können stabilisieren dadurch die Märkte.

00:36:11: Wir sind wieder in einem Art guten Gleichgewicht, wo alle erst mal kurzfristig zumindest happy sind, dass es wieder stabil ist und das die Wirtschaft wieder wächst.

00:36:19: Und dann geht man halt zur Tagesordnung über die Tatsache, dass sobald irgendetwas Schlechtes passiert in der Welt wie irgendeinen negativen Schock haben.

00:36:28: Es kommt einem so vor als würden dann automatisch inzwischen immer die Finanzmärkte zusammenbrechen und die Zentralbanken müssten ihre Bilanz noch einmal verdoppeln und nochmal verdoppelten.

00:36:36: Das sind dann so strukturelle Fragen, die sich über die Jahre aufbauen und auch in der anwendungsnahen Forschung bei Zentralbanken oft unter den Tisch fallen.

00:36:46: Und ich denke, der erste Punkt wird daran bestehen erst mal aus der langfristigen Perspektive – da ist ja unsere Forschung mit diesen sehr langen Zeitreihen ganz aufschlussreich gewesen – dieses Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir ein Problem haben und es nicht immer so weitergehen kann.

00:37:01: Die andere Frage ist natürlich wie Wie sind die Verteilungswirkungen dieser Politik von Zentralbanken?

00:37:08: Und ich denke, das ist ein Bereich in dem in den letzten zwei drei Jahren ein großes Aha-Erlebnis stattfand.

00:37:18: Nämlich dass man letztendlich jetzt mehr und mehr versteht, dass was wir Geldpolitik nennen immer über Finanzmärkte läuft.

00:37:28: der Transmissionsmechanismus sagt man technisch, also wenn Zentralbanken irgendwie stabilisieren dann machen sie das indem Sie Zinsen oder Ändern oder irgendwie in Finanzmärkte intervenieren und dass diese Zentralbankintervention die durch den Finanzmarkt laufen halt letztlich immer den Haushalten zugutekommen beziehungsweise mit den Haushalten interagiert, die im Finanzmarkt aktiv sind und die entsprechend hohe große Portfolien haben.

00:37:58: Die Aktien halten oder die Anleihen halten und die dann halt sehr stark von solchen ich sage mal was sie gerade Risiko Abfederungspolitiken genannt haben profitieren.

00:38:10: Und da muss man halt schon überlegen inwiefern das und wie lang so etwas auch politisch durchhaltbar ist.

00:38:17: denn die Annahme war ja immer dass Geldpolitik hat keine Verteilungswirkung.

00:38:23: Und ich denke, die neue Forschung sowohl die Theorie als auch die Empirie widerspricht dem ganz eindeutig und sagt Nein, Geldpolitik hatte immer Verteillungswirkung.

00:38:32: Das hat damit zu tun, dass wie ich gerade sagte das nicht alle Haushalte am Finanzmarkt partizipieren, nicht alle Haushalte die gleichen Vermögenswerte halten mit ganz vielen Faktoren zu tun Und dann ist auf einmal der Unterschied zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik, zumindest im Hinblick auf Verteilungswirkung gar nicht mehr so klar.

00:38:53: Ja also ich denke wenn Sie mich fragen wird das geldpolitische Mandat und dieses der ganze das ganze Setup wie Zentralbanken funktionieren und interagieren mit der Realwirtschaft in zwanzig Jahren anders aussehen das gleich anders aus sehen als heute.

00:39:10: ein deutlicher wir sind gerade eine Umbruchphase.

00:39:13: Wir wissen noch nicht so richtig, wo es hingeht.

00:39:15: Vielleicht haben wir in zehn Jahren alle einen Kontro bei der EZB und wenn wir eine Rezession gehen dann überweist die EZ B einfach allen hundert Euro oder tausend Euro?

00:39:23: Und wir haben in zehn jahren rausgefunden.

00:39:25: das ist eine viel bessere und viel gerechtere Weise wie man geldpolitisch die Konjunktur stabilisieren kann ohne dass man immer permanent sozusagen Finanzmärkte anheizen muss.

00:39:35: Man gibt's den Leuten halt direkt aber Es wird mit ganz großer Wahrscheinlichkeit in zwanzig Jahren anders aussehen als heute.

00:39:44: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie.

00:39:47: Dabei wird oft vergessen, dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann – also wie schnell wird ein Trade ausgeführt?

00:39:53: Wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?

00:39:57: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct an!

00:39:59: Die App richtet sich an aktive und erfahrene Trader, die bewusst handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.

00:40:06: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.

00:40:11: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Sprats oder Slippage eine größere Rolle als viele denken.

00:40:18: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente Ausführungen professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.

00:40:27: Tradegate direct wurde bereits zweimal in Folge von Stiftung Barrentest als Kostensieger ausgezeichnet.

00:40:33: Dazu kommen lange Handelszeiten von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading, marktübliche Spreads können natürlich anfallen.

00:40:42: Hinter der Trading App steht hier bei Lina TradeGate AG ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.

00:40:48: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.

00:40:55: Den Link gibt's in den Show Notes.

00:41:03: Kommen wir vielleicht mal zum Thema Deutschland zurück.

00:41:07: Sie haben es angesprochen, am Anfang auch im Biblin merkte ich auch in Deutschland und da haben sie ja einen Paper vorgelegt die neue Wohnungsfrage im Jahr twohundneunzehn Und was ihr interessant fand.

00:41:17: zum einen war zu man's verschieden.

00:41:18: erkennt das ihr ich interessant fand wahrscheinlich vielleicht fanden sich die auch interessanter.

00:41:21: eine andere weil ich kreffend raus die ich gut fand.

00:41:23: also ich war interessant.

00:41:24: zum erst die Aussage dass mit Immobilien in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eigentlich nicht so ein tolles Geschäft zum Machen war, bislang der Zeit.

00:41:31: Also wenn Sie sich nämlich die Zeit anschauen, Sie haben ja vor neunzehntetzeigundsechzig bis vor des Jahrzehnten einen Schad drin wo man sieht naja gut real sind Immobilenpreise eigentlich fast nicht groß gestiegen.

00:41:40: also zb lagen sie ja zwei tausendachzehn erst wieder auf dem Niveau von neunzentundneinzig weil wir hatten ja einige Jahre mit realem Preisrückgängen wie in den andern Ländern sei es Frankreich Italien Spanien USA UK die preislich viel stärker gestiegen sind.

00:41:53: Und nun haben wir, und ich hab' jetzt sichererweise auch gesagt, in der Mitte des Jahrzehntes gab es eine jährliche Rendite von fünf Komma zwei neun Prozent real.

00:42:01: Das ist mehr Wertsteigerung und Mieter.

00:42:03: Da sieht man das bei überwiegend Mieters war gar nicht für Wertsteigungen.

00:42:06: Genau.

00:42:06: Jetzt haben wir aber seit zweitausendelf und da würde ich jetzt sagen sicherlich auch dank der EZB und der Geldpolitik in Deutschland einen deutlichen Anstieg der Immobilienpreise gehabt.

00:42:16: Sie haben gesagt, die Reichen wurden dadurch reicher.

00:42:19: Ich würde sagen, die Deutschen haben bis nachgeholt was im Rest der Welt war.

00:42:23: War das jetzt ein Problem oder holen wir eigentlich nur das danach?

00:42:26: Was die anderen haben damit wir in Europa vielleicht nicht mehr so relativ zur Wirtschaftsleistung relativ ärmer sind als die anderen?

00:42:32: Ganz wichtiger Punkt den sie da gemacht haben erst mal zu sehen dass es geht oft durcheinander in der Debatte und öffentliche Wahrnehmungen.

00:42:40: Die Leute vergleichen immer den Aktienpreis, den DAX mit dem Immobilienpreistindex.

00:42:45: In den letzten zehn Jahren sind die fast gleich auf aber in der langen Frist schlägt natürlich der Aktien- und Immobilenpreist-Index.

00:42:55: Aber das ist nur die halbe Miete sozusagen.

00:42:57: Die halben Miete insofern als sowohl im Aktienmarkt natürlich, da kriegt man Dividenden von den Unternehmen.

00:43:04: Aber vor allem im Immobiliemarkt, da kriegen wir halt Mieten entweder von den Mietern, die man hat Oder wenn man selbst in der Wohnung oder im Haus wohnt, dann spart man sich sozusagen die Miete und zahlt sie sich selbst als Rendite.

00:43:17: Und das wissen wir – und es ist nicht nur in Deutschland so, sondern in fast allen Ländern ganz ausgeprägt – diese Mietrenditen sind deutlich höher als die Dividendenrenditen, die man am Aktienmarkt bekommt.

00:43:28: Und die sind unglaublich stabil!

00:43:30: Das hat auch etwas damit zu tun, dass, stellst du dich mal vor, kommt eine Rezession?

00:43:35: Ja, irgendwas passiert.

00:43:37: Corona ist ja ein gutes Beispiel.

00:43:39: Auf einmal kauft keiner mehr BMWs.

00:43:41: Der BMW-Aktienkurs geht in den Keller und BMW zahlt keine Dividende, macht keine Profite, macht sogar Verlust!

00:43:48: Was ist am Mietmarkt?

00:43:49: Am Mietmark passiert so gut wie gar nichts denn auch eine Rezession müssen die Leute irgendwo leben.

00:43:53: Das heißt, keiner zieht aus sie bekommen weiterhin ihre Miete.

00:43:57: Also während der Aktienmarkt einbricht und die Dividenden ihn wegbrechen, diese Mietrendite im Immobilienmarkt ist unglaublich stabil auch über den Konjunkturzyklus.

00:44:05: Und das ist natürlich aus anlieger Perspektive eine sehr spannende Sache denn es heißt genau dann wenn vielleicht auch in einer Rezession irgendwie die Einkommens-, der Arbeitslosigkeit-Risiko groß ist oder was auch immer kriege ich trotzdem weiterhin diese sehr stabile Mietrandite über diesen Markt.

00:44:24: Das ist etwas, was wir in Deutschland sehen.

00:44:25: Deswegen ist dieser langfristige Vergleich zwischen Mobil und Aktien muss einfach immer die Mietrendite bzw.

00:44:33: also die Mieteinnahmen und natürlich auch die Dividendeneinnahm berücksichtigen.

00:44:37: Und dann sieht man dass die beiden gar nicht soweit voneinander entfernt sind.

00:44:42: aber natürlich wer jetzt kurzfristig irgendwie auf den schnellen Euro aus ist und hohe Kapitalsteigerung haben will Der ist spekuliert, der sollte im Aktienmarkt spekulationen.

00:44:53: Typischerweise die letzten zehn Jahre in Deutschland waren jetzt auch eine Ausnahme, typischerweise sind die Kapital, die Wertsteigerung im Immobilienmarkt deutlich geringer.

00:45:02: dafür hat man aber diese stabile Mietrendite.

00:45:06: Ich wollte es noch mal, weil ich habe die südische Zeitung damals über diese Studie so berichtet und ich hab die Zeitungsinterpretiert.

00:45:13: Ich hab nicht sie so interpretiert aber die Zeitungen interpretiert nach dem Worten ja die Reichen sind zu viel reicher geworden das waren ja immerhin fast was drei Komma drei Billionen Euro mehr Vermögen und das Klang bei der SZ schwangen somit und den Worte des Lastens doch besteuern dass ist eh so ein leistungsloses Einkommen und für mich jetzt so.

00:45:29: Ich höre Ihnen jetzt zu, nicht sagen den Motoneer gut.

00:45:31: Aber ist es doch folgendes passiert?

00:45:33: Wir haben gezahlt, im Jahr zwei Tausend neun, zwei tausend zehn, glaub ich konnten Sie in Berlin Mietzhäuser kaufen für unter zehnmal Jahresnettokaltmiete.

00:45:40: Jetzt sind sie da auch weit über zwanzig, dreißig schon.

00:45:42: Im München zahlt man über fünfzigfache Jahresnetto-Kaltmiede und heute ein Hauskauf.

00:45:46: Da hat natürlich keine Rendite von fünf Prozent mehr, keine Mietrendite sondern hatten eine Mietredite vor einem bis zwei Prozent.

00:45:51: Wie bist du?

00:45:52: das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung?

00:45:53: Hat ja auch vor einiger Zeit bei der Studie vorgelegt, wo sie gemeint haben.

00:45:55: Die meisten Vermieter erwirtschaften nur eine Rendite von einem bis zwei Prozent.

00:45:59: Also wir müssen wissen die Frage dieser Wertzuwachs... Das ist ja eigentlich kein echter... Bist es ja nur auf dem Papier.

00:46:06: weil ich mache einmal ein anderes Beispiel Ich spare mich, ich bin selbstständig also ich zahle jetzt nicht in die Rentenkasse ein und ich spare mir Geld und ich kaufe meine Eigenungswohnungen damit ich in Zukunft was ich fünftausend Euro im Monat Miete bekomme dann werde ich davon meine Rente bezahlen oder davon lebe.

00:46:21: Und wenn es der Preis der Wohnung sich verdreifacht, ändert sich für mich an den fünftausend Euro im Monat nämlich nichts.

00:46:27: Weil wenn er preislich verdreifer kriegt, ich dreifache so viel Miete.

00:46:29: Das heißt aus meiner Sicht bin ich nicht reicher geworden.

00:46:32: aber auf dem Papier bin ich reicher worden und das würde mich die Frage auf ist das eigentlich nicht anders als ein verweggenommener Ertrag?

00:46:39: Also ist es wirklich ein Zuwachs oder ist es eigentlich nur eine Wurstandsinlusion, die da gemessen wird?

00:46:46: Spannende Frage, aber es gibt in der Tat unterschiedliche Meinungen wie man darüber nachdenken soll.

00:46:52: Also wenn Sie ewig leben was ich Ihnen gönnen würde, was wahrscheinlich Ihnen auch nicht beschert ist dann ist es so dass man sagen würde das macht keinen Unterschied.

00:47:01: Wenn sie sagen aber irgendwann will ich das was ich an Reichtum und Wohlstand habe, an Vermögen.

00:47:08: Das hab' ich ja damit ich's irgendwie nutzen kann.

00:47:09: Damit ich's ausgebe, damit ich mir einen schönen Urlaub leiste oder was auch immer was ihnen wichtig ist im Leben Dann ist natürlich so eine Wertsteigerung.

00:47:18: Wenn auf einmal ihr Haus, was Sie in München für etwas, das ich in den Millionen gekauft haben jetzt fünf Millionen wert ist, dann ist es natürlich ein ganz gewaltiger.

00:47:27: diese vier Millionen können sie bis zu ihrem Lebensende ausgeben und dann sind sie natürlich reicher.

00:47:32: Wenn es Bewertungsgewinne sind wie wir das ja sehen die mieten klar die steigen auch aber nicht so stark wie die Preise.

00:47:38: Das sind vor allem Bewertungen Gewinne, die wir im Immobilienmarkt gesehen haben.

00:47:41: Dann heißt es erst mal nicht dass sie sozusagen an monatlichen Mieten höhere Einnahmen haben.

00:47:47: Das heißt, sie können sich aus den Niedernahmen noch die tolle, den tolle... Kreuzfahrt darf man ja nicht mehr ist hier so schlecht für die Umwelt aber den tollen Radurlaub am Rhein halt nicht mehr leisten, nicht zusätzlich leisten weil sie weiterhin nur was auch immer es ist, fünfhundert Euro Miete bekommen.

00:48:02: Es gibt jetzt natürlich Möglichkeiten diese Kapitalgewinne, diese Wertgewinne, die Sie haben umzusetzen in Kaufkraft.

00:48:14: In Amerika ist es ein ganz verbreitetes Phänomen.

00:48:17: In Deutschland gibt's die ersten FinTech-Startups, habe ich neulich durch super gesehen, die das jetzt auch machen, nämlich die Option diese Wertgewinne aus dem Haus und der Mobil hier rauszuholen letztlich über eine Art vom zweiten Darlehen.

00:48:35: Das ist ja bei den gegenwärtigen Zinsen extrem günstig, also im Idealfall sagen wir mal ihr Haus.

00:48:40: Wir hatten jetzt gerade für Ihr Miethaus irgendwie vier Millionen Gewinn gemacht.

00:48:44: und jetzt gehen Sie zur Bank und sagen ich hätte gern davon was weiß ich hunderttausend für meine Für die nächsten was auch immer paar Jahre um ein paar schöne Sachen zu machen.

00:48:53: Und dann sagt Ihnen die Bank na klar geben wir ihnen hier haben sie in zweites Immobilien darlehnen Ja hause so viel wert gibt's überhaupt kein Problem das wird es nochmal besichern.

00:49:03: Und dann zahlen sie halt, was auch immer gerade der Zins ist.

00:49:06: Ein Prozent oder weniger und das können Sie auch noch aus dem Kapitalgewinn bezahlen den Zins.

00:49:11: Dann holen Sie sich ein bisschen mehr raus und dann ist der Zinster gleich mit abgedeckt und dann können Sie natürlich diese Bewertungsgewinne auch in Urlaub oder schöne italienische Abendessen umsetzen.

00:49:24: Okay, also es wäre möglich, würde natürlich dann bei dieser vorgenzweißigen Fragilität des Finanzsystems, wir angesprochen haben weiter erhöhen den Notenpark noch mehr dazu zu zwingen dass die Hauspreise nicht fallen.

00:49:32: Absolut

00:49:33: genau das wir in Amerika gesehen haben.

00:49:35: im Aktienmarkt ist es natürlich einfacher da verkaufen sie einfach ein Parktion.

00:49:38: Aber

00:49:38: würden Sie jetzt aus dieser Analysehaus ableiten?

00:49:40: Dass man im Prinzip diese Gewinne starlicherseits abschöpfen müsste.

00:49:44: Weil ich meine, wir haben eine Diskussion in Deutschland Vermögensteuervermögensabgaben.

00:49:48: wenn wir uns ehrlich machen geht es immer nur um Immobilien weil Unternehmen wird man immer schonen.

00:49:52: das ist bekannt dass eben auch bei der Abfallsteuer als wird.

00:49:55: jeder Politiker wird im Mobil er wird Unternehmen schonen die Geld vermögen haben wir vorhin festgestellt verzins sich eh nicht real da sind die deutschen so falsch nach geltanlage.

00:50:04: immobilien sind wie wir wissen leider Gottes ungleich verteilt weil wir eine geringe Eigentumsquote haben.

00:50:09: also langt das schonum zu sagen hier muss man im Prinzip ein höheres Steuer machen oder einmal Steuern ein ähnliches fordern, um das abzuschöpfen?

00:50:16: Ich denke also zum ersten Mal haben Sie absolut recht.

00:50:19: Es verwundert mich auch in der ganzen Corona-Debatte ist es in der Tat immer wieder erstaunlich wie unternehmensfreundlich die deutsche Politik ist, ohne großartig nachzudenken.

00:50:31: Auch wenn sie an diese ganzen Unternehmenthilften während Corona denken.

00:50:34: Da gibt es eine extrem starke Lobby, Sie näherden die Abschaftssteuer.

00:50:38: Da wird dann oft auch mit vorgezogenen Argumenten argumentiert, dass, ach wenn jetzt der Mittelständler seinen Betrieb vererbt und dann den Erben-Erbschafts-Steuern zahlen müssen, könnten sie den Betrieb nicht übernehmen Wir verloren.

00:50:52: Das sind alles solche Scheinargumente, die könnten einfach zur Bank gehen.

00:50:55: und wenn das ein vernünftiges Unternehmen ist dass auch profitabel ist dann gibt die Bank den auch den Kredit um die Abschaftssteuer zu bezahlen Und die Milliarden an Erbschaft können dann auch an die nächste Generation weitergegeben werden.

00:51:06: Also wir sind in vielen Punkten gebe ich Ihnen recht auffällig freundlich und insofern Stünde zu befürchten versuchen diese Bewertungsgewinne, die viele Menschen jetzt haben.

00:51:17: Vor allem denkt man muss sich veranstalten, wem gehören die Unternehmen?

00:51:20: Das sind die reichsten fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung.

00:51:22: Wem gehörn die Immobilien?

00:51:23: Das ist die oberen Fünfzig Prozent ungefähr.

00:51:25: Die Einglumsquote ist ungefähr fünfzig Prozent inzwischen.

00:51:28: Obwohl natürlich auch dann die Immobilen teurer werden je weiter oben man in eine Einkommensverteilung isst.

00:51:33: aber grundsätzlich sind immobilien eigentlich der Mittelschichtvermögens Titel den man denen die Leute haben.

00:51:39: Das heißt es steht zu berichten wenn wir wirklich ne Vermögenssteuer wieder einführen.

00:51:43: Aus welchen Gründen auch immer?

00:51:44: Sei es weil wir Geld brauchen oder sei es, weil wir das soziale gerecht finden, sei es wegen Klimawandel oder den ökologischen Umbau finanzieren müssen.

00:51:52: und wir sagen die Vermögen denn deren Vermögens kann man ja konstruieren.

00:51:56: Die Idee doch irgendwie auf wenn man auf CO zwei Produktionen in der einen oder anderen Weise basiert in der Vergangenheit dann sollen sie halt jetzt damit mehr rangezogen werden steht zu befürchten dass die Mittelschicht vor allem Er belastet wird, was dann eine sehr unschöne Tradition im Deutschsteuersystem nochmal verstärkigen würde.

00:52:14: Was übrigens die Ungleichheit verstärken würde?

00:52:17: Also eigentlich, wenn ich das mal zusammenfassend habe.

00:52:20: Wir haben ja früher Podcast dazu gemacht zum Thema Ungleichheit und wir wissen dass die Ungleichkeit, wenn wir die Rentneransprüche mit einrechnen gar nicht so groß ist.

00:52:27: Wir wissen auch, dass ein ausgebauter Sozialstaat Tendenz jetzt zu mehr Ungleichigkeit führt.

00:52:31: Wir denken an die Skalinarwischen Länder woher die Genie-Kurvizierten doch schlechter sind als in Deutschland.

00:52:35: Nur es ist ganz klar eine Vermögensteuer, wie Sie gerade diskutiert haben würde dann im Prinzip dazu führen, dass die Umgleichheit noch stärker wird weil die Konzentration der Vermögens bei den Top fünf bis zehn Prozent relativ zunehmen würde also insofern von dem Bereich, was man ja auch vorgibt zu erreichen.

00:52:49: Zumindest wenn man sagt mal besteuert um die Gerechtigkeit zu erhöhen.

00:52:53: Ja aber ein kurzer Punkt dazu.

00:52:54: also wir müssen uns entscheiden können nur eine Sache machen und nicht beides.

00:52:58: Also in der öffentlichen Diskussion wird oft schon den gleichen Leuten werden Rentenkürzungen gefordert und gleichzeitig wird gesagt die Ungleichheit ist gar nicht so schlimm, weil wir ja diese großen Rentenansprüche haben.

00:53:07: Also nur eins von den beiden geben.

00:53:08: Das habe

00:53:09: ich mich nicht getan oder?

00:53:10: Wir haben

00:53:10: sie nicht getan aber das passiert oft.

00:53:12: und also es ist in der Tat so wenn wir die Ansprüche aus den Sozialversicherungen einrechnen dann ist die Ungleichheit in Deutschland also weiterhin erheblich, aber sie ist nicht so hoch wie wir bei dem Markt vermögen messen eben weil ein Teil auch gerade den großer Teil in der unteren Hälfte der Bevölkerung an Vermögen sozusagen diese Ansprüche sind.

00:53:33: Aber wenn man jetzt kommt und sagt, wir eigentlich können uns die Renten gar nicht mehr leisten oder eigentlich müssen wir das Sozialsystem zusammenkürzen dann steigt natürlich auch den Fall dieser Ansprüchen und dann steig doch die Ungleichheit.

00:53:42: also man kann nur eins von beiden machen.

00:53:44: ich denke was die Frage von Vermögensbesteuerungen angeht wer mir immer liebt zu definieren wofür man eigentlich diese Steuern

00:53:55: braucht

00:53:56: Ich sehe in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren und das ist jetzt nicht dass ich ein Prophet bin.

00:54:02: Ich glaube es versteht inzwischen jeder massive Umweltsung die auf uns zukommt.

00:54:09: wir müssen unsere Volkswirtschaft ökologisch umbauen und das Ganze wird zu erheblichen sozialen Verwärmungen führen einfach weil wir wissen es zum Beispiel die CO² der CO² Fußabdruck mit dem Einkommensniveau sehr stark negativ korreliert ist.

00:54:23: So heißen die, die unten in der Verteilung sind haben großen CO²-Fussabdruck relativ zu ihrem Einkommen oder sie verbrauchen geben halt mehr Geld für CO² intensive Güter Dienstleistungen.

00:54:33: Erdenken Sie an die Autos und vielleicht die Flugreise nach Mallorca aus was auch immer oder den Nahrungsmittelkonsum.

00:54:40: Und das heißt wir werden wenn wir CO² den Preis extrem stark erheben was auf die ein oder andere Weise passieren wird und muss.

00:54:50: ein wichtiges Steuerungs- und zumindest nicht das Einzige, aber ein ganz wichtiges.

00:54:53: Dann wird das bestimmte Bevölkerungsschichten sehr viel stärker treffen als andere.

00:54:57: Und wir haben in Frankreich mit den Gelbwesten gesehen dass die Kombination aus.

00:55:02: ihr redet gerade drüber, dass sie mir mein Auto wegnehmen wollt?

00:55:05: Ihr wollt meinen Urlaub teurer machen und die Mieten steigen in den Städten und gleichzeitig redete darüber wie meine Rentneransprüche gekürzt werden.

00:55:14: Irgendwas läuft hier schief.

00:55:15: Das ist jedenfalls nicht das Land, dass ich und die sagen wir mal fünfzig Prozent der Bevölkerung besonders attraktiv finde.

00:55:22: Wir werden uns da was einfallen lassen müssen wie wir mit einer Hälfte der Bevölkerungen auf diese Reise in eine ökologische Zukunft mitnehmen Und ich habe nicht das Gefühl oder den Eindruck, dass auch nur irgendeiner der Parteien darauf einen vernünftige Antwort hat.

00:55:41: Ich möchte auf die Antwort kommen, mit denen wir am Anfang schon vorgesprächen besprochen haben.

00:55:46: Das war auch darauf zu kommen.

00:55:47: Ich meine ich würde vielleicht einen Aspekt ergänzen wollen und würden noch was einführen in Diskussionen.

00:55:51: Weil das was Sie gesagt haben ist, dass wir stehen verheblich in Konflikten.

00:55:53: Ich würde dem diesem Klimathema durchaus das Thema des demografischen Wandels noch ansprechen weil wer jetzt natürlich in die Phase kommt wird der Erwerbsvervölkerung anfängt zu schrumpfen und wer man nicht vorgesorgt?

00:56:02: Auch das wird sich die Verteidigungskonflikte erhöhen.

00:56:04: Ich würd gerne eine andere Studie von Ihnen einfügen in diese Diskussion, weil wie gesagt wir könnten glaube ich stundenlang Podcast machen Weil ich eine andere Studie auch ganz faszinierend fand von ihm, und zwar zum Thema Exportweltmeister.

00:56:15: Aber sie haben mich festgestellt, das heißt The Low Returns on Germany's Capital Exports weil meine Podcast-Hörer wissen das wer Exportwelt Meister ist der exportiert aus seiner Sparnisse wir legen unser Geld global an Ist ja auch in einer Vermögensposition von uns allen.

00:56:28: Und sie kamen zurück mit der Aussage, es gibt glaube ich kein Land außer uns.

00:56:32: Ich finde das noch schlechter die ihr Geld so schlecht globale anlegen wie wir im Prinzip eigentlich.

00:56:37: Ich fasse mal knapp zusammen.

00:56:38: Wir sparen zwar jedes Jahr und unser Vermögen wächst gerade um das was wir sparen aber wir erzielen gar keine Erträge damit.

00:56:44: Ich meine vielleicht wollen Sie dazu kurz etwas sagen weil das gehört ja auch mit dieser Fragestellung Wie gehen wir mit der Vermögensentwicklung in Deutschland oben?

00:56:50: Ja ganz spannende Frage und ich denke dass es net hat wenn man sich einfach die Zahlen anguckt was wir da Ich sage mal an Geld im Ausland jedes Jahr entweder wirklich versenken, weil es einfach weg ist oder sagen wir mal versenkt als im Sinne von was wir erzielen könnten und was wir bekommen.

00:57:08: Wenn man sich die Zahlen anguckt, das ist einfach absurd.

00:57:11: Allein in den letzten zehn Jahren sind das Beträge, also wenn wir so gut angelegt hätten wie die Karnathia zum Beispiel oder die Norweger dann wären wir ungefähr einem ein ganzes Bebreicher.

00:57:22: Das einfach damit zu tun hat dass so viel Geld ins Ausland exportieren, soviel Geld im Ausland anlegen.

00:57:29: Aber halt wirklich der deutsche Michaeln verdammt schlechter investual ist.

00:57:34: Man kann sich einfach angucken, was sind die Renditen auf Deutsch-Auslandsanlagen?

00:57:38: Und sie sind signifikant sowohl in dem mathematischen Sinne als deutlich niedriger als in anderen Ländern.

00:57:46: Sie sind in manchen Jahren gerade mal ein bisschen positiv und sie sind vor allem auch einen statistischen Sinne über viele Jahre schlechter als das, was andere Länder hinbekommen.

00:57:56: Das heißt wir haben da einfach ein Problem in der Anlage Kultur und auch in den Strukturen an der Auslandsanlage.

00:58:04: Und wenn man jetzt mal drüber nachdenkt, weil man Exportweltmeister ist und man hat eigentlich gar nicht die Infrastruktur um mit dem um ausland angelegte Geld wirklich gut anzulegen klingt es jetzt nicht so noch einer besonders schlauen Organisation der Welt und dass man sich da besonders klug anstellt.

00:58:19: Woran liegt das?

00:58:20: Ist natürlich eine ganz spannende Frage.

00:58:22: Eine große Vermutung ist, dass es auch wieder da viel mit unserer Sparbuchkultur zu tun hat.

00:58:28: Da ist nämlich sehr viel Geld, das wir die Deutschen auf den Sparbüchern haben.

00:58:34: Das gehört übrigens auch Unternehmenssparnisse, die ja auch in großem Umfang inzwischen in sozusagen kurzfristigen Anleihen anlagen oder bei den Banken liegen.

00:58:44: Dass die von den deutschen Banken und Sparkassen usw.

00:58:49: im internationalen Interbankenmarkt weitergereicht werden an ausländische Banken, die sich verschulden.

00:58:56: Also wir haben es ja etwa bei Griechenland in der Griecheland Krise erlebt das auf einmal wieder stand und rausgefunden haben dass ist deutsche und französische Bankensystem diese massiven Position, glaubiger Position gegenüber griechischen Banken hatte.

00:59:09: Dass das passiert aber das sind natürlich wenn sie jetzt irgendwie dann die.

00:59:11: ich will jetzt niemand zu nahe treten.

00:59:13: aber wenn er irgendwie die Sparkasse Cologne Bonn über die DECA-Bank oder wie auch immer Geld im Interbankenmarkt an spanische Banken verleiht, die das dann im Immobilienboom an der Costa Blanca platzieren.

00:59:24: Dann sind es natürlich keine großartigen Renditen.

00:59:27: Das heißt wir bräuchten auch da viel stärkere Aktien und Immobilie in Anlagekultur.

00:59:35: Und wir haben einfach nicht die Finanzintermediäre in Deutschland, diesen Kapitaltransfer ins Ausland.

00:59:42: für uns als Nation profitabel gestalten.

00:59:46: Also, man könnte fast sagen die gleiche Sparkultur, die uns dazu bringt viel Geld bei der Sparkasse aufs Konto zu legen führt dann dazu dass die Sparkasse, die weiß ich mir auch nicht vernünftig was mit dem Geld machen soll das dieses dann auch wieder weiter gibt und das nächste Konto legt nur dass es jetzt bei einer ausländischen Bank ist und die damit irgendwas sinnvolles machen.

01:00:03: also da sind wir nicht gut aufgestellt.

01:00:06: Es gibt die große Vermutung Verlust von Finanzkultur in Deutschland im zwanzigsten Jahrhundert zu tun hat, sprich der Nazi-Zeit und einen gewissen Verluster von Humankapital und Infrastruktur was das Finanzsystem angeht.

01:00:25: Na gut, die hat auch was mit der Schulbildung zu tun.

01:00:27: Also ich weiß es ist eine eigene Erfahrung dass in Großbritannien beispielsweise in der Schule im Mathematikunterricht prinzipiell immer so Dinge wie Annoitätenrechnung und Typotheken und ähnliches eine Rolle spielt.

01:00:37: Ich kann mir das in Deutschland schwer vorstellen.

01:00:38: also es ist natürlich ein ganz anderes Herangehensweise dort.

01:00:41: Aber wir müssen mal zusammenfassen jetzt diese Situation oder wir wissen dann ihrer Studien und auch andere Studien wissen Aktienmobilien sind eine überlegene Anlageform.

01:00:50: Leider nicht wissen wir, die Deutschen meiden sie.

01:00:52: Das zweite ist, wir haben gesehen bei Mobilien ja wohl ein paar Handel-Mobilien, jetzt haben wir nachgeholt in der Wertentwicklung für zur Diskussion der Besteuerung.

01:00:59: Die Besteuern kann man pro oder kontre argumentieren und auf der anderen Seite erhöht sich letztlich noch mehr die Ungleichheit weil letztlich die wirklich reichen ausgenommen werden.

01:01:08: Dann haben wir gesehen, wir sind Exportweltmeister klopfen uns immer auf die Schulter, legt das Geld aber international schlecht an.

01:01:14: Dann haben wir das Phänomen, dass wir ja pro Kopf in Europa an der Spitze liegen.

01:01:19: Also jetzt über den großen Ländern.

01:01:21: Dass wir eine recht hohe Sparkquote haben aber trotzdem und das ergänze ich jetzt relativ zum Bruttoinlandsprodukt über relativ wenig Vermögen verfügen.

01:01:28: Wir haben es absolut relativ hoch vermögen, aber relativ zum bruttoinlandsprodukt haben die Italiener, die Franzosen Spanier nach Datenerkredits bis deutlich höhere Vermögens.

01:01:37: Jetzt haben wir noch die Corona-Krise gehabt.

01:01:39: Jetzt hat der Staat wieder höhere Schulden gemacht.

01:01:41: davor hat er mit der schwarzen Nulsen ein bisschen rumgemacht.

01:01:45: Ich sage immer, die schwarze Null ist eigentlich keine Leistung weil es nur die Zinsersparen.

01:01:48: Das war dann kein Tragi.

01:01:49: aber das ist jetzt ein Aspekt.

01:01:50: den brauchen wir glaube ich nicht mehr groß zu vertiefen.

01:01:52: Jetzt die Frage nur was wollen wir machen?

01:01:55: Ich meine jetzt haben wir die Möglichkeit nach der Bundestagswahl irgendeine neue Regierung Sie kriegen stübten Termin, die ich nicht habe, indem wir gemeinsam mal hingehen könnten dort die Regierung beraten können sagen pass mal auf!

01:02:06: Wir wollen das mal im Programm machen und ich würde es mal nennen Mehrwohlstand für Deutschland.

01:02:11: Was würden sie denn fehlen?

01:02:13: Also ich denke, der September ist in der Tat eine ganz entscheidende Wahl und meine Aussage wäre weiter so.

01:02:19: Ist keine gute Idee?

01:02:21: Das macht uns nicht sicherer, das hat uns auch an der Corona-Pandemie gezeigt dass da wir ein anderes Verhältnis zur Infrastruktur etwa brauchen Wir brauchen einen Upgrade, wir brauchen Upgrade von Vater Staat.

01:02:36: Wir brauchen Uprade von Germany Deutschland, was auch immer.

01:02:39: zwei Punkt Nudel.

01:02:40: Es kann nicht so weitergehen, dass jetzt ein CDU-Fraktionsvorsitzender zur Revolution aufruft.

01:02:46: Nachdem er sechzehn Jahre seine Partei regiert hat ist ein starkes Stück wenn man darüber nachdenkt.

01:02:50: ich weiß nicht was er als Revolution bezeichnet vielleicht gehört dazu auch in Regierungswechsel aber Ich denke wir haben da uns ein bisschen um unsere Zukunft gespart In den letzten fünfzehn Jahren mit dieser Sparmentalität.

01:03:02: das sehen wir jetzt in allen Ecken und Enden.

01:03:04: Wir könnten dieses Interview im Jahr zwanzig einundzwanzig immer noch nicht im Zug führen weil die Verbindung zu schlecht wäre oder diesen Portcast machen.

01:03:13: Und das sind Dinge, wo man dann schon sagen muss wie kann es denn sein dass wir jetzt erst aufwachen und das sehen?

01:03:20: Das sehen jetzt auch ich denke viele vernünftige Beobachter.

01:03:25: Wir haben einen enormen Investitionsrückstau.

01:03:28: Wie verbringen die letzten fünf Jahre damit obwohl eigentlich alle sich so ein bisschen einig sind das ein enormes Investitions Rückstau gibt?

01:03:35: verbringen wir den letzten fünf Jahren wieder damit irgendwelche Grundsatzkulturkämpfe zu führen.

01:03:39: Schuldenbremse, Ja-Schuldenbrennse?

01:03:41: Nein!

01:03:41: Nebenhaushalt ja, nebenhaushalte nein.

01:03:44: Höhere Steuern?

01:03:44: Ja, nein.

01:03:46: Es muss eigentlich etwas

01:03:47: passieren.".

01:03:47: Also in meinem Buch sage ich wir hatten bis zum zwanzig Jahre hier das Roman Herzog diese Ruckrede gehalten hat.

01:03:55: Damals hat es dann noch mal so ein paar Jahre gedauert und übrigens auch eine Regierungswechsel gebraucht damit ein Ruck durchs Land ging.

01:04:01: der kam mit der Agenda Jahrzehnte.

01:04:03: Ich meine, Diagnose ist eindeutig.

01:04:05: Wir brauchen wieder so einen Ruck und der Ruck in Richtung ökologischer Umbau und ein Rück in Richtung Digitalisierung.

01:04:13: Und es wird Geld kosten?

01:04:15: Es ist nicht so dass das Geld nicht haben.

01:04:16: wie gesagt wir schicken jedes Jahr sieben acht neun Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes ins Ausland und kriegen dafür miserable Renditen.

01:04:22: Wir haben klar berechnet die Renditen im Inland sind höher waren auch in den letzten dreißigvierzig Jahren höher.

01:04:28: also spricht nichts dagegen auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht dass wir im Inland die Investitionsquote massiv erhöhen und dieses Upgrade für Deutschland machen.

01:04:39: Und Upgrade von Deutschland, das gehört auch etwas, was vielleicht nicht so populär ist ein Upgrade vom Vater Staat mit Infrastruktur, Digitalisierung Wirklich mal im elektronischen, also einer digitalen Verwaltung, die nicht daran besteht dass man PDF irgendwo ausdruckt und dann hoch lädt.

01:04:54: Sondern dass man was weiß ich wie in Schweden seine Steuererklärung auf einem Mobiltelefon bestätigen kann und sagen die Schicken am Zoo das ist ihre Steuererklärung.

01:05:01: stimmen sie zu?

01:05:02: ja und dann ist es vorüber.

01:05:03: Das wäre doch meine schöne Sache Und das müssen wir jetzt in die Wege leiten.

01:05:09: Ich denke, wir haben es besprochen angesichts der Sparschwämme auf den globalen Kapitalmärkten.

01:05:14: Und da wäre ich wahrscheinlich so ein bisschen, wenn mein Zungen schlaggen anderer die Zinsen sind ja überall in der Welt zu niedrig.

01:05:20: also Herr Draghi und inzwischen Frau Lagarde kontrollieren nicht die Zinzen überall auf der Welt.

01:05:25: das ist ein globales Phänomen dass es halt sehr viel Ersparnisse gerade gibt.

01:05:29: Natürlich machen die Zentralbanken intervenieren auch im Markt und haben ein bisschen gerade in den Staatsanleihmärkten vielleicht dazu beigetragen, dass die Zinsen nochmal ein Tick niedriger sind als sie sonst wären.

01:05:38: Aber grundsätzlich wir sehen es ja überall.

01:05:40: Sie haben die ganz niedrigen Mietzinsen angesprochen.

01:05:42: Die Zins sind einfach niedrig Und das ist nicht nur ein Zentralbank Phänomen.

01:05:46: aber wie sollten das nutzen?

01:05:48: Wir sollten eine ehrliche Debatte über die Chancen Nicht immer nur über die Risiken führen die das gegenwärtige, niedrige Zinsumfeld bietet in puncto ausbe öffentlicher Infrastruktur und Kapitalmarkt finanziert.

01:06:02: Und wissen Sie, wenn es ein Problem ist?

01:06:04: Ich kann's langsam nicht mehr hören!

01:06:05: Wenn es ein problem ist, dass dann wieder jemand kommt und sagt aber wir können doch nicht öffentliche Investitionen von öffentlichem Verbrauch so klar abtrennen.

01:06:15: Wir können uns doch nicht sicher sein, dass der Staat wirklich die richtige Reinbrücke bei Leverkusen saniert, vielleicht sanierte am Ende die falsche Reinbrücke bei L everkusen.

01:06:25: Dann sollten wir uns hinsetzen und vielleicht auch die schlausten Köpfe der Republik zusammenbringen und dann werden uns diese Damen und vielleicht ein paar Herren hoffentlich gute Ideen liefern wie wir mit einem unabhängigen Gremium dass bestimmte Investitionsprojekte abzeichnen muss oder da ein OK-Stempel raufgeben muss, sicherstellen das wir dieses Geld, was wir uns gerade für zu extrem günstigen langfristigen Konditionen am Kapitalmarkt besorgen können.

01:06:55: Dass wir das als Gesellschaftsinfo einsetzen.

01:06:57: und also wenn das das Problem ist dann müssen wir doch da einen Weg finden statt jetzt immer wieder diese deutschen Kulturkämpfe und Grundsatzdebatten zu führen ob jetzt wirklich die Schuldenbremse so oder so ausgestaltet sein sollte.

01:07:11: Also es hätte schon fast eine Schlußfort sein sollen, aber ich möchte sie nicht so früh aus dem Focker zu lassen.

01:07:17: Mein Team würde mir schimpfen dass der Fockerspiel zu lange wird, aber wir müssen ein bisschen tiefer darauf eingehen Weil wir haben, ich muss dazusagen auch.

01:07:23: Wir haben vielleicht gar nicht so einen großen Desens.

01:07:24: Vielleicht ist es ein bisschen nur Orangsen?

01:07:25: Ich würde ein bisschen was suchen aus der anderen Seite zu nehmen.

01:07:27: Also im Prinzip, was Sie da sagen, wenn der deutsche Staat mehr Schulden macht dann haben wir in Inland mehr Nachfragen und exportieren weniger Geld ins Ausland.

01:07:35: Das ist schon mal besser als einem Ausland Geld zu verlieren lieber im Inland.

01:07:37: also den Motto Lieber statt einer kostabrager Immobilienprojekte zu finanzieren, die ruhig sind lasst uns doch die deutschen Autobahnbrücken sanieren leuchtet mir ein.

01:07:46: Es weiter ist, ich würde natürlich sagen und Sie haben gesagt naja Staat ausweiten.

01:07:49: Ich würde es sagen nach dem Motto Naja ich wird wahrscheinlich eher stärker heißt nicht über den größer weil ich würde sich sagen im WL sind.

01:07:55: in den letzten Jahren hat der Politik ja nichts an Geld gemangelt.

01:07:58: Weil wir hatten ja eine schwachsende Wirtschaft Wir hatten eigentlich steigende Abgabenquote.

01:08:02: Störl abgewandt wurde das drei Prozentpunkte gestiegen In den letzten fünfzehn Jahre nach Daten der OECD Und die Zinsaufwendung sind deutlich gefallen.

01:08:09: Das heißt die Politik hatte Ja viel Geld und Hat Eigentlich dass gemacht was Sie gesagt haben, was sie nicht machen sollen.

01:08:14: Sie hat das Geld nicht richtig ausgegeben.

01:08:15: Sie hatte das Geld überwiegend für Sozialleistung.

01:08:19: Das könnte sagen war auch richtig.

01:08:20: aber wenn wir an Mütterrente, Rente mit dreiundsechzig und diese Dinge denken dass man natürlich die größte Teil des wachsenden Einnahmkuhrens wurde so verwendet Und die Politiker würden sagen ja wir wollten ja mehr investieren Aber wir werden das Geld gar nicht abgerufen.

01:08:34: also Es ist also ein bisschen so eine Situation, wo ich sage nach dem Motto NR.

01:08:39: Ist das so einfach oder ist es im Prinzip?

01:08:41: machen wir uns jetzt hier beide im Podcast so einfach theoretisch und im Motto ja es eigentlich möglich aber in der Praxis scheitert es eben an vielen Dingen die mit Geld nichts zu tun haben?

01:08:50: Ich denke, dass ist ein wichtiger Punkt.

01:08:53: Sie haben es kurz erwähnt ja auch von nicht langer Zeit gerade kam mein Buch raus Das heißt der entzauberte Staat diskutiere ich genau diesen Punkt.

01:09:00: Also letztlich greifen muss das eine und das andere greifen.

01:09:03: wir brauchen höh bessere Planungskapazitäten, wir brauchen ein Upgrade von Vater Staat dass diese Dinge schneller gehen, effizienter gehen Gelder abgerufen werden.

01:09:11: Das gleiche gilt natürlich für die Privatinvestitionen.

01:09:14: Wir wollen ja vor allem auch, dass die Private Investitionen anspringen Dass wir mehr Startups haben, dass wir mehr Technologie Neue Technologien investieren in grüne Technologie usw.

01:09:26: Wenn Sie Unternehmen fragen heute, was ist das größte Investitionshindernis in Deutschland?

01:09:30: Dann sagen und es ist nicht meine Studie.

01:09:31: Sondern sie kommt vom IW aus Köln und die sind ein unternehmensfinanziertes Unternehmenfreundliches Institut.

01:09:39: Denn sagen die Unternehmen ganz gerade das größste Hindernis für mehr Investitionen sind nicht die Steuern, das sind auch Nicht-die-Bösen-Arbeitnehmerrechte, sondern das ist die mangelnde Infrastruktur.

01:09:49: Das sind die digitalen Infrastrukturen aber das ist auch die harte Infrastruktur bei der Schiene teilweise beim Wasser und auf den Straßen.

01:09:55: Das heißt, da muss wirklich das eine in das andere greifen, damit die Dinge Sinn machen.

01:10:00: Ich sage Ihnen noch eine Sache, die ist vielleicht ein bisschen kontroverser und sehr völlig recht mit Ihrer Analyse, dass in den letzten zehn Jahren

01:10:09: die Spielräume,

01:10:10: die eigentlich durch das Absinken der Zinsen, der Zinnausgaben oder auch durch die gute Konjunktur ... Die Spielräumen, die sich dadurch ergeben hat, dass wir sie nicht genutzt haben um mehr zu investieren und solchen sagen, was daran später schuld ist.

01:10:24: Zumindest zum Teil die Schuldenbremse.

01:10:26: Und zwar in einer Logik, die ich glaube für unsere Zuhörer auch ganz spannend ist weil mir das kommt immer wieder so vor dass die Leute das nicht... Dass es irgendwie noch nicht in den Köpfen angekommen ist, weil wir immer wieder die gleichen Argumente austauschen aber nicht die auf dies ankommt.

01:10:43: Da sind mich so erklären.

01:10:44: Die Schuldenbremse warum finden wir die im Prinzip?

01:10:46: Warum denkt man das ist eine gute Idee?

01:10:48: Naja, weil Politiker halt kurzsichtig sind weil Politiker sonst Sachen machen.

01:10:52: Die verschulden sich heute ganz viel, um uns einen schönen Urlaub auf Lanza Rote zu finanzieren oder was auch immer, um wiedergewählt zu werden.

01:10:59: aber das ist alles nicht nachhaltig und das sind keine sinnvolle Investitionen.

01:11:03: Okay also haben wir eine Schuldenbremse.

01:11:05: Das heißt jetzt politiker die Politik darf sich nicht mehr verschuldet.

01:11:08: Ganz klein aber lange mal.

01:11:10: praktisch gesehen darf sich die Politik nicht mehr schulden.

01:11:13: Jetzt sind die Politiker aber weiterhin kurzsichtig.

01:11:16: Was passiert denn jetzt?

01:11:18: Die gleichen kurzfristig orientierten, kurzsichtigen Politiker geben das Geld für Dinge aus die heute relevant sind und reduzieren die Investitionen.

01:11:26: Weil ihre Investition nämlich den zugute kommen, die erst morgen in diesem Land leben.

01:11:30: Insofern hat der gleiche, die gleiche Diagnose Politiker sind kurzfristorientiert, kurzichtig und machen dumme Dinge Wenn wir eine Schuldenbremse haben, genau zu dem was wir in den letzten zehn Jahren erlebt haben.

01:11:43: Das Geld das wir haben für Dinge ausgeben die heute anfallen, ja irgendwie Rentnerhöhungen und dies und jenes.

01:11:50: Und dass vernachlässigen was für die Zukunft des Landes wichtig ist.

01:11:53: Wir haben da einen intellektuellen Konstruktionsfehler ins Grundgesetz geschrieben.

01:11:58: Man kann gerne über Fiskalregeln wieder nachdenken.

01:12:01: Ich denke nicht, dass die eine Verfassung gehören, aber das ist meine persönliche Meinung.

01:12:05: Aber wir brauchen andere bessere Intelligentere als was wir jetzt haben.

01:12:08: denn das, was sie jetzt haben schadet letztlich künftigen Generationen und das einfach ein intellektueller... Das ist einfach ein Konstruktionsfehler drin.

01:12:15: Genau!

01:12:15: Und vor allem wer wäre die Währung auch mit jemandem teilen?

01:12:18: Mit Ländernteilen, die deutlich höhere Schulden haben, ist natürlich auch ein Quatsch zu sagen ich mache Geisterfahrer in alle anderen Schulden machen, wir machen keine Schulden.

01:12:25: also ich glaube da bin ich bei ihnen Ich weiß es nicht, ob ich jetzt Ihnen im Bund legen würde zu sagen.

01:12:29: Naja lass uns lieber in Inland mehr investieren aus Staatsschulden machen und dazu brauchen wir irgendwie sogar keine Steuererhöhung, würd' ich jetzt sagen?

01:12:36: Man kann das.

01:12:36: theoretisch sogar könnte man wahrscheinlich sogar Entlastungen durchführen am unteren Ende und trotzdem mehr investiert werden weil man einfach eine bessere Balance braucht an der Wirtschaftspolitik.

01:12:44: Professor Schulareg, ich könnte mit Ihnen stundenlang weiter sprechen und wir hatten ja vorher im E-Mail Austausch glaube ich auch die implizite Zusage wenn mich heute mir nehmen, wenn er Spaß besitzt.

01:12:52: Wenn wir gute Gespräche haben vielleicht können wir den Zugruf nochmal fortsetzen.

01:12:54: Sehr

01:12:55: gerne, hat Spaß gemacht!

01:12:55: Ich würde

01:12:56: mich in dieser Stelle ganz herzlich bedanken und wie gesagt freue mich auf ein Wiederhören bei einer anderen Gelegenheit.

01:13:00: Vielen Dank, ich danke Ihnen!

01:13:05: So weit mein Gespräch wird.

01:13:07: Professor Murat Schulerik aus dem Oktober zwei-deßend neunzehn.

01:13:10: Ich hoffe sie fanden es genauso interessant und relevant als ich.

01:13:14: Das war's für heute mit BTO Refresh.

01:13:17: Ich freue mich um Ihre Fragen, Ihr Feedback, Ihre Kritik und Ihre Anregungen und natürliche Verwieder hören am kommenden Sonntag wenn es wieder heißt.

01:13:25: eine neue Folge von BTO geht an den Start.

01:13:28: Bis dann, alles Gute.

01:13:29: Ihr Daniel Stelter.

Über diesen Podcast

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt.

von und mit Dr. Daniel Stelter

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