00:00:05: Hello und herzlich willkommen, der neuen Ausgabe von BTO Refresh.
00:00:19: Heute geht es mal wieder um den Energiemarkt.
00:00:24: Wir haben gesehen was unsere Bundesregierung er letzten Woche präsentiert hat.
00:00:28: Er viele Worte ohne großen Inhalt vor allem nichts was geeinigt wäre die akute Krise des Standort-Deutschlands auch nur ansatzweise zu stoppen.
00:00:41: Von einem Ausschwung will ich gar nicht reden.
00:00:44: Treuhörer wissen es, wir haben viele Probleme und eines der entscheidenden Probleme sind die Energiekosten.
00:00:51: Und genau deshalb dachte ich mir erst los sich ein Gespräch in Erinnerungen zu rufen indem es um die Zukunft des Strommarktes geht.
00:00:59: Um die Frage ob Strom oder Energie jemals wieder günstig sein wird und welche Hebel wir haben, unsere Lage zu verbessern.
00:01:09: Das Gespräch ist fast drei Jahre alt Es ist mit einem der führenden Energieökonom des Landes Und rückblickend wirkt es fast prophetisch.
00:01:20: Leider war schon damals zwar die Aussage klar günstige Energiepreise, günstigen Strompreise werden wir – so weiter machen wir bisher – wohl nie wieder sehen.
00:01:33: Ich habe das Thema hochaktuell, hoch akut und hochrelevant.
00:01:38: Ich hoffe Sie finden es auch und steigen gemeinsam mit mir ein in diese Folge von BTO Refresh.
00:01:46: Energiepreise sind langweilig.
00:01:48: Energie ist unser Thema wo ich immer viel mehr bekomme.
00:01:50: Oh Mann wir wissen es!
00:01:52: Der Turmausstieg war ein Fehler.
00:01:54: Wir sollten rückgängig machen.
00:01:56: Das dauert zu lange.
00:01:57: Wahrscheinlich funktioniert es nicht Und mit erneuerbaren Energien sind sie dann gestellter ohnehin sehr skeptisch.
00:02:03: Letztere stimmt übrigens gar nicht so.
00:02:04: Ich glaube schon, dass neuere Energien intelligent eingesetzt in Kombination zum Beispiel mit Atomkraft durchaus dazu beitragen können eine CO-Zweiarme und sichere Energieversorgung sicherzustellen.
00:02:18: So oder so ist egal was ich da zu denken.
00:02:20: Die Wirtschaft hat eine klare Meinung.
00:02:23: Seit Jahren schon wandert die energieintensive Industrie ab.
00:02:28: Immer mehr Unternehmen geben Unfragen an Abwandern zu wollen Produktion zu verlagern, aufgrund – Sie wissen es – der hohen Energiekosten.
00:02:37: Jetzt sind Energiekosten nicht das einzige Problem der deutschen Wirtschaft!
00:02:42: Wir haben zuhohe Lungsstückkosten, zu hohe Steuernabgaben und zu viel Bürokratie.
00:02:48: Wir haben auch zu wenig Innovation um im Weltmarkt Preisprämien zu realisieren die wir bräuchten um unsere Kostennachteile zumindest teilweise zu kompensieren.
00:03:01: Immer, wenn ich die politischen Diskussion betrachte, frage ich mich, warum denn die SPD nicht beim Thema Energie viel flexibler ist?
00:03:10: Wer Industrie erhalten möchte, der setzt beim Thema Energien an.
00:03:18: Das tut niemandem weh!
00:03:21: Dass es keine Kürzung von Sozialleistung, das ist kein Abbau des Sozialstaates.
00:03:26: Es sind Kürzungen aus Infektionsempfängern einer kleinen Gruppe, die ohnehin überwiegend grün wäre.
00:03:34: Egal!
00:03:35: Wir haben es um also Turb in einem Strommarkt der Hochkomplex ist?
00:03:39: Die Frage ist immer – Ist Merit Order überhaupt gerecht?
00:03:43: Sollte man nicht irgendwie gesetzlich regeln das letzte Kraftwerk nicht den Strompreis festsetzt
00:03:49: etc.,
00:03:49: etc.?
00:03:51: Und genau deshalb habe ich mir gedacht, es lohnt sich heute ein Gespräch in Erinnerung zu rufen mit einem der führenden Energiemarkt-Experten der Republik wie Professor Leon Hört.
00:04:03: Er hat nämlich über den Markt geforscht und kann gut erklären, wie der Markt funktioniert – er äußert sich im Gespräch skeptisch zum Thema Kernenergie.
00:04:15: Es gebe drüber das Wege auch, wenn der Kernenergie wieder günstigen Strom zu erzeugen.
00:04:19: Aber sowas so erklärt ihr sehr gut warum wir eben in einer Welt sind, in der wir mit günstigem Energiekost nicht rechnen können.
00:04:28: Für mich ist es relevant weil ich sage okay entweder wir nehmen die Aussagen von Professor Hürt, die ich überhaupt nicht anzweifle, so hin.
00:04:36: dann sollten wir aber aufhören davon zu träumen in Deutschland energieintensive Industrie zu halten oder gar anzuziehen stichwort künstliche Intelligenz.
00:04:46: Oder aber wir sagen, wir müssen im Rahmen dieses Marktes anders agieren das Angebot ausweiten so zeige ich es auch seit mal und auf diese Art und Weise die Energiekosten runterzubringen zum Wohle der Wirtschaft aber auch zum Wohl des Sozialstaats.
00:05:07: Wie gesagt Professor Hirt erklärt uns gleich wie der Markt funktioniert.
00:05:12: was gut funktioniert nicht so gut funktioniert.
00:05:16: Das gute unternehmerische Entscheidungen aus dem Bauch heraus eher selten sind, ist unbestritten.
00:05:21: sie brauchen schon eine solide Grundlage aktuelle Zahlen zum Beispiel und Transparenz über die Liquidität natürlich und einen klaren Überblick darüber welche Rechnungen offen sind was reinkommt und was hinausgeht klingt selbstverständlich ist es aber in vielen Unternehmen nicht, denn die entscheidenden Informationen stecken häufig noch immer in Papierstapeln.
00:05:42: In E-Mail anhängen oder sind über verschiedene Systeme verteilt und genau dann wenn man sie braucht sind sie nicht verfügbar.
00:05:49: aus Steuerung wird dann schnell Schätzung und das Planung wird
00:05:54: Bauchgefühl.
00:05:55: An diesem Punkt kommt LexWare Office ins Spiel.
00:05:57: Rechnungen Buchhaltung und Banking werden an einem Ort zusammengeführt, alles automatisiert übersichtlich und einfach zu bedienen.
00:06:04: Damit haben Verantwortliche in Unternehmen die Finanzen jederzeit im Blick – offene Posten, Zahlungsströme, Buchhaltungen und Liquidität.
00:06:12: Das ist keine Nebensache.
00:06:14: es ist die Grundlage für bessere Unternehmensentscheidungen auf Basis von Zahlen nicht auf Basel von Gefühl.
00:06:20: Wenn Sie auch bessere Entscheidungen treffen wollen, probieren sie LexWareOffice einfach aus.
00:06:24: Über den Link go.lexware.de-bto erhalten Sie fünfzig Prozent Rabatt auf die ersten drei Monate LexWireOffice.
00:06:33: Mehr Informationen gibt es wie immer in den Show Notes.
00:06:42: Bevor wir zu meinem Gespräch Professor wird kommen macht kurz dieser Hinweis.
00:06:47: Nach wie vor gibt's ein Special Angebot des Handelsplatz für diesen Sommer.
00:06:52: Sie können für nur eine Euro Sechs Wochen lang auf alle digitalen Inhalte des Handelsplatz zugreifen, so sind sie rund um die Uhr gut über Wirtschaft informiert und können sich zugleich ein Bild machen von der Qualität des Angebots des Handelplatz.
00:07:10: Mehr Informationen finden Sie unter handelsblatt.com.
00:07:14: schrägstrich summer special und wie immer auch in den Show notes zu dieser Ausgabe.
00:07:20: Noch nun zum Gespräch mit Professor Leon Hört.
00:07:26: Professor Dr.
00:07:27: Leon hielt es Professor für Energiepolitik in der Hirtyschool Berlin und Gründer sowie Direktor der Beratungsfirma Neon, er hat zuvor an der Universität Cambridge am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und beim schwedischen Energiekonzern Wattenfall gearbeitet.
00:07:42: Er war Mitglied der Expertenkommission
00:07:44: Gas & Wärme der Bundesregierung des sogenannten Gaskommissionen.
00:07:48: Er publiziert regelmäßig in Nature Energy, Energy Economics und The Energy Journal.
00:07:55: Sehr geehrter Herr Professor Hürt, ich freue mich ausgesprochen sie erneute mein Podcast begrüßen zu dürfen.
00:08:00: Hallo!
00:08:00: Ich freue mich auch da zu sein.
00:08:02: Prof.
00:08:02: Hürtt, ich wurde von mehreren Hörern angeschrieben nach dem Motto laden Sie doch mal wieder Herrn Hürth ein und fragen ihn zum Thema Strompreis weil ich hatte natürlich verschiedene Folgen Vertreter der Wirtschaft, ich hatte also ein ganz besonderes Einruhiges Gespräch und einem Vertreternergießerei.
00:08:19: Der im Prinzip geschildert hat wie er eigentlich mit dem Strompreis nicht arbeiten kann von der Höhe her und vor allem mit der Unsicherheit und der vehement sich für einen Strompreisteckel ausgesprochen hat muss dazu sagen Ich selber habe mich selber am Podcast immer skeptisch geäußert weil ich mich mal gefragt hab ob das sinnvoll ist.
00:08:35: Aber er hat einem Prinzip gesagt, wir haben dieses Mehr-and-Order-Prinzip.
00:08:38: Darauf sind die Strombreise völlig hoch?
00:08:40: Das muss man ändern und wir brauchen ein Deckel oder eine grundlegende Reform.
00:08:44: Genau deshalb, da wollen schon meine Hörer mit Ihnen noch mal so sprechen.
00:08:47: Ich beginne mir ganz kurz erst einmal mit einer einfachen Frage.
00:08:51: Sollte es einen Industriestrompreis geben?
00:08:54: Einfach eine Frage und sicherlich eine schwierige Antwort auf die man sich ja ganz unterschiedlich schauen kann.
00:09:00: also vielleicht soll ich vorhin weg sagen Ich bin ja Experte für Energiemärkte und Stromarktesign.
00:09:06: Und die Frage, ob wir einen Industriestrompreis anbieten – also einen dauerhaft oder zumindest längerfristig subventionierten Strompreis für einzelne Branchen oder auch die gesamte Industrie ist eigentlich eine Frage, die eine größere industriepolitische Dimension hat oder eigentlich Industriepolitik ist?
00:09:23: Also die Frage ist eigentlich sind wir als Steuerzahlerinnen, als Gesellschaft willens dauerhaft Geld in die Hand zu nehmen, um den Energiebedarf bestimmter Unternehmen zu subventionieren.
00:09:36: Und da habe ich ehrlich gesagt gar nicht so eine richtige professionelle Meinung zu.
00:09:40: Ich glaube das ist ne Abwägung, die man letztlich treffen muss.
00:09:42: des Geld kann man halt sonst in Bildungsstecken oder in Krankenhäuser oder in was auch immer.
00:09:46: es ist einfach Steuergeld was da reinfließt sozusagen.
00:09:50: ich hab dann eine private Meinung zu aber richtig etwas zu sagen aus meiner Ausbildung her und von meiner Expertise Kann ich als Energiemarkt Mensch gar nicht.
00:09:59: Was ich sagen kann ist, wenn man's machen will wie man es machen sollte und wie man das nicht machen sollte?
00:10:06: Dann beantworten Sie das doch.
00:10:07: und danach fragen wir mal ob der Strompreis überhaupt so hoch ist.
00:10:10: aber wie sollte man es dann machen?
00:10:11: Wenn man es zu machen wollte?
00:10:12: Genau!
00:10:14: Und da würde ich ein kleines bisschen ausholen weil er geht sozusagen wirklich uns eingemacht oder das muss man glaube ich einmal sich sozusagen vergegenwärtigen.
00:10:21: Der wichtigste Aspekt vom Strom ist dass man Strom in großen Mengen nicht speichern kann.
00:10:26: Das heißt, der Strompreis, der ökonomische Wert von Strom hängt ab davon wie in diesem Moment Angebote und Nachfrage sind.
00:10:34: An einem Winterabend wenig Sonne, wenig Wind vielleicht auch noch ein paar Kraftwerksausfälle hoher Stromverbrauch alle haben die Öfen und die Lichter an ist der StromPreis sehr hoch.
00:10:42: An dem Sommer Mittag die Solarzellen brummen alle ist der würde ich sagen einzige Chance auf Dauer eine wettbewerbsfähige stromintensive Industrie in Deutschland zu haben ist die Unternehmen zu befähigen, den günstigen Strom zu nutzen.
00:11:00: Das heißt überproportional schwerpunktmäßig dann Strom verbrauchen wenn gerade Strom verfügbar günstig ist und dann Strom zu sparen und wenig zu verbrauchern wenn er gerade sauteuer ist.
00:11:12: Das heisst ein Industriestrompreis muss die Unternehmen befegen diese Transformation zu stemmen, weil historisch haben die Unternehmen ein ganz anderes Kalkülgefahren.
00:11:22: Historisch übrigens auch wegen politischer Regeln und Subventionen haben wir die Unternehmen quasi manche Kollegen sagen zur Faulheit erzogen.
00:11:30: vielleicht ein bisschen neutraler gesagt die Unternehmen haben optimiert so dass sie möglichst twenty four seven den ganzen Tag gleichmäßig Strom verbraucht haben und dieser Logik ist in der Zukunft einfach nicht mehr ökonomisch sinnvoll.
00:11:41: Es ist nicht alles so flexibel, Flexibilität kostet ja auch was.
00:11:45: Einige Unternehmen können gar nicht.
00:11:46: Das weiß ich nicht ob die Glasproduktion mit Strom gemacht wird aber im Prinzip dort muss die Energieversorgung konstant gewährleistet sein sonst sind die Anlagen kaputt.
00:11:54: Es gibt andere Anlagen wo das Strom überhaupt nicht schwanken darf nicht mal minimst um die Produktion zu gefährden und andere wo man sich anpassend machen kann Richtung Flexibilität.
00:12:02: aber dann wäre die Flexibilitet ja einfach mehr teurer weil ich muss da nicht nur den Verbrauch flexibilisieren ich muss ja meine Arbeiter dann quasi kommen lassen.
00:12:08: es ist zwar eine Theorie ganz Ganz nett, aber es hat auch anderweit sich Kosten entstehen durch diese Flexibilisierung.
00:12:14: Auf jeden Fall!
00:12:15: Das ist nicht umsonst zu haben.
00:12:16: Es ist auch nicht einfach und das fällt auch nicht vom Himmel.
00:12:19: Und es ist unterschiedlich von Unternehmen zu Unternehmen, von Branche zu Branche, Prozess zu Prozess und vielleicht auch von der Wirtschaftslage abhängig.
00:12:27: Wenn ich zum Beispiel ein Prozess habe, der technisch abschaltbar ist – was ja für die allermeisten Prozesse schon in der Fall ist – Glas, was vor allem Gas als Energieträger hat, ist dann ein bisschen das Spezialfall.
00:12:37: Die meisten Anlagen kann man ja schon technisch abstalten.
00:12:39: Wenn jetzt zum Beispiel gerade die Konjunktur brummt und sagen wir mal der Preis für Stahl riesig ist, dann ist es natürlich sinnvoll für eine Elektrostrahlhütte selbst bei hohen Strompreisen weiter strott zu schmelzen.
00:12:50: Aber aktuelle Situationen Baukonjunkture ist am Boden.
00:12:54: Stahlpreise sind massiv gefallen da laufen elektrostahlhüten vielleicht ohnehin nur ein Teillastbetrieb einfach weil die Nachfrage gar nicht so groß ist.
00:13:01: Und wenn man das dann ohnehin tut Dann könnte man sich ja sinnvollerweise die günstigen Strunden rauspicken, um den Strom insbesondere anzuverbrauchen.
00:13:10: Nur haben wir im Moment halt viele Regeln in Deutschland, die genau Unternehmen bestrafen.
00:13:15: so was zu tun.
00:13:16: Was ist für Regeln?
00:13:18: Es gibt zum Beispiel die vielleicht wichtigste Einzelregel ist eine Ausnahme von Netzentgelten.
00:13:23: Man kriegt einen neunzig Prozent Rabatt auf Netz entgelt in Deutschland wenn man ganz gleichmäßig Strom verbraucht und den verliert man dann, wenn man zb einmal günstig Solarstrom mehr verbraucht oder einmal abschaltet, weil der Strompreis gerade sehr hoch ist.
00:13:36: Es sich also flexibel verhält.
00:13:38: Warum bist du die Regelung so?
00:13:39: Warum gibt es einen Rabatt für das was man eigentlich möchte?
00:13:42: Das ist eine gute Frage!
00:13:43: Der Rabatt ist uralt, also Jahrzehnte... Die Diskussion darum ist auch schon... Ich verfolge diese seit buchstäblich einem Jahrzehn.
00:13:50: Die hatte eine gewisse Logik in der Vergangenheit im System wo viele Atomkraftwerke und Braunkohlekraftwerk am Markt sind wenig in der Lage sind, hoch und runter zu fahren die wenig flexibel sind und quasi den Strom auch los werden wollen.
00:14:04: Und ein System was sozusagen darauf ausgelegt ist möglichst konstant Stromabnehmer zu finden.
00:14:09: Die ist zunehmend weniger sinnvoll in der Welt wo wir einfach oft im ganzen Haufen kostenfreien umsonst Strom haben wenn Wind, Wetter oder Sonne scheint.
00:14:19: Also mit Kostenfreiheit kommt man gleich noch drauf.
00:14:21: Der Preis mag null sein vielleicht unter Null aber ganz ohne Kosten ist er ja nicht.
00:14:26: Ich verstehe ihre Logik bezüglich dieses Industrie-Strompreise ist.
00:14:29: Aber warum ist denn der Strompreis eigentlich jetzt so hoch?
00:14:34: Wir haben auch Diskussion gehabt damals in unserem letzten Podcast.
00:14:37: Thema Atomkraftwerke, ich bin leier!
00:14:40: Wenn ich Kapazität aus dem Markt nehme wie die ich angebot habe dann geht das Preis hoch sage ich jetzt.
00:14:44: Jetzt sagen andere Nee es ist alles gar nicht so und liegt nicht an den Atomcraftwerk.
00:14:47: Es gibt andere Gründe.
00:14:48: Warum haben wir denn überhaupt so hohe Strompreise?
00:14:52: Ich rede das gar nicht mal in der Steigung letzten Jahrzehnte, die kommt man auch erst wirklich kurz zu.
00:14:56: Warum haben wir jetzt dieses akute Problem?
00:14:59: Also
00:15:02: zunächst einmal ist es was Sie gesagt haben völlig richtig.
00:15:04: Das ist einfach genau richtig beschrieben und das ist sozusagen eine Binse.
00:15:07: aber dies trotzdem richtig.
00:15:09: wenn ich in irgendeinem Markt auch dem Strommarkt das Angebot verknappe dann werde ich den Preis erhöhen tendenziell.
00:15:16: Es ist natürlich bei den AKWs kann man diskutieren wie groß ist der Effekt.
00:15:19: Da das jetzt nur noch drei Anlagen waren, ist der in Summe nicht so groß gewesen.
00:15:23: Aber tendenziell ist es natürlich völlig wichtig.
00:15:25: jedes AKW was ich abschalte erhöht tendenziellen Strompreispunkt.
00:15:29: da gibt's überhaupt nichts zu diskutieren und zu bezweifeln.
00:15:31: glaube Wir können ja mal kurz noch einen Blick auf das Strompreisniveau werfen.
00:15:36: Also einerseits haben wir beim Strommarkt den kurzfristigen Mark, den sogenannten Spotmark.
00:15:40: da schwankt der Strompreise von Viertelstunde bis Viertellstunde.
00:15:42: Das wollen wir nicht anschauen wo der Stromkreis jetzt gerade hier in dieser Minute liegt und es interessierte eher so das Preiseniveau.
00:15:47: Das Preisniveaux schaut man auf die sogenannten Terminwerkte also auf die Lieferung für Strom im nächsten Jahr zum Beispiel.
00:15:53: Und er kostet jetzt in Deutschland wenn mit dem deutschen Strom einkauft im nächsten jahr hundertdreißig Euro die Megawatt-Stunde.
00:16:00: aber der Börse ungefähr ein bisschen mehr als dreizehn Cent pro KWH.
00:16:06: Und Sekunde, ich schaue jetzt mal einfach ganz kurz live was das in Frankreich in diesem Moment ist.
00:16:11: also hundertdreißig war Deutschland In Frankreich ist es hundvierzig.
00:16:14: Also kein substanzieller Unterschied würde ich sagen.
00:16:17: Da fahren die sogar teurer.
00:16:18: damit bei Fragen wie so eigentlich
00:16:20: Ja, also hundert, dreißighundvierzig würde ich jetzt nicht anfangen mit unterschieden die Bormers vielleicht nicht anfangend zu erklären.
00:16:25: Da es liegt letztlich so ein bisschen an der Erwartung was die Leute haben über Verfügbarkeit von AKW wie viel Regenfels und so weiter und sofort.
00:16:32: Wir haben
00:16:32: jetzt gesehen Frankreich hundviertzig, Deutschland hundertdreißig unterschiedliche Erwartungen kann man sagen ist sehr ähnlich?
00:16:37: Ganz genau!
00:16:37: Ich würde jetzt nicht einfangen eine Unterschiede reinzu interpretieren wo die so klein sind.
00:16:41: Ich würd' sagen wir haben in etwa das gleiche Preisniveau wie in Frankreich Was natürlich stimmt ist diese Preissniveaus deutlich höher als vor der Krise und da würde ich jetzt auch nicht so sehr, also vor der Energiekrise.
00:16:51: Da würde ich vielleicht nicht unbedingt ins Jahr zwanzig-zwanzig und einundzwanzigeschauen weil da war Covid die Preise sozusagen unnatürlich niedrig.
00:16:57: aber im Durchschnitt der Zwanzigzehnerjahre, den man vielleicht mal ranziehen kann, da haben wir schon eine Preissteigerung sagen wir mal wenn man die Inflationen einrechnet zu grob auf das Doppelte im Moment.
00:17:08: Also da waren die Preisen eher so vierzig fünfzig sechzig Euro wenn man die Inflation berücksichtigt.
00:17:13: Das können wir sagen, wenn in Frankreich und Deutschland die Preise hochgehen gemeinsam dann könnte man ja einwiedersagen es ist völlig egal was man macht ob man auf Wind und Solar setzt oder auf Atomkraft die Preisse gehen im beiden Märkten hoch.
00:17:23: Tese eins, Tese zwei könnte auch sein.
00:17:25: naja wir haben eigentlich einen europäischen Markt.
00:17:27: das heißt dass preisliebe und frankreich wird auch beeinflusst durch die deutsche Politik.
00:17:32: ich glaube beides ist gewissermaßen richtig.
00:17:35: aber vielleicht die gründe warum jetzt den preisanstieg gegenüber der Jahre zwanzig, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünft und sechzehn haben ist glaube ich ein anderer.
00:17:45: Und er hat zum einen damit zu tun dass wir immer noch Gaspreise haben die ein ganzes Stück höher sind als in den Jahren nicht so wahnsinnig viel aber immer noch so fünfzig Prozent höher oder sowas immer jetzt Inflationskorrigiert gesagt.
00:17:58: Und vor allem haben wir aber einen CO-Zweibreis, der ganz schön beißt.
00:18:01: Wir haben ein CO-zweibpreis, den im Moment fluktuiert zu Achtzig Neunzig manchmal auch hundert Euro und der war in den zwanzig zehner Jahren sehr viel niedriger.
00:18:08: Da hatten wir zum Teil einstellige Preise da mussten also die Kraftwerke nur sehr wenig oder fast gar nichts für die Emission von CO zwei zahlen.
00:18:15: heute zahlen sie ganz ordentlich das wird eingepreist und es treibt schon die Strompreise ganz ordentlich mit in die Höhe.
00:18:21: Okay, CO²-Preis verstehe ich.
00:18:23: Da haben wir den ersten Nachteil, den wir gegenüber USA und China haben, wo sowas nicht eingerechnet wird – zumindest hinter meinem Wissen.
00:18:29: Aber vielleicht mal ganz kurz auf das Thema Gas?
00:18:32: Das hat mir auch der Gesprächspartner damals gesagt, der für den Industriestrompreis war.
00:18:34: Der hat sich das mit dem Mehrrad Order beschäftigt.
00:18:36: Wir haben uns in unserem Podcast letztens besprochen.
00:18:39: In meinen Worten ist im Zusammengefahr das Mehrrad Orders Audits anders als normaler Markt.
00:18:42: Es ist eine angebotene Nachfrage.
00:18:43: dort, wo es zusammen trifft gibt's einen Preis.
00:18:46: Der Grenzambieter ist jetzt den Preis.
00:18:47: wenn also der Grenzebieter teuer ist, ist der Preis hoch Und die Fläche darunter ist zu sagen, die Produzenten-Rente habe ich glaube ich mal so richtig gelernt.
00:18:54: Das heißt das ist was die Unternehmen da verdienen.
00:18:57: und dann gibt es bei welcher diese ganz kostenkünstig und die Verdienheit mit jedem Preisanstieg dank des teuren Gases verdient überproportional mehr.
00:19:05: Je Aussage dass Managers war, das ist auch völlig unfair, das muss man korrigieren.
00:19:09: Sie haben letztes Mal glaube ich gesagt mehr in Ordnung eigentlich ist es das richtige Funktionsweis, damit wir sie so verstanden, sie können's gerne korrigiren.
00:19:16: Auf der anderen Seite könnte man auch sagen nach dem Alter, naja.
00:19:19: Die hohen Gewinne sollten ja einen Anreiz sein mehr auszubauen und entsprechend verschiebt sich die Angebotskurve und Gas wird gar nicht mehr gebraucht.
00:19:25: Und dann würde man sagen irgendwann wird der Strom billiger?
00:19:27: Ich meine ist das eine richtige Denkweise oder ist es jetzt nur die Theorie in der Praxis ganz anders?
00:19:32: Alles völlig richtig.
00:19:33: Ich weiß jetzt gar nicht so richtig, was ich da noch hinzufügen soll.
00:19:35: Also... Ich
00:19:36: könnte natürlich entgegenhalten können und sagen nach dem Wort dann ja gut aber findet unser Lahrausbau ging jetzt zwar ein bisschen voran aber ich habe zumal wir gelesen das einige der Ausschreibungen jetzt dass es da keine Angebote gab weil die Preise nicht hoch genug waren die da den Investoren garantiert wurden, so war mein Verständnis.
00:19:50: Also mal vielleicht jetzt nochmal Schritt für Schritt.
00:19:52: also zunächst ist ja mal wichtig sozusagen völlige Zustimmung wie sie die Mechanik der Strompreisbildung dargestellt haben.
00:19:58: genauso hätte ich das auch erklärt.
00:20:00: Ich würde noch hinzufügen ich habe letztes Jahr gesagt dass es richtig sinnvoll und auch alternativlos, um dieses komische Wortwort zu gebrauchen und das würde ich ja heute wiederholen.
00:20:10: Also die Preisbildung von Commodities also von Gütern wie Strom oder Erdöl oder Erddgas oder Bananen oder Solarzellen von so massengütern, die erfolgt immer und auf allen Märkten, die wettbewerblich sind darin dass sich die Preise anhand der Zahlungsbereitschaft erkunden herausbilden.
00:20:29: Das ist also die gleiche Funktionsweise, die auch bei Erdöl und bei Steinkohle gilt und die gilt bei Strom auch.
00:20:35: Und das ist ein ganz grundsätzlich tiefes Prinzip der Ökonomie.
00:20:38: Es ist nicht irgendwie was, was man politisch festgelegt hat oder ändern kann.
00:20:43: Also diese ganze Diskussion, die wir letztes Jahr hatten um Wir müssen uns jetzt mal eine andere Preisbildung ausdenken Die war immer ein bisschen irre.
00:20:50: und das ist so'n bisschen wie wenn man sich eine blutige Nase holt, weil man stolpert.
00:20:54: Und dann ne Reform der Gravitationskraft fordert die ja natürlich irgendwie Schuld aus einer blutigen Nase aber halt ein physikalisches Gesetzmäßigkeit ist.
00:21:02: So'n bißchen ähnlich ist es mit der Preisbildung Hand von Grenzkosten auch.
00:21:07: Es könnte man auch gar nicht gegenhalten.
00:21:08: Ich versuch's mal ein bisschen so gegenseitig.
00:21:10: Könnte ich sagen naja nehmen wir mal Erdöl.
00:21:14: Da gibt es da meinen Fegen auch mal höhere Nachfrage, vielleicht irgendwelche Anbieter fallen aus und bei Wiedersanktionen gegen Iran sind.
00:21:20: Also ist die Nachfrage höher also geht der Preis hoch?
00:21:23: Der Preisanstieg ist natürlich dann zwar gegeben aber er ist nicht so radikal.
00:21:27: das war schon sehr starker preisanstieg den wir erlebt haben.
00:21:30: Das zweite ist dass dann natürlich das Angebot schon flexibler ist.
00:21:34: Also dann machen die Saudis halt ein bisschen schneller usw.
00:21:37: Die können darauf schon reagieren.
00:21:39: Und hier habe ich das Businessgefühl das eben im Strommarkt des Angebots nicht so flexibel war.
00:21:45: Mit dem Ergebnis, dass es eben doch diese deutlichen Übergewinne gegeben hat wie ja kritisiert wurden von den Anbietern die unten auf der Kostenkurve sind.
00:21:52: also ist das speziell?
00:21:53: Ist die Wahrnehmung korrekt, dass der Markt in einer Angebotsseite nicht so flexible ist?
00:21:57: Ich glaube, er macht das Sinn sozusagen zwei verschiedene zeitliche Brillen aufzusetzen.
00:22:01: Also der Strommarkt wie gesagt im Kurzfristen funktioniert so dass sich jeder viertel Stunde neuen Preisen neues Gleichgewicht zwischen Angut und Nachfrage erstellt und auf dem Zeitniveau ist der Strommark extrem flexibel.
00:22:11: also wir haben jede Minute, jede Stunde jeden Tag extrem große Schwankungen wo vor allem das Angebot der Nachfrage folgt.
00:22:19: Wir haben eine Riesenmenge an Kohlekraftwerken, Gaskraftwerke, Batterien, Wasserkraftwerten, Import-Export anderen Speichern die minutiös und zwar mit sozusagen einem großen Hub der schwankenden Nachfrage folgen.
00:22:32: In diesem Sinne ist der Strommarkt also extrem flexibel, aber das ist glaube ich nicht genau das worauf sie hinaus wollten sondern eher die bisschen längere Perspektive wenn es Strompreisniveau so wie letztes Jahr mal eben um Faktor zehn steigt.
00:22:45: Also wir hatten hier Anstiege vom Strompreist durchschnittlichen Strompreise um über tausend Prozent im August letzten Jahres dass dann die Menge an Angebot nicht besonders schnell reagieren kann.
00:22:55: Und das stimmt natürlich in dem Sinne, dass wir nicht so schnell Kraftwerke bauen können.
00:22:59: Es gibt schlicht keine Kraftwerken, die wir in Deutschland hinkriegen innerhalb von einem Jahr zu bauen.
00:23:02: Andere Länder sind ein bisschen schneller aber auch in China dauert einen Atomkraftwerk zu bauen acht Jahre oder zehn Jahre und die schnellsten Erzeuger, die Wir in Deutschland bauen können, sind Solarzellen.
00:23:11: Wenn man eine Genehmigung hat, sind die innerhalb von paar Wochen errichtet, aber so eine Genehnung zu bekommen und Netzernstoß zu bekommen dauert dann eher zu einer größten Ordnung Monate oder auch malen Jahren länger.
00:23:20: Das heißt, es ist völlig richtig.
00:23:22: in der Energiekrise vom letzten Jahr konnten wir nur sehr beschränkt mit so einer Angebotsausweitung reagieren.
00:23:29: Effektiv.
00:23:30: die einzige Möglichkeit, die da war und die Politik gegangen ist, ist Kraftwerke, die eigentlich in der Notreserve waren, die nicht Strom hätten produzieren sollen sondern nur für Versorgungs-Sicherheitsfälle als doppelte Reserve da waren.
00:23:45: Die wurden zurück am Markt gelassen vor allem Stein- und Braunkohlekraftwerke in der zweiten Hälfte letztes Jahr zurück am Markt
00:23:52: kamen.
00:23:54: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie, dabei wird oft vergessen dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann.
00:24:01: also Wie schnell wird ein Trade ausgeführt, wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?
00:24:07: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct an.
00:24:09: Die App richtet sich an aktive und erfahrene Trader, die bewusst handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.
00:24:16: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.
00:24:22: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Sprats oder Slippage eine größere Rolle als viele denken.
00:24:28: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente Ausführungen professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.
00:24:37: Tradegate direct wurde bereits zweimal in Folge von Stiftung Warentest als Kostensieger ausgezeichnet.
00:24:44: Dazu kommen lange Handelszeiten, von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading.
00:24:50: Marktübliche Spreads können natürlich anfallen.
00:24:52: Hinter der Trading App steht dir bei Lina TradeGator G ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.
00:24:59: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.
00:25:05: Den Link gibt's in den Show Notes.
00:25:08: Okay jetzt haben wir uns immer gesprochen bei dem Marktpreis an der Börse.
00:25:12: Aber zwischen dem Marktpreis an der Börse und den Preis in die Kundenzahlen sind viele andere Dinge.
00:25:16: Nicht netzen Geld haben sie schon angesprochen, da gibt es dann irgendwelche anderen Abgaben.
00:25:20: Ich meine wenn Sie jetzt auf den Preis gucken und sagen und Sie beraten ja die Bundesregierung unter anderen Entscheidungsträgern wir schauen mal an und sagen okay wir haben einen sehr hohen Strompreis Wir sollten ihn nicht mehr stolz subventionieren.
00:25:31: Das ist ja trotzdem die Frage, und wir wollen eigentlich auch eine Elektrifizierung haben.
00:25:35: Wir haben ja in den letzten zwanzig Jahren den Stromverbrauch in Deutschland nicht erhöht groß sondern wir haben im Prinzip vergleichbleibendem Verbrauch, haben wir im Prinzip die Erzeugungskapazitäten geändert.
00:25:44: Also in einem Worten haben wir Tografe abgeschaltet, haben Windräder aufgestellt.
00:25:47: Andere Länder haben ja deutlich steigende Strombedarf.
00:25:49: also wir haben ein Prinzip eigentlich an Stabilien bis jetzt gehabt.
00:25:52: Jetzt wollen aber alle Elektroautofahren und alles.
00:25:55: das heißt doch eigentlich die Nachfrage nach Strom geht hoch Und wir wollen es eigentlich anreizen und gleichzeitig ist Strom so hoch.
00:26:02: Ich meine, je bis andere Hebel sollte man da ansetzen sind auch Dinge versteckt in dieser Position die eigentlich im Prinzip den Marktpreis einer Börse eigentlich verzerren.
00:26:11: Ich sage mal, ich rede für euch das Zeug kann sie mich korrigieren?
00:26:13: also wenn hier zum Beispiel der Betreibung vom Windparks bestimmter Mindestpreis garantiert wird oder dass ihn auch garantiert werden über Angebot ist, dass sie trotzdem bezahlt werden wenn sie abschalten dann ist das ja versteckt in diesem Preis zwischen Börsenpreis und dem Preis am Kunden.
00:26:28: Also haben wir da Komponenten drin, an denen man auch schon was verbessern kann.
00:26:32: oder sagen Sie eigentlich, nee es ist eigentlich Systeme immer nennen bei dem Umbau dass diese Kostemotion eigentlich angewachsen ist vielleicht noch weiter anwächst aber nicht sieben kann?
00:26:43: Ich versuche mal so ein bisschen meine Perspektive zu geben und zu sortieren weil jetzt eine ganze Reihe Themen die Sie angesprochen haben.
00:26:49: also zunächst einmal was ist im Moment bei uns auf der Stromrechnung?
00:26:51: Also wir sehen es ja nicht als Kunden, aber sozusagen was versteckt hinter der Überweisung ist oder dem Einzug, der am Ende des Jahres oder des Monats kommt.
00:26:58: Ist erstens der Preis für die Energie, die die Lieferanten an der Börse einkaufen.
00:27:02: Das sind also die Hundertvierzig Euro, die Megawattstunden über die wir vorhin gesprochen haben und auch hundertreißig.
00:27:06: Also es sind für die Kleinen umgerechnet dann dreizehn Cent pro KWH.
00:27:09: Darauf kommen noch mal die Abgaben, die unsere Lieferanten abgeben an die Netzbetreiber also die großen Übertragungsnetzbetreber und die kleinen Verteilnetz Betreiber.
00:27:17: das ist unterschiedlich je nachdem wo man wohnt.
00:27:18: Das in Berlin nochmal so sechs oder sieben Cent pro kwh.
00:27:21: Und dann kommt die Stromsteuer.
00:27:24: Die geht ans Finanzministerium.
00:27:26: Es sind zwei Cent prok w h. und Dann kommen noch eine ganze Reihe sozusagen komplizierte und kurioser Abgaben Umlagen und weitere Entgelte.
00:27:35: Und die größte, historisch größte Umlage, die damals über sechs Cent pro KWH betragen hat war die Umlage.
00:27:43: Die benutzt wurde um die Subvention der neuerbaren Energien zu finanzieren.
00:27:47: Das ist also Geld.
00:27:48: das haben wir bezahlt.
00:27:49: Haben den Netzbetreiber eingesammelt und dann ausgezahlt an die Betreiber von Biomasserkraftwerken Solaranlagen Windparks.
00:27:56: diese Umlage gibt es nicht mehr.
00:27:58: Die wurde letztes Jahr abgeschafft.
00:27:59: Das Geld muss ja irgendwo herkommen.
00:28:01: Die kommt jetzt aus dem Bundeshaushalt.
00:28:02: Faktisch zahlen wir es doch noch.
00:28:03: Wir bezahlen seit nie mehr einer Stromverbraucher nach Einkommen.
00:28:07: Ganz genau, halt aus dem allgemeinen Bundeshaushalt und wie groß das ist hängt auch wiederum vom Strompreis ab.
00:28:13: also letztes Jahr war der Strompreist so hoch dann haben diese Anlagen keine weitere Subvention mehr gebraucht.
00:28:18: die wird sozusagen automatisch abgeschmolzen.
00:28:20: deswegen war letztes jahr keine große Belastung des bundeshaushalts.
00:28:23: wenn jetzt die Strompreise wieder fallen was wir uns ja alle schon auf wünschen aus vielen gründen Dann muss man ehrlicherweise sagen, kommt dann eine Steuerbelastung auf den Bundeshaushalt zu.
00:28:31: Weil die für die alten historischen Wind- und Solar- und Biomasseanlagen da sozusagen die Lücke gefüllt werden muss.
00:28:38: Und die wird jetzt nach aktueller Rechtslage aus dem großen Bundestopp gefüllt.
00:28:42: Fallen denn die Preise wieder?
00:28:43: Ich meine Sie haben es gerade gesagt wir wünschen uns das alle.
00:28:45: Das ist ja auch mal Brückenstrompreis oder was weiß ich.
00:28:47: Ich denke mal Brücke wohin?
00:28:49: Ja, ich meine gibt's überhaupt Hoffnung.
00:28:51: darf die Preisse da fallen.
00:28:54: Also ich habe natürlich jetzt auch hier meine Kristallkugel gerade nicht frisch geölt und in Betrieb.
00:28:58: Ganz grundsätzlich gebe ich jetzt keine Preispokonosen ab über was die Zukunft bringt, aber wenn ich da mir einen Eindruck verschaffen will, schaue ich auf den Markt.
00:29:07: Es ist ja heute so dass am Strommarkt, am Terminmarkt kann ich jetzt schon Strom kaufen und verkaufen für die Lieferung morgen oder nächste Woche oder nächsten Monat oder nächstes Jahr oder im Jahr.
00:29:20: Das heißt, wenn ich eine Idee haben will was der Strom ungefähr zwanzig, sechsundzwanzig kostet dann schaue ich heute nach.
00:29:25: Was Heute echte Firmen an echtem Geld bezahlen für Verträge mit Erfüllungszeitraum.
00:29:33: Und da steht jetzt hier gerade hundertzehn Euro
00:29:35: dass wir weniger als die Hundertreißig von
00:29:36: vor.
00:29:36: ganz genau oder doch mal auf Cent pro KWH und gerechnet sorry Jetzt war ich ja gerade bei Frankreich aber Deutschland ist ganz ähnlich.
00:29:43: Wir waren bei Dreizehn Cent für kommendes Jahr und es fällt dann auf
00:29:46: zwölf
00:29:47: Cent im Jahr danach.
00:29:48: Und auf elf Cent, zwanzig sechsundzwanzig.
00:29:50: Das ist das was der Markt uns gerade sagt.
00:29:52: Ja gut so richtig berauschend ist es ja nicht grade viel aber ein bisschen was weh ist weniger?
00:29:55: Es ist ein bisschen weniger!
00:29:56: Es ist natürlich dramatisch weniger als letztes Jahr.
00:29:59: also in August war diese Zahl bei hundert Cent.
00:30:02: Also und Elf ist ja schon deutlich weniger als Hundert.
00:30:05: Aber klar, Elf ist jetzt nicht so arg viel weniger als dreizehn.
00:30:08: Da muss man die Inflation noch beruhig rechnen, das ist vielleicht nochmal zehn oder fünfzehn Prozent an realem Rückgang.
00:30:13: Man muss aber schon sagen was der Markt uns sagt.
00:30:15: wir kriegen so eine Art Preis Stabilisierung und leichte Entspannung.
00:30:18: Aber der Markt zeigt uns jetzt nicht noch ein zwei Jahre durchhalten und dann ist der Strom umsonst.
00:30:23: Ja ich wollte gerade mal sagen bei einen zwei Cent werden es sich dazu beitragen dass Unternehmen jetzt eine Investitionsentscheidung treffen und hier bleiben und nicht hierbleiben.
00:30:29: also so richtig runter kommt der Strompreis nicht.
00:30:33: Also wie gesagt, ich würde sagen das kommt ein bisschen auf die Perspektive an.
00:30:36: Runter vom Krisenniveau ja und zwar sehr deutlich runter im Vergleich zu den günstigen Jahren der Zwanzigzehner, dass es zumindest nicht was der Markt uns gerade zeigt.
00:30:48: Vielleicht ist noch ein Punkt hier wichtig hinzuzufügen ob wie schnell und wie weit der Strompreis sinkt ist jetzt nicht so sehr eine Frage von Weltpolitik oder irgendwelchen sozusagen Faktoren, die wir als Gesellschaft nicht beeinflussen können.
00:31:02: Sondern es ist ganz primär davon abhängig wie schnell wir weitere Kraftwerke bauen also wie schnelles uns vor allem gelingt den Ausbau der Windenergie an Land zu beschleunigen.
00:31:13: und ich sage es ganz offen wenn der so schleppend weitergeht wie die letzten Jahre dann werden die Strompreise Auch noch über längere Zeit ganz ordentlich knackig bleiben.
00:31:24: und wenn es uns gelänge, den deutlich zu beschleunigen dann würden auch die Strompreise ganz massiv fallen.
00:31:28: Das ist einfach die Technologie, die in Deutschland die größte Menge Strom zu den günstigsten Preisen herstellen kann.
00:31:36: Jetzt muss ich natürlich zwei Dinge fragen.
00:31:38: Und zwar muss ich zum einen fragen, wenn ich jetzt nur mal zum Gegenhalten, wenn nicht jetzt Flacking machen würde in Deutschland?
00:31:45: würde deutsches Flaking-Gas, was unstrittlich deutlich billiger wäre als das Flaking Gas, was um die Welt geschippert würde.
00:31:51: Übrigens wäre es auch Klimagfreundlicher als das, was in der Welt geschuppert würde und damit die Spitzenkraftwerke, die Gastkraftwerken sie betreiben würden, würde dann der Strommaß auch senken?
00:32:02: Also mechanisch ist es wie vorhin, es ist natürlich völlig klar wenn ich am System irgendwas drehe wo irgendetwas günstiger wird kommt auch ein günstigere Preis raus.
00:32:11: Das ist jetzt aber noch keine Antwort, wie realistisch oder relevant sozusagen quantitativ bedeutsam das ist.
00:32:16: Ich bin jetzt alles andere als ein Fracking-Expert.
00:32:19: Ich
00:32:19: werde Sie auch nicht zitieren dem Motto Hürtschläge Freckling vor.
00:32:21: ich hatte mal den einen bei Freckking dabei.
00:32:23: da hat man ganz ehrlich erzählt was alles kein Problem ist verantwortlicher Beamter auf Rühr.
00:32:27: also es ist nicht irgendjemand.
00:32:28: Aber okay ich wollte verstehen Logik wäre wenn wir Gaspreise runterkriegen oder beim Morgen Frieda ausbericht und die Pipelands repariert werden und russische Gaspüte wieder fließen wird der Strompreis wieder auf den Niveau im Jahr.
00:32:37: Das würde ich jetzt auch als Prognose nicht so wagen.
00:32:39: Aber sozusagen jeder Euro, der der Gaspreis runtergeht, da geht auf den Strompreis mit runter.
00:32:44: Okay dann kommen wir auf das Thema Windausbau nochmal.
00:32:47: Da muss ich doch mal nachfragen weil mein Verständnis ist ja... Wir bauen enorme Kapazitäten an einer neuerbaren Energien eigentlich über Kapaziten, weil wir wissen dass die Anlagen nicht immer ausgelastet sind.
00:32:59: Weil nicht immer der Wind blieb es war nicht in die Sonne scheint manchmal ist auch Nacht und so weiter und sofort.
00:33:03: Das heißt, wir haben eine Situation, dass wenn richtig mal perfekte Umstände sind.
00:33:07: Der blaue Himmel ist da es ist Tag und der Wind bläst viel dann haben wir eigentlich eine Überproduktion diese Überproduzion die verkaufen wir als Ausland Da habe ich mal gehört er wird aber überhaupt auch.
00:33:17: teilweise vergeben wir das Ausland und geben aus das noch Geld dafür das abnehmen Und dann haben ja Zeiten wo das nicht der Fall ist dunkel flauten was weiß ich und da brauchen wir ein Backup.
00:33:29: Dann brauchen wir irgendwie der Import aus dem Ausland.
00:33:31: Da habe ich gehört, das wäre sehr teuer dann loscherweise.
00:33:34: Wir haben vorher schon verschenkt jetzt müssen wir was bezahlen.
00:33:37: Was ist da dran?
00:33:38: Ist das ein Bestandteil?
00:33:39: und es ist dann wirklich so für billiger wenn wir mehr Wind ausbauen weil da haben wir das Problem ja größer gemacht.
00:33:43: Und was ist, wenn das nicht der Fall ist?
00:33:45: Was ist mit dem Back-ups.
00:33:46: Wir müssen ja Back-Ups trotzdem haben.
00:33:47: Wir müssten Gaskraftwerke vorhalten oder wir müssten Wasserstoff machen und Wasserstoff heißt also Frauenhofer vorgerechnet ist auch letztlich unglaublich teuer und auch eigentlich ein Deutschland mit einer Neubahn energie nicht wissenschaftlich zu erzeugen.
00:33:58: Jetzt werden Sie wieder sagen ich habe es wieder Fragen an einem Punkt gestellt stimmt aber vielleicht können jetzt ein bisschen sitzieren.
00:34:02: Also vergeben wir erst mal mit dem Thema Immunexport.
00:34:05: Ist das nicht ein Thema dass wir den Strom als Aussam verschenken und ins Inland dann bitte einmal brauchen teuer kaufen?
00:34:11: Nee, das ist Quatsch!
00:34:12: Also diese Aussage als Quatsch, ich lese ja auch die ganze Zeit irgendwie auf Twitter.
00:34:15: Aber das ist einfach sozusagen empirischer und theoretischer ziemlicher Unfug.
00:34:20: Vielleicht mal kurz zur Funktionsweise vom europäischen Strommarkt?
00:34:23: Der Strommarkt ist deutlich europäisierter wenn man so will also die meisten Leute sich das so vorstellen.
00:34:29: in Deutschland verbrauchen wir so in der Spitze Achtzig GW Strom, achtzig Gigawatt Sturm.
00:34:35: Und im Vergleich dazu sind die Import-Export Kapazitäten, die auch jeden Tag genutzt werden so in der Größenordnung kommt bis auf die Situation an, fünfzehn, sechzehnt, siebzehn und achtzehn gigawatt.
00:34:44: Das heißt sehr häufig importieren wir oder exportieren wir einen ganzen Haufen Strom an unsere Nachbarn von unseren Nachbarländern und das machen die genauso.
00:34:56: Also Dänemark zum Beispiel kann locker sein gesamtes Stromverbrauch importieren, wenn sie möchten oder auch deutlich mehr als ihren gesamten Strom Verbrauch noch mal exportieren und das machen die ja auch.
00:35:05: Das passiert auch und es ändert sich buchstäblich alle Viertelstunden.
00:35:10: Wenn es
00:35:11: z.B.,
00:35:11: sagen wir mal, von der Nordsehende Windfront kommt die kommt dann erst in Portugal Spanien und dann Irland und Großbritannien an.
00:35:19: Dann wird in diesen Ländern ganz viel günstiger Strom produziert, der in allen Nachbarländern exportiert wird Und dann über Frankreich Belgien auch nach Deutschland kommt.
00:35:25: dann zieht die windfond weiter Richtung Osten über die nord- und ostsee und irgendwann kommt sie nach deutschland und dann produzieren wir Ganz viele windstromen den wir an alle nachbarländern exportieren inklusive nach süden wo die windfront vielleicht gar nicht hinkommt über die schweiz nach italiens.
00:35:39: Andersrum, wenn in Frankreich, sagen wir mal im Sommer eine ganze Reihe Atomkraftwerke in Revision geht oder auch kaput zu wie letztes Jahr dann importiert Frankreich ein Haufen Strom von allen Nachbarländern.
00:35:50: Und wenn in Deutschland eine Kältewelle kommt und deswegen hier zum Beispiel Gaskraftwerker ausfallen oder der Stromverbrauch nach oben geht weil mit Strom geheizt wird, dann importieren wir eben auch von unseren Nachbarn.
00:36:00: also diese Import-Export Geschichte ist kompletter Alltag und ganz ehrlich wahrscheinlich gäbe es kaum einen Land in Europa was den Alltag seines Stromsystems meistern könnte ohne Strom zu importieren und zu exportieren.
00:36:14: Und es ist überhaupt nicht systematisch so, dass der importierte Strom oder exportierte Strom im großen Maße unterschiedliche Preise haben.
00:36:23: Es gibt natürlich die Situation, dass die Strompreise in Deutschland sehr niedrig sind und wir Strom exportieren und dafür wenig Geld bekommen.
00:36:30: also was heißt wir?
00:36:31: Die Verkäufer des Stromes das kriegt ja nicht der deutsche Staat sondern irgendwie wer auch mal den Strom herstellt.
00:36:35: Und andersrum ist es aber natürlich genauso, wenn gerade in Dänemark und Südschweden viel Wind weht.
00:36:40: Dann wird der Strom aus diesen Ländern exportiert zu niedrigen Preisen von denen wir profitieren.
00:36:45: Und andersherum, keine Ahnung, Kältewellen Frankreich, Strompreise explodieren.
00:36:49: Frankreich kostet ja Strom.
00:36:50: statt dreißig Euro drei tausend Euro die Megawattstunde mal in einzelnen Momenten.
00:36:55: Wir exportieren da sozusagen volle Leitung hin dann kriegen wir auch dreitausend euro die Megawattschunde für den Strom.
00:37:01: Es gibt also in einzelnen Stunden immer diese Phänomene, aber es gibt eben auch das andere Bild und es ist überhaupt nicht systematisch so dass wir da quasi übers Ohr gehauen werden.
00:37:11: So wie sich das manchmal auf Twitter liest.
00:37:14: Ich habe es auch gelesen, ich habe auch geleset an die Modelle, die österreichische Pumpkraftwerk, die kriegen Geld dafür, dass sie unter Strom abnehmen, pumpen nach oben und dann wenn wir Strom brauchen verkaufen es teuer zurück.
00:37:21: Wie gesagt mag ein Einzelfall sein, aber ich hab verstanden, es gleicht sich über Zeit aus.
00:37:25: Kommen wir zum anderen Punkt, Backups.
00:37:27: Sie haben gerade gemeint, Wind ist unglaublich günstig und wir brauchen trotzdem Backup.
00:37:30: Das ist ja mit Import-Export nicht getan.
00:37:31: Ich weiß ja im letzten Mal haben sie gesagt, dass der europäischer der Markt wird, dass du weniger Backup oder so weiter brauchen.
00:37:36: Wir haben immer irgendwo Sonne, also nicht überall.
00:37:38: die Sonne scheinen würde aber nicht, wenn es duckt, das ist überall dunkel, aber sowas immer ist leicht sich besser aus.
00:37:42: Aber den Back up?
00:37:43: Der ist doch ein Thema!
00:37:45: Ja, also sozusagen flexibel steuerbare Kraftwerke und deren Kosten sind auf jeden Fall ein Thema.
00:37:51: Können wir gleich noch mal im Detail darüber sprechen, ich würde das noch einmal sozusagen einsortieren ins große Bild.
00:37:56: Auch hier ist sozusagen in der Öffentlichkeit ein bisschen so eine veraltete Vorstellung immer noch sehr verbreitet dass wir sozusagen für jede Kilowatt die wir Leistung haben auch einen Kilowatts Reservekraftwerk bereitstellen müssen.
00:38:07: und es ist halt schon heute nicht mehr der Fall.
00:38:09: also das Stromsystem funktioniert als System mit der ganzen Vielzahl von Technologien und wir brauchen und nutzen aktuell Kraftwerke, die das ganze Jahr über durchlaufen.
00:38:18: Wir Trumkraftwerk oder Braunkohle benutzen Kraftwerker, die flexibel auf die Nachfrage reagieren wie Gaskraftwerke oder Wasserkraftwerke.
00:38:24: Wir haben in ganz Europa verteilt einen Riesenhaufen Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland, in den Alpen, in Skandinavien Und wir haben zunehmend Stromverbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen und elektrointensive Industrie die ihren Bedarf entweder verschieben kann oder reduzieren kann, oder erhöhen kann je nach Situation auf dem Stromarkt.
00:38:42: Das heißt was ich sagen will letztlich haben wir natürlich auch erneuerbare Wind und Sonne die wir zwar nicht nach Belieben hoch fahren können, aber die wir nach Belrieben runterfahren können.
00:38:50: Das heißt das Problem dass wir zu viel Strom haben ist keins weil wir die immer ausschalten können ohne Probleme und das ist sozusagen ein Teil was Sie vorhin den Begriff Überkapazität verwendet haben.
00:39:01: Solarzellen zum Beispiel sind so günstig, dass es total Sinn macht so viele von denen zu bauen Selbst wenn absehbar ist, dass es an einem sehr sonnigen Sonntag Mittag dann zu viel Strom gibt.
00:39:12: Wir bauen die quasi nicht für den Oster-Sontag, wir bauen sie für die Herbststunden und die Frühlingsstunden – das lohnt sich, weil die einfach so saubilig geworden sind.
00:39:20: Aber zurück zur Frage!
00:39:22: Teil dieses Bildes ist auch Kraftwerke, die man steuern kann also thermische Kraftwerken wo irgendwas verbrannt wird zum Beispiel Erdgas oder Wasserstoff die dann zur Verfügung stehen, wenn einfach all die genannten Optionen ans Ende gekommen sind.
00:39:38: und es ist sozusagen tatsächlich vor allem das Szenario zwei drei Wochen im Winter wo's sehr kalt wird.
00:39:43: Wo wenig Sonne scheint und wo auch noch wenig Wind herrscht.
00:39:46: für diese Situation müssen wir natürlich vorbereitet sein und da hilft nicht mehr viel außer eben Kraftwerke für diesen Fall vorzuhalten.
00:39:53: Genau, und die Kosten dieser Kraftwerken tauchten dann auch auf zwischen dem Börsenpreis und dem Endkundenpreis nicht?
00:39:58: Für diese zahlen wir doch ständig mit Umlagen.
00:40:01: Zahlen wir noch für die Egel.
00:40:02: Das ist ja richtig, dass sie da sind
00:40:04: in Deutschland nicht.
00:40:05: In Deutschland ist es so, diese Kraftwerker müssen sich am Markt refinanzieren im Moment.
00:40:08: Das heißt, die Kraftwerkes profitieren von diesen hohen Preisen an einzelnen Stunden.
00:40:13: das muss reichen für die Investitionen.
00:40:15: Wir sehen jetzt gerade eine Diskussion Die ein oder andere Variante eines sogenannten Kapazitätsmarkts oder Kapazitätmechanismus einzuführen in Deutschland.
00:40:24: Der wird jetzt oft unter dem Stichwort Kraftwerkstrategie diskutiert, aber ich würde sagen das ist im Grunde eine abgespekte Variante von einem Kapazitätenmarkt.
00:40:32: Im Kapazitenmarkt hieß es die Regierung oder die Bundesnetzagentur oder die Netzbetreiber zahlen Kraftwerke dafür dass sie gebaut werden.
00:40:41: also die Vorhaltung der Bau der Kraftwerken, die Existenz der Kraftwerte wird bezahlt eben um diesen von ihnen sogenannten Backup bereitzustellen.
00:40:49: und dann diese Kosten, die dadurch entstehen würden.
00:40:52: Die würden mutmaßlich auch auf unsere Rechnung auftauchen als ein weiterer Block also eine Umlage zum Beispiel.
00:40:58: aber im Moment haben wir sowas nicht in Deutschland.
00:41:01: Jetzt haben Sie gerade gesagt der Hebeln um billigeren Stromsäure kommen wäre Windkapazitäten auszubauen.
00:41:07: da müsste man eigentlich noch parallel dazu Backup Kapazitäten.
00:41:12: Es ist eher andersherum.
00:41:13: Je mehr Windturbinen wir haben, desto weniger Gaskraftwerke brauchen wir.
00:41:20: Weil es halt nie so ist, dass nirgendwo Wind weht.
00:41:24: Also selbst in scheinbar windstillen Zeiten haben wir immer noch ein bisschen Windproduktion.
00:41:28: Das heißt jede Windturbine die wir bauen reduziert tendenziell den Bedarf an Backup-Kraftwerken.
00:41:35: Die Vorstellung des wir quasi für jedes MegaWatt Windturbiner daneben einen MegaWatts Backup-Kraftwerke haben, die ja ziemlich verbreitet ist.
00:41:44: Die Forschung hat viele.
00:41:45: Die ist erstens nicht richtig und zweitens gilt so ein bisschen das Gegenteil.
00:41:49: Die Bundesregierung hatte doch glaube ich jetzt geplant oder habe immer noch dass irgendwie fünfzig Gastkraftwerke gebaut werden müssen.
00:41:55: aber zumindest ist es irgendetwas wo auch Diskussionen laufen auf die Sprünge wie denn da einen Anreiz überhaupt gibt für die Firmen das zu bauen?
00:42:03: Es gibt verschiedene Studien und Geist an verschiedenen Zahlen durch die Branche, die meisten davon auch immer mit einem gewissen Eigeninteresse formuliert.
00:42:11: Die Sachen, die ich im Kopf habe – also wir messen es immer in Gigawatt-Leistungen.
00:42:14: Ein Gigawatte Leistung ist schon ein sehr großes Kraftwerk.
00:42:16: Also die Anzahl der Kraftwerke ist dann ein bisschen der andere aber so.
00:42:19: Die Zahlen, die Ich so im Kopf hab, sind irgendwas zwischen achtzehn Gigawatte oder siebenundzwanzig Gigawattern in der Größenordnung.
00:42:24: Und das ist schon ziemlich substanziell!
00:42:26: Das ist relativ dicker Batzen im Vergleich auch zu den Kraftwerken, die wir momentan im Land betreiben.
00:42:31: Und das sind so Zahlen, die aus Studien und Prognosen rauskommen, die an Neubau brauchen in den nächsten zehn Jahren oder sowas.
00:42:39: Ja gut aber okay.
00:42:41: jetzt können wir beide philosophieren, aber ich glaube die Wahrscheinlichkeit, dass es umgesetzt wird, ist relativ gering?
00:42:46: Naja, also ich bin da nicht so nah am politischen Prozess dran, aber mein Verständnis ist, dass im Wirtschaftsministerium die Entscheidung gefallen explizite Anreize zu schaffen, damit diese Leistung gebaut wird.
00:43:00: Mit anderen Worten eine Art Kapazitätsmarkt einzuführen der dafür zum Beispiel in Form von Ausschreibungen die Anreizen setzt.
00:43:07: und bei einer Auschreibung ist es ja so wenn jetzt die Netzbetreiber für die Bundesregierung oder die Bundesnetzagentur für die Regierung so viel Gigawatt Kraftwerksleistung ausschreibt Und das ist eine Aktion.
00:43:18: Dann bieten die Investoren halt verlangenden Preis und der Preis wird dann sozusagen auf das Niveau steigen, was notwendig ist diese Investitionen auszulösen.
00:43:26: so wird es ja am Ende laufen.
00:43:28: Das heißt aber für mich jetzt bin ich ein bisschen kettzerischer.
00:43:30: im Prinzip die Aussicht dass wir auf zwei tausend zehner preis zurückkommen ist völlig ausgeschlossen.
00:43:35: Wir haben steigende Strome da, wir müssen Kapazitäten aufbauen wir müssen Weggups aufbaut investieren Egal wie man es finanziert, ob nun durch Spitzenpreise oder durch Kapazitätsvorhaltungspreise.
00:43:45: Das kostet alles sehr viel Geld.
00:43:46: Das heißt wir haben dauerhaft höhere Strompreise
00:43:49: an?
00:43:49: Ich trau mir da keine Prognose zu und ich würde nochmal wiederholen dass es vor allem in unserer Hand liegt.
00:43:54: Wir wissen ja wie man an Deutschland sehr günstig sehr viel Strom produzieren kann Und das gibt ja genug Leute die das auch machen wollen.
00:44:01: also ich spreche von Wind- und Solaranlagen vor allem Und das Problem ist ja nicht sozusagen mangelnder Stahl oder mangelnde Investitionen Netzanschlüsse und mangelnde Genehmigungen.
00:44:13: Wir stehen uns da schon ein Stück weit selber im Weg.
00:44:15: Ja, und wir haben gleichzeitig das Thema noch wenn ich es ansprechen darf dass ja die Anbieter, die Hersteller von Windenergieanlagen alle rote Zahlen schreiben nicht?
00:44:22: Fast alle.
00:44:23: Ich mein Siemens Kamese hat jetzt gerade gute technische Probleme aber sie rufen auch nach Subventionen.
00:44:28: Ich meine als er doch den abgetretenen Staatssekretär gab, der nahm jetzt grad hier einfällt Der war ja bei der Windenergi-Konferenz und hat gesagt ihr müsst mir ausbauen.
00:44:35: Hat die Industrie gesagt ja klar wir wollen ganz subventionen.
00:44:37: also eigentlich haben wir immer eine Welt Wo alle entlang der Kette nach staatlichen Subventionen oder Umlagen rufen und der Ende ist einfach dann egal, es ist teuer.
00:44:46: Die Frage ist jetzt immer nur das wird diskutiert, wie hat die Kosten?
00:44:49: Ja also die Windenergiebranche hat sich da ein paar Stellen bisschen verhoben und wurde auch von den steigenden Rohstoffpreisen und sowas ein bisschen am falschen Fuß erwischt.
00:44:56: ich glaube die Siemens-Gemäße ohne da als Experte zu sein bin ja auch kein Ingenieur.
00:44:59: aber ich glaub die Siemen-Germäßeprobleme sind zum Teil auch ausgemacht.
00:45:01: Das sind einfach sozusagen Qualitätsprobleme, das sind alles keine großen strukturellen Sachen.
00:45:06: Also es bleibt dabei Auch wenn da mal eine oder andere Hersteller aktuell große Rote Zahlen schreibt, oder nicht so große Schwarze Zahlen.
00:45:13: Wir wären in der Lage in Deutschland, wenn wir sozusagen Genehmigung und Netzer hätten deutlich schneller, deutlich mehr Wind- und auch Solaranlagen zu sehr attraktiven Preisen zu bauen die dann sozusagen die Investitionskosten eingerechnet Strom herstellen zu Kosten von vier, fünf oder sechs Cent die Kilowattstunde.
00:45:34: Das haben wir gerade diskutiert unter den aktuellen und absehbaren Börsenpreisen.
00:45:40: Die Tatsache, dass die Börsenspreise so weit drüber liegen, reflektiert nur die Tatsachen durch unsere Langsamkeit, diese Investitionen zu ermöglichen durch Naturschutz, Genehmigungen, Anwohnerproteste, ideologische Widerstände aus meiner Sicht unnötig verlangsamen und damit uns sozusagen selber auch im Geldbeutel gewisse Schmerzen zufügen.
00:46:05: Netz muss ja auch ausgebaut werden, ich glaube im Norden Deutschland ist wieder Wind mehr als im Süden.
00:46:09: jetzt wären sie wahrscheinlich zu mir sagen die Bayern könnten trotzdem mehr Winterräder bauen also bauen.
00:46:13: aber in Prinzip ist doch dann die Frage es muss das Netz ausgebaut wird und da sind wir auch weiterhin daher nicht?
00:46:19: Ja alles gesagt war wieder aus meiner sich komplett richtig in beiden Norsen.
00:46:23: also natürlich ist es so dass die Windgeschwindigkeiten an den Küsten, insbesondere an der Nordsee sehr viel höher sind.
00:46:29: Und dass wir insbesondere aus Deutschland einfach weniger Bevölkerungsdichte haben und deswegen mehr Platz für Wind und auch für Solaranlagen ist als in Oberbayern.
00:46:36: Aber es ist trotzdem auch richtig das aus Gründen die vielleicht eher in der Politik zu verorten sind einige Bundesländer Bayern ist ja sicher sozusagen Nummer eins relativ aktiv durch Verhinderungspolitik und Verbote den Ausbau von Stromerzeugern, vor allem Windkraftanlagen aber auch Freiflächen solar verhindern und verhindert haben.
00:46:58: Und das auch weiterhin tun.
00:47:00: Das ist schon ein Problem für die bayerische Bevölkerung, die bärische Wirtschafts- und das ist auch ein Mettenwerbsproblem.
00:47:07: Nichtsdestotrotz bleibt es gleichzeitig richtig, dass wir Netzausbau brauchen.
00:47:13: Natürlich ist es ohne Verhinderungspolitik so, dass der Großteil der Winterzeugungen ökonomisch sinnvoller an der Nordsee stattfindet und nicht in Oberbayern.
00:47:23: Und da muss der Strom vom Kraftwerk zum Verbraucher, und dafür braucht man Netzausbau, und da verbrauchen wir sehr viel.
00:47:29: Und tatsächlich sind wir da auch deutlich langsamer als wir uns das wünschen
00:47:33: würden.".
00:47:35: Jetzt geben wir nochmal einen Schritt aus Deutschland raus.
00:47:37: Ich probiere es mal.
00:47:38: Sie können sich mir sagen, ah!
00:47:39: Nicht ihre Expertise, dann schneiden wir das raus.
00:47:42: Jetzt sind wir ja im Internet zu einem Webbewerb.
00:47:45: Und jetzt haben wir in Deutschland hohe Strompreise oder Europahohe StromPreise.
00:47:47: In China ist die Strompreis deutlich günstiger höhere Kohleanteil, den USA ist der Strompreis deutlich günstiger.
00:47:53: Ich glaube es nicht absehbar dass die Länder jetzt denselben Weg gehen, damit deutsche Energiewende schon einmalig ist.
00:48:00: ob das Vorbild ist brauchen wir sich zu bestreiten.
00:48:02: Die Frage ist halt wenn mir wirklich mal im grünen Tisch sitzen würden und würde sagen wir designen ein Energiesystem was wirklich zukunftsfähig und webbewerbsfähig ist wie würden wir das dann machen?
00:48:14: Konkret, die Schweden haben wir zumal sehr viel Wasserkraft und bauen trotzdem Atomkraft dazu.
00:48:18: Jetzt gibt es eine Diskussion.
00:48:18: Bauen sie noch mehr?
00:48:19: Bauen Sie nicht mehr?
00:48:19: Da gab's dann die Einladung, dass ich bau mir die anderen Sachen jetzt nicht mehr.
00:48:21: Aber gibt das Überlegungen?
00:48:23: Die Polenbau-Atomkraftwerke, die haben sich ein bisschen angekündigt.
00:48:26: Das machen wissen wir nicht!
00:48:27: Die Chinesen machen alles, die machen Wind, Kohle oder Atom Kraft.
00:48:29: Also im Endeffekt gibt's da irgendwo was zu sagen.
00:48:31: Wir sind beide mal ganz optimistisch und wir setzen doch auf die Kernfusion.
00:48:35: Also auf die Kernfusion setzen würde ich jetzt sozusagen nicht, weil das nicht klar ist ob dich es in meinem Leben noch erleben werde und das wäre mir ein bisschen zu heiß.
00:48:43: Ich hätte schon gerne auch in meinem leben noch einen Stromversorgung.
00:48:46: also wenn man den Blick mal ganz weitert auf die Welt Es ist heute so dass an den allermeisten Orten der welt wind und solar Mit zu dem günstigsten und oft sogar die allergünstigste Möglichkeit des strom zu erzeugen.
00:49:00: Das heißt wenn man heute sozusagen jedes land für sich Vom Scratch auf der grünen Wiese einen ökonomischen Sinn für das Kosten minimierendes Stromsystem aufbauen würde, dann wäre an den allermeisten Orten Wind und Solaran ziemlich großer Batzen vom Mix.
00:49:16: Fast nirgends.
00:49:16: wo werden die alleine?
00:49:18: Man würde immer noch andere Kraftwerkstechnik mit einsetzen in vielen Orten aber die wären ein wesentlich größerer Anteil als die meisten Menschen sich das so vorstellen einfach weil sie so wahnsinnig viel günstiger geworden sind in letzter Zeit.
00:49:30: Das sieht man zum Beispiel insbesondere auch daran, dass in China wirklich also atemberaubende fast groteske Mengen an insbesondere auch Solarzellen aber auch Windkraft gebaut werden.
00:49:41: Und die machen das schon vor allem deshalb... Die haben ja auch ein riesiges Luftverschmutzungsproblem und nehmen den Klimawandel schon auch ein Stück weit ernst.
00:49:48: Aber die machen es natürlich auch vor allem deswegen weil es so günstig ist, weil es finanziell so viel Sinn macht.
00:49:53: Sie hatten nach Atomkraft gefragt.
00:49:56: ich glaube da ist das Bild Das ist zumindest meine Einschätzung deutlich unklarer.
00:50:02: Die produzieren Strom eher so zu dem Preis von hundertzwanzig, hunderteißig und vierzighundertfünfzig Euro die Megawattstunde.
00:50:10: So ganz genau weiß man es nicht weil das wurden ja nur wenige gebaut.
00:50:13: Es gibt eigentlich nur einen Atomkraftwerk was in den letzten Jahrzehnten im Betrieb gegangen ist.
00:50:16: zwei weitere sind noch an Bau oder drei, zwei in Großbritannien und eins in Frankreich.
00:50:21: Und dann gibt's noch so ganz frühe Pläne.
00:50:23: ich glaube die Polen haben da irgendwie angefangen die Erde zu planieren oder sowas.
00:50:25: aber sozusagen wirklich Erfahrungen mit dem Bau von Atomkaufwerken.
00:50:28: gibt es eigentlich nur diese Vier Fälle eines fertig die anderen drei sind total verzögert ihre Budgets massiv überzogen und da kommen dann so Preise raus von hundertzwanzig bis hundfünfzig Euro die Megawattstunde.
00:50:40: Das ist also ungefähr das doppelte oder dreifache, was man für manchmal vielleicht sogar das Vierfache als im Vergleich zu Wind- und Solarenergie.
00:50:46: Es ist natürlich richtig, die laufen twenty four seven.
00:50:49: Die laufen auch dann wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.
00:50:52: aber selbst wenn wir die Kosten für diese ganzen anderen Komponenten ins Stromsystem mit einrechnet, also Batterien, flexible Kraftwerke, Wasserkraftwerke Speicher Import-Export, dann bleibt es dabei des Wind und Solanergie so viel günstiger sind als die anderen CO²-Armen Möglichkeiten.
00:51:11: Das ist auf jeden Fall keineswegs gesagt, dass man mit Atomstrom Geld verdienen kann.
00:51:16: Und das meine ich jetzt sozusagen doch mal überhaupt nicht angesprochen – die politischen Widerstände oder die Entscheidungen oder den Müll oder die Möglichkeiten eines Unfalls sondern einfach nur im ganz normalen Regelbetrieb die Investitionskosten, die einfach immens sind.
00:51:29: Ich habe mal gelesen, dass ein wesentlicher Grund dafür, warum der Turmstrom so teuer ist wie Sie gerade gesagt haben.
00:51:36: Die lange Bauzeit der Anlagen ist also wegen Kapitalkosten.
00:51:40: Sie müssen Geld investieren und bei sich halt solange kein Geld verdienen und sozusagen Kapitalkosten aufzutzen haben sie hinterher so einen Rumstrompreis nötig um quasi den Zeitverlust das lange gebundene Kapitale ohne Einnahmen zu kompensieren.
00:51:52: Das war mein Verständnis Und da finde ich doch interessant jetzt eben diese Überlegungen mit diesen Small Modular Rectors.
00:51:59: Also wenn ich statt dieser Einzelprojekte zu machen, bei den drei Beispiels die sie genannt haben wie ja auch eigentlich alle Atomkraftwerke die es in Europa gibt, die sind ja alle quasi wie Einzelanlagen gebaut worden und ich war mal im früheren Leben einmal Berater und ich habe verstanden so Einzel Projekte sind erstens meistens schief, dauern länger.
00:52:16: also Anlagenbau als ein Albtraum ist das Beste ist man hat was schonmal gemacht.
00:52:21: Jetzt gibt es diese Belegung eben Small Modular Directors.
00:52:24: Ich quasi in einer Art Serienfertigung und jetzt gehe ich einen Schritt weiter, nehme das mal Rolls-Räuse.
00:52:28: Ich finde es was ein bisschen Rollsreus.
00:52:29: Man möchte es ja gerne machen!
00:52:31: Ich darf die bauen hier Atomkraftwerke oder der Atomantrieb für die englischen U-Boote also wissen wie man umgeht im Prinzip so'n U-Boot Antrieb quasi in Sehenfertigung gemacht und dann einfach dann Wasser dran, Turbine dran und Off we go!
00:52:43: Ich vereinfere es... Das könnte doch ein Gamechanger sein sondern dass Atom Kraftwerke dann doch deutlich günstiger sind.
00:52:50: Also sozusagen die Geschichte so erzählt, wie sie gerade... das ist ein bisschen die Storyline von den Proponenten der Small Modular Reactors.
00:52:56: Der kleinen modularen Atomreaktoren.
00:52:59: Das Problem ist so ein bisschen dass es die halt nicht gibt.
00:53:01: also Es ist schon vor allem Planung und Vorstellung und Vision und Fantasie Und ob das am Ende kommt weiß man nicht.
00:53:08: Man weiß auch nicht dass es nicht kommt.
00:53:10: sozusagen so die Geschichte erzählt finde ich natürlich auch überzeugend.
00:53:14: Allgemeine Industrie-Erfahrung ist natürlich die Serienfertigung von allen Produkten immense Kostenverteidigungen über eine Art Manufaktur oder Einzelbauweise bringt.
00:53:24: Auf der anderen Seite gibt es auch einen Grund, warum wir Atomkraftwerke immer größer bauen.
00:53:28: Der Trend der letzten Jahrzehnte war ja nicht gerade Atomkräftwerke kleiner zu bauen.
00:53:32: also ich kann das mal kurz erläutern Die erste Generation kommerzielle Atomkraftwerk in Europa aus den frühen siebziger Jahren hatte so eine Leistung von vierhundert oder fünfhundert Megawatt Und die aktuelle Generation der europäische Druckwasserreaktor, den damals noch Siemens mitentwickelt hat.
00:53:47: Der hatte eine Leistung von ungefähr tausend Vierhundert oder Tausend Fünfhundert Megawatt.
00:53:51: Das heißt sie wurden dreimal so groß und nicht aus irgendwelchen Abiträrengründen sondern um Skalenvorteile zu heben also weil große Anlagen In der Regel halt günstiger sind als kleine Anlagen, weil man die eine Komponente nur einmal nur eine Turbine ein Generator nur einen Kühturm etc.
00:54:07: pp.
00:54:08: braucht alles nur einmal kriegt aber dreimal so viel Strom raus.
00:54:11: das heißt der Trend der letzten Jahrzehnte ging zu immer größer aus guten Gründen und jetzt erzählen uns Leute dass der Trend jetzt aus den gleichen gründen in wesentlich kleiner gehen soll.
00:54:23: ich sage nicht dass es nicht stimmt.
00:54:25: Ich kann das nicht einschätzen, ich bin kein Atomkraft-Engineur und ich bin auch in diesen Firmen nicht irgendwie involviert.
00:54:30: Ich stutze nur ein bisschen weil die letzten Jahrzehnte in die entgegensetzte Richtung ging.
00:54:34: Auch hier wieder wo immer bei den Themen wo ich mir jetzt keine eigene Expertenmeinung zutraue da schaue ich halt was der Markt sagt und es gibt genau eine Firma die an der Börse notiert ist, die solche kleinen Reaktoren bauen will immens.
00:54:49: Also ich habe es gerade nicht die Zahlen im Kopf, weil ich glaube im letzten Jahr haben die siebzig Prozent von ihren Börsenkurs verloren.
00:54:54: Öffensichtlich sind die Investoren, die dann ein Stück näher dran sind als ich da eher skeptisch geworden ob der ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit dieser Anlagen.
00:55:03: Ob die jetzt recht haben oder daneben liegen kann ich mich beurteilen.
00:55:07: aus Klimagesichtspunkten das würde ich vielleicht noch hinzufügen würde ich mir da ehrlich gesagt einen Erfolg wünschen.
00:55:12: also Atomkraft die einigermaßen sicher ist Und einigermaßen schlecht für Atomwaffen umgemünzt werden kann, ist natürlich zur Rettung des Weltklimas in Game Changer.
00:55:24: und wer klimapolitisch für viele Länder in der Welt – und damit für uns alle, für das Klima was uns alle betrifft eine gute Nachrichten keine schlechte.
00:55:33: Das halten wir einmal fest.
00:55:34: also erstens.
00:55:36: Der Industriestrompreis muss immer nicht so die großen Fans fahren Weil wir nicht wissen wohin.
00:55:40: Wir haben gesehen, es sind höchstens ein paar Zent, die der Stromsinkpreis günstiger wird in den kommenden Jahren zumindest nach den jetzigen Markterwartungen.
00:55:48: das Merlot-Order-System funktioniert ist einfach ganz banal und wir müssen halt versuchen dass wir die Gaskraftwerke raus drängen aus dem Preismodell indem wir günstigere Energie ergänzen.
00:55:57: Die Backups sind erforderlich aber desto größeres europäischen Netz ist desto grösser Überkapazitäten sind.
00:56:02: das.
00:56:02: meine Wort war jetzt eben der Windenergie die wir aufbauen desto weniger Backups brauchen wir.
00:56:07: Dann wird es umgestellt werden die Kosten für der Finanzierung, wahrscheinlich in Richtung Kapazitätsfinanzierung.
00:56:12: Aber in Summe bleibt es halt die Welt eine Welt wo der Strompreis auf Dauer jetzt nicht groß sinken wird und wir müssen eigentlich damit leben dass wir einen neuen weltleben wo der strom teurer ist einfach als preis Für mehr klimaneutralität.
00:56:25: dürfte ich das so zusammenfassen?
00:56:26: Jetzt also unser Gespräch oder war das jetzt etwas subfrontiert.
00:56:31: Ich glaube, da würde ich fast überall mitgehen.
00:56:32: Bei dem allernetzten Punkt Preisenjub-Preiserwartung will ich noch mal auf die Gefeine mich zu wiederholen und schon sagen dass das ein gutes Stück in unserer Hand liegt und dass wir auch einen ziemlich günstigen emissionsarmes System bauen.
00:56:43: Dass wir dabei ganz gehörig auf Gaspedal drücken müssten mit Investitionen in Solarwind und Netze.
00:56:50: Ich hoffe, dass wir es hinkriegen aber ausgemacht ist es noch nicht.
00:56:54: Vielen Dank für Ihre Zeit!
00:56:55: Das war ein tolles Gespräch.
00:56:57: Ich bin sicher, die Hörer werden wieder kommen und ja auch mit der Widersagen.
00:57:00: Jetzt müssen wir noch mal mit Herrn Höhrt sprechen.
00:57:01: Wir freuen uns, dass wir wieder machen könnten!
00:57:03: Hat mich auch gefreut, hat Spaß gemacht.
00:57:05: Tschüss!
00:57:19: So weit mein Gespräch wird.
00:57:21: Professor Leon Höhrth.
00:57:22: Er hat sehr gut erklärt wie das Strommarkt funktioniert.
00:57:26: er hat aufgezeigt von den Probleme liegen und er hat aufgezeigt welche Lösungsmöglichkeiten wir hätten.
00:57:33: Stand heute muss er feststellen er hatte mit seiner Aussage, dass die Strompreise dauerhaft hoch bleiben würden recht
00:57:39: behalten.
00:57:41: Viele der Maßnahmen, die er fordert, sind bis heute nicht umgesetzt und wie vorhin angedeutet beim Stichwort Kernenergie habe ich persönlich eine andere Meinung.
00:57:50: Aber das wissen Sie ja!
00:57:53: Bleibt mir Ihnen, liebe Höhren und Hörer, erneut sehr herzlich fürs Zuhören zu danken.
00:57:59: Ich freue mich auf Fragen Feedback, Kritik oder Anregungen Und auf einem Wiederhören am kommenden Sonntag.
00:58:05: Bis dahin alles Gute Ihr Daniel Stellter.