00:00:05: BTO Beyond The Obvious, der Ökonomie-Podcast mit Dr.
00:00:09: Daniel Stelter Featured bei Handelsblatt.
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zur neuesten ausgemanes Podcast!
00:00:18: Ich freue mich sehr dass Sie auch in diesem Mittwoch für eine BTO Refresh Folge wieder mit dabei sind.
00:00:25: Konkreter Anlass dieser Woche ist das Treffen der internationalen Notenbank Elite im Portugiesischen Sintra.
00:00:33: die EZBS Gastgeberin Aber die Promenenz hat sich angemeldet unter anderem auch der neue Chef der US-Notenbank Kevin Worsch.
00:00:42: Das ist durchaus interessant!
00:00:44: Es gibt aber auch Anlass zurück zu blicken auf die Performance der EZB in den vergangenen Jahren, seitdem es ein Euro gibt – aber ganz konkret bei der Inflationsbekämpfung.
00:00:55: Heute blickt die ECB selbst kritisch auf letzten Jahre zurück, verspricht aber Besserung und ist durchaus hoffnungsfroh bezüglich der eigenen Fähigkeit, die Inferktion zu steuern.
00:01:08: Wir gehen an der Sicht dieses Treffens dem Thema noch genau nach mit einem Gesprächspartner nämlich wird Ottmar Essing dem langjährigen Chefvolkswirt der EZB und einem der Väter des Euro.
00:01:21: Das Ganze ist nach wie vor hoch aktuell hoch relevant.
00:01:24: ich hoffe Sie sehen es genauso.
00:01:26: fangen wir also an.
00:01:30: in dieser Woche konkret vom Montag bis Mittwoch tagt das sogenannte ECB Forum in Sintra, Portugal.
00:01:37: Es ist neben Jackson Hole in den USA mittlerweile das jährliche Treffen der westlichen Notenbankenelite quasi eine Art Familientreffen derjenigen die sich darum kümmern sollten den Geld wird stabil zu halten und die ECB gibt ja sich alle Mühe zu zeigen dass sie aus vergangenen Fehlern gelernt hat.
00:02:01: so hat sie erst am elften Juni die Zinsen erhöht beblick auf den erhöhten Inflationsdruck in der Eurozone nach dem Energiepralschock ausgelöst durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
00:02:16: Wir wissen es, die Inflation ist da oben gegangen – man spricht bereits von ungefähr drei Prozent im Jahr-Zweißen XXVI und das eben im Vergleich zu einem Ziel von zwei Prozent, welches offiziell die EZB
00:02:29: anstrebt.".
00:02:34: Christine Lagarde gab sich aber optimistisch bei ihrem Einführungsvortrag in Sintra und sagte, ja wir können das.
00:02:42: Wir haben die Versionserwartungen gedämpft.
00:02:44: Wir sind dort schweig man kann uns vertrauen.
00:02:47: Hören wir nochmal rein!
00:02:49: V.a.
00:02:49: durch die Entwicklung unserer Batterie der verabschiedeten Inflationen, wirklich wichtig und wir haben eine ganze Variety von ihnen.
00:03:05: Zweitens haben wir uns sehr viel investiert in unsere Projekte zu verbessern.
00:03:15: Wir hatten unsere Projektionserreise wie so viele andere, v.a.- während des XXII-Inflationssurgs.
00:03:23: Und es wurde in einem Wettbewerb für mehr granulares Fokus gesetzt – das ist was wir jetzt tun – für Öl, für Gas, für Elektrizität.
00:03:35: Das Erstaunliche ist ja in der Tat, dass die ECB überhaupt diesen Schritt gegangen ist.
00:03:40: Der Beschluss – und das ist sehr interessant – ist einstimmig gefallen.
00:03:44: So zumindest sind die Aussagen von Christian Lagarde kurz nach dem Zinsentscheid.
00:03:49: Und die Entscheidung zu erhöhen Räume ist robust, durch eine Reihe von Scenarien mapiert sich, wie der Schock verabschiedet wird und die Mittelmeisterung für den Euro-Area effektiv.
00:04:12: Wir sind mit dem Ansetzungsmonitoren-Polizist, um das Inflation zu stabilisieren bei unserem zwei Prozent-Tagent in der Mittelmeisterschaft.
00:04:22: Also, weil unsere Mission, unser Mandat, ist, die Preisstabilität zu verstorben, machen wir diese Entscheidungen.
00:04:34: Der Sandesblatt hat am sechzehnten Juni in der Almatyke klargemacht, wieso das durchaus bemerkenswert ist.
00:04:42: Wo sind die Tauben?
00:04:43: Erstaunlich widerstandslos haben sich die Verfechter eher niedriger Zinsen bei der Europäischen Zentralbank damit abgefunden dass diese
00:04:51: steigen.
00:04:52: Der bisherige Konsens für eine straffere Geldpolitik ist ungewöhnlich, weil lange die Taupen in der Mehrheit waren.
00:04:59: Sie trieben das kleinere Lager der Geldpolite strikteren Falken – dem traditionell der Präsident der Bundesbank angehört
00:05:05: vor sich her!
00:05:06: Die Notenbänker sollten jetzt kurs halten.
00:05:09: Das Gesamtbild ist zwar nicht so dramatisch wie in den Jahren, ein Inflationsschock ähnlicher Dimension mit in der Spitze zehn Prozent ist nicht absehbar.
00:05:19: Die Regierungen sind sparsamer die Konsumenten zurückhaltender die Zinsen höher doch die Inflation ist zurückgekommen um zu bleiben.
00:05:27: Die ECB als Vorkämpferin gegen die inflation das ist eine schöne Formulierung aber es ist auch eine Wendung.
00:05:35: Man denke an das Jahr twenty-zwei und zwanzig.
00:05:38: Damals war die ECB keineswegs Vorkämpferin, damals bei der ECB die Notenbank, die am langsamsten auf Inflation Schock reagiert hat.
00:05:49: Die US-Notenbank Hebeng of England, Hebeng off Canada – sie alle hatten die Zinsen schon längst erhöht, während die ECb über noch von einer verübergehenden Inflationssprach.
00:06:00: Heute hingegen will die ECP klarmachen was im vergangenen Fehler gelernt hat.
00:06:04: Unmittelbar nach dem Zinsentscheid sagte Philipp Blaine, der ECB-Schöpfsvolkswirt das die ECB weiterhin mit anhaltend hoher Inflation rechnet.
00:06:15: Und diese Inflationsdruck könnte sich verfestigen falls die Energiepreise nicht zeitnah zurückgehen.
00:06:21: also auch hier die Aussage wir sind Wachmann.
00:06:25: Jetzt könnten wir natürlich sagen es gibt bereits eine massive Entspannung bei den Energiemärkten anlässlich der sich Abzeichnenden.
00:06:32: Wenn man so ein Waffenstillstand, Friedens würde ich wenig sagen zwischen den Iran und USA.
00:06:37: Und man könnte auf der anderen Seite auch noch sagen dass er unter Umständen die Wirtschaftsleistung im Euroraum eh nicht so stark ist.
00:06:44: Ich meine wir in Deutschland wissen es.
00:06:46: Wir sind jetzt faktisch sieben Jahre an der Stagnation Aber der ganze Euroraum steht eigentlich nicht so gut da Auch wenn Frau Lagarde sagt ja wohl wir sind resilient.
00:06:57: Resilient mag ja schon stimmeln aber Wir sind natürlich eigentlich schwachbrüstig und deshalb kann man sagen unter Umständen ist es sogar falsch gewesen, Zinsen zu erhöhen in diesem Umfeld weil das quasi eine schwache Konjunktur zusätzlich schlecht.
00:07:13: Vergessen wir uns im Zusammenhang nicht?
00:07:15: Es gibt doch einen weiteren Aspekt die hochverschuldeten Staben.
00:07:18: diese können auf gar keinen Fall höhere Zins vergraften und sie echten ja schon und sie protestieren auch schon.
00:07:25: Und wir wissen zudem auch dass natürlich trotzdem Es eine Weile dauern wird, bis die Bürger wieder Vertrauen in die Geldpolitik gewinnen.
00:07:33: Infrationsraten von um die zehn Prozent sind eben massiv und sie werden nicht zu schnell vergessen.
00:07:40: Das war aber ganz klar der Fehler der EZB.
00:07:49: Blickwunnen wir kurz zurück auf dem Mai-Mai-Jahr-Jährige-Karriere.
00:07:53: Russland hatte gerade die Ukraine überfallen und die Energiepreise explodierten übrigens deutlich stärker erzeugte.
00:08:00: Die Inflation in der Eurozone sprang bereits auf sieben Komma vier Prozent und hätte damals bereits handeln müssen.
00:08:07: Hinzu kommt, dass diese Erzählung wonach den der Librail-Schock ausschließlich auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine so zu führen ist natürlich nicht stimmt.
00:08:17: Die wahre Ursache der Inflation lag in den Coronamaßnahmen der Staaten denn was haben die sie gemacht?
00:08:24: Sie haben neues Geld geschaffen in ihre Beschulden gemacht haben und haben dieses Geld den Bürgern in die Hand gegeben.
00:08:31: Sie haben also quasi massiv Geld direkt in die Wirtschaft gepumpt und die EZB, wie die Anrundenbacken auch hat das finanziert letztlich.
00:08:40: Und so wurde quasi die Grundlage gelegt für die Inflation – die Geldmenge explodierte und wenig später eben auch die Preise.
00:08:49: Hinzu kam noch dass sie Angebotsseite natürlich stark gestört war.
00:08:53: Stichwort Lieferkettenprobleme, Lieferschwierigkeiten Wenn man mehr Nachfrage schafft indem ein neues Geld rückt.
00:09:01: Und diese Mehrnachfrage trifft noch auf ein verknapptes Angebot, da darf man sich nicht wundern wenn die Preise ansehen.
00:09:07: Deshalb haben die anderen Notenbanken gehandelt.
00:09:10: wie gesagt die EZB zögerte und das führt mich zu dem Gast in meinem heutigen Refresh.
00:09:17: Im Mai, zwanzig zweiundzwanzig hatte ich Ottmar Iszing zu Gast.
00:09:21: Ottmar Izzing von vielen auch Mr.
00:09:23: Euro genannt war vom Neunzig bis neunzehn-neunzig Chefvolkswort der Bundesbank bis in der selben Rolle Mitglied des Territoriums der EZB.
00:09:35: Er ist der Mann, der die damalige Strategie der ECB, die sogenannte Zwei-Säulen-Strategie definiert hat.
00:09:42: Die Zwei-, Säulenstrategie bedeutet eigentlich nichts anderes als dass die ECB eben auf zwei Dinge achten
00:09:47: muss.
00:09:48: Zum einen auf die Entwicklung der Realwirtschaft und zum anderen auf monitäre Aggregate also auf Geldmengen.
00:09:56: Er selber hat Niederhaus ein Hehl gemacht, was er von der späteren Lockerheit seiner Nachfolger in die ECB gehalten hat.
00:10:04: Istings damalige Diagnose war eindeutig Die ECB ist zu zögerlich Sie verlässt sich zu sehr auf Modelle, die eine Krise versagen und sie hat ihren Fokus erweitert.
00:10:15: statt sich auf die Geldfestabilität zu konzentrieren hat sie andere Themen mit auf die Ergänder genommen allen voran die Klimapolitik.
00:10:24: Das alles musste dazu führen dass das eigentliche Ziel die Sicherung der Geldverstabilität quasi, na ich will nicht sagen vergessen wurde aber zumindest nicht mehr so prominent auf dem Agenda-Stand.
00:10:39: Das gute unternehmerische Entscheidungen aus dem Bauch heraus
00:10:42: eher selten
00:10:43: sind, ist unbestritten.
00:10:44: Sie brauchen schon eine solide Grundlage – aktuelle Zahlen zum Beispiel und Transparenz über die Liquidität natürlich und einen klaren
00:10:52: Überblick darüber welche
00:10:53: Rechnungen offen sind was reinkommt und was hinausgeht.
00:10:57: Klingt selbstverständlich ist es aber in vielen Unternehmen nicht, denn die entscheidenden Informationen stecken häufig noch
00:11:03: immer
00:11:03: in Papierstapeln.
00:11:05: In E-Mail anhängen oder sind über verschiedene Systeme verteilt und genau dann wenn man sie braucht sind sie nicht
00:11:11: verfügbar.
00:11:12: aus Steuerung
00:11:13: wird dann schnell Schätzung und das Planung wird Bauchgefühl.
00:11:17: An diesem Punkt kommt LexWare Office ins Spiel.
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00:11:27: Damit haben Verantwortliche in Unternehmen die Finanzen jederzeit im Blick – offene Posten,
00:11:32: Zahlungsströme,
00:11:32: Buchhaltungen und Liquidität.
00:11:35: Das ist keine Nebensache.
00:11:36: es ist die Grundlage für bessere Unternehmensentscheidungen auf Basis von Zahlen nicht auf Basüs von Gefühl.
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00:11:56: Mehr Informationen gibt es wie immer in den Shownotes.
00:12:01: Bevor wir zu diesem Gespräch mit Ordner Ishing von damals kommen, leicht noch kurz ein Hinweis auf sein aktuelles Buch Anlässlich der Forschung seines Buchs.
00:12:10: quasi eine Autobiografie über seine wirkenden Notenbank, hat er das Buch einer Götter Universität vorgestellt und dort unter anderem mit dem ehemaligen Bundespräsident Jens Weidmann diskutiert.
00:12:22: Dort hat Ising dochmals sehr klar gemacht wofür es steht und was sie nicht gut findet an der EZB.
00:12:29: Politik – die FAZ fasst das so zusammen!
00:12:32: Issing ist zwar vorsichtig, seine Nachfolger in der EZB zu kritisieren aber manchmal macht er es doch.
00:12:38: Von der Idee dass die EZP sich auch um die Klimapolitik kümmern will hält er offenbar nicht besonders viel.
00:12:45: Je mehr die Notenbanken
00:12:46: den Bereich ihres Mandates überschreiten desto weniger werden sie eine Politik betreiben die für die Stabilität des Geldes erforderlich ist.
00:12:53: Die Kehrseite der Unabhängigkeit der Notenbank von demokratischer Kontrolle sei das sie sich auf ihre Sache beschränken müsse – die Preisstabilität.
00:13:01: Und was sagt er mit Blick auf Inflationsbekämpfung?
00:13:04: Besonders Heikel scheint die Frage zu sein, warum der EZB in den letzten Jahren lange nach Issings Ausscheiden die Inflation so entglitten ist.
00:13:12: Issing meint man soll jetzt nicht die Modelle wegwerfen.
00:13:16: das Aussuchen der Modelle ist eine schwierige Aufgabe
00:13:18: sagt er
00:13:19: und manche Dinge können Modelle nicht einfangen.
00:13:22: damit müssten Notenbanken
00:13:23: umgehen können.
00:13:24: Das ist nicht gelungen.
00:13:26: Die EZB sein nach der Finanzkrise nie wieder so ganz aus dem Krisenmodus herausgekommen.
00:13:31: Man soll sich nicht allein auf die Modelle verlassen, sondern alles immer hinterfragen und auch vielerlei Faktoren außerhalb der ökonomischen Modelle in den Blick
00:13:39: nehmen.".
00:13:40: Das muss man heute ganz klar sagen – die EZP ist heute weniger frei!
00:13:45: Sie ist weniger frei zu handeln einfach deshalb weil sie es selber auch in einer Situation manipuliert hat wo sie wenige Handlungsfähigkeiten besitzt.
00:13:53: Fassen wir zusammen wo die Probleme liegen?
00:13:56: Das zum einen das Vertrauensproblem.
00:13:58: Wie vorhin schon gesagt, die Zehn-Prozent-Inflation wäre nicht so schnell vergessen.
00:14:04: Des Weiteres ist die Modelle Die zwei Säulenstrategie, die Ising I implementierte, wurde in den drei Schrittweise abgeschwächt und schließlich in den einundzwanzig unter Christine Lagarde völlig aufgegeben.
00:14:18: Geldmengenaggregate spielen heute praktisch keine Rolle mehr in der Politik der EZB.
00:14:24: Ich persönlich halte es für ein Fehler, weil wir wissen dass über die langer Frist die Entwicklung der nominalen Geldmenge sehr eng mit der Entwicklung des nominalen BIP korreliert ist.
00:14:35: Die ECB fordert heute fast ausschließlich ökonometrischen Modellen und diese Modelle hatten in den Jahren im Jahr-Zwischen die Inflationspersistenz, die Nachhaltigkeit und das Ausmaß der Inflation deutlich unterschätzt.
00:14:50: Das dritte Problem der ECB – das ist das Thema man nennt ist natürlich, dass der Virusraum heterogen ist.
00:14:58: Stammhörer wissen es!
00:15:00: Statt einer Konvergenz erleben wir eine realwirtschaftliche Divergence in der Eurozone und das war es natürlich schwer für die Notenbank, die richtige Geldpolitik zu finden.
00:15:10: Für die einen ist es immer zu locker und für die anderen ist es auch immer zu straff.
00:15:15: Eine Zinserhöhung beispielsweise trifft die hochverschuldeten Staaten natürlich härter als die gering verschuldeten werden.
00:15:22: dazu auch vor einigen Wochen hier an Podcast.
00:15:25: Der nächste Punkt ist natürlich generell die Verschuldung.
00:15:28: Die ECB, wie auch die US-Notenbank fährt faktisch bereits in der Falle des eskalischen Dominanzes.
00:15:36: Die Staaten sagen am Ende wo's langgeht und da die Staateschulden weiter schneller wachsen als die Wittosleistungen wird das Problem eher größer werden als kleiner.
00:15:45: Hinzu kommen eben die bekannten Strukturprobleme, die wir vorhin haben bezüglich der EZB.
00:15:50: Die Frage natürlich wer haftet und wer hat das sagen?
00:15:55: Wie gesagt in dieser Woche feiert sich die EZP etwas selber in Sintra.
00:15:59: man wird diskutieren, man würde sagen welche Richtung geht es?
00:16:03: Das ist sehr sehr spannend!
00:16:05: Die Analysten von Allianz Global Investors haben am Dienstag ein Interesse hatten Kommentar verschickt wo sie gesagt haben was können wir erwarten?
00:16:13: und da stand unter anderem dieses drin.
00:16:16: In Cintra wird sich zeigen, ob der Konsens so fest ist wie er scheint.
00:16:20: Oder ob neue Stimmen – wie die des Franzosen Emmanuel
00:16:23: Moulin
00:16:24: oder des Portugiesen Alvaro Santos Pereira beginnen den horkischen Schwerpunkt in Frage zu stellen!
00:16:30: Der Auftritt des neuen Pferdchefs Kevin Walsh fügt eine weitere Dimension hinzu.
00:16:34: In seiner ersten Pressekonferenz legte Walsch mehr Gewicht auf die Inflation als auf die Beschäftigung und rückte damit rhetorisch näher an das Einzelmandat der EZB heran.
00:16:44: Ein Austausch mit einer horkischen EZB-Fraktion
00:16:46: könnte diese Tendenz verstärken.
00:16:48: Der Einfluss könnte aber auch beidseitig sein
00:16:50: – Warsh
00:16:51: Skepsis gegenüber unkonventionellen Geldpolitischen Maßnahmen, insbesondere gegenüber der umfangreichen Bilanz aus Weitung der Zentralbanken, könnte in Frankfurt auf Resilanz stoßen wo die EZP ihren künftigen Liquiditätsrahmen und ein etwaiges strukturelles Anleiheportfolio noch festlegen muss.
00:17:09: Das könnte die Falken in der EZB stärken, die sich für ein kleineres Portfolio mit kürzerer Laufzeit
00:17:14: aussprechen.
00:17:15: In diesem Sinne geht
00:17:16: es in Sintra vielleicht weniger um den jüngsten Energieschock als vielmehr um die künftige Architektur der Geldpolitik auf beiden Seiten des
00:17:23: Atlantiks.".
00:17:34: Ja, das Gespräch wurde im Mai twenty-zweiundzwanzig geführt und ist deshalb gewesen quasi vor dem starken Infektionsschub und gleichzeitig vor den Gegenmaßen an der EZB.
00:17:44: Es zeigt aber generell wie die EZb tickt, wie die ECB funktioniert was daran gut ist, was daran schlecht ist.
00:17:51: Und genau deshalb hören wir da jetzt rein!
00:17:55: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie.
00:17:58: dabei wird oft vergessen dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann.
00:18:03: also Wie schnell wird ein Trade ausgeführt, wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?
00:18:08: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct an.
00:18:11: Die App richtet sich an aktive und erfahrene
00:18:13: Trader, die bewusst
00:18:14: handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.
00:18:17: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.
00:18:23: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Spreads oder Slippage eine größere
00:18:28: Rolle als
00:18:29: viele denken.
00:18:30: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente
00:18:32: Ausführungen
00:18:33: professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.
00:18:39: Tradegate direct wurde bereits zweimal in Folge von Stiftung Barrentest als Kostensieger ausgezeichnet.
00:18:45: Dazu kommen lange Handelszeiten, von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading.
00:18:51: Marktübliche Spreads können natürlich anfallen.
00:18:54: Hinter der Trading App steht hier bei Lina TradeGator G ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.
00:19:00: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.
00:19:06: Den Link gibt's in den Show Notes Bevor wir zu meinem Gespräch wird.
00:19:15: ob man ist ihn kommen.
00:19:16: doch dieser Hinweis für Höhren und Hörer, die noch kein Abonnement des Handelsplatz besitzen.
00:19:22: Machen Sie doch Gebrauch vom Handelsblatt Sommer-Orphan sechs Wochen digitaler Zugang für nur eine Euro!
00:19:30: Mehr Informationen finden sie unter handelsplatt.com.
00:19:32: schriechstrichsommersechsundzwanzig – und wie immer auch in den Schoenot zu dieser Ausgabe.
00:19:37: Doch nun zum Gespräch mit Ottmar Essing aus dem Mai zwanzig zweiundzwantzig.
00:19:43: Otmar Essing, geboren in Würzburg, ist einer der wenigen, denen man den Titel Mister Euro mit Recht verleiht.
00:19:49: Er hat die Geldpolitik der Bundesbank als Chefsvolkswirt von aber also genau in den Jahren der Vorbereitung der Währungsunion gestaltet.
00:19:58: Anschließend war er von aber im Direktorium der Europäischen Zentralbank und ihr erster Chefekonom.
00:20:06: In dieser Funktion hatte die berühmte Zwei-Säulen-Strategie der EZB konzipiert, also jedes Konzept nachdem die Notenbank ihre Entscheidungen sowohl an ökonomischen Analysen als auch an monetären Aggregaten ausrichtet.
00:20:20: Heute ist er Präsident des Centers for Financial Studies in Frankfurt und einer der gefragtesten Kommentatoren zur Eurozonen Geldpolitik.
00:20:28: Er hat zahlreiche Bücher geschrieben zu letztes Jahr von der DMARG zum Euro – Erinnerungen des Chefökonomen.
00:20:37: Sehr geehrter Herr Prof.
00:20:38: Ising, ich freue mich außerordentlich, Sie heute meinem Podcast begrüßen zu dürfen.
00:20:43: Herr Dr.
00:20:43: Stelten?
00:20:44: Herr
00:20:44: Prof.,
00:20:45: Sie haben den Werdegang der EZB quasi von der Geburt an verfolgt.
00:20:49: Sie waren im Sachverständigenrat einer Bundesregierung.
00:20:51: Sie haben für die Bundesbank gearbeitet und waren dann vom Achtundneunzig bis Zwei-Tausendsechs im Rat der Ezb.
00:20:58: Wenn Sie heute zurückblicken auf die damalige Zeit, waren wir dort vielleicht etwas naiv ... anzunehmen, es wäre möglich auf europäischer Ebene so etwas wie die Bundesbank wieder zu schaffen?
00:21:12: Das ist eine komplexe Frage, die das ganze Interview eigentlich ausmachen könnte.
00:21:18: Ich will mich kurz fassen zunächst mit mir beginnen.
00:21:23: ich war immer der Meinung dass am Ende des europäischen Integrationsprozesses auch eine europäische Währung und politische europäische Regierung stehen sollte.
00:21:38: Ich war skeptisch gegenüber dem frühen Beginn und der großen Anzahl von Mitgliedern, von denen einige ganz eindeutig nicht auf die Teilnahme hinreichend vorbereitet waren.
00:21:52: Die Politik hat entschieden spätestens am ersten Januar neunundneunzig mit Erwährungsunion zu beginnen – und zwar mit den bekannten Elfländern!
00:22:04: Das war ein Faktum.
00:22:06: Als ich im Europäischen Parlament dreht und Antwort vor meiner Ernennung stehen musste, habe ich betont dass ich den Beginn der Währungsunion mit so vielen Ländern zu diesem Zeitpunkt für risikohaft halte das sich aber alles tun werde um dem Euro zum Erfolg zu verhält.
00:22:32: Naivität der Deutschen, nicht nur der Deutschen aber vor allem der Deutschen lag im Grunde auf der politischen Schiene.
00:22:41: Es war Helmut Kohl, der den Euro als Vorrangiges Politisches Projekt gesehen hat.
00:22:49: es war für ihn die Vollendung der politische Einheit.
00:22:53: Die Ökonomie hat ihn weniger interessiert.
00:22:55: davon hatte er auch nicht viel verstanden.
00:22:58: Er war der festen Meinung dass das politische Union und Währungsunion Hand in Hand gehen soll.
00:23:06: Und er hat in allen Verhandlungen darauf gedrängt, wie wir wissen ist er damit allein geblieben.
00:23:13: es war vor allem Frankreich dass in den neunziger Jahren nach der Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages jeden Schritt in Richtung Politische Union torbetiert hat.
00:23:24: Das heißt die Idee Politischer Union ist auf der Strecke gebliebt.
00:23:29: Man hat es im Grunde dann auch von deutscher Seite aufgegeben diesen Gedanken weiter zu verfolgen.
00:23:35: Und so ist denn die Währungsunion, die europäische Währungshunion am ersten Januar neunundneinzig als Währungen Union gestartet ohne jegliche weiteren Schritte in Richtung politischer Integration und dieses Problem hafter der Währlingsunion bis zum heutigen Tag nach.
00:23:53: Wenn man zurückblickt auf die damaligen Bedenkenträger, damals gab es welche, die gesagt haben der Euro wird eine Inflationswährung werden.
00:24:00: Der Euro wird instabil sein.
00:24:02: und wenn wir dann das würden ja heute die Verteidiger sagen, wenn man auf die ersten zwanzig Jahre zurückblick kann man doch sagen, Inflation war in den ersten Zwanzig Jahren nicht das Thema.
00:24:11: Und Ja es gab ne Turbulenz mit Griechenland aber da würde man ja Positiv drauf blicken würde ich nur noch sagen, naja eigentlich bei der Euro in den ersten zwanzig Jahren seines Bestehens eine sehr stabile Währung vielleicht sogar stabiler als die D-Mark.
00:24:25: Das ist richtig!
00:24:27: Ich bin mir natürlich noch in Errangerung sehr bewusst der ganzen Bedenken, die das Auto Projekt begleitet haben.
00:24:34: Die angelsächsische Presse, die financial times voran hat ein Disaster prophezeit nochmal ein Disasta also um die Anführung der Noten und der Münzen ging, all das ist nicht eingetreten.
00:24:49: Der Start des Euro ist unglaublich leicht verlaufen.
00:24:56: selbst ich habe das in dieser Form nicht erwartet.
00:24:59: Ich habe in den folgenden Jahren oft gesagt bin uns schon jemand lobt dann will ich dasselbe tun Und ich kann es auch begründen.
00:25:09: er stellt her wenn sie in die monetären Daten Ende Dezember, Anfang neunundundzig schauen.
00:25:18: Wenn sagen wir mal ein Ökonom vom Mars käme und sie legen ihm nur die Daten vor so wie sie objektiv erfasst und publiziert wurden und beauftragen ihnen irgendwelche Veränderungen zu finden etwa in den Inflationserwartung der langfristigen Zinsen usw.
00:25:38: Sie werden keine Spur finden.
00:25:41: Und das beim größten Regimexel wahrscheinlich aller Zeiten in der Währungsgeschichte, in dem elf genauer gesagt zehn Währungen untergegangen sind mit teilweise langer Tradition.
00:25:52: Bundesbank, DMAG, fünfzig Jahre andere Währung noch viel länger wurden aufgegeben.
00:25:58: Der Euro wurde eingeführt.
00:26:00: bei der großen Skepsis in Deutschland klingt es wie ein Wunder dass da nichts passiert ist und ich führe das auf zurück.
00:26:10: Das hätte man ja auch vergeigen können, sag ich mal.
00:26:14: Es ist gelungen sozusagen die Erwartung dass der Euro eine stabile Währung wird von der D-Mark auf den Euro zu übertragen und jetzt hin oder her in aller Unbescheidenheit hat es sicher auch mit mir zu tun.
00:26:28: nicht galt sozusagen als die persönliche Brücke von der Bundesbank zur EZB.
00:26:34: Und ich habe die Strategie vorgeschlagen, das war ja nicht die Übernahme des Geldmedizins der Bundesbank.
00:26:40: Sondern eine neue Strategie in der Stabilitätstradition der D-Mark wiederzufinden war.
00:26:49: Diese Strategie haben wir schon im Oktober, also zweieinhalb Monate vor der Einführung des Euro bekannt gegeben.
00:26:58: Das hat sehr zur Vertrauensbildung beigetragen.
00:27:00: Kurzum... In den ersten acht Jahren meiner Amtszeit, die ja vertragsgemäß dann im Jahr endete, war in der Tat die Inflationsrate sehr niedrig.
00:27:10: Allerdings sollte man auch in aller Klarheit diesen Erfolg insofern relativieren als das eine Zeit war, in der weltweite Inflation hier niedrig war.
00:27:22: Also die ECB hat sich jetzt und der Oro nicht dadurch ausgezeichnet, dass in Anführungszeichen wir besser waren als alle anderen.
00:27:29: Sondern alle andere waren auch gut.
00:27:31: Ja klar man muss manchmal ein bisschen Glück haben.
00:27:33: aber schauen wir mal.
00:27:34: also Euro wurde eingeführt und dann hatten wir ja in den ersten paar Jahren die interessante Entwicklung.
00:27:38: sie erinnern sich sicherlich auch noch das eigentlich Deutschland nicht so gut darstand.
00:27:42: also damals war ja hoher Arbeitslosigkeit da.
00:27:45: es kamen an die Hartz IV Reform.
00:27:47: Sabine Christiansen hat uns jeden Sonntag erzählt Wir müssten den Gut länger schnallen und gleichzeitig auch wurde uns damals, als wenn ich nie vergessen hatte wirklich mal gemacht.
00:27:56: Hat sie uns Spanien als Vorbild vorgehalten hat die Motto so in Spanier läuft das besser während der Gleichzeitig wir erlebt haben sich rückblick ein bisschen was besser dass damals in Spaniens eigentlich Geld zu billig war und es die im Blasen gab.
00:28:10: also ist das schon die erste Fehlentwicklung gewesen im Euro, dass es quasi für Deutschland damals zu hohe Zinsen waren und für die Spanier zu tiefe Zinse oder wir in den Zurückblicken würden Sie sagen?
00:28:21: Oder war das eigentlich nicht so ein Problem wo die EZBN mit Schuld dran hat.
00:28:27: In Ihrer Frage, die im Grunde eine Doppelte ist, spiegelt sie in der Tat die Problematik einer einheitlichen Geldpolitik.
00:28:36: One size has to fit all!
00:28:39: Und diese elf Länder waren eben sehr heterogen.
00:28:44: Es ist bemerkenswert und wird immer wieder vergessen, dass Deutschland mit einer überbewerteten Währung in die Währungsunion ging.
00:28:53: Das ganze Geräte von den Vorteilen Deutschlands vom Beginn an deckt sich nicht mit den Fakten.
00:29:00: Deutschland liegt unter hoher Arbeitslosigkeit, massive Arbeitslosigkeiten und ein ganz schwachem Wachstum.
00:29:10: Und das lag nicht zuletzt daran, dass der einheitliche Zins für Deutschland in dieser Konstellation zu hoch war.
00:29:18: Für Länder wie Spanien waren viel zu niedrig.
00:29:22: Spanian und Italien kamen aus einer Tradition halb ironisch.
00:29:28: Die haben langfristige niedrige Real-Zinzen gesehen bis seit Philipps II.
00:29:36: nicht mehr.
00:29:38: Und das hat so einen großen Boom geführt im Bausektor, den man nicht mit heimischen Mitteln bekämpft hat.
00:29:45: Deutschland – und das wird immer wieder vergessen – hat sich durch diese Jahre schwieriger Zeiten mit extremer Disziplin vor allem in der Lohnpolitik aus dieser Unterbewertung herausgearbeitet.
00:29:59: Die Lohnstückkosten sind in Deutschland gesunken bzw.
00:30:02: gleich geblieben woanders sind sie gestiegen.
00:30:04: Das hat dazu geführt dass die Deutschen eben nach sechs, sieben Jahren wieder voll wegbewerbsfähig war.
00:30:12: Es würde natürlich Kritiker sagen also in dem mal Herrn Flasbek den kennen Sie sicherlich auch Herr Flasbeck sagt ja immer wir.
00:30:22: Er sagt immer, die Deutschen hätten im Prinzip eine anti-europäische Politikbetrieb mit ihrer Lohnzurückhaltung und wären damit eigentlich schuld an der nachfolgenden Eurokrise gewesen.
00:30:32: Sie sagen jetzt ja, das war anders.
00:30:34: Die Deutschen sind überbewertet reingestiegen in den Euro als im Prinzip der Umwechselkurs.
00:30:39: Der Demarkt in Euro war zu hoch nochmal.
00:30:41: Einfach ausgedrückt.
00:30:42: Man muss im Prinzip dann, wie man so schon sagt, intern abwerten um über Webwärtsfähig zu werden.
00:30:47: also das ist jetzt zwei Seiten der Medaille.
00:30:49: oder wo würden Sie sagen hat er Flasberg den Denkfehler?
00:30:54: Ich würde nicht sagen Denkfehlern.
00:30:56: meine Position ist die folgende ein Land mit fünf Millionen registrierten Arbeitslosen im Grunde noch höherer Arbeitslosigkeit ist ganz zwangsläufig auf dem Fahrt sozusagen der Lohn Zurückhaltung um die Beschäftigung zurück zu gewinnen.
00:31:12: Bevor man von Verteilungen alles Mögliche denkt, gilt es zunächst die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.
00:31:17: So dass für Deutschland das eine ganz klare Politik war und für Länder wie Spanien, die ihre Lohnstückkosten nach oben getrieben haben mit sehr hohen Lohnsteigerungen weit über die Produktivität hinaus wäre es angemessen gewesen den Lohn auftrieb zu dämpfen.
00:31:36: Das ist dann auseinander gelaufen.
00:31:38: Das sehe ich so wie Herr Flasbeck, das auseinander gelaufen.
00:31:42: Aber noch einmal Deutschland hatte keine andere Wahl.
00:31:48: Spanien hatte eine andere Wahl auch Italien von Griechenland gar nicht zu reden.
00:31:53: Das sind nach dem Beitritt ein Jahr später.
00:31:56: die Löhne im öffentlichen Dienst haben sich fast verdoppelt.
00:31:58: in kurzer Zeit also da sind viele Entwicklungen für die man Deutschland nicht verantwortlich machen kann.
00:32:04: Das heißt im Prinzip in den ersten paar Jahren der Währungsunion hatten wir genau das Gegenteil von dem was erwartet wurde, von Ökonomen.
00:32:10: Es war ja die Hoffnung da dass der Euro zu einer Konvergenz der Wirtschaften führen würde.
00:32:17: und was wir erlebt haben ist eigentlich eine Divergence.
00:32:19: ich habe glaube bei der jetzige amtierende niederländische Notenbankpräsident hat mal gesagt Wir haben im Prinzip eine Situation wo die starken stärker geworden sind und die schwachen schwächer.
00:32:29: würden Sie das jetzt auch so sehen wenn sie zurückblickend zumindest in den ersten paar Jahren wo sie damit dabei waren?
00:32:34: War da auch schon diese Divergänz sichtbar oder nicht?
00:32:36: in diesem Maße?
00:32:37: Ja, ganz starke Konvergenz in dem die Südländer, schwache Länder mit hohen Wachstumsraten aufgeholt haben.
00:32:46: Also Sie sagen im Prinzip es gab am Anfang eine Konvergänz?
00:32:48: Sagen sie, am Anfang gab's ne Konverganz, die Süddländer haben profitiert.
00:32:51: Ja das waren deutliche Konvergonzen und dieser Prozess hat dann aufgehört und sich fast wieder umgekehrt.
00:32:59: Und jetzt kommen wir zur Ursache, warum hat's dann aufgehört?
00:33:01: Die ersten paar Jahre sagen wir okay die Deutschen mussten abwerten.
00:33:03: Die anderen hätten gegensteuern sollen.
00:33:05: haben sie nicht getan gegen diesen Boom der vom billigen Geld befördert wurde?
00:33:09: und dann kam er zur Euro-Krise Eigentlich eine Schuldenkrise des Privatsektors.
00:33:16: Für uns in der deutschen Politik hieß es immer ja die Schuldenländer, aber eigentlich meine Spanien war ja ein klassisches Beispiel.
00:33:22: War ja ein Privatschuldenproblem.
00:33:24: Griechenland war ein Staatsschulden-Problem, aber ich glaube Spanier ist ein deutscher Portugaler, war ein Privadschuldensproblem.
00:33:30: War das dann der Wendepunkt beziehungsweise haben wir damals richtig reagiert darauf?
00:33:34: Haben wir das richtig verstanden oder hätten wir damals anders regieren sollen?
00:33:38: heute wären wir in aller Lage.
00:33:39: da kommen wir noch gleich drauf wo wir heute sind.
00:33:42: Also nehmen wir den Fall Spanien, den Sie in der Mittelpunkt stellen.
00:33:46: In Spanier hat man es versäumt die Übertreibung im Mobiliensektor zu kontrollieren mit Regulierungen.
00:33:54: Die Zinspolitik stand ja nicht zur Verfügung.
00:33:56: Da galt ein eigentlicher Notbankzins bestimmt in der EZB.
00:34:01: aber die Probleme im Mobilionsektor in Spanian Die waren sehr bald sichtbar über Bewertungen.
00:34:10: Ich weiß von Freunden, die sich eine zweite dritte Wohnung gekauft haben einfach an diesem Bum teilzunehmen und in meinen Gesprächen mit spanischen Kollegen, die haben wir oft entgegen gehalten.
00:34:22: Wir haben eine Volkszählung festgestellt, das sind eine Million Spanier mehr als wir das gedacht haben.
00:34:27: starke Einwanderung aus Afrika.
00:34:32: Das war schon richtig.
00:34:33: aber Noch mal der Immobilienboom war absehbar.
00:34:38: Damit war auch klar, dass dieses Gebäude irgendwann zusammenbricht.
00:34:42: und dann ist aus dem Privatschuldenproblem ein öffentliches Schuldenproblem geworden weil der Staat eben eingegangen musste und Banken durch hohen Mitteleinsatz retten mussten.
00:34:55: aber schon richtig es war zunächst ein Privatsschulden Problem öffentlichen Institutionen große Verantwortung trugen.
00:35:06: Und es war richtig, dass der Staat damals eingestiegen ist.
00:35:08: oder es war auch richtig das damals die Staaten rettet haben um einer vertiefenden Krise zu verhindern?
00:35:13: Oder würden sie sagen nein wir hätten damals die Krise zulassen sollen?
00:35:17: Ich mag das Wort nicht da aber das ist ein Fall von Tina.
00:35:20: Da gab's keine
00:35:22: vernünftige
00:35:23: Alternative.
00:35:25: Und Griechenlassen gegen mein Krieg... Nachdem schon
00:35:26: mal passiert war ja nachdem schonmal passiert.
00:35:29: Sie sagen im Prinzip, das Kind war ein Brunnen gefallen.
00:35:31: Da muss man was tun und Griechenland, ich meine es immer wieder betont die am Anfang mit dabei waren.
00:35:35: Die Griechien kamen später mit dazu.
00:35:37: Ist Griechinland eigentlich ein vergleichbarer Fall?
00:35:39: Oder war Griechanland einfach nur ein Fall wo man sagt naja Das war jemand der unsere Staatsfinanzen hat.
00:35:45: Das wusste man vorher.
00:35:46: Es muss man hinterher hätte nie aufnehmen sollen Und es war eigentlich gar nicht der typische fall für die Eurokrise.
00:35:53: Also Griechnland war in ganz anderer Fall als Spanien weil wie schon erwähnt habe dort von Anfang an eine Schuldengräße der öffentliche Hand war.
00:36:03: Und ich kann nur noch mal betonen, Triché hat es immer wieder erwähnt.
00:36:07: Ich habe die Zahlen im Kopf aber die Gehälter im öffentlichen Dienst sind dramatisch gestiegen.
00:36:14: Damals sind alle junge Leute nicht in die Privatwirtschaft gegangen sondern in den öffentlichen Sektor.
00:36:19: hohe Pensionsversprechungen riesige Lohnsteigerungen, ich glaube fast Verdoppelung innerhalb von einer relativ kurzen Periode finanziert durch Kreditaufnahme.
00:36:31: Und sie wissen ja als damals die neue Regierung Papandrejo die weit gewonnen hatte und die Bücher aufgemacht hat und dann hat man festgestellt erstaunlicherweise dass das Defizit für das genannte Jahr nicht wie vorher geschätzt dreieinhalb Prozent war sondern später noch nach oben revidiert, fast fünfzehn Prozent.
00:36:53: Das heißt also man hat von einer Illusion geliebt und hatte auch die Statistiken kräftig manipuliert.
00:37:03: So dann hat man gesagt wir ändern mal ganz kurz im Maastrichter Vertrag und setzen drüber hinweg und wir retten Griechenland.
00:37:09: ich meine es war damals ja das Thema Beelout.
00:37:11: nach der Nordrhein-Westfalenwahl war plötzlich, er hat Frau Merkel zugestimmt.
00:37:17: Wir wissen, dass es dann Schulenschnitt gab ein bisschen.
00:37:19: Aber überwiegend war es ja letztlich die Hilfe der anderen Euro-Länder für Griechenland.
00:37:24: War das aus Ihrer Sicht richtig oder hätte man damals Griechienland pleite gehen lassen sollen?
00:37:30: Also muss korrigieren!
00:37:31: Der Vertrag wurde nicht geändert.
00:37:33: Er wurde gebrochen.
00:37:34: Ja
00:37:34: er wurde gebraucht.
00:37:35: Richtig ich habe das jetzt.
00:37:36: Es wurde einfach so getan und es gäbe sich nicht genau.
00:37:40: Vielleicht wäre vieles besser gewesen wenn hätte vernünftig den Vertrag geändert aber lassen wir das.
00:37:45: wurde gebrochen und ich war lange der Meinung Griechenland könnte man auf einen vernünftigen Kurs bringen.
00:37:55: Ich war am Schluss der Überzeugung, ich habe damals auch viele Gespräche mit dem damaligen Bundesfinanzminister Schäuble geführt Und ich war sehr früh in der Meinung es wäre besser Griecheland nicht rauswerfen.
00:38:10: das geht ja nicht.
00:38:10: ein Land muss reiblich ausscheiden wobei das rechtlich sehr kompliziert war Denn der Fall war ja gar nicht vorgesehen.
00:38:17: Die Währungsunion ist gegründet auf Ewigkeit, Austritt aus den EU.
00:38:24: Aus der EU ist vertraglich möglich wie das dann mit der Währungshunion ist.
00:38:30: Das ist rechtlich höchst umstritten.
00:38:32: aber einigen wir uns darauf Juristen sind dann immer einen Weg um das rechtlich möglich zu machen.
00:38:39: also ich wollte es nur erwähnen weil es zwar sozusagen handwerklich nicht so einfach zu machen Aber ich habe dafür plädiert und Schäuble hat sich viele Diskussion geführt.
00:38:53: Schäuber war am Schluss auch der Meinung, es waren alle Länder bis auf Frankreich der Meinung.
00:39:01: Griechenland sollte besser ausschalten seine Wirtschaft in Ordnung bringen.
00:39:07: wir helfen Griecheland natürlich wenn es rausnässt.
00:39:10: Griechnland hat dann die Chance sich durch gute Politik richtig zu qualifizieren.
00:39:15: Sie waren hier in Wirklichkeit für den Beitrag nicht qualifiziert.
00:39:18: Sozusagen das nachzuholen, aber wohlgemerkt mit finanzieller Unterstützung aller EU-Staaten.
00:39:25: Das wäre insofern auch sehr viel besser gewesen.
00:39:28: dann wäre nämlich das Geld hoffentlich bei denen angekommen die es gebraucht hätten und nicht bei den Banken auch Deutschen und Französischen die man damit gerettet hat.
00:39:39: Genau, ich meine der größte Teil der Geltel erflossen in der Tat nach Frankreich zurück.
00:39:42: Ich habe eine Statistik gesehen, wonach die Gesamtforderungen in Frankreich hinterher gegenüber Griechenland geringer waren.
00:39:47: also mehr staatliche Forderung bei weniger private Forderungen werden gegen die Forderungsbeispiele deutlich gestiegen sind.
00:39:53: In Frankreich war dagegen.
00:39:56: Warum?
00:39:56: Weil sie Angst hatten dass dann sofort die nächsten Länder auf der Liste stehen.
00:40:00: Wenn Frankreich das Einzelste dagegen waren hätte man ja sagen, dann gab es eine Begründung dafür.
00:40:04: oder war's einfach nur wir wollen es nicht
00:40:08: Nur nein, es gab gute Gründe dafür.
00:40:10: Das Argument folgen andere gleich nach und dann zerbröselt.
00:40:14: das Ganze habe ich nie für Überzeugung gefunden denn wenn ein Land ausgeschieden wäre, denkt man mal parallel an den Brexit ein einfacherer Fall im Grund all die Probleme die damit verbunden sind, die hätten nicht als Anreiz gewirkt dem Beispiel Griechenlands möglichst schnell zu folgen.
00:40:32: ganz im Gegenteil es hätte abstrecken gewirken.
00:40:35: Das ist das eine.
00:40:36: Am Falle Frankreichs war es ganz einfach, dass Interesse der französischen Banken die sozusagen die Regierung bedrängt haben.
00:40:44: oder vielleicht musste die Regierung gar nicht bedrinkt werden – das weiß ich nicht!
00:40:47: Jedenfalls hat er als Argument ausgereicht.
00:40:50: Frau Merkel hat dann eben nicht den Rat Schäubes angenommen sondern sie wollte eben im Interesse deutsch-französischer Freundschaft hier diese besonderen Beziehungen nicht unter Stress stellen.
00:41:06: Gut, der Stress gab es trotzdem weiterhin noch.
00:41:08: die Aurozone war trotz dieser Griechenland Anfangstrichen löse und auch nicht gerettet.
00:41:12: weil immer noch immer die Frage wie geht's weiter?
00:41:15: Die Spreads gingen hoch bis zu den berühmten Worten von Herrn Draghi whatever it takes und dann sagt man ja immer er hätte damit eigentlich den Euro gerettelt.
00:41:25: andere sagen naja gut das ist normal für Notenbanken einzustehen den eigenen Staat, zumindest wenn man ein Staat hätte.
00:41:31: Wir haben von einem Eingang gesagt wir haben die Union noch gar nicht.
00:41:34: also in den USA ist glaube ich klar die US-Notenbank wird immer für den Staat einstehen.
00:41:38: Ist das so?
00:41:39: Würden Sie auch sagen ja wohl die ECB hat damals durch diese Aktion letztlich den Euro gerettet.
00:41:44: oder hat er eben nur Zeit gekauft?
00:41:48: Das ist eine Frage die jetzt nicht schlicht mit Ja und Nein zu beantworten ist.
00:41:55: Die Situation war Nicht so dramatisch, wie es angesichts dieser Ankündigung von Drages schien.
00:42:03: Er hat auf der einen Seite mit Kommunikation die Stabilisierung erreicht.
00:42:09: Wir haben ein kleines Buch über Kommunikations an Unbanken geschrieben.
00:42:13: wenn sie die Grafik anschauen sozusagen Minuten nach der Ankündigung drag ist sind die Sprezz gegenüber Griechenland, Italien usw.
00:42:25: auf den vorherigen Stand fast null zurückgegangen.
00:42:28: Das waren hier Ankündigungen und bis heute ist dieses OMT ja gar nicht aktiviert worden.
00:42:33: Es ist bis heute eine Ankündigung und viele Kommentatoren, nicht zuletzt Politiker begnügen sich damit.
00:42:42: Schauen Sie mal hin was da erreicht wurde.
00:42:44: So einfach geht das!
00:42:45: Trag ist der große Retter der Währungsunion.
00:42:48: Das ist die eine Seite der Geschichte.
00:42:51: Die andere Seite ist weniger erfreulich, ich finde höchst problematisch, nämlich die, dass damit eine Art Garantie der EZB im Raum steht und das sie den Zusammenhalts der Währungsunion in der jetzigen Form garantiert.
00:43:08: Und das ist für mich eine klare Verletzung des Prinzipes, des Verbots der monetären Finanzierung, denn Sie haben vorhin von der Staatrettung gesprochen.
00:43:17: Es wird ja oft die USA und die Währungsunion verglichen.
00:43:22: Und dann werden die Bonds der USA und einzelne Euro-Staaten miteinander verglichene, aber dieser Vergleich ist völlig falsch!
00:43:33: Denn es handelt sich ja im Falle der USA um Schulden des Gesamtstaates.
00:43:39: Die Einzelstaaten dürfen sich gar nicht verschulden.
00:43:43: Das hat eine lange Geschichte gegeben... Zurück bis ins Jahrhundert hat eine lange Geschichte.
00:43:49: In Europa sind es Einzelstaaten und das sind zwei ganz verschiedene Dinge, und es kann ja nicht angehen dass die Notenbank sozusagen der Retter of Last Resort für einzelne Staaten wird.
00:44:02: Das würde bedeuten jeder Staat kann sozusagen darauf los Kredit aufnehmen.
00:44:09: Die Konsequenzen sind nicht schlimm, weil unter dem Dach des Euro die Zinsen nicht so stark steigen werden und wenn was passiert greift die ECB ein.
00:44:17: Das dämpft ohnehin den Zinsanstieg.
00:44:20: aber in dieser Situation das ist die Kehrseite des whatever it takes.
00:44:27: Ja, ich hatte ja Barry Eichengren zu Gast vor ein paar Wochen an meinem Podcast.
00:44:30: Und da haben wir auch über Sprachen darüber das eben hemmeltünische Moment, in dem Maße nicht gilt weil er eben im USA und in der Tat die Bundesstaaten sich nicht verschulden dürfen.
00:44:38: Die US-Fed würde sich den Sieglicht nicht helfen oder auch waschigen würden denen nicht helfen.
00:44:43: Nun haben sie gerade gesagt OMT wurde nicht genutzt?
00:44:46: Aber die ECB hat für die letzten Jahren schon die Bilanzumme massiv aufgebläht.
00:44:52: Sie hat ihrem großen Umfang Wehrpapiere gekauft für hunderte von Milliarden.
00:44:56: Ich glaube wo wir sprechen, haben wir ungefähr vierzig Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
00:44:59: Hat die ECB schon als Bilanzsumme?
00:45:01: Vielleicht kann man auch mal nachschauen.
00:45:03: Das heißt die ECb war sehr sehr aggressiv eigentlich und das hat doch dazu führen geführt dass der Spread von Italien und von Griechenland und von Spanien in Portugal geringer ist als hätte die EC b nicht agiert oder?
00:45:15: Ist nicht genau so!
00:45:17: Und wenn man diese Ankäufe der EC B mit OMT vergleicht Da muss man sehen, dass diese Ankäufe passierten und den entsprechenden Hofverschuldenstand geholfen haben ohne Aufladung.
00:45:32: OMT sieht ja vor, dass die EZB eingreift aber das nur geschehen kann wenn sich der betreffende Staat dem geholpen wird zu entsprechender Reformmaßnahmen verpflichtend.
00:45:46: im jetzigen Geschehen ist eine solche Verpflichtung nicht Bestandteil der Politik der ECB geriesen.
00:45:56: Und darüber hinaus haben wir auch festgestellt, hat sie Nebenwirkungen.
00:45:59: Ich meine es hat die Nebenwürbung dass das Geld sehr billig ist, dass wir keine Zinsen mehr haben.
00:46:03: auf der anderen Seite hat sie auch die Nebenwirkung dass wir eigentlich damit auch eine Finanzierung von Kapitalflucht haben.
00:46:09: Zumindest, als ich mit Herrn Sinn gesprochen habe war das die Diskussionsthemen ja gut.
00:46:12: Wir haben im Prinzip eine EZB, die letztlich den Menschen in Italien, Griechenland und Spanien-Portugal eigentlich die Kapitalflucht erleichtert.
00:46:20: also im Prinzip, dass sie Geld aus ihren Ländern überweisen nach Deutschland um sich dort Immobilien oder anderes zu kaufen und das Ganze spiegelt sich hinterher im Tagezahlter der Bundesbank.
00:46:29: Würden Sie das auch so sehen?
00:46:30: Ist das ein Problem?
00:46:31: Und warum hat man das bei der Konstitution, der Eurozone des Euros, nicht vorhersehen können?
00:46:38: Muss ich mich natürlich auch fragen.
00:46:40: Ich war damals dabei und zwar nicht für Zahlungssysteme zuständig.
00:46:45: Wir haben so viel zu tun gehabt mit der Strategie und allem.
00:46:48: Ich habe das für ein technisches Problem gesehen und Techniker dieses Darken System aufgezogen haben.
00:46:55: Die haben überzeugend dargelegt dass es ein perfekt wirkendes Zahlungsystem ist Und dahinter stand aber die Erwartung, jedenfalls nicht die Möglichkeit, dass es zu der Art riesigen Salten kommen würde.
00:47:09: Daran hat ich denke niemand gedacht.
00:47:14: Und würden Sie auch sagen ja wohl das ist im Prinzip eine Forderung Deutschlands gegenüber der Eurozone?
00:47:19: Unser Volksvermögen und dieses Volksver mögen verzinst sich gerade mit nichts und wir können sie noch nicht zurückfordern weil wer keine Möglichkeit haben die anderen zu zwingen ist so zurückzuzahlen.
00:47:30: Es gibt ja eine große Diskussion von Professor Sinn und Herrn Helwig, Streitigkeiten die bis ins Persönliche reichen was überflüssig ist.
00:47:43: Aber es sind verschiedene Auffassungen.
00:47:46: ich bin da auf der Seite der Argumente von Herrn Sinn.
00:47:50: Für mich ist ganz einfach die Rechnung.
00:47:52: Die Aktiver der Bundesbank zählen zum Volksvermögen Deutschlands.
00:47:57: das ist ganz unstreitig.
00:47:59: Damit stehen die aktiver, soweit sie positive Target-Forderungen sind.
00:48:05: So lange die Währungsunion besteht ist das ein mäßiges Zinsproblem jedenfalls beim netzigen Niveau aber kein ernsthaftes Problem.
00:48:17: Aber es erschwert und macht einen Ausscheiden aus der Währungsunion nicht unmöglich kommt darauf an wer ausscheidet.
00:48:28: Aber das zu bereinigen ist ein Riesenproblem, dass man nicht unterschätzen sollte.
00:48:36: Auf der anderen Seite brauchen wir das Tage-System für einen reibungslosen Zahlungsverkehr innerhalb der Währungsunion.
00:48:44: Klar, aber ich meine in England in den USA gibt es dann Ausgleichen.
00:48:46: Da mussten ja früher mit Gold ausgleiche die einzelnen Teilnoten banken.
00:48:51: Aber fein, wir fassen mal ganz kurz zusammen.
00:48:53: Wir haben also gesehen der Euro war gestartet mit der Vision eine politische Union zu befördern die dann sehr schnell klar wurde, dass sie nicht kommt weil Frankreich eben damals auch gegen die Verfassung gestimmt hat.
00:49:03: ich erinnere mich.
00:49:04: Dann haben wir gesehen wir hatten am Anfang schwierige Zeiten bei Deutschland und wir hatten einen Boom in den einigen Ländern.
00:49:08: Sie hätten gegen den Boom steuern können, haben sie nicht gemacht.
00:49:11: Wir hatten hier Eurokrise zum einen Privatschuldenkrise in Spanien und denen anderen Länder eine Staatsschuldenkrise in Griechenland.
00:49:17: Wir haben letztlich den maßlicher Vertrag gebrochen, in dem wir B-Laut vorgenommen haben und eine EZB eingestiegen ist.
00:49:23: Eine unkonventionelle Sicherung der Staatsfinanz des Zinsniveaus.
00:49:28: Das sind jetzt wo wir heute sind.
00:49:30: Und ich glaube Sie hätten sich auch nicht vorstellen können in den neunzigeren Jahren bei der Bundesbank dass wir mal einen Umfeld mit über sieben Prozent Inflationsrate und im Zinssatz von Null haben.
00:49:40: Auf der anderen Seite haben Sie vorhin auch schon gesagt, na ja als sie tiefe Inflationsraten hatten da war das natürlich schon die Leistung der EZB.
00:49:47: Als sie noch dabei waren damals.
00:49:48: aber es war natürlich ein bisschen das Umfeld allgemein weil Inflationratenteef.
00:49:53: und jetzt haben wir doch diese Situation.
00:49:54: Inflitionsraten sind hoch und die Kritiker der ECB würden sagen die ECB müssen dringend Zinsen anheben.
00:50:01: Die Verteidiger würden sagen völlig falsch Weil die EZB kann keine Öl fördern und keinen Kupfer produzieren, und keine Lieferketten reparieren.
00:50:12: Ich meine wenn Sie heute eben der EZP wieder säßen und würden sagen was macht für eine Geldpolitik?
00:50:18: Was wäre denn Ihre Geldpolitik in der heutigen Zeit?
00:50:22: Also zu wenigstens mal.
00:50:22: das ist meine perfekte Zusammenfassung.
00:50:25: ich habe natürlich zugehört um mich überstehen zu lassen dass sich nicht klingt aber es war perfekt.
00:50:30: also Das ist das eine, aber jetzt geht es um die Gegenwart und Zukunft.
00:50:36: Ich
00:50:36: finde es sehr bedenklich, dass die ECB lange Zeit die Inflationsgefahr zunächst überhaupt bestritten hat.
00:50:47: noch gegen Ende letzten Jahres.
00:50:50: Ich glaube sogar nach Anfang dieses Jahres gab es führende Stimmen aus der ECB, die gesagt haben Wir werden schon bald wieder mit dem Problem einer zu niedrigen Inflationsrate konfrontiert sein.
00:51:03: Frau Schnabel war dann die erste, die da sozusagen mal einige Vorsichtszeichen gesetzt hat.
00:51:10: aber das war die dominante Vorstellung der EZB.
00:51:14: Da fragt man sich natürlich wie kommt eine Notenbank inmitten einer rasant steigenden Inflation rate auf solche Vorstellungen?
00:51:23: und dafür gibt es eine einfache bedenkliche Erklärung.
00:51:27: Die ICB scheint es klarfisch an ihre Projektion zu glauben.
00:51:33: Ich habe damals darauf bestanden, ich habe das ja alles eingeführt, dass wir nicht von Vokals sprechen sondern vom Projektionen weil es ja bedingte auf der Annahme von bestimmten Voraussetzungen Projektions sind.
00:51:47: also aber lassen wir das bei Seite nur als Nebenbemerkung.
00:51:52: Und diese Projekzionen haben eben in langer Zeit genau das signalisiert.
00:51:56: Wenn man zwei Jahre vorausschaut, das ist ja etwa der Zeitraum bei dem die Projektion enden.
00:52:03: Da mal an der Tag zu sehen dann ist die Inflationsrate immer wieder bei zwei oder sogar knapp drunter.
00:52:09: Das ist für mich eine völlig Missinterpretation der Entwicklung.
00:52:14: Wenn ich einen Moment Zeit habe will ich erklären warum.
00:52:18: Das ist jetzt nicht einfach ein Versagen einer Vorhersage, weil die Ölpreise schneller steigen als angenommen.
00:52:26: So was kann immer passieren ja?
00:52:28: Alle Projektionen sind mit diesem Problem konfrontiert.
00:52:32: man macht bestimmte Annahmen über den Wechselkurs oder den Ölprice um in der er sich ganz anders verhält als an genommen.
00:52:39: dann liegt die Projektion eben daneben.
00:52:44: Dagegen ist sozusagen kein Gott gewachsen, man kann nur alternative Stenarien diskutieren um die Unsicherheitsmarschen zu bestimmen.
00:52:51: Aber was hier vorliegt ist etwas ganz anderes.
00:52:55: Die Projektion beruhen ja auf makroökonomische Modellen.
00:53:00: Diese Modelle sind so konstruiert dass ihre Parameter abgeleitet sind aus Werten der Vergangenheit.
00:53:09: Wie hat sich die Konjunktur in der Vergangenheit verhalten?
00:53:12: Und darauf bauen die Modelle und die Vorhersagen auf.
00:53:17: Der große Fehler der Interpretation, da steht die ECB weiß Gott nicht alleine, liegt darin, dass man den pandemiebedingten Einbruch für einen Konjunctureinbruch gesehen hat.
00:53:31: Der pandemiebedingte Einbrug ist was ganz anderes.
00:53:36: Das sehen Sie schon daran.
00:53:38: dass beim Deutschland die Sparquote, die schon immer hoch ist, sich binnenkürzen mehr als verdoppelt hat.
00:53:46: Die Leute konnten nicht reisen und konnten nicht ins Restaurant gehen, ins Kino, ins Theater... Das war ein besonderer Form des erzwungenen Sparans.
00:53:55: Es waren auch völlig klar, sobald die Leute wieder reißen können.
00:53:59: vor einem Jahr als über Ostern die Flüge wieder aufgemacht haben, waren binnen glaube ich von Stunden alle Flügel nach Mallorca ausgebucht.
00:54:07: Ich will es bei dem Beispiel belassen.
00:54:09: Aber das ist ein Indiz, nicht ein Beweis dafür dass dieser Pandemie bedingt der Wirtschaftseinbruch was ganz anderes ist als ein Konjunktureinbruch.
00:54:22: und wenn es Studien gibt vor allem für die USA Die Erholung aus den pandemiebedingten Einbruchs mit früheren Konjunkteurzüklern vergleichen und sagen diese Erholungen war sehr viel schneller eher freilich Also kein Konjunktureinbruch war.
00:54:39: Das klingt jetzt, wenn ich das sage in schlichten Worten, das liegt zur Bernal.
00:54:44: aber es ist ein fundamentales Problem denn wenn sie die Entwicklung falsch einschätzen ja in dieser Form aufgrund einer Projektion diese Entwicklungen gar nicht abbilden kann.
00:54:56: dann leitet eine solche Projekte die man der Politik zugrunde legt zu einer falschen politik.
00:55:05: Es kommen doch mehrere Fakten hinzu.
00:55:07: Es kommt hin zu, dass auch die Lohnentwicklung bei einem Konjunkturaufschwung – das kommt ja normalerweise aus hoher Arbeitslosigkeit heraus und dann geschieht auf makroökonomischer Ebene ein allmählicher Lohnanstieg.
00:55:24: In diesem pandemiebedingten Wirtschaftseinspruch erleben wir was ganz anders.
00:55:28: Da fehlen plöpt sich in Großbritannien den fünftigtausend Lastwagenfahrer.
00:55:33: Da fehlt im Gesundheitssektor oder mehr Hälfte in der Pflege.
00:55:40: Das heißt, wir haben Sektoren, in denen es ganz schnell Lohnsteigerungen gibt geben muss und wir haben in Deutschland noch die Erhöhung des Mindestlohns.
00:55:48: Da sind alles Entwicklungen, die nichts mit Konjunkturentwicklung zu tun haben.
00:55:53: D. h., also die Beruhigung der EZB ... Wir sehen keine Lohndynamik, die kann ich beruhigen, denn das sind ganz andere Entwicklungen ,die sich aber ausbreiten werden.
00:56:03: Und ein Letztes Ein Letztes, wir leben ja in einer Zeit global riesigen Umbruchs.
00:56:14: Sie kennen sicher das Buch von Guthardt und Pradahn.
00:56:18: Die waren auch mal bei mir zu Gast übrigens im Podcast.
00:56:20: Ja dann brauche ich das
00:56:21: nicht
00:56:22: wiederholen?
00:56:23: Doch doch bitte ist es ein great demographic reversal.
00:56:25: aber sie sollen sich noch
00:56:25: einmal... Der Kern ist ganz einfach!
00:56:28: Während über lange Zeit die demografische Entwicklung dazu geführt hat, dass rund eine Milliarde Menschen sozusagen in die Weltwirtschaft integriert wurden.
00:56:37: Das hat zu Lohndämpfung, zu niedrigen Preisen geführt, zu eher deflationären Tendenzen von aus.
00:56:44: Das kehrt sich um nicht zuletzt wegen der Ein-Kind-Politik-Klinas.
00:56:49: Es gehe nicht von heute auf morgen aber das wird spürbar sein.
00:56:52: Gesellschaftswerten älter?
00:56:54: In meinem Umfeld ich bin alter Mann!
00:56:57: begegnen an einem viele Schicksale von den Menschen in Person.
00:57:00: Das ist ein Phänomen, das sich mit dem Alter ausbreitet und da sind riesige Gesundheitskosten die hier entstehen.
00:57:07: Während früher der Preisdruck von außen sozusagen die Notenbanken schon die ECB mich nicht zur Versweiflung gebracht hat weil es sie nicht gelungen ist die Inflation nach oben zu bringen ändert sich jetzt das Umfeld und von daher habe ich mit größter Sorge gesehen dass die ECP eben Das Aufkommen, das Inflationsproblematik ignoriert jedenfalls heruntergespielt hat.
00:57:33: Und um das jetzige zu nehmen mit die EZB in der letzten Pressekonferenz im Statement Flexibilität betont.
00:57:45: Also Flexibilitäter darf doch nicht heißen dass man die Inflation erst mal weiter laufen lässt.
00:57:53: Für
00:57:54: die Fett ist für mich das noch schlimmer.
00:57:56: Aber woher ist ihn jetzt?
00:57:57: Ich bin Ihnen gefolgt bei allem, aber ich möchte trotzdem mal versuchen.
00:58:01: Die muss man nochmal nachfragen.
00:58:02: also der Corona.
00:58:04: ich bin voll bei Ihnen verstanden.
00:58:06: Corona ist kein normaler Einbruch keine normale Konjunktur.
00:58:09: Hätte ich ja gesagt naja eigentlich ist es doch so eine Faktor.
00:58:11: wir haben wie so eine Welle die durch die Wirtschaft durchgeht.
00:58:14: Wir hatten den Einbrucht danach haben wir dieses diese Zwangssparen gehabt.
00:58:17: Wir haben gleichzeitig staatliche Hilfe gehabt, die auch Liquidität in die Taschen gebracht hat der Bürger.
00:58:22: und dann haben wir jetzt im Prinzip so eine welle.
00:58:23: da könnte man argumentieren Diese Welle geht einmal durch die Wortschaft durch Wenn alle mal Mallorca waren oder wenn alle Preisen gestiegen sind für Flüge und Restaurants, dann ebt das wieder ab.
00:58:33: Und wir sind wieder am normalen Weg.
00:58:35: Da könnte man auch sagen gegen so eine Welle sollte die EZB nichts tun.
00:58:38: Dann muss sie es eben aussetzen.
00:58:39: Was Sie machen können ist höchstens durch der Zinserhöhung versuchen, die Wirtschaft zu dämpfen.
00:58:44: Das wollen wir eigentlich nicht.
00:58:45: Wir wollen sie erholen.
00:58:46: Also da wäre meine Frage bei gegen diese Welle haben denn die Leute nicht recht gesagt?
00:58:51: Die Notenbarken sollten nichts gegentun.
00:58:54: Das ist das erste, zweite ist ja diese strukturelle Zeitenwende Richtung strukturer höherer Inflation.
00:58:59: Sie haben jetzt die Energiepolitik oder den Kampf gegen Klimawandel gar nicht erwähnt.
00:59:03: aber auch das treibt der Inflationsrat perfektivisch neben der Demografie.
00:59:07: Da ist ja auch die Frage, ist da in Notenbank das richtige Instrument?
00:59:13: Wer der Staat der Richtige, der einfach sagt ich muss einfach die Steuern erhöhen und auf diese Weise Kaufkraft abzuschöpfen damit die Bürger nicht so viel nachfragen.
00:59:21: Also ich wollte schon nochmal ein bisschen genauer verstehen weil eine Teil ihrer Analyse der Inflation.
00:59:26: Ich habe Tim Congen zu Gast gehabt im Podcast der gesagt hat klar die Geldmengen sind stark gewachsen und konnte mal das vorhersehen.
00:59:32: aber meine Aber er selber würde sagen wir müssen uns aufpassen die Geldmenge zu schnell schrumpfen zu lassen bei einer Rezession.
00:59:37: also Das müsste mir noch mal erklären, warum man trotzdem welche Rolle die Notenbank dann spielt.
00:59:41: Das würde ich doch gerne verstehen besser?
00:59:44: Ich nehme es genau so wie Sie.
00:59:48: So soll das auch sein.
00:59:51: Zwei Bemerkungen zu dem was sie gesagt haben.
00:59:55: Steile von ganz Ihrer Meinung.
00:59:58: Es war richtig dass der Staat eingegriffen hat in der Pandemie.
01:00:01: Das war die Stunde der Finanzpolitik.
01:00:03: Die konnte gezielt und temporär eingreifen dort, wo das Geld benötigt war.
01:00:08: Das kann die Geldpolitik nicht.
01:00:10: Die kann nur in der Breite und darf nur in den Breiten sozusagen wirken.
01:00:14: Das war völlig richtig und die meisten Staaten haben auch Deutschland im Großen ganz so richtig gemacht.
01:00:21: Man kann drüber streiten über das einzelne Programme
01:00:23: usw.,
01:00:24: aber in der Schnelligkeit kann man nur Fehler machen.
01:00:28: Aber im Große Motor war es richtig!
01:00:32: dass nicht Aufgabe der ECB war, weiter an ihrer Geldpolitik festzuhalten die ja wenn sie mal zurückschauen.
01:00:41: Im Grunde ein Expansionstempo beibehalten hat seit der Überwindung der Finanzkrise.
01:00:49: Es geht ja nicht... Wenn ich so lese die ECB.
01:00:52: es gibt so Verrückte wie den Herrn Ottmeising Die für eine restlich heife Geldpolitik plädieren mit einem Krieg und was weiß ich.
01:01:01: alles.
01:01:01: Das ist blanker Unsinn.
01:01:03: Mir geht es nur darum und vielen Kritikern, dass die EZB endlich aus dieser überexpansiven Geldpolitik aus diesem Krisenmodus herauskommt.
01:01:15: Und dafür gab's das Fortzusetzen auch in der Pandemie schon keinen Grund.
01:01:19: Sie haben die Argumente dafür geliefert – der Staat muss das machen!
01:01:25: Schauen Sie an, seit wann die ECB null Zinsen hat.
01:01:27: Seitdem hat sich die Wirtschaft teilweise sehr gut entwickelt gehabt.
01:01:32: Die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Währungsunion.
01:01:37: Das heißt also auf die ECP vermittelt immer wieder den Eindruck es ist nicht so weit, die Wirtschaft braucht noch Unterstützung ja um Himmels Willen doch nicht eine Krisen an der Krise orientierte Geldpolitik.
01:01:54: Das ist für mich also schwer nach zu vollziehen.
01:02:00: und wenn es darum geht die Geldpolitik wie so schön heißt normalisieren, aber das ist schon normal.
01:02:05: Aber jedenfalls den Krisenmodus so lang beizubehalten ist weit entfernt von Normalisierung der Geldpolitik.
01:02:12: Und bei allen Kriterien nehmen sie den Tailor Sense
01:02:15: usw.,
01:02:17: die monetäre Entwicklung ist die Geldpolitik der ECB extrem expansiv.
01:02:24: So, das geht nur mal um den Fuß vom Gasbetaal zu nehmen.
01:02:27: Von der Brände ist die EZB ja noch weit entfernt?
01:02:32: Bevor wir auf die Alternativen kommen und auch auf die Nebenwirkungen dieser Politik, wenn ich noch fragen darf ganz kurz – Die ECB hat ja auch gesagt sie hat noch andere Aufgaben.
01:02:41: Ja, wie gesagt Frau Lagarde sieht die ECB in einer wichtigen tragenden Rolle bei der Unterstützung des Kampfes gegen Klimawandel.
01:02:49: Das kann ja nur bedeuten dass die ECP Finanzmittel in grüne Projekte Fließen lässt, das kann auch nur bedeuten dass die EZB irgendwelche europäischen Fonds hier aufgelegt werden um Klimapolitik zu betreiben finanziert.
01:03:03: Ich meine wie sehen Sie das als ehemalige Notenbänker?
01:03:05: ist das überhaupt im Zielsystem der Notenbank richtig aufgehoben oder ist es einfach nur ein Argument um mit der jetzigen Politik weiter fortfahren zu können?
01:03:14: Also ich habe dazu zwei Kategorien von Antwort.
01:03:18: einmal das was sie schon beschrieben haben Wenn die EZB das ernst nimmt, was kann sie tun?
01:03:25: Und da bleibt nicht viel.
01:03:27: Ja wenn man sozusagen die ganze Rektore wegnimmt ja dann kann sie in ihrem Portfoliomanagement einiges machen wobei ich da schon große Zweifel habe ob die ECB am Ende in der Lage ist sozusagen den richtigen Preis für bestimmte Finanzprodukte besser zu bestimmen als Ratingagenturen und so weiter.
01:03:50: Die ECB steckt da riesige Ressourcen hinein, weiß dann am Ende besser als andere die sich schon lange damit beschäftigen.
01:03:58: also ich füge da einfach mal ein Fragezeichen an nochmal aber allzu viel bleibt da nicht.
01:04:05: und da geht es drum ob in der eigentlichen Geldpolitik Platz bleibt für grüne Absichtenziele.
01:04:12: Wenn die ECB das versuchen sollte, dann geredet sich sehr schnell in Konflikt mit ihrem Auftrag der Geldwertstabilität.
01:04:20: Stellen Sie vor durch CO² bedingte Preissteigerungen vom Staat auferlegt steigen die Preise schneller als ohne dass.
01:04:29: was macht die ECP jetzt?
01:04:31: Sagt sie Nein!
01:04:32: Das ist sozusagen richtig, das ist ja politisch richtig.
01:04:36: Aber wir ignorieren bei unserer Geldpolitik solche Preissteigerungen.
01:04:40: Das sind alle schwierige Entscheidungen.
01:04:42: Mein Haupteinwand ist aber der, dass Notenbanken unabhängig sind um ein einfaches nicht, aber ein klares Mandat zu verfolgen.
01:04:56: Ich bin ein strikter Anhänger der Unabhängigkeit an Notenbank, aber füge immer hinzu Diese Unabhängigkeit muss beschränkt sein auf eine klar definierte Aufgabe.
01:05:08: Notenbänke sind ja nicht der liebe Gott, die außerhalb des demokratischen Prozesses sich ihre Ziele aussuchen können.
01:05:15: und in dem Maße, indem die Notenbankeln darüber hinausgehen – ich habe Professoren ziehen und sich immer selbst das sind sie gewohnt!
01:05:26: Ich habe einen Katerinstitutenbeitrag veröffentlicht Sandelbanks Independent or Almighty.
01:05:35: Ganz in der Börsenzeitung ist eine verkürzte Fassung erschienen, wenn sie mal zurückgehen die Notenbankens sind immer mächtiger geworden ja mit ihren Erfolgen auch in der Vergangenheit und wir haben dann den Titel Grinsben-Waddamayestroyer.
01:05:50: Wenn Sie mal zurückschauen ist vom Maestro nicht nur so viel geblieben mit Kritik die dann folgte.
01:05:56: ich bin vor allem in England sozusagen angegriffen worden, sie sind ja bloß ein Technokrat.
01:06:04: Ich habe gesagt wenn Sie das so meinen dass ich ernannt bin um einen bestimmten Aufgabe zu erfüllen dann ist es sozusagen für mich keine Beleidigung sondern eine angemessene Jobbeschreibung.
01:06:16: und Notenbanken haben ihre Demut verloren Wenn sie sich je hatten, ich weiß das nicht so.
01:06:26: Ich habe nicht gesehen, dass die Notenbanken sich genug gewährt hätten gegenüber den Eindruck.
01:06:32: Ihr richtet das schon?
01:06:34: Sie haben ja vieles richtig gemacht.
01:06:35: Sie haben nach der Finanzmarkkrise zusammen mit der Finanzpolitik verhindert, dass Die Welt in eine Depression vergleichbar der dreißig Jahre gefallen ist.
01:06:45: Das ist ein ganz unbestritten und dafür dienen sie zu Recht Lob.
01:06:48: und dann steigt die Reputation und dann übersteigt sie das was Notenbanken liefern können.
01:06:55: Deswegen in den USA geht es ja auch noch um Verteilung.
01:06:58: Man greift das ein, wenn Paulus damals gesagt hat nicht meine Sprache die Black and Hispanic Community Vollbeschäftigung hat.
01:07:09: Das sind alles Dinge, die in dem politischen Raum gehören.
01:07:12: und es ist doch keine Frage... Klimapolitik der Notenbanken ein bisschen Kritik anfügt, dann heißt es gleich, er nimmt den Klimawandel nicht ernst.
01:07:22: Darum geht's ja überhaupt nicht.
01:07:23: sondern was kann die Notenbank leisten?
01:07:26: und sie soll ja auch nicht den Eindruck erwecken wir machen schon etwas da müssen die Regierung weniger tun.
01:07:32: Es ist Aufgabe der Regierungen, der Politik die vor ihren Wählern verantwortlich ist.
01:07:37: sehen wir jetzt in Deutschland Gasimporte, Kernenergie.
01:07:45: Das sind alles politische Entscheidungen, die vor dem Parlament und vor den Mählern verantwortet werden müssen.
01:07:51: Und aus diesem Spiel sollten sich die Notumbanken heraushalten.
01:07:54: Schau auf die Uhr, weil Sie hatten gesagt wir haben ein beschränktes Zeitbudget aber ich habe noch ein paar Fragen.
01:07:58: Ich versuche mal, Sie müssen mir signalisieren wie viel sie noch strapazieren darf.
01:08:01: Aber ich würde gerne bevor ich auf den Ausblick komme auf die Szenarien würde ich gerne nur einen Punkt ansprechen und zwar Sie haben gerade erwähnt in USA wird diskutiert die Rolle der Fette im Zusammenhang mit der Ungleichheit.
01:08:11: da geht es natürlich um die Einkommen das geht auch um die Vermögen und ich würde schon mich zu dem Camp zählen dass ich sage naja Die Geldpolitik hat schon auch die Ungleichkeit befördert weil wenn Geld nichts kostet, dann sind Vermögenswerte natürlich hochgestiegen im Mobilpreise.
01:08:25: Und davon profitieren naturgemäß nur diejenigen, die mobil besitzen die anderen nicht?
01:08:28: Oder würden Sie sagen, die Notenbanken sind da unschuldig?
01:08:32: Nein, nein, ich stelle ganz Ihre Meinung und das Argument der Notenbank muss dagegen halten dass wir damit mir Beschäftigung erzeugen und das ist für die ärmeren Schichten noch wichtiger.
01:08:42: es ist für mich zum Teil eine Ausrede.
01:08:46: Ich denke, die Konsequenzen der niedrig-nullzins-Politik für die Vermögenswerte hat zu einer Schiefverteilung geführt, die die Nomenbank nicht einfach wegwischen können.
01:08:57: Kommen wir zum Ausblick.
01:08:59: Sie haben gesagt sie machen Projektionen und ich sage jetzt mal, ich mache Szenarien.
01:09:04: Die Notenbanken erhöht also die ECB erhöhte Zinsen jetzt nicht.
01:09:07: Die ECB macht weiter auf dem jetzigen Kurs vermutlich auch unter Druck von den ein oder anderen Staat, der ungernets steigende Zinsen haben möchte.
01:09:18: Was ist die Folge?
01:09:19: Kriegen wir dann wirklich hohe Inflationsraten?
01:09:22: oder könnte dann die ECB darauf hoffen dass doch die Welle vorbeigeht und dann eben sie nach Japan trotz Alterung dann doch die Inflation nicht kommt?
01:09:34: also mit der Zukunft soll man vorsichtig umgehen.
01:09:38: Ich habe gesagt, wir machen Szenarien.
01:09:40: Niemand mal an den Notenbanken würde so handeln.
01:09:42: Ist denn die Inflationserwartung das Entscheidende?
01:09:45: Dann sagen Sie dann gibt es Inflationerwartungen bei Inflasion hoch ist und da gibt es Lohnforderungen.
01:09:49: Und dann haben wir das was wir in den siebziger Jahren haben eine Starkflation.
01:09:52: oder sagen Sie... ich versuche ja ein bisschen so... Keiner weiß, wie die Zukunft wird.
01:09:58: Also ich weiß es auch nicht.
01:09:59: Aber wir wissen... Wir haben uns in bestimmten Situationen manövriert.
01:10:02: Ich würde immer sagen mit einer Sackgasse.
01:10:03: Die EZB ist eine Sack-Gasse und die Notmagen generell weil wir haben tiefe Zinsen.
01:10:07: Hohe Verschuldung!
01:10:08: Wir haben hohe Vermögenspreise.
01:10:10: Wir haben jetzt die strukturellen Faktoren, die die Inflation befördern?
01:10:13: Wir haben die einmaligen Schocknachwirkungen.
01:10:17: Wir habe die De-Globalisierung all den ganzen Themen Und das ist die Frage Wie reagiert sie drauf?
01:10:22: Als Rente an Jahr eins.
01:10:23: Die ECB bleibt bei dem Thema Glauben es ist der Borea, wir erhöhen die Zinsen nicht oder klar mal auf.
01:10:28: Wir trauen sie zu erhöhen, weil wir einen Anruf bekommen aus Paris und Rom, den wollen wir nicht bekommen.
01:10:33: Was ist die Folge?
01:10:35: Das Bild mit der Sackgasse ist ganz richtig aber die ECB ist ja, ich wollte gar nicht sagen Sehnen in Auge, sondern blind in die Sack-Gasse gefahren denn Sie hätte ja längst umsteuern müssen.
01:10:49: Längst!
01:10:50: Und noch einmal, also nicht restriktiv sondern sozusagen den Fuß vom Gas betalen.
01:10:58: Das gilt generell für Notenbanken.
01:11:00: Je länger sie damit warten desto stärker werden am Schluss die Maßnahmen, die man ergreifen muss um die Inflation im Zaum zu halten, nicht zuletzt um die Inflationserwartungen zu verankern.
01:11:12: Die Notenbank haben sehr lange darauf vertraut dass die bei rund zwei Prozent, ob USA oder ECB oder sonst wo bei rund bei zwei Prozent verankert sind.
01:11:24: Aber die Inflationserwartungen können sich sehr schnell ändern.
01:11:30: Die sind ja weitgehend bestimmt.
01:11:32: Ich habe jetzt in einer Vorbereitung auf einen Vortrag mehr.
01:11:35: Ich hab am Anfang dann gesagt zu einem relativ junges Publikum viele von ihnen meint ich Inflation noch gar nie gesehen.
01:11:42: Und ich habe letztens, hat mir ein Notenbänker gesagt.
01:11:46: Ich habe jetzt keinen Namen, den ganz bekannter gesagt.
01:11:49: Ottmar, als ich in die Notenbank gegangen bin war für mich Inflation eigentlich kein Problem mehr.
01:11:56: Ja?
01:11:57: Ich bin damals in die EZB, in die Bundesbank gegangen, Bundesbank, neunzehntneinzig ja wieder Vereinigung und Preisinflation.
01:12:04: Wir müssen die Inflations im Griff halten.
01:12:06: EZP wir müssen die inflation draußen halten heute wenn oder vielleicht vom Jahr noch, wenn junge Notenbänke in die Notenbahn gegangen sind.
01:12:15: Man ist wahrscheinlich geprägt von der Vorstellung wir müssen Massenarbeitslosigkeit verhindern und Klimawandel bekämpfen und was weiß ich alles.
01:12:25: Das sollte man nicht unterschätzen weil sie eine lange Periode war und diese lange Period hat auch die Inflationsermatungen dominiert.
01:12:36: in die Vergangenheit schaut, wer spricht denn von Inflation?
01:12:38: Wer vom Ja das Wort Inflations-Deutsch ein Mund genommen hat, haben gesagt also sie sind über noch geprägt.
01:12:43: Von den Erfahrungen der Hyperinflation.
01:12:46: sowas stellt sich überhaupt gar niemand vor.
01:12:48: Das ist Unsinn!
01:12:49: Aber der Metallitätswandel ich glaube der Ellen Blynder hat mal gesagt Inflasion herrscht dann wenn die Leute beginnen von In Flation zu sprechen.
01:13:00: und also diese Bedingung war es Gott erfüllte.
01:13:05: Deswegen ist die Situation so unsicher, aber um auf ihr Szenario einzusteigen.
01:13:14: Unabhängig davon was sie ECB macht muss man damit rechnen dass die starken Preissteigerungen für Energie usw.
01:13:26: abnehmen.
01:13:27: Das Niveau wird hoch bleiben, aber die Zunahmen, Verdoppelung und so werden aus der Statistik verschwinden.
01:13:34: Und das wird für die Headline-Inflation zunächst mal einen dämpfenden Effekt haben.
01:13:40: Dann gibt es wieder bestimmt solche, die sagen, aha jetzt ist die Inflation vorbei!
01:13:44: Aber wir haben eine ganz breite Inflationsdynamik.
01:13:48: Die Befragung bei den Unternehmen was in der Pipeline alles an Preisteigerungen ist.
01:13:54: Das hat sich ja noch gar nicht voll ausgeweckt, das heißt es wird diese Entlastungen geben.
01:14:00: aber die Inflationsdynamik wird sich nicht so schnell brechen und wenn sie zusammenfällt mit einem Wirtschaftsrückgang dann nähern wir uns immer mehr der Gefahr der Stagforation an.
01:14:15: Und da braucht man ja nur die Siebzigerjahre anschauen, was in den USA passiert ist und was in Deutschland passiert ist.
01:14:22: Das ist sozusagen die übelste Situation für die Notenbank aber die Erfahrung der siebzigern Jahre war eben auch die.
01:14:31: Die Bundesbank hat in der zweiten Phase, in der zweiten Hälfte des siebzigern Jahres dann auf den neuen Ölpreisshop stark reagiert.
01:14:40: Die Inflation blieb in Grenzen und der Wirtschaftseinbruch war mild-und kurz.
01:14:47: Die Fett hatte Inflationslaufen lassen, zweistellige Inflrationsrate.
01:14:52: Dann kam Volker hat die Zinsen unvorstellbar auf zwanzig Prozent erhöht.
01:14:58: Die Wirtschaft ist tief eingebrochen und hat länger gebraucht bis sie wieder aus der Situation herausgekommen ist.
01:15:05: Das heißt, in einer solchen Situation denke ich muss die Notenbank sehr gut abwägen.
01:15:11: Wie ernst sie es mit der Dämpfung, der Bekämpfungen der Inflationsgefahr nimmt?
01:15:20: Denn einfach zu sagen, wir können keinen Wirtschafts-Einbruch, Einbrug wäre zu stark, Dämpfen riskieren wird nicht die Lösung sein.
01:15:31: Professor, ist Ihnen vielleicht zum Abschluss.
01:15:33: Möchte ich an den Anfang unseres Gesprächs nochmal zurückkommen?
01:15:35: Wir haben damals haben Sie erzählt die Vision war wir kommen über den Euro zur politischen Union.
01:15:41: jetzt haben wir die ja nicht bekommen sondern wir haben eigentlich ein Staatenbund der die gemeinsame Währung nutzt mit auseinander laufenden Wirtschaften mit Auseinanderlaufender Verschuldung etc.
01:15:52: Gleichzeitig soll aber der Euro zur Ewigkeit zahlen.
01:15:54: es gibt einige die sagen Wir müssen eben die Währungsunion vollenden.
01:15:58: Und dann wird gesagt, meistens wir brauchen eine Bankenunion und wir brauchen letztlich eine gemeinsame fiskalische Kapazität.
01:16:07: physischen heißt also im Prinzip auf europäischer Ebene gemeinsam Beschuldung und Umverteilung.
01:16:12: Und letztendlich gab es ja da auch durch im Rahmen von dem Wiederaufbaufonds gab's den In die ersten Schritte dieser Richtung, stark kritisiert.
01:16:19: Verbot des Rechnungshofs habe ich auch im Podcast besprochen.
01:16:22: Ich meine was ist Ihre Sicht?
01:16:23: Sind das die Voraussetzungen um den Eurozone zu stabilisieren und letztlich der ECB zu ermöglichen zu normalisieren?
01:16:32: Also wenn Sie die ganzen Vorschläge anschauen von den fünf Präsidenten vor einigen Jahren von Macron
01:16:41: usw.,
01:16:41: es sind italienische Vorstellungen, andere Vorstellung das viel von den Fiskalunionen, von einem europäischen Finanzminister und was weiß ich für Einrichtungen die Rede.
01:16:56: Nehmen wir mal einfach die Figur des Europäischen Finanzministers nur als Beispiel.
01:17:00: der wird von den Regierungen ernannt sitzt in Brüssel und die Deutschen machen ein Budget jetzt mit Sondervermögen für die Bundeswehr.
01:17:11: und was man sich alles dass alle Grenzen des Stabilitätspaktes sprengt.
01:17:17: Der europäische Finanzminister fliegt nach Berlin und sagt, also hört mal ihr Deutschen!
01:17:22: Ihr wart ja auch so für strikte Fiskalpolitik.
01:17:25: Für den Stabilitätspakt, ihr verstoßst so krass dagegen?
01:17:28: So geht das nicht.
01:17:29: Was wird der deutsche Finanzminister unter Kanzler
01:17:32: sagen?!
01:17:33: Hier ist das Ticket für den Rückflug.
01:17:36: Wir müssen uns vor unseren Wählern von unserem Parlament verantworten.
01:17:40: Die Fiskalpolitik ist das Hoheitsrecht per se, das Königsrecht wie es die Fabia ausgedrückt hat des Parlaments.
01:17:48: Das ist der Kern der westlichen Demokratie, die Entscheidung über öffentliche Ausgaben und Steuern durch den Parlament.
01:17:56: Und mein Grundgrund da ist im Grunde ganz simpel wenn man das will dass das europäischiert ist dann braucht man eine europäische Regierung Dann braucht man ein europäisches Parlament, gewählt nach demokratischen Regeln von VOTE.
01:18:14: Und dann sieht das Parlament natürlich so aus wie es kein anderes Land in der Europäischen Union ist will.
01:18:20: Das sind aber alles Bedingungen über die gar nicht gesprochen wird sondern es werden so Figuren.
01:18:24: nochmal der Finanzminister ja nur ein Beispiel.
01:18:27: Es gilt für alle möglichen Fonds, die da geschaffen werden ohne demokratische Legitimierung und... Das ist für mich, ich bin ja Europäer sozusagen bis in die Zehenspitzen.
01:18:39: Das ist for mich europäisch gefährlich weil damit die extremen Parteien natürlich Zudauf bekommen werden Argumente geliefert bekommen.
01:18:49: das wird Europa zerstören wenn die demokratischen Grundlagen in Zweifen geraten.
01:18:53: das darf nicht passieren.
01:18:55: deswegen Wenn man das will dann muss man den Schritt in die volle politische Union gehen.
01:19:02: Dass das illusorisch ist, weiß ich auch.
01:19:05: Wenn Macron in seiner letzten Rede im März davon gesprochen hat ein souveränes Frankreich in einem souveräne Europa dann sagt er schon alles ja?
01:19:18: Ein souverähnes Frankreich wird solchen Engenie zustimmen aber sie werden dafür sich aussprechen gemeinsame Schulden zu machen Und das kann nicht die Lösung sein, das ist vor allem auch keine Zukunftslösung für Europa.
01:19:34: Nun wie schaffen wir es in Euro so zu sanieren dass er wirklich ewig Bestand haben kann?
01:19:41: Das ist theoretisch logisch so einfach wie politisch schwierig Wenn jedes Land seine Haus in Ordnung hält.
01:19:49: Denk Sie mal an den Stabilitätspaktor so verteufelt wurde.
01:19:53: Der hat eigentlich die ganz einfache Botschaft.
01:19:56: Ein Land in normalen Zeiten der Konjunktur sollte möglichst eine Nettoverschuldung von Null haben.
01:20:06: Wenn man dann in einer Krise gerät, dann hat man drei Prozentpunkte Spielraum um Defizite zu machen und wenn die Rezession sehr stark ist darf man sogar darüber hinausgehen.
01:20:18: Das war ein riesiger Spielraum.
01:20:21: Der Stabilitätspakt ist immer anders präsentiert worden.
01:20:24: Man darf höchstens drei Prozent neue Schulden machen, aber doch Himmels Willen – das wird nicht mal in ausgefuchster Kindesjahner sagen – in guten Zeiten noch drei Prozent Verschuldung dazu.
01:20:37: Davon ist nichts geblieben.
01:20:39: Aber so einfache Regeln, vernünftige Wirtschaftspolitik die dafür sorgt dass es Wachstum gibt.
01:20:48: Italien ist er nicht in diesen großen Problemen, weil es mit den öffentlichen Finanzen sehr lässig umgegangen wäre.
01:20:57: Die hatten primärte Überschüsse lange Zeit und sie haben ein nickriges Wachstum.
01:21:04: Aber das kommt nicht von ungefähr und Tragi weiß das natürlich genau woher das kommt und er macht ja auch einiges.
01:21:11: Das setzt ihm voraus dass nationale Regierung auch ihre nationale Verantwortung erfüllen.
01:21:16: Und wenn man eben einen solchen Staaten verbunden oder weh, immer man das nennen will, steht und fällt das gelingende Bedein des Ganzen damit, dass alle ihre Hausaufgaben machen.
01:21:27: Wenn es dann riesige Probleme gibt, asymmetrische Schocks
01:21:30: usw.,
01:21:31: die haben ja inzwischen den ESM-Hilzeinrichtungen – da ist ja schon einiges vorgesorgt!
01:21:38: Aber das ist nicht dafür gedacht, dass man in normalen Zeiten das Geld dafür ausgibt.
01:21:43: War doch ein schönes Schlusswort, oder?
01:21:45: Es war ein schönes Schlusswort, es war aber irgendwie kein so richtig erfreuliches Schlussfort.
01:21:49: Weil ich könnte jetzt fragen ob Sie glauben, ob es in den Euro- und Zwanzigjahren auch noch gibt oder ich streiche die Frage mal weil Sie wissen richtigerweise können sie ja auch nicht hell sehen, anscheinend eine Frage, die wirklich unfair ist, weil wir kann das schon wissen.
01:22:00: nur im Prinzip lässt mich unser Gespräch schon so ein bisschen traurig zurück, weil ich halt sage Umverteilung gedrängt, wie der Aufbau von anderes.
01:22:11: Wir wissen aus dem Hörer wissen es auch Frankreich ist das am höchsten verschuldete Land in Europa wenn man die Gesamtverschuldung betrachtet also Finanz, also Privatsektor Unternehmenssektor und und Staat.
01:22:22: Wir wissen es hat das höchste Struktur relativiziert in der OECD, Frankreich setzt auf Umverteilung.
01:22:27: die deutsche Politik die aktuelle Bundesregierung begrüßt das im Prinzip zumindest.
01:22:30: ein zweiter drei Koalitionspartner ausdrücklich.
01:22:33: da bin ich schon irgendwie traurig wenn ich sage naja dann gibt's sozusagen den Übergang einer Transferunion von der siehe richtigerweise wie ich finde sagen dass sich die Probleme eigentlich nicht löst immer gleichzeitig eine EZB haben die absehbar ihr Mandat wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird die sich das wünschen würde, bzw.
01:22:51: der Plationsbekämpfung, dann lässt wie das schon ein bisschen traurig zurück.
01:22:55: Da muss ich einfach sagen es ist eigentlich sehr schade und ich will überwünschen wenn die deutsche Politik, deutsche Regierung da eine andere Strategie fahren würde, die auch mal versucht Nicht gegen Europa.
01:23:05: Überhaupt nicht gegen Europa, da bin ich mit Ihnen.
01:23:07: Ich bin auch
01:23:07: pro-europäisch.".
01:23:08: Aber die einfach mal sagt okay was können wir eigentlich tun in so einem Szenario um den Wohlstand der deutschen Bürger zu erhalten?
01:23:16: Ich glaube das wäre schon eine richtige Fragestelle und leider nicht gestellt wird.
01:23:21: Herr Stelter können wir uns einigen... Das Gespräch lässt uns besorgt zurück!
01:23:26: Ich bin Optimist von Natur aus sozusagen Karriere als Wissenschaftler und ja zurückdenke.
01:23:37: Ich habe an so viel Gutachten mitgeschrieben, die davon ausgegangen sind dass wenn die Regierung uns nicht folgt demnächst alles zusammenbricht übertreibt jetzt ja Rennsystem und alles.
01:23:49: Das ist noch nicht ausgemacht.
01:23:51: Und Demokratien und Marktwirtschafts sind leistungsfähiger als sich das Professor auf denken.
01:23:59: Aber man muss sie auch richtig wirken lassen.
01:24:02: Und das gilt vor allem für die Marktwirtschaft.
01:24:04: und wenn man das nicht tut, dann verschärft man die Probleme und in der Hinsicht bin ich ebenfalls besorgt.
01:24:11: Herr Prof.
01:24:13: Ising, so machen wir das.
01:24:14: ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit, für Ihre Einsichten und vielleicht können wir es bei Gelegenheit mal fortsetzen.
01:24:18: wirklich sehr freuen.
01:24:19: Herzlichen Dank!
01:24:20: War interessant.
01:24:22: Machen Sie's gut!
01:24:32: Wir haben fiskalische Dominanz, die jeden Tag größer wird.
01:24:38: Sollte die Geldpolitik straffen, dann haben wir das Problem dass diese Straffung auf eine stagnierende, baldselauch schrumpfende Wirtschaft trifft.
01:24:47: Wir haben nicht nur ein Schuldenproblem in Europa, wir haben eben auch ein Strukturproblem und Struktur Probleme löst man nicht mit Geld!
01:24:55: Wir wissen der neue Chef der FED Kevin Worsch kommt auch nach Centra zeigt sich.
01:25:01: zumindest stand heute eher im Lager der vorsichtigen Geldpolitiker, die eher auf die Bremse gehen wollen.
01:25:08: Er hat sogar gesagt er würde die eigene Notenbankbilanz wieder versuchen zu normalisieren also kleinerzumachen.
01:25:16: doch wie das passieren soll kann ich ihn nicht sagen.
01:25:19: Ich kann es mir nicht vorstellen.
01:25:20: wie fehlt die Fantasie?
01:25:21: denn eine kleine notenbank Bilanz würde voraussetzen dass mehr Investoren bereit sind Staatsanlagen zu kaufen.
01:25:30: Doch schon jetzt haben wir das Problem aufgrund der US-Politik und anderer Faktoren unter anderem auch der hohen Verschuldung, dass die Nachfrage nach Staatsanleihen nicht mehr so hoch ist und so sicher ist wie in der Vergangenheit.
01:25:42: Ich persönlich denke generell müssen wir eins festhalten – die Zeiten der Vernunft in der Geldpolitik für die wahrscheinlich Obma is singt wie kein anderer steht, die sind vorerst vorbei!
01:25:54: Wir müssen erst einmal die Schulden aus der Welt schaffen.
01:26:00: Liebe Hören und Hörer, Ihnen erneut sehr herzlich fürs Zuhören an diese Mitwürste danken.
01:26:05: Ich freue mich auf Fragen, Feedback, Kritik und Anregungen und auf einem Wiederhören am kommenden Sonntag wenn es weitergeht mit einer neuen Ausgabe von BTO!
01:26:14: Bis dann alles Gute, Ihr Daniel Stelter.