beyond the obvious – Der Ökonomie-Podcast von Daniel Stelter – featured by Handelsblatt

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Transkript

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen ausgermais Podcast.

00:00:17: Ich freue mich sehr, dass Sie auch im heutigen Mittwoch zu einer Refresh-Folge wieder mit dabei sind.

00:00:23: Am vergangenen Sonntag haben wir gesprochen über Ungleichheit und Glück und haben gezeigt, wären einfach nicht schlimm.

00:00:38: Je wahrheit es eher, dass absolute Armut und Ungerechtigkeit zu Unzufriedenheit führt.

00:00:45: Es ist weniger schlimm wenn der Nachbar mehr hat als man selbst was schlimmer ist wenn man selber keine Chance hat selber mehr zu bekommen.

00:00:54: das Thema eben durch eigene Leistung Vermögen bilden vermöge schaffen Das Thema generell Vermögensbildung findet immer wieder diese Podcast statt.

00:01:04: Wir wissen aber auch das Glück eben viel mehr ist als nur vermögen.

00:01:09: Glück wird von vielen Faktoren bestimmt und es gibt sogar eine eigene ökonomische Glücksforschung, diese zeigt dass die Deutschen glücklicher geworden sind was überraschen könnte angesichts der Lage des Landes.

00:01:26: Grund genug kurz mal zu schauen auf die Glücks-Forschung und ein Gespräch in Erinnerung zu rufen mit dem wohl weltweit bekanntesten Glücks Forscher mit Professor Bruno Frey.

00:01:38: Ich finde, am heutigen Mittwoch sollten wir uns ruhig mal mit Glück beschäftigen.

00:01:43: Ich hoffe Sie finden das auch!

00:01:45: Ich fangen mir alles so an... Am vergangenen Sonntag hatte ich in Folge findert neun den Sozialpsycholog Nikolas Sommé von der Universität Lausanne zu Gast.

00:01:58: Sommés hat unsere Neteanalyse die These widerlegt dass wirtschaftliche Ungleichheit Menschen unglücklich machen.

00:02:07: nach Korrektur Der Verzerrung ist sie auch sogar eindeutig.

00:02:11: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Wohlbefinden.

00:02:16: Die politische Konsequenz ist eindeuteutig, zum einen geht es nicht darum den Genie-Korrezent zu senken sondern es geht darum wirkliche Armut zu bekämpfen.

00:02:26: Zum anderen geht es darum Chancengerechtigkeit herzustellen.

00:02:30: Chancengerechtigkeit dürfte ein viel wichtiger Faktor sein für Stücksbefinden als einfach nur eine Ergebnisgleichheit.

00:02:39: Und wiegt man auf Deutschland?

00:02:41: So stellen wir fest, irgendwie stehen wir gar nicht so schlecht da.

00:02:45: Es gibt nämlich Studien die jedes Jahr erfassen, wie es denn um das Glücksbefinden der Bevölkerung in der Welt steht.

00:02:52: In der neuesten Ausgabe des sogenannten World Happiness Reports vom März dieses Jahres gibt es eine staunliche Antwort.

00:03:01: Deutschland ist zum Fünfränge auf Rang siebzehn nach oben gerückt Und das in einer Zeit, in der man feststellen muss dass der Wirtschaft nicht gut geht und die Polarisierung der Gesellschaft zunimmt.

00:03:15: Das schauen wir uns mal genauer an!

00:03:32: und Jeffrey Sechs.

00:03:44: Was passiert in dieser Studie?

00:03:47: Die Datenbasis ist der sogenannte Gallup World Poll, das ist eine repräsentative Umfrage im rund einhundertvierzig Ländern.

00:03:58: Kernindikator die sogenannte Cantrilleiter.

00:04:02: Menschen bewerten dabei ihr eigenes Leben auf einer Skala von null bis zehn wobei zehn das bestmögliche und null das schlechteste vorstellbare Leben repräsentieren.

00:04:14: Der Bericht im Jahr die Daten aus den Erhebungsfällen in dem Jahr zwanzig, vierundzwanzig und fünfundzwanzigh.

00:04:22: Das heißt, die Länderplatzierungen basieren auf einem Dreijahresdurchschnitt.

00:04:27: Und es gibt sechs Faktoren, die laut der Analysten erklären ob ein Land oder eine Bevölkerung glücklicher ist oder weniger glückiger ist.

00:04:38: Statistisch relevant sind das Bruttoinlassprodukt pro Kopf, die gesunde Lebenserwartung, soziale Unterstützung, Freiheit für Lebensentscheidungen und die Wahrnehmung von Korruption bzw.

00:04:52: Vertrauen in Institutionen.

00:04:55: Bemerkenswert ist – die buddschöpfliche Ungleichheit, die wir letzten Sonntag intensiv diskutiert haben, fehlt sich nicht unter den Faktoren, hat sich im Weltglücksreport, in den Jahr-Zwischen, etwas nach vorne entwickelt.

00:05:16: Deutschland belegt dem World Happiness Report, den siebzehnten Platz von hundred und vierzig gerenken Ländern mit einem Can't Real Leather Score von sechs tausend achthundert zweiundachzig.

00:05:28: Damit verbessert sich Deutschland um fünf Plätze gegenüber dem zwanzigsten Platz im Bericht zweitausendfünfundzwanzig Und ist eines der wenigen westlichen Industrieländer Mit einer Verbesserung in laufenden Jahr lieben Portugal, Island und Finland.

00:05:42: Ich finde das bemerkenswert.

00:05:44: Deutschen auf grad siebzen Die USA liegen auf Platz twenty-three, Frankreich Platz thirty-three Italien Platz thirty eight und Großbritannien Platz twenty nine.

00:05:56: Wir haben uns um fünf Plätze verbessert und das trotz der budgerig Probleme die wir haben.

00:06:02: Das kann ja auch sein dass die Studie einfach den festen Blick in Rückspiegel hat und wir den kommenden Jahren wieder abstürzen.

00:06:10: Interessant ist ,dass der Weltlugsbericht sich zwar zu XXIX einem speziellen Thema mit besonderer Aufmerksamkeit gewippelt hat, nämlich dem Einfluss digitaler Medien auf das Wohlbefinden.

00:06:22: Nach eigener Aussage sind hier die Ergebnisse eindeutig.

00:06:26: Lebenszufriedenheit ist bei leichter Social-Media-Nutzung am höchsten also weniger als eine Stunde pro Tag.

00:06:32: nach Korrektur für endogene Verzerrungen offenbaren unsere Schätzungen dass höhere tägliche Internetnutzung wohl befinden im Durchschnitt reduziert.

00:06:40: Insbesondere Social Media-Nutzung wird bei hoher Intensität problematisch.

00:06:45: Sobald Menschen mehr als etwa fünf Stunden pro Tag mit Social Media verbringen, beobachten wir konsistent niedrigeres Wohlbefinden.

00:06:52: Betroffene berichten mehr Stress, mehr depressive Symptome und mehr negative Vergleiche mit anderen.

00:06:59: Das heißt bis zu einer Stunde Social Media am Tag kein negativer Effekt.

00:07:04: Über fünf Stunden Social Media pro Tag klar genüssetes Wohl befinden Mehr Depositionssymptome.

00:07:10: Ich denke, das sollten wir alle ernst nehmen – ich weiß selber!

00:07:14: Wenn ich mich ja zu lange auf Exarum treibe, dann bin ich ausgesprochen schlecht

00:07:18: gelaunt.".

00:07:23: Neben dem Weltdücksbericht gibt es eine zweite prominente Erhebung die ebenfalls im März diesen Jahres erschienen ist der sogenannte Ipsos Happiness Index in den vergangenen Jahren.

00:07:34: Hierzu werden drei und zwanzigtausend Menschen in neunzwanzig Ländern befragt davon ein tausende Deutschland.

00:07:39: Der IBSAS-Report fragt nicht nach einer Punktbildwertung der Lebenszufriedenheit, sondern ist direkter.

00:07:48: Er fragt... In Deutschland bezeichnen sich aktuell seventy-fünf Prozent der Befragten als glücklich, ein Plus von acht Prozentpunkten gegen über zwei Tausend fünfundzwanzig.

00:08:06: Weltweit bezeichnenden sich seventy-vier Prozent der befragte ganz glücklich.

00:08:10: Als stärkste Auslöser für Unglück nennen die Deutschen die eigene finanzielle Situation mit sieben und fünfzig Prozent gefolgt der psychischen Gesundheit mit thirty-three Prozent und der körperlichen Gesundheit bei thirty-two Prozent.

00:08:23: Für zwanzig Prozent der Bundesbürger ist die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ein Grund für Unzufriedenheit, zugleich wird sie besser bewertet als im

00:08:31: Vorjahr.".

00:08:32: Die Finanzsituation ist Unglücksgrund Nummer eins.

00:08:36: Siebenfünfzig Prozent nennen die eigene Finanzlage als ein Faktor, der sie unglücklich macht.

00:08:41: Das passt übrigens auch zu dem Befund von Sormee vom letzten Sonntag.

00:08:45: Es ist nicht die Ungleichheit, sondern die eigene absolute wirtschaftliche Lage, die das wohl befinden bestimmt.

00:08:53: Die Wirtschaftslage taucht nur auf Platz fünf auf bei den Gründen für unglücklich sein.

00:08:59: Nur zwanzig Prozent haben das Eier gegeben!

00:09:02: Ich finde es interessant und ich glaube es ist ein großer Kontrast zu dem was wirklich gerade in der Wirtschaft passiert.

00:09:08: Generell kann man feststellen trotz der Krisenstimmung im Land ist das Glücksgefühl gestiegen, seventy-fünf Prozent glückliche Menschen in Deutschland plus acht Prozentpunkte.

00:09:19: Doch was steht eigentlich hinter dem Glück?

00:09:23: Es gibt in der Tat eine ökologische Forschung die sich damit beschäftigt.

00:09:28: Pionier ist unstrittig Professor Bruno Frey von der Universität Basel.

00:09:34: Sein Standardwerk Happiness and Economics hauelt den Economy & Institutions Effekt Human Wellbeing aus dem Jahr zwei, gemeinsam mit dem Co-Auto Arles Stutzer geschrieben hat das gesamte Feld der ökonomischen Glücksforschung begründet.

00:09:54: In diesen und in seinen späteren Werken hat frei über die Jahre eine klare Diagnose herausgearbeitet welche Faktoren messbar zum Wohlbefinden einer Bevölkerung beitragen.

00:10:04: Diese sind erstens absolute Einkommen.

00:10:09: höhere Einkommen wirken auf wohlbefinden Allerdings mit einem abnehmenden Grenzdotzen.

00:10:15: Zweitens Arbeit und Arbeitslosigkeit.

00:10:19: Arbeitslosigkeit reduziert Wohlbefinden weit über den Einkommensverlust hinaus, der sogenannte psychosoziale Effekt ist größer als der finanzielle.

00:10:31: Drittens Institutionen und politische Mitsprache.

00:10:36: Freie und Stutzer haben in der Schweiz gezeigt – In Kartonen mit stärkeren direktdemokratischen Rechten sind die Menschen signifikant glücklicher.

00:10:46: Der Effekt ist so groß wie ein erheblicher Einkommenssprung!

00:10:51: Viertens – Vertrauen und soziale Beziehungen.

00:10:55: Das vertraune Mitbürger, und Institutionen erklärt einen erhebrichen Teil der Länder und des Schieds im Wohlbefinden.

00:11:03: Es ist der Faktor in dem Nordeuropa dominiert weshalb auch die nordeuropäischen Staaten traditionell das Weltlugsreging anführen.

00:11:13: Fünftens Föderalismus und Dezentralisierung.

00:11:17: Menschen sind glücklicher, wenn sie das Gefühl haben Entscheidungen werden nah bei ihnen getroffen Und Sie können sie beeinflussen.

00:11:24: Das ist der Schweizer Ansatz.

00:11:27: Und sechstens Inflation und wirtschaftliche Stabilität.

00:11:31: Preistabilität wirkt sehr deutlich auf was wohl befinden Ein Punkt den auch Nikolas Sommé am feierenden Sonntag klar gemacht hat.

00:11:42: Auch in der Liste von frei kommen wirtschaftliche Ungleichheit nicht vor.

00:11:47: Er spricht auch nicht von reichen Steuern oder einer unnötig hohen Vermögenskonzentration.

00:11:54: Freise Antwort auf die Frage, was macht glücklich?

00:11:58: Lauter seit über zwanzig Jahren im Kern.

00:12:01: Gutes Einkommen, fusionierende Institutionen, Preisstabilität, blödische Teilhabe und Vertrauen

00:12:07: – das

00:12:09: soll die deutsche Politikdebatte sich wieder in der Änderung rufen!

00:12:14: Ich fand das gerade angesichts der aktuellen Entwicklung sehr relevant und habe deshalb bedacht, es lohnt sich mein Gespräch mit Bruno Frey von Ende Jahrzehnteundzwanzig an dieser Stelle wieder in Erinnerung zu rufen.

00:12:48: hätte die Schlagzeilen blicken wollen.

00:12:51: Mehr Informationen finden Sie unter handelsblatt.com, schrägstrich rabatfünfzig und wie immer auch ins Shownutz zu dieser Ausgabe.

00:12:59: Doch nun zum Gespräch mit Professor Bruno Frey.

00:13:11: und Mitgründer des Centers for Research in Economics and Well-Being, Kru.

00:13:18: Er hat den Zürich Volkswirtschaftslehre studiert und promoviert, war von der Universität Zürig bis zum Jahr zwölf, und hatte über dreihundert Fünfzig Aufsätze in Fachzeitschriften und rund zwei Dutzend Bücher veröffentlicht.

00:13:31: Er gehört zu den weltweit führenden Forschern im Feld der Kulturökonomik und der ökonomischen Glücksforschung – sein Aufsatz What Can Economists Learn from Happiness Research?

00:13:42: gilt laut einer Bibliometrieanalyse im Journal of Happiness Studies als der meist zitierte Aufsatz der gesamten Disziplin.

00:14:11: Um das Glücksniveau einer Gesellschaft zu heben.

00:14:14: Ich finde, dass Gespräch auch heute fast vier Jahre später immer noch hoch relevant ist.

00:14:21: Sehr geehrter Herr Professor Frey!

00:14:22: Ich freue mich außerordentlich, Sie meinem Podcast begrüßen zu dürfen und danke für Ihre Zeit.

00:14:27: Ja ich freue mich auch.

00:14:29: Herr Prof.

00:14:30: Frey sie sind Ökonomen aber es sind gleichzeitig glaub ich, berühmt für ihre Glücksforschung.

00:14:36: Und deshalb dachte ich mir ... Ich möchte mal besser verstehen, was der Ökonom eigentlich zu Glück zu sagen hat?

00:14:42: Bei meiner bescheidenen Kette sind die, dass man sagt, na ja, je höher der Wohlstand, je höre das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, desto glücklicher sind die Menschen auch.

00:14:53: und wenn andere Lehre, die ich gehört hab war, sinkender Wohlstand geht nicht einher mit dem Glücksgefühl.

00:14:59: Vielleicht ürrig mich da auch, vielleicht können Sie mich aufklären.

00:15:02: Das stimmt genau, was Sie gesagt haben.

00:15:04: Es ist immer noch so dass ein zunehmendes Einkommen macht die Leute glücklich.

00:15:12: aber es ist natürlich so.

00:15:13: das Glück ist etwas abnehmen.

00:15:16: Ist also so wenn man doppelt so viel verdient wie vorher anstatt hunderttausend Euro ganz plötzlich zweihunderttaussend Euro dann ist man nicht zweimal so glücklich.

00:15:28: Und da muss man auch dazusagen, man muss ein bisschen vorsichtig sein.

00:15:31: Man muss sich vernünftig mit anderen Leuten vergleichen und nicht immer mit Personen die sehr viel mehr verdienen.

00:15:42: Wenn man das tut dann ist man immer unglücklich weil die anderen haben dann immer mehr fast definitionsgemäß.

00:15:50: Ich habe es irgendwann mal gehört, ich weiß gar nicht ob das stimmt.

00:15:53: Das ist eine Studie gehabt dass gerade in Deutschland sehr ausgeprägt ist das Gefühl wenn Leute gefragt werden möchtest du statt Keine Ahnung, heute würde ich das zu hunderttausend verdienen.

00:16:04: Ich finde die Leute gut und wenn wir sagen der Nachbar verdient aber dann Hundertfünfzigtausende, dann finden sie es nicht gut und würden eher dafür sein dass beide bei Fünfzig tausend bleiben.

00:16:12: Stimmt das?

00:16:12: Gibt es solche Studien die zeigen, dass die Leute lieber auf Gehalt verzichten?

00:16:15: hauptsächlich werden gleicher behandelt.

00:16:18: oder ist das auch nur ein Gerücht was eigentlich gar nicht stimmt?

00:16:21: Ja es ist schon eher ein Gerücht.

00:16:24: weniger verdienen will fast niemand.

00:16:27: Hier haben wir ein gewisses Problem.

00:16:30: Nämlich viele Leute denken, dass Glück allein aus dem Bauch kommt und das stimmt einfach nicht.

00:16:37: Wer wenig Geld verdient, der muss dauernd an Geld denken.

00:16:42: Das ist das Verrückte!

00:16:43: Währenddessen wenn man ein vernünftiges Einkommen hat dann kann man das einteilen.

00:16:50: währenddem wenn jemand arm ist muss er sich fragen Was kriege ich heute Abend zum Essen?

00:16:56: Kann ich meine Miete noch bezahlen.

00:16:59: Wenn etwas im Haushalt kaputt geht, ist es bereits eine Katastrophe.

00:17:04: Zum Beispiel wenn die Waschmaschine kaputtgeht und das muss jemand reparieren und man hat wenig Geld dann ist das bereits eine sehr anstrengende Sache.

00:17:14: Wenn man mehr Geld verdient macht man das so nebenbei Und das ist natürlich schon sehr gut für das eigene Wohlbefinden.

00:17:23: Bevor wir jetzt da weitergehen, würde ich mich gerne von Ihnen wissen in Ihren Forschungen.

00:17:27: Wie haben Sie denn das Glück überhaupt... wie haben Sie Glück definiert und wie haben sie das Glück hinterher des Glücksgefüges messen?

00:17:33: Waren das einfach nur Selbstauskünfte oder wie läuft so was ab?

00:17:36: Wir haben ganz genau das Glück nicht definiert sondern wir haben Vertrauen dass die Menschen wissen wie zufrieden Sie mit ihrem Leben sind.

00:17:47: Wir haben also Vertrauen in die Leute und auf einer Skala von null, was bedeutet extrem unglücklich.

00:17:56: Total unglücklich bis zehn wo jemand sagt ich könnte nicht glücklicher sein hier sich einzustufen und es kommt raus dass in Deutschland der Schweiz und Österreich auch Europa generell zwischen sieben und achtzehnt.

00:18:17: Und das ist natürlich höchst erfreulich, also die Leute sind im Großen und Ganzen mit ihrem Leben zufrieden.

00:18:25: Die genaue Frage ist, die alles in allem genommen wie zufriedend sind Sie mit dem Leben dass Sie führen?

00:18:34: Das bedeutet auch dass sie führen ist etwas Längerfristiges.

00:18:39: Alles in allem bedeutet nicht, weil das Wetter heute gerade schön ist oder hässlich, dass man davon abstrahiert und wir können dann diese Antworten vergleichen mit etwas was ein vernünftiger Mensch mit Glück im Zusammenhang bringt zum Beispiel Leute die ein höheres Maß an Zufriedenheit angeben, die lächeln mehr.

00:19:09: Sie sind optimistischer, haben weniger Probleme am Arbeitsplatz und in der Familie.

00:19:17: Das zeigt, dass diese Antwort nicht einfach irgendetwas auf etwas sinnvollem Aufbauen

00:19:26: ist.

00:19:26: Es gibt aber doch auch Unterschiede zwischen Ländern, obwohl die ähnlich reich sind.

00:19:31: Also ich habe mal so eine Studie gelesen über die Glücksindex.

00:19:35: jetzt weiß ich nicht was sie von dem halten.

00:19:36: werden Sie mir gleich sagen und da waren ja zum Beispiel sich Schweiz ist immer weit vorne, die Skandinavische Länder sind weit vorne.

00:19:41: Deutschland ist beispielsweise nicht soweit.

00:19:43: also wir sind ja durchaus auf einem hohen Einkommensniveau aber die deutschen Gelten sind deutlich, also hab ich zumindest gelesen deutlich weniger zufrieden mit ihrem Leben.

00:19:51: Und wenn wir mal ganz extrem liegen in die USA, wo ja das pro Kopf Einkommen auch deutlich höher ist als in Deutschland.

00:19:56: Ist das Glücksgefühl auch tiefer?

00:19:58: Also ist es Messproblematik.

00:20:00: sind die Amerikaner generell unglücklich oder Deutsch generell weil wir eher so ein bisschen pessimistischer sind oder so oder meine Podcast zu viel höher können man noch sagen.

00:20:07: Oder gibt's da auch andere Faktoren als nur das Einkommen?

00:20:11: Ja dass ist ganz ganz entscheidend was sie jetzt gesagt haben.

00:20:15: Als Ökonom schaut man immer die Welt an, dass es viele Faktoren gibt, die etwas beeinflussen.

00:20:23: Eben auch das Glück oder das Wohlbefinden und es ist ganz sicher nicht nur das Einkommen sondern drei vier andere ganz wichtige Faktor.

00:20:35: Das kann erklären, warum ein Land das gleiche Prokopfeinkommen hat.

00:20:41: Dass in diesem Land die Leute glücklicher oder weniger glücklich sind weil eben die anderen Faktoren ungünstig sind zum Beispiel in den Vereinigten Staaten.

00:20:51: Die Unsicherheit im Bezug auf Kriminalität Betrückt natürlich die Leute.

00:20:58: In anderen Ländern ist zum Beispiel die Gesundheitsversorgung nicht so gut wie in Deutschland oder in der Schweiz, also man hört

00:21:08: z.B.,

00:21:08: in England dass wenn man eine dringende Operation braucht, man Wochen und Wochen warten muss und in Deutschland und der Schweiz – ich nehme auch in Österreich geht das viel schneller und das ist sehr wichtig für die Personen, die davon betroffen sind

00:21:27: sind.

00:21:28: Es ist quasi einfach gesprochen, es ist das Einkommen aber es ist gleichzeitig die gesellschaftliche Infrastruktur.

00:21:34: Das würde ich mal nennen bei Sicherheit und Gesundheitsversorgung als gesellschaftlicher Infrastruktur bezeichnen.

00:21:40: Ja also wir haben vier andere Faktoren, würde ich gerne anführen, die das Wohl befinden und die Lebenszufriedenheit stark beeinflussen.

00:21:51: Das erste ist man muss viele Freunde, Bekannte und eine gute Familien-Situation haben.

00:22:00: Das ist ganz interessant!

00:22:01: Man muss nicht unbedingt enge Freunde haben sondern auch einfach viele Bekanne mit denen man sich immer wieder trifft und mit denen sie austauscht.

00:22:12: oder umgekehrt.

00:22:13: gesagt was nützt es wenn man eine Million pro Jahr verdient?

00:22:18: Und man hat

00:22:18: keine Freunde?

00:22:19: Das ist doch völlig geblödsinn.

00:22:21: Das muss ich uns einhaken, das verstehe ich aber das ist ja ein Punkt für jeden Menschen in der Welt.

00:22:26: Es würde nicht nur einen Unterschied zwischen Schweizer und Deutschen erklären weil ich jetzt mal nicht annehme dass die Deutschen bei weniger Freude haben als die Schweizer, also Thesen.

00:22:33: Also das ist eigentlich ein Punkt was nicht Nationalunterschied erklären würde sondern im Prinzip was in einem selber liegt.

00:22:41: Der dritte Faktor ist die Gesundheit und die psychische.

00:22:47: Das war der erste Fakt, da waren Freunde und Bekannte?

00:22:51: Nein

00:22:52: das Erste ist Einkommen.

00:22:54: Zweitens sind Freunde und bekannte.

00:22:57: Das Dritte ist jetzt Gesundheit.

00:22:59: Und zwar psychisch.

00:23:02: Wenn jemand psychisch krank ist... ist er wohl nicht glücklich, sonst wäre er nicht psychisch krank.

00:23:09: Das fasst seine Definition.

00:23:11: aber auch physische Krankheiten beeinträchtigen das Leben erheblich.

00:23:17: da spielt nun wirklich die Versorgung durch das Gesundheitssystem eine große Rolle und das System in den skandinavischen Ländern die sie vorher erwähnt haben offenbar sehr gut und in anderen Ländern, also ich nenne jetzt wieder die Vereinigten Staaten.

00:23:36: Da ist man wunderbar versorgt wenn man sehr viel Geld hat.

00:23:40: aber wenn man weniger Geld hat dann ist die Gesundheitsversorgung nicht besonders gut dass man ja die Medikamente in den Vereinigten Staaten ohne weiteres überall kaufen kann.

00:23:55: Und dann gibt es diese Abhängigkeiten von Medikamenten und Opiaten, das hat sehr viele Tote gekostet schon.

00:24:05: Dann gibt es etwas Viertes, das außerordentlich wichtig ist meines Rachtens die politische Organisation, in der man lebt.

00:24:16: Also wie ist das Land politisch organisiert?

00:24:20: Und da gibt es große Unterschiede.

00:24:22: Stellen Sie sich vor, sie seien zum Beispiel heute in Libyen oder in Syrien.

00:24:28: Wie kann man da glücklich sein nicht?

00:24:30: Das ist ja eine furchtbare Situation.

00:24:34: oder heute in der Ukraine während dem in Deutschland, Österreich und der Schweiz und auch Frankreich.

00:24:41: Sind die politischen Verhältnisse zufriedenstellend?

00:24:45: Es sind Demokratie.

00:24:48: Wir haben eine Untersuchung gemacht, mein früherer Mitarbeiter Alois Stutz und ich wo wir sagen dass direkte Mitbestimmung mithilfe von Volksabstimmungen die Leute wirklich glücklicher macht weil sie das Gefühl haben Sie würden ernst genommen von den Politikern.

00:25:08: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie.

00:25:11: Dabei wird oft vergessen, dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann.

00:25:15: Also wie schnell wird ein Trade ausgeführt?

00:25:17: Wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?

00:25:21: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct dann!

00:25:24: Die App richtet sich an aktive und erfahrene Trader, die bewusst handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.

00:25:30: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.

00:25:36: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Sprats oder Slippage eine größere Rolle als viele denken.

00:25:42: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente Ausführungen professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.

00:25:52: Tradegate direct wurde bereits zweimal in Folge von Stiftung Warentest als Kostensieger ausgezeichnet.

00:25:58: Dazu kommen lange Handelszeiten, von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading.

00:26:04: Marktübliche Spreads können natürlich anfallen.

00:26:06: Hinter der Trading App steht die Berliner TradeGator G., ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.

00:26:13: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.

00:26:19: Den Link gibt's in den Show Notes.

00:26:22: Es muss ich da mal kurz einhaken weil ich hab ja auch mal schweil studiert Gast in ihrem schönen Land.

00:26:29: Und wenn ich das beobachte, sage ich ja wohl es gibt eine Diskussion vor der Volksabstimmung und die Nachrichten zeigen immer die Themen und bereiten gut darauf vor.

00:26:36: aber die Beteiligung der Bürger ist doch sehr gering.

00:26:39: also ist das mehr die Möglichkeit zu machen als es eher die theoretischen Möglichkeiten abstimmen zu können als das praktische Abstimm?

00:26:48: Sehr schöne Analyse, ja das ist es nämlich genau.

00:26:51: Wenn man zufrieden ist mit dem Zustand braucht man nicht unbedingt abzustimmen.

00:26:55: Das ist die Erklärung.

00:26:58: Aber in der Schweiz ist sehr wichtig verändert sich die Beteiligung sehr stark bei unwichtigem Abstimmung, das natürlich auch gibt.

00:27:09: Da stimmen nicht sehr viele Leute ab.

00:27:11: Aber zum Beispiel bei Europafragen soll die Schweiz in die europäische Union direkt oder endere?

00:27:18: Das geht da sehr weit hoch!

00:27:21: Oder bei Fragen der Landesverteidigung – das ist bisher auch umstritten gewesen.

00:27:27: jetzt übrigens seit dem... seit dem leider europäischen Krieg nicht mehr so sehr.

00:27:36: Da geht es auch hoch, weil manche Leute finden warum brauchen wir thirty-fünf Kampfflugzeuge die so viele Milliarden kosten?

00:27:45: Man könnte doch was anderes damit machen und das ist dann umstritten.

00:27:49: und dann beteiligen sich die Leute vielmehr.

00:27:52: wenn ich jetzt Deutschland betrachte.

00:27:55: In Deutschland gibt es Themen, die wären nicht mehr als fähig gewesen, wenn es Volksabstimmung gäbe und darum gibt es bei uns auch traditionell nach den Erkenntnissen von Weimar eben keine Volksabgestimmung.

00:28:05: Also ich sage mal historisch, hätte jetzt eine Volksabzustimmung darüber gegeben, ob wir die D-Mark abschaffen hätten heute noch die D Mark?

00:28:12: Hätten wir eine Volksaufstimmung gemacht bezüglich einiger Dinge in Europa glaube ich dass heute die EU anders aussehen würde.

00:28:18: Die Politiker sagen immer Wir sind dann quasi Na ja, wir sind klüger als das Volk, sag ich erst mal so.

00:28:23: Die würden es vielleicht nicht so formulieren offen oder nur hinter der Vorgehalt in Hand.

00:28:28: Nur dann heißt es doch eigentlich solche politischen Handlungen senken das Glücksgefühl der Bevölkerung?

00:28:34: Also die Politiker glauben in der Tat dass sie mehr wissen oder klügers sind aus dem Rest der Bevölkerungen.

00:28:41: aber Sie haben auf die Weimarer Republik hingewiesen.

00:28:45: Das war nicht das Volke dass Hitler zuerst an die Macht gebracht hat.

00:28:49: Es waren genau die Politiker, die das ermöglicht haben und das wird falsch interpretiert.

00:28:57: Es war keine Volksabstimmung und Hitler hat ja zuerst auch keine Mehrheiten gekriegt.

00:29:03: allerdings als er dann an der Macht war, hat es ja genau die Volksmeinung unterdrückt.

00:29:10: Ich glaube bei grundlegenden Fragen das folgt durchaus eine kluge Einschätzung hat.

00:29:19: Aber jetzt ist ganz entscheidend dabei, dass man nicht Volksabstimmung einfach von oben her diktiert wie bei Brexit und dann keine vernünftige Diskussion darüber hat.

00:29:32: Man muss wirklich die beiden Seiten diskutieren und kennen und die voren Nachteile durch Experten, da spielen dann Experten eine ganz große Rolle dargestellt erhalten und dann kann man vernünftig entscheiden.

00:29:49: Und ich glaube eben nicht dass die Mitglieder des Bundestages beispielsweise so gut orientiert sind.

00:29:57: es gibt eine Fernsehsendung wo ja die Leute die ihr Bundestagsabgeordneten bei Der wichtigsten Abstimmung, das hat der Präsident des Bundestages gesagt.

00:30:10: Jetzt kommt die wichtigste Abstimmung in dieser Legislaturperiode und es ging um einen Kredit meiner Riesenkredite.

00:30:19: Ich glaube zur Deckung der Schulden des südlichen Ländern, irgend sowas.

00:30:25: Und dann wurden die Bundestagsabgeordneten gefragt, um wie viel geht es?

00:30:32: Zwei oder drei hatten haben gesagt, das weiß ich nicht.

00:30:36: Aber sie sind hingegangen um abzustimmen.

00:30:39: Einer hat gesagt, es geht wohl um zwanzig Millionen oder eine andere gesagt, nein, das sind fünfzig Millionen und nur ein einziger hat die richtige Summe genommen.

00:30:52: also man darf nicht glauben dass Politiker so gut informiert und auch so gut abwägen können Denn das meiste geht sich auch nicht persönlich an.

00:31:03: Sie zahlen ja diese Millionen nicht!

00:31:07: Ja, es ist leider eine sehr traurige Tatsache, wenn sie tat.

00:31:10: Aber... Und es ist auch gut, dass Sie das gesagt haben aus der schweizerischen Gesicht als wenn ich das gesagt hätte.

00:31:15: Wir haben jetzt festgehalten Einkommen, Freunde Sicherheit Gesundheit Mitbestimmung.

00:31:22: Ich habe jetzt mal fünf Faktoren.

00:31:23: Gibt's noch weitere Faktore die relevant sind?

00:31:24: Aus Ihrer Sicht muss ich sagen Das ist noch das was glücksrelevant ist oder sind das die Kernfaktoren?

00:31:31: Etwas, was jetzt gerade relevant geworden ist, ist das Pendeln.

00:31:35: Die meist viele arbeitnehmende Pendeln und manchmal ist das mehr als eine Stunde.

00:31:43: Das kann leicht über eine Stunde pro Tag gehen, manchmal einen halben oder sogar zwei Stunden und das ist Zeit die als unangenehm empfunden wird.

00:31:55: zwar wenn man die Leute Direkt fragt, ist Pendeln schlimm?

00:31:59: Sagen sie, nein, ich lese da die Zeitung und mach das.

00:32:03: Das müssen Sie natürlich sagen weil sonst der Fragende sagt ja warum pendeln Sie denn wenn es so schlimm ist?

00:32:09: aber wir schauen einfach unterschiedliche Haushalte an solche bei denen eine Person pendelt oder ein anderer Haushalt in dem nicht gependelt wird und wir finden die Nichtpendler sind glücklicher Und das ist ja jetzt gerade ein bisschen flexibler geworden, wobei ich allerdings glaube man sollte schon auch mit seinen Arbeitskollegen zusammen sein und mit ihnen diskutieren.

00:32:40: Und genau das informelle Diskutieren ist so wichtig.

00:32:45: also Ich würde es nicht argumentieren Man soll nur noch Homeoffice betreiben Sondern ich glaube Man sollte mit seinen Arbeitskolleginnen und Kollegen wirklich auch intensiv diskutieren.

00:33:00: Und auch so Probleme, die nicht offiziell diskutiert werden oder von oben aufakturiert werden, sondern ganz direkte Sachen.

00:33:13: Herr Professor Frey, jetzt muss ich noch einmal eine Frage nachhaken.

00:33:16: Die Schlussfrage bei Pennen wäre jetzt zu sagen der Staat stellt sicher die richtige Infrastruktur.

00:33:22: zum einen eine gute Internet.

00:33:24: Infrastruktur, was das Homeoffice erleichtert.

00:33:26: Trotzdem habe ich vorgegeben, aber prinzipiell ist das Home-Office erst mal erleichter.

00:33:30: Wohl wissen dass wir wollen, dass die Mitarbeiter sich treffen und da bin ich in einer Meinung.

00:33:34: Das Zweite wäre, die Pendelzeiten zu verkürzen durch eine bessere Ausbau der Infrastruktur also schnellere Züge sauberere züge... Also das wär ja auch ein Hebel quasi um so einen Teil der Bevölkerung eben die Pendler glücklicher zu machen?

00:33:48: Ja

00:33:49: Ja, und das andere ist eben dann natürlich die Wohnfrage zu klären oder aber auf den Dezentralisierung der Wirtschaft zu setzen.

00:33:55: Dass ihm die Firmen zu den Mitarbeitern kommen und nicht alle jetzt in Zürich sitzen oder alle in Frankfurt und München sitzen?

00:34:02: Ja, genau.

00:34:04: Da kann man noch einiges machen.

00:34:07: Ich will es nicht besonders negatives über die deutsche Bundesbahn sagen aber... Das brauchen

00:34:14: Sie auch nicht.

00:34:14: alle Hörer wissen Bescheid?

00:34:17: Alle wissen Beschied!

00:34:19: Wenn ich das einfach so sage nach in der Schweiz funktioniert das besser.

00:34:24: also bei uns wird ja offiziell Der Ansage in einem Zug entschuldigt sich, wenn ein Zug drei Minuten zu spät ankommt.

00:34:35: Und ich finde das ist eigentlich richtig und in der Schweiz findet natürlich auch viel gependelt selbst zwischen Bern- und Zürich was ja immerhin einige Zeit den Anspruch nimmt.

00:34:47: Ja gut aber ich schweiß hatte noch eine andere Ansatz.

00:34:48: Ich meine jetzt sind wir bei der Bahn.

00:34:50: Wir kommen wieder zurück zum Hauptthema.

00:34:51: Aber im Prinzip war wie verstanden, da schweißt es einfach so... Anschlusszüge warten nicht.

00:34:55: Das gibt einen ganz goldenen Grundsatz, die fahren einfach pünktlich.

00:34:58: D.h.,

00:34:59: bei uns ist ja so die Verspätung schlepptsicher durch das System.

00:35:02: und die Schweizer haben gesagt lieber ein paar Leute unglücklich machen, die den Anschlüsse verpassen als alle unglücklich machen dass sie dann noch zu spät sind.

00:35:08: Und das finde ich in einem vernünftigen Ansatz.

00:35:09: also glücks maximierend ist doch einfach es warten keine Anschlüssel.

00:35:13: Ja Also darüber weiß ich jetzt nicht Habe

00:35:15: ich nochmal gelesen.

00:35:17: Ich habe jetzt einen Aspekt noch gerne einbringen weil ich hab mal gelesen das habe ich mein Buch auch zitiert dass Menschen, die Vermögen besitzen auch glücklicher sind.

00:35:29: Sie haben immer nur Einkommen erwähnt und ich habe Studium gelesen selbst Leute mit geringem Einkommen wenn sie etwas Vermögens besitzt also etwas Ersparnisse haben das die Glücklicher sind als Menschen die das nicht haben.

00:35:38: Stimmt das auch oder ist es übernicht so ein relevanter Aspekt?

00:35:42: Es ist weniger relevant das laufende Einkommen aber es ist auch wichtig.

00:35:46: es gibt halt schon ein bisschen Sicherheit Und das ist etwas, was Menschen wirklich suchen.

00:35:55: Ich bringe jetzt gewaltig.

00:35:59: Religiöse Menschen sind auch glücklicher und zwar wenn es ihnen mal schlecht geht haben sie noch etwas anderes wie eine Sicherheit.

00:36:10: Sie haben diese religiösen Bezüge und sind nicht alleine gelassen.

00:36:17: Das bedeutet, dass ihr Leben subjektiv gesehen glücklicher ist als solche die sich an überhaupt nicht so orientieren können wenn es ihnen schlecht geht.

00:36:28: Außer eben vielleicht an Freundinnen und Bekannten.

00:36:33: Es heißt aber zum Beispiel der Trend zur Sikularisierung.

00:36:35: Ich meine ich habe irgendwann mal gelesen das gab man nie so wenig Christen in Deutschland wie jetzt am Anteil der Bevölkerung.

00:36:41: Das im Prinzip der Anteil erläutert eben nichts.

00:36:43: Glauben Und nicht ernsthaft glauben, dass das eigentlich strukturell zu einer Verringerung des Glücksgefühls führen würde nach Ihrer Analyse?

00:36:53: Ja, das ist ein bisschen schwierig.

00:36:54: Weil die Leute suchen ja dann was anderes... Altertiven!

00:36:58: Okay.

00:36:59: Das ist oft höchst fragwürdig, was da gesucht wird.

00:37:03: Da werden göttliche Sinne etwas ganz seltsam gesucht und nicht im Christentum.

00:37:10: Jetzt haben wir mal die Grundlage gelegt fürs Glück.

00:37:12: Jetzt würde ich gerne mit Ihnen ein bisschen diskutieren, wie es jetzt weitergeht und unserem Bücksgefühl.

00:37:15: Weil wir haben ja nun ... Wir dorscheln sagen, reden wir groß vor Zeitenwände, wobei die Politik glaube ich das Ausmaß der Zeitenwende noch nicht erfasst hat oder den Bürger.

00:37:24: und ich sagen möchte.

00:37:26: Wir haben also eine Situation, wo wir ... Wir haben jetzt letzten paar Jahre festgestellt, dass der Staat nicht so gut funktioniert.

00:37:33: Ich rede das von Deutschland.

00:37:34: Sie haben gerade die Warner wehnt aber wir haben ja andere Dinge.

00:37:37: Im Rahmen der Corona-Politik hatten wir sehr respektive Maßnahmen.

00:37:40: Die Schweiz glaube ich hatte drei Wochen Lockdown und wir hatten monatelange Lockdowns.

00:37:43: Wir haben also einen Staat, der die Aufgabe nicht mehr ganz wahrgenommen hat.

00:37:46: Wir sehen jetzt, wir haben hohe Inflationsraten deutlich höher als in der Schweiz.

00:37:50: Das führt zu sinkenden Realeinkommen müsste also zu weniger Glücksgefühl führen.

00:37:55: Wir haben Verteilungskonflikte und wir haben perspektivisch eine alternde Gesellschaft, die wir nicht vorgesorgt haben.

00:38:01: Also meinen Worten würde ich sagen mal, wir stehen von einem Szenario von weniger Wohlstand was eigentlich auch bedeutet weniger Glück Und das ist doch eigentlich dann für die Gesellschaft sehr schlecht.

00:38:14: Also insofern, wenn ich frage, wie erst mal würden Sie diese Analyse teilen?

00:38:17: Dass so ein Szenario droht oder sagen wir noch nicht so relevant?

00:38:20: und dann sollten wir vielleicht darüber diskutieren ob es denn, wenn sie jetzt mit mir gemeinsam zu Herrn Scholz gingen was wird an Herrn Scholze sagen würden, was er tun muss um sowas zu verhindern.

00:38:29: Ich finde Glücksforscher sollte nicht Politikern oder irgendjemandem predigen, was der tun soll sondern Wir sollten den Menschen die Möglichkeit geben, glücklich zu sein.

00:38:46: Und wenn ein Krieg ist oder eben wenn die Infrastruktur schlecht ist dann kann man diese Möglichkeiten viel zu wenig ausnützen.

00:38:57: Ich glaube wir müssen aufpassen dass wir der Regierung nicht auf Grundlage der Glücksforschung predigen weil dann beginnt die Regierung diese Glücksindikatoren, die es ja gibt und die häufig veröffentlich werden.

00:39:12: Dann wird die Regierung dieser Glücks-Indikatoren eindeutig manipulieren.

00:39:19: Es ist immer so wenn etwas wichtig ist, beginnt manipulation Und Glücks Indikator zu manipulierend ist relativ einfach.

00:39:29: Zum Beispiel kann man... Wenn jemand sagt er sei bei Null dann kann man ihn ausschließen, weil das ja nicht möglich ist.

00:39:38: Dann hätte er schon längst er oder sie schon selbst mal begangen.

00:39:43: und wenn jemand sagt er ist immer bei zehn ist es auch unglaubwürdig.

00:39:47: Und da kann man alles Mögliche weg streichen und kriegt dann das Resultat dass man haben will.

00:39:53: Das ist bisher nicht so, weil die Regierung nicht danach gewählt wird wie hoch der Glücksindikator ist.

00:40:01: Sie würden also sagen, also bei Bhutan hat ja Glück als Staatsziel.

00:40:06: Sie würden so sagen, das sollten wir nicht machen weil ich sage mal meine Worten wahrscheinlich würden sie sagen, würden die Politiker es nicht manipulieren wäre ein schönes Ziel.

00:40:15: aber sie glauben statt die Probleme wirklich anzugehen würde man sich eher auf das Manipulieren des Ergebnisses konzentrieren.

00:40:20: deshalb soll man's lieber nicht machen.

00:40:22: Ja und ich finde auch Ich war in Bhutan Hat schönerer Berg.

00:40:27: erst die Schweiz ist ein wunderbares Land.

00:40:31: Jetzt kommt das aber.

00:40:32: Die Einwohner wissen genau, wenn sie befragt werden was der König hören will.

00:40:37: Das ist nicht wie bei uns wo man eine beliebige Antwort geben kann.

00:40:42: die sind drauf trainiert.

00:40:44: Der König hat bestimmt.

00:40:47: Glück ist das Ziel.

00:40:49: und ja dann sagt man eben man sei glücklich.

00:40:52: Ich glaube nicht dass wir das in demokratischen Gesellschaften nachahmen sollten.

00:40:58: Gut.

00:40:59: Okay, habe ich das dazugelernt?

00:41:00: Ich fahre vor anderer Auffassung aber Ihre Kommunation überzeugt mich.

00:41:03: Aber jetzt sagen wir mal, jetzt gehen wir nicht zu Herrn Scholz.

00:41:05: Das sehen wir auch mal an und es hört doch kein Politiker zu.

00:41:08: Wir beide reden jetzt so als ich ökonomisch interessiert habe sie also ökologischer Fachmann und wir kommen einmal zum Kern des Problems.

00:41:14: Wir haben also ein Szenario wo der Wohlstand deutlich sinkt.

00:41:18: Ich nehme das mal an.

00:41:19: Lassen wir mal den Krieg aus.

00:41:20: Es gibt irgendwie einen Waffenstillstand.

00:41:22: Das sieht jetzt nur rein strukturell aufgrund der Klimapolitik, aufgrund nicht der ungedeckten Versprechen für Alter und Gesundheit.

00:41:31: Kommt der Wohlstand unter Druck?

00:41:34: Wir werden im Gesundheitssystem sparen müssen führt zu weniger Glücksgefühl.

00:41:38: Wir haben weniger Einkommen, realer Einkommen führt zu wenig Glücks gefühlt.

00:41:42: Wenn das weniger Glückgefühl ist was bedeutet das für die Gesellschaft?

00:41:46: Ja das ist schon belastend für die gesellschaft wenn dass Pro Kopf Einkommen wirklich drastisch sinkt, wie sie es gerade als Möglichkeit dargestellt haben.

00:42:00: Aber ich meine auch immer die Menschen passen sich auch an.

00:42:05: Es gibt ja auch Dinge, die besser sein werden in der Zukunft zum Beispiel die Flexibilität am Arbeitsmarkt, den wir vorher besprochen haben.

00:42:15: das ist eigentlich was Neues.

00:42:18: Früher hätte niemand daran gedacht, dass wenn er eine Beschäftigung ausnimmt, dass er dann frei wählen kann ob er zu Hause arbeitet oder nicht.

00:42:29: Es gibt also neue Freiheitsräume die wir auch beachten sollten und das man nur halbtags arbeiten kann oder teichiert etc.

00:42:40: Das sind doch neue Möglichkeiten die Zufriedenheit eher wieder anhebt.

00:42:47: Aber Sie haben natürlich recht, wenn diese negativen Aspekte, die sie geschildert haben eintreffen.

00:42:54: Dann werden die Leute weniger glücklich sein und dann kann es zu ungünstigen politischen Reaktionen kommen rechts oder links.

00:43:04: Sie

00:43:04: haben vorhin so im Nebensatz gemeint, Frankreich ist gut und dann habe ich ja schon ein bisschen kritisch geguckt, worauf sie reagiert hatten.

00:43:10: Aber nehmen wir mal Frankreich an.

00:43:11: letzte Parlamentswahlen jetzt gerade das war ja so... Ich hab eine Studie gelesen wenn die nach Verhältniswahlrecht abgestimmt hätten also so wie in Deutschland hätten die Radikale liegen oder die radikalen Rechten die Mehrheit im Parlament gehabt und nicht die bürgerliche Mitte.

00:43:25: Das zeugt doch davon dass die Franzosen irgendwie schon ziemlich unglücklich sind.

00:43:30: Ja, das politische System läuft nicht unbedingt so gut.

00:43:35: Aber ob die Franzosen unglücklich sind, da gibt es eben viele andere Faktoren.

00:43:41: Nehmen wir doch die Italiener!

00:43:42: Die Italienern leben in einem Staat der nicht besonders gut organisiert ist und sie sind entsprechend auch nicht so besonders glücklich.

00:43:52: Das ist eine interessante Sache.

00:43:53: als ich mit der Glücksforschung begonnen habe vor ein paar ... Ja, hatte ich gedacht die Italiener sind die Glücklisten.

00:44:01: Denn ich bin viel in Italien und da ist jeder so fröhlich und aufgeräumt und so.

00:44:07: aber wenn man ein bisschen präziser schaut haben die Italierner natürlich riesige Probleme mit ihrer Bürokratie.

00:44:16: also wenn man den Fahrausweis verlängern will Es ist fast wie in Berlin, das dauert Monate und Monate.

00:44:25: In einem gut organisierten Staat wird das innerhalb von Stunden erledigt.

00:44:30: Solche Dinge zählen natürlich am Glücksgefühl.

00:44:35: Deshalb sind die Italiener in der Tat ... wenn sie ernsthaft befragt werden, gar nicht so glücklich.

00:44:43: Weniger glücklich als die Deutschen!

00:44:45: Was doch eigentlich Erstaunliches ist?

00:44:47: Ja,

00:44:48: es stimmen vorbei und Sie haben auch noch über zwanzig Jahre stagnierende Realeinkommen gehabt.

00:44:52: Also Sie haben ja auch noch den Einkommenseffekt gehabt.

00:44:54: Nicht nur in dem dysfunktionalen Staat sondern eben auch den Einkommenseffekt.

00:44:59: Wenn wir jetzt nochmal, weil Sie gerade Italien angesprochen haben, wenn wir jetzt mal auf die Politik gesamthaft kommen... Die EU Schweizer ist ja nicht Mitglied, aber die EU ist ja eine zunehmend zentralistisches Gebilde.

00:45:11: Sie haben vorhin gesagt gehabt dass Volksabsturmbogen eigentlich sehr gut sind weil sie eben die Bürger partizipieren lassen und soweit mein Verständnis war auch der mit dem was ich von Ihren Studien gelesen habe aber das können Sie mich korrigieren geht es ja vor allem auch darum die Möglichkeit lokale Dinge mit zu entscheiden.

00:45:27: wenn wir auf der anderen Seite aber so ein Trendhaben Richtung Zentralisierung widerspricht das dann der Glücksforschung, weil Zentralisierung eigentlich weniger Partizipation bedeutet und deshalb weniger Einflussmöglichkeit.

00:45:41: oder sagen Sie nicht es ist jetzt zu pauschal und das ist von mir wieder EU-kritisch sondern es gibt überhaupt noch eine saubere Arbeitsverteilung zwischen den von EU Staat und Gemeinde an und Bundesland.

00:45:52: Herr Settl da haben sie einen ganz wichtigen Aspekt des Glücks genannt.

00:45:59: ich denke dass Dezentralisierung Wichtig ist, um nicht zentralisiert werden sollte.

00:46:06: Auch gerade in Deutschland sollten die Länder und die Kommunen, wie man in Deutschland sagt oder die Gemeinden, sehr viel mehr Rechte bekommen

00:46:19: und

00:46:19: das dann eben mit ihren Bürgern diskutieren.

00:46:23: Die Bürger wissen ja vor allem an ihrem Wohnort und an ihrem Arbeitsort Bescheid, wie die Dinge laufen.

00:46:30: Das wissen die Leute in Berlin nicht.

00:46:33: Also ich war längere Zeit habe ich in Konstanz gewohnt wo ich an der Universität war Und da hab' ich gesehen dass es so etwas gibt Wie eine Bodensee-Region.

00:46:47: Die ist zusammengesetzt aus drei Ländern, zwei deutschen Bundesländern Österreich und etwa drei Kantonen in der Schweiz.

00:46:56: Eine solche Einheit sollte auch eine politische Einheit werden Denn die Leute wissen ja was da passiert Und wie man das organisieren sollte.

00:47:09: Es ist doch eigentlich vermessen zu glauben dass sie in Berlin oder in Wien wirklich darüber Bescheid wissen.

00:47:17: Mein Plädoyer wäre also unbedingt zu dezentalisieren, aber stärker als heute auf Probleme zentriert nicht zum Beispiel der Verkehr über die Alpen.

00:47:33: das ist doch ein Problem dass Italien, die Schweiz Österreich Deutschland vielleicht Holland wirklich zentral betreffen während dem Portugal hat damit nichts zu tun oder Lettland, man sollte also zuerst schauen wo sind die Probleme und dann sollten wir entsprechende politische Einheiten kreieren.

00:47:57: Aber das ist eine Wunschvorstellung von mir aber es ist ein stärkeres zurückgehen auf Probleme und eben auch die Menschen die durch diese Probleme betroffen

00:48:11: werden.

00:48:12: Jetzt haben sie gerade sehr schön effektiviert, dass wir nicht dem Staat das Ziel geben sollten des Glücks wegen der Manipulation.

00:48:19: Jetzt versuche ich trotzdem aber einen anderen Anlauf und zwar wenn wir jetzt zum Beispiel denken an die Herausforderung vor denen wir stehen in Deutschland stehen wir Gasversorgung also.

00:48:29: ich habe euch ein Podcast gemacht vor einigen Wochen dazu wie man mit Gastknappheiten umgeht, über Anreizsysteme, über Auktionsverfahren und ähnliches.

00:48:37: Und das ihrer Forschung, die ja doch ja psychologisch ist ... Diese ganzen ... sind ja Homo-Ökonomikusannahmen nach dem Motto, funktioniert Anreizeysteme eigentlich?

00:48:46: Also kann man über Anreichssysteme steuern oder sind es doch eher psychologische Faktoren, die man ansprechen muss, wenn man ein bestimmtes Verhalten bei den Bürgern befördern möchte?

00:48:56: Ich finde, äh... Man sollte nicht trennen zwischen ökonomischen Anreizen und psychologischen Aspekten, sondern die ökonomische Anreize nehmen eben das psychologische auf.

00:49:09: Nehmen wir jetzt die Gasversorgung auch bei uns und überall in Europa – wir sind ja überall betroffen!

00:49:17: Wenn das eine Bürokratie zuweist wer wie viel Gas kriegt oder Erdöl dann nimmt natürlich die Dominanz des Staates auf das persönliche Leben enorm zu.

00:49:32: Ich glaube, das Richtige ist in der Tat was Ökonomen vorschlagen, nämlich die Preise sollen die Knappheit andeutschen und der Einzelne kann dann entscheiden wer damit umgeht.

00:49:47: also ich war total erstaunt dass wenn jetzt eine Knabheit an Benzin in Deutschland droht dass genau dann der Preis heruntergesetzt werden sollte.

00:50:00: Er müsste ja heraufgesetzt werden, damit die Leute überlegen können sollen sie vielleicht näher an den Arbeitsort oder sollten Sie besser schauen ob ein Arbeitsort näher bei der Wohnung zu finden?

00:50:15: das wären die richtigen Anreize.

00:50:18: und das Gegenteil die Kosten zu senken führt dazu, dass noch mehr Erdöl, also in dem Fall wenn sie ihn verwendet wird.

00:50:28: Ja gut, aber kann ich auch sagen das Politik hat doch versucht das Glücksgefühl zu steigern weil das verfügbare Einkommen der Bürger natürlich... höher sein sollte, wenn sie weniger für Benzin ausgeben, wenn Sie das Benzin sowieso verbrauchen.

00:50:41: Ist dann das Modell wo man sagt okay wir machen nichts aber geben den Bürger mehr Geld die Tasche?

00:50:45: Ist das denn der richtige Ansatz?

00:50:47: und ich meine was Sie haben so schön gesagt Start da würde ich doch noch mal ein bisschen nachhaken weil es in meiner Wahrnehmung ist es so.

00:50:54: in Deutschland gibt es immer wieder in einem starken Rufen nach dem Staat.

00:50:58: Das kann natürlich sein, dass es die Medien sind oder die Twitter-Leute, die so sind.

00:51:02: Hingegen in der Schweiz gibt's ja immer einen Ruf weg mit dem Staat und die USA erst recht.

00:51:09: Wie lässt sich das dann erklären?

00:51:11: Warum wollen die Deutschen ... Die Sky Navi sind auch sehr staatsgläubig, warum wollen wir mehr starten und warum wollen die Schweizer Amerikaner weniger starten?

00:51:19: Was darf ich zuerst auf den ersten Aspekt ... Eine Alternative wäre gewesen, den unteren Einkommensschichten in Deutschland einfach Geld zu schicken.

00:51:31: Dreihundert

00:51:34: Euro,

00:51:35: fünfhunderte Euro oder was auch immer.

00:51:37: das wäre eine politische Entscheidung und dann könnten die Leute entscheiden ja fahren sie immer noch gleich viel Auto Obwohl es jetzt teuer geworden ist, oder machen sie mit den fünfhundert Euro was anderes.

00:51:54: Und das wäre doch die einzelnen Bürger in Ernst nehmen und ein Politiker kann doch nicht für jede Einzelfamilie jeder eine Person die richtige Entscheidung treffen.

00:52:13: Thema Staatsstaatsfreudigkeit.

00:52:15: Ich meine, woher kommt dieser Unterschied USA?

00:52:18: Ich habe ja schon Times gelesen vor einigen Jahren, da war ein Artikel und der wurde im Prinzip gesagt naja man hat untersucht die Leute aus Gainadien ausgewandert sind in den USA.

00:52:27: Und dann wurde Thesa aufgestellt die Dynamika die für freien Markt sind und für Unabhängigkeit sind ausgewandert.

00:52:34: Und die Kollektivisten sind geblieben, ich meine das war so ein bisschen die Kurzfassung.

00:52:38: Das könnte ich sagen ja Deutschland ist ja auch über Jahrhunderte in Auswanderungsland gewesen, weil jetzt sind wir uns auch die Kolljektivisten geblieben und die Schweiz ist ja dann ein Wanderungs-Land und vielleicht kommt da die Dynamiker mehr in die Schweiz, es wäre jetzt mein Ansatz der Erklärung.

00:52:50: aber diese Profi was sagen Sie denn?

00:52:52: Also früher war ja die Schweiz ein starkes Auswanderungs Land also hunderttausende von Schweizern Ende des neunzehnten Jahrhunderts bis Anfangs zwanzigstes Jahrhunderte, besonders in die Vereinigten Staaten und aus Südamerika ausgewandert.

00:53:13: Also

00:53:14: ist ganz

00:53:15: historisch kann man es nicht gut erklären.

00:53:18: ich glaube dass wir in der Schweiz glauben das dass dass die Entscheidungen besser durch die Bürger für sich selbst gelöst werden, anstatt dass einer nicht Politik sondern eine Administration, eine Verwaltung zu überlassen.

00:53:40: Weil da selbstverständlich riesige Fehler passieren und ganz...

00:53:46: Da muss ich noch mal nachhaken, dass sich Schweizer sagen das.

00:53:49: Obwohl wir beide wissen, dass der Schweizer Gemeinwesen extrem gut funktioniert.

00:53:54: Das sieht man an Bahnen und Ausweisen etc.

00:53:58: Wie in Deutschland haben seit Jahren vor Augen geführt, dass es öffentliche Gemeinwesten nicht funktioniert.

00:54:05: Sie haben Berlin im Nebensatz erwähnt des Stimmen am Tag.

00:54:07: Wenn sie den Berliner Auswahl verlieren, haben sie ein Problem.

00:54:10: Monat lang dürfen Sie das Land nicht mehr verlassen, weil sie kein Neum bekommen.

00:54:15: Und trotzdem ist der Ruf immer, wenn immer was ist nach mehr Start.

00:54:18: Da muss ich noch mal nachfragen.

00:54:20: Ist es einfach nicht erklärbare deutsche Kultur?

00:54:24: Ja, ich glaube da ist eine gewisse Tradition drin.

00:54:29: Nicht von Kaiserreich her bis heute.

00:54:33: Also ich kann sowas auch nicht erklären.

00:54:40: Seltsam.

00:54:41: Es müsste ja eigentlich umgekehrt sein, aber es ist nicht.

00:54:47: Jetzt haben wir noch einen weiteren Aspekt.

00:54:48: die alte Bundeskanzlerin, die hat dann auch so was gemacht.

00:54:50: wie Nutching heißt er so.

00:54:51: Nutching ist ein bisschen der Versuch quasi... Eigentlich ist das eine politisch legitimierte Manipulation.

00:55:00: jetzt weiß ich nicht ob es in ihr Gebiet hineinfällt Aber wenn wir jetzt blicken auf die Situation mit den Gastknabheiten mit dem Thema, dass das Wurst oder Druck kommt.

00:55:13: Dass das Glücksgefühl oder Druck kommen.

00:55:16: Was halten Sie von Instrumente des Nargings?

00:55:17: Ich meine sagen sie, das ist völlig schlecht!

00:55:21: Ich finde die Idee des Narginges interessant weil es öffnet ja... Es erlaubt immer noch.

00:55:27: Freiheitsrahmen kann ja dagegen sein aber ich glaube man nützt aus, dass die Leute in irgendetwas reinrutschen.

00:55:36: Wir hatten kürzlich in der Schweiz etwas was auch in Österreich und Deutschland wichtig ist nämlich die Organspende also Organverwendung.

00:55:47: genauer Und da haben wir drüber abgestimmt in der schweiz ob wer Wer nein sagt braucht die Organspende nicht zuzulassen nach dem tot.

00:56:01: Aber wenn man nicht sagt, ist es erlaubt.

00:56:05: Und da wurde vorher viel darüber diskutiert und das finde ich die richtige Lösung, dass man die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren ansieht.

00:56:19: Ich glaube, das ist das Entscheidende nicht!

00:56:22: wie die Entscheidung dann rauskommt, sondern dass die Bevölkerung, die Individuen, die einzelnen Personen die Argumente hören und mitentscheiden können.

00:56:35: Und dann wird auch das Ergebnis akzeptiert.

00:56:39: Das ist noch das Interessante.

00:56:40: Genau.

00:56:40: Sie sagen es Instrument ist gut aber das Instrument muss eben wieder breit getragen werden und sollte nicht manipulativ verwendet werden.

00:56:47: Ja ja und das sollte auch.

00:56:49: in deutschen Gemeinden könnte man viel mehr direkte Mitbestimmung einführen.

00:56:55: Und da würden ja die Leute dann untereinander drüber reden, was ist jetzt sinnvoll?

00:57:00: Soll da zum Beispiel die Straße verbreitet werden oder soll eine Umgehungsstraße und gibt es ein höheres Steuern?

00:57:10: Es gibt aber in Deutschland diese ganze Überlegung bei der Windkraft das man sagt Man möchte die Dörfer, die Orte vor den Windkrafträdern gebaut werden an den finanziellen Anträgen beteiligen.

00:57:21: Also Weil Sie ja mal gesagt, sie sagen ja mit Entscheid und wir sagen Mitverdienen.

00:57:28: Ist das gleichwertig?

00:57:29: Also ich würde das unbedingt befürworten, dass solche Windkraftwerke haben ein paar negative Effekte für die umliegenden Einwohner und die müssen dadurch kompensiert werden.

00:57:44: Und dann würde ich mir eben vorstellen, dass man bei einer Volksabstimmung diese beiden Aspekte, ja wir kriegen ein bisschen Geld, dass wir das tolerieren.

00:57:56: Auf der anderen Seite wissen wird, dass wird das brauchen, dass das abgewogen werden und wenn dann eine Volksabstimmung stattfindet wird, werden diese Anlagen dann auch akzeptiert.

00:58:13: Professor Frey sie sind ja nur einer Legende.

00:58:16: Ich habe mich noch mal vorbereitet und sie haben ja überall ein Rinkings ganz weit vorne, das Handelsblatt hat es sich sogar gerankt als für Lebensleistung der Volkswirt Platz eins mit der... Das war Wikipedia, war mir bei der größten Lebensleistungen.

00:58:29: Und wenn Sie jetzt auf Ihre jahrzehnte Forschung zurückblicken was waren denn für Sie eigentlich wo Sie sagen würden da waren Sie selbst echt überrascht?

00:58:42: Das ist eine schwierige

00:58:43: Frage!

00:58:46: Darf ich sagen, worauf ich wirklich stolz bin?

00:58:49: Das ist gesielt genauso als Antwort.

00:58:51: Nicht auf meine eigenen Leistungen sondern auf die Leistung meiner früheren Assistenten.

00:59:00: oder Assisterende hatte auch immer Frauen und da bin ich sehr stolz darauf dass sogar fünf von ihnen sind an den Top-Universitäten Amerikas gelandet und sind Professorinnen.

00:59:16: Es sind sogar drei Frauen und zwei Professoren geworden.

00:59:21: Und einige natürlich in Europa, darauf bin ich wirklich stolz dass sie bei mir vielleicht irgendetwas gelernt haben was sie nachher in der akademischen Welt gebrauchen konnten.

00:59:34: Das ist für mich eigentlich wenn ich zurückschaue das Allerwichtigste.

00:59:39: Jetzt könnt ihr lange anfangen und könnt es sagen, ja sie haben auch über Aktien gewinnen.

00:59:42: Und ähnlich so ein Finanzmarkt.

00:59:44: Behaviour und ähnliches geschrieben habe ich alle schon gelesen.

00:59:46: das machen vielleicht mal beim anderen Mal.

00:59:48: Vielleicht machen wir einmal eine Fortsetzung dieses Gesprächsprofessor frei.

00:59:51: Ich würde an dieser Stelle Ihnen sehr herzlich danken für die Einführung ins Glück!

00:59:55: Herzliche Grüße nach Zürich und in der Hoffnung dass sozusagen wir mit unserem Gespräch doch den Beitrag dazu leisten dass irgendwelche Dinge in Wege geleitet werden, um das wahre Glücksgefühl zwischen deiner Deutschland und nicht nur dieses Thema zu manipulieren.

01:00:11: Und ich bedanke mich für das sehr freundliche Gespräch, das mir Freude gemacht hat!

01:00:17: Danke schön!

01:00:17: Vielen Dank!

01:00:22: So war mein Gespräch mit Professor Bruno Frey.

01:00:24: – fünf Beobachtungen zum Abschluss.

01:00:28: Erstens Wir sind in Deutschland glücklicher als der Denkenmark.

01:00:33: Ich finde es eine freuliche Nachricht, dass wir im Weltlugsranking auf dem Platz siebzehn vorgerückt sind.

01:00:39: Ich hoffe, das gelingt uns auch in den kommenden Jahren diese Position zu halben.

01:00:45: Zweitens – Es ist nicht Ungleichheit die unglücklich macht sondern es ist die finanzielle Lage.

01:00:52: Das ist ganz eindeutig das Ergebnis sowohl von Nikolas Sommé wie auch aus einem aktuellen Umfrag.

01:00:59: Drittens Institution mit Sprache zählen.

01:01:03: Der Kerbefund von frei, wodurch Institutionen und politische Teilhabe Unterschiede im Glücksgefühl erklären ist heute aktueller denn je.

01:01:13: Deutschland braucht Reformen!

01:01:15: Ich denke, Deutschland baut Reformen auch um das Vertrauen in Institution wiederherzustellen – ich hoffe dass es das gelingt.

01:01:33: Und Punkt fünf, wir können eine Menge von Neuteuropa lernen.

01:01:38: Island, Dänemark, Schweden-Norwegen sind die Topländer, die Finnland folgen, welche seit Jahren immerhin seit neun Jahren in den ersten Platz innehört.

01:01:49: Das heißt, wir sollten da hinblicken.

01:01:52: und was können wir lernen?

01:01:54: Nun!

01:01:55: Neute Europa hat genau das, was Bruder frei und andere fordern.

01:01:59: Funktionieren Institutionen hohe Sozialunterstützung, hohe Bildung geringe Korruption und vor allem hohes Vertrauen in die Gesellschaft.

01:02:10: Das sind Faktoren, die wir auch in Deutschland gezielt stärken können und sorgten.

01:02:18: Soweit die heutige Ausgabe vom BDO Refresh.

01:02:22: ich hoffe sie teilen meine Auffassung dass sein hoch interessantes Gespräch war und aus dem man eine Menge lernen kann.

01:02:29: Ich freue mich für immer auf Fragen Feedback Kritik und Anregungen und natürlich auf einem Wiederhören am kommenden Sonntag.

01:02:37: Da wollen wir uns beschäftigen mit der Ethik

01:02:40: der KE.

01:02:42: Bis da wünsche ich alles Gute, Ihr Daniel Stelter.

Über diesen Podcast

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt.

von und mit Dr. Daniel Stelter

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