00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zur neusten Ausgabe meines Podcasts.
00:00:19: Heute Nummer vierhundert, also ein Jubiläum aber zugleich auch einen Refresh.
00:00:26: Deshalb dachte ich mir wir blicken heute zurück auf mein letztes Jubilän um die Folge zweihundert und haben dann am kommenden Sonntag in Folge vierhundert-eins die eigentliche Jubiläumsfolge.
00:00:40: Sie wissen, Jubileen sind bei BTO immer Podcast getragen von Optimismus.
00:00:46: Wo es darum geht zu sagen, naja der Blick ist zwar hier an dieser Stelle immer wieder sehr intensiv, sehr häufig, sehr hartnäckig auf das was nicht gut läuft im Deutschland, auf dass was nicht goodläuft in Europa, auf die Risiken für Geld wert, für Euro und Wohlstand für all diese Faktoren.
00:01:06: Doch gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, dass es auch Dinge gibt die Hoffnung machen.
00:01:11: Und darum geht das heute im Podcast und darum geht es auch am kommenden Sonntag.
00:01:16: Ich hoffe sie teilen meine Auffassung, dass wir auch gelegentlich mal positive Nachrichten brauchen.
00:01:21: fangen wir alles so an.
00:01:26: Bei BTO ist der Blick unter die Oberfläche Nicht nur Branding.
00:01:29: er ist schon immer Teil unserer DNA.
00:01:32: Dabei ist entscheidend Informationen und Zusammenhänge jenseits des offensichtlichen zu erkennen und sie in den aktuellen wirtschafts- und finanzpolitischen Kontext einzuordnen.
00:01:41: In einer Zeit, in der Märkte Technologien und geopolitische Entwicklungen immer komplexer werden, reichen reine Analyse nicht aus.
00:01:48: Führungskräfte brauchen Klarheit, Orientierung und Strategien die nicht nur auf dem Papier überzeugen sondern vor allem in der Praxis funktionieren.
00:01:55: Genau hier setzt unser heutiger Sponsorpartner Iwai Parthenon an.
00:01:59: Als Strategie- und Transaktionsberatung von EY unterstützt EY Partnern Unternehmen dabei, Veränderungen besser zu verstehen in unsicherem Umfeld Chancen zu erkennen und entschlossen zu handeln.
00:02:10: EY Patron verbindet dabei tiefes Branchenwissen, innovative KI gestützte Technologie, analytisches Denken und eine Investorenperspektive.
00:02:19: Durch die Kombination von Transformation, Strategie, Transaktionen und Corporate Finance liefert EY-Partnern mit weltweit mehr als twenty-fünftausend Mitarbeitenden nicht nur echten Mehrwert sondern denkt strategische Beratung neu.
00:02:33: So hilft EY Partnern Unternehmen auch in Zeiten zunehmender Destruktionen ihre Zukunft mit Zuversicht zu gestalten.
00:02:40: Nehmen Sie Kontakt auf und erfahren sie mehr unter ey.com.
00:02:50: Wenn Sie in diesem Sommer im Urlaub fahren, wahrscheinlich begehen Sie eine App über die man heutiger Gast spricht.
00:02:57: Immer wieder!
00:02:58: GatioGuide ist die führende Plattform für gebuchte Reiseerlebnisse weltweit.
00:03:04: Über fünfzigtausend Partner mehr als zweihunderttausende sogenannte Erlebnissen und immerhin dreiunddreißig Millionen Buchungen im vergangenen Jahr.
00:03:15: Die Bewertung von GatiuGuide hat mittlerweile die zwei Milliarden Dollar überschritten.
00:03:20: Das Unternehmen beschäftigt mehr als einen Tausend Vierne Mitarbeiter mit mehr als einhundert Siebzig Ländern und sitzt in Berlin!
00:03:29: Es ist eines der wenigen europäischen Technologieunternehmen, das in seiner Kategorie den globalen Markt anführt.
00:03:38: Wie bedeutend GadgetGuy mittlerweile geworden ist, konnte man darin sehen dass die Gründer der Firma Dabei waren als Papst Leo der Vierzehnte in Barcelona die Vollendung des Jesus Christus-Tomps an der Sagrada Familie gesegnet hat.
00:03:55: Das ist natürlich ein wichtiges Touristenziel, insofern liegt das nahe.
00:03:59: Dennoch zeigt es wie ich finde sehr schön die Entwicklung einer Technologiefirma im Vergleich zu einem Bau, an dem mittlerweile seit über onehundertvierzig Jahren gearbeitet wird.
00:04:14: Einer der Gründer von Get Your Guide, Johannes Reck war ein Folge Zweihundert zu Gast und wird es so nichts dazwischen kommt auch in Zeuge Vier und Eins erneut sein.
00:04:24: Heute wollen wir zurückblicken auf den Aufstieg in der Degang von Get your guide und die Lehre, die daraus zu ziehen sind für Gründner in Deutschland um was zu tun ist um die Rahmenbedingungen für Grünnungen weiter zu verbessern.
00:04:38: Am kommenden Sonntag wollen wir dann sprechen über die Bedeutung der künstlichen Intelligenz für Start-ups aber weit darüber hinaus.
00:04:48: Im damaligen Gespräch ging es vor allem darum, warum denn eigentlich Get Your Guide in Deutschland erfolgreich sein konnte?
00:04:55: Was die Stärken des Standorts sind und da identifiziert Johannes Räck durchaus viele.
00:05:01: Zuletzt hatte er im Mai diesen Jahres im Folschewaggazin dargelegt, warum er uns an den Mitgründern mehrfach bereits die Angebote, man könnte auch sagen die Aufforderungen abgelehnt haben den Firmensitz in Silicon Valley zu verlegen.
00:05:17: Die Kernauslage von ihm ist relativ klar, Europa hat klare Vorteile und deshalb lohnt es sich auch, in Europa zu bleiben.
00:05:27: Zum Beispiel sind die Mitarbeiter loyaler und motivierter.
00:05:32: In Folge zweihundert hat Johannes Räck ausgeführt wie man das nachdem er aufgebaut hat Wie es darum geht im europa-Avorgleich zu sein nicht nur in Deutschland trotz der Nachteile in Europa Unternehmen zu skalieren, was aber nicht bedeutet dass die noch Möglichkeiten gibt die Rahmenbedingungen so verbessern.
00:05:52: Ich finde das Ganze ist deshalb erfreulich falls eben wirklich eine Volksgeschichte ist und zum anderen weil es zeigt erneut zeigt welche Potenziale in unserem Land stecken und deshalb finde ich ist es klausrichtige für das kleine Jubiläum heute in Folge vierhundert Bevor wir zu einem Gespräch kommen mit Johannes Räck, doch kurz dieser Hinweis auf das Sommerspecial des Haddersplatz.
00:06:26: Wenn Sie möchten haben Sie nun die Möglichkeit für nur einen Euron sechs Wochen lang Zugriff auf alle digitalen Inhalte des Hadderplatzes zu bekommen.
00:06:35: Mehr Informationen finden Sie unter www.hanasplatt.com-sommer-sechzezwanzig Und natürlich werden wir auch in den Shownotes zu dieser Ausgabe.
00:06:46: Doch nun zum Refresh mit Johannes Reg.
00:06:53: Johannes Reg ist Mitgründer und CEO von Get Your Guide.
00:07:11: Get Your Guide.
00:07:13: Sitz ist Berlin, REC gehört zu den profiliertesten Stimmen der europäischen Tech-Szene und tritt regelmäßig in Wirtschaftsmedien und auf Wirtschaftskonferenzen auf als jemand, der bewusst auf Europa setzt statt ins Silicon Valley zu gehen.
00:07:28: Sehr geehrter Herr REC!
00:07:29: Ich freue mich ausgesprochen Sie immer im Podcast begrüßen zu dürfen.
00:07:33: Danke vielmals lieber Herr Dr.
00:07:34: Sterter.
00:07:35: ich freue mich sehr dass ich hier sein darf.
00:07:37: Herr Rec ich habe gedacht Die zweihundertste Folge meines Podcasts, da mache ich mal was Neues.
00:07:43: Viele meiner Hörer klagen hier immer... Ich hätte immer so einen kritisch negativen Blick auf das Land.
00:07:48: Den habe ich sicherlich zugegebenermaßen.
00:07:49: Aber ich dachte mir wir machen was Positives und dann habe ich sie heute eingeladen weil Sie sind ein erfolgreicher Gründner in Deutschland!
00:07:57: Sie haben eine Firma gegründet, sie haben mehrere Finanzierungsrunden überlebt.
00:08:01: Das sind schon ein ziemlich großes Unternehmen, das wir gleich erfahren werden und das finde ich doch mal einer Volksgeschichte und wir sollten heute auch immer über einen Erfolg sprechen in Deutschland.
00:08:08: Vielleicht sagen Sie ganz kurz mal etwas über Ihre Firma Get Your Guide damit die Leute so nicht kennen wissen was sie machen und so ein bisschen richtig Geschichte wie es überhaupt zum heutigen Zeitpunkt gekommen ist?
00:08:19: Ja natürlich sehr gerne!
00:08:20: Gentio Guide ist der globale Weltmarktführer im Bereich Erlebnisse, das heißt alles was mit Zeit-Siegen und Freizeitaktivitäten zu tun hat.
00:08:29: Man kann sich das so vorstellen Leute buchen aus Tickets beim Empire State Building wenn sie in New York sind oder auch auf der Museumsinsel in Berlin können Ausflüge bei uns buchen und erleben genauso wie auch Shows, Musicals, Events.
00:08:47: Also der ganze vor Ort Tourismus weltweit ist auf GhettoGuide abgebildet das Angebot nutzen auf der Webseite oder auch auf der App mittlerweile über Achtzig Millionen Leute weltweit.
00:08:59: Das heißt es nicht mehr nur eine rein deutsche Plattform, deutlich hier haben wir gestartet Dreizehn Jahre mittlerweile, aber es ist mittlerweile genauso in den USA populär wie auch in den ganzen anderen europäischen Ländern Teilen von Asien also tatsächlich ein globaler Erfolg.
00:09:14: Wir haben über fünfhundert Millionen Euro an Venture Capital eingesammelt sind mit knapp zwei Milliarden jetzt bewertet worden in unserer letzten Finanzierungsrunde die wir vor kurzem abgeschlossen haben und beschäftigen circa sechshundert Mitarbeiter hier in Berlin oder nochmal zweihundert Mitarbeiter Global.
00:09:31: Das ist ja super und vor allem aus Berlin heraus.
00:09:33: Ich meine, wie war das denn so vor dreizehn Jahren?
00:09:35: Ich mein sonst Startup steppen Sie immer so vor.
00:09:38: da sind so zwei drei junge Menschen die sich irgendwo in die keine Ahnung in einem Mietbüro setzen mit ein paar Laptops auf den Knien und los geht's.
00:09:46: oder war das von Anfang an ganz anders?
00:09:48: Ne, das war tatsächlich so.
00:09:50: Ich habe nicht in Berlin angefangen muss man dazu sagen.
00:09:52: ich hab an der ETH Zürich Hirnforschung ursprünglich mal studiert und habe dort zusammen mit meinem Kommiliton Tao Tao der Physiker ist eine Studienreise nach Peking gemacht.
00:10:03: und als wir dort in Peking waren hatte ich kein Purgeid weil er es einen Tag später gekommen ist.
00:10:08: Ich hatte meine Flugtickets dummerweise leicht falsch gebucht und habe dann eben probiert, im Internet Zeitseeing-Optionen zu finden.
00:10:15: Habe nichts gefunden!
00:10:16: Als er dann als nächsten Tag ist mein Tourguide erschienen ist, haben wir gedacht das ist doch eine super Idee.
00:10:22: Jetzt ist es richtig leicht.
00:10:23: Wir hatten gemeinsam einen tollen Tag in Peking.
00:10:25: Er hatte mir die besten Restaurants gezeigt.
00:10:28: Wir sind nie verbotene Stadtdreien in Sommerpalast.
00:10:30: Es ist wirklich ein super Erlebnis Und als Techniker haben wir natürlich gleich daran getüftelt wie man so eine Lösung dann weltweit anbieten kann.
00:10:39: Und so sind wir eigentlich auf Gatio Guide gekommen.
00:10:41: Also es war wirklich eher ein Zufallsprodukt und auch am Anfang muss man ganz klar sagen, ein reines Nebenprojekt was wir so lanciert haben das nicht besonders erfolgreich war.
00:10:50: Das ist das Witzige weil wir erstmal auf den Markt der Studententour Guides abgezielt hatten gar nicht der professionellen.
00:10:57: Und das ist dann nicht eher über die Zeit, als wir dann gesehen haben.
00:11:01: Da gibt es eigentlich diesen interessanten großen Markt der professionellen Zeitsegungen und Tourismusanbieter, der nicht digitalisiert ist im Vergleich zu den Ferienwohnungen und den Hotels.
00:11:10: Da sind wir ja nicht erst auf die richtige Geschäftsidee dann über Zeit gekommen und haben die Plattform umgerüstet, haben dann angefangen, die ersten Kunden auch wirklich zu bekommen und haben darüber dann auch die erste Finanzierung erhalten.
00:11:24: Und dann ist es graduell eigentlich erst etwas geworden, aber es war wirklich ein sehr iterativer Prozess der tatsächlich in der Garage angefangen hat.
00:11:32: Ja und Sie haben ja jetzt gerade gesagt, Sie haben in der Schweiz studiert, aber Sie haben es trotzdem mit Deutschland gegründet?
00:11:37: Warum Deutschland?
00:11:38: Ich meine es ja... ich hätte immer gesagt, die Schweiz ist doch ein toller Standort, aber Deutschland scheinbar besser!
00:11:43: Ich habe es nach Deutschland umgezogen.
00:11:45: Die Firma ist in der Schweiz registriert, da ist auch tatsächlich noch eine Schweizer Firma jetzt rein von der Holding her und wir haben das operative Geschäft dann zwölf-zwei-tausendreizehn nach Berlin umgezogen weil in Berlin gerade eben der E-Commerce und auch Internetboom stattgefunden hat.
00:12:02: Das heißt auf der einen Seite haben wir eben am Anfang der letzten Dekade in Berlin dieses ganz einzigartige Gebilde gehabt dass wir viele sehr gut ausgebildete Menschen erstatteten Sehr, sehr international auch.
00:12:14: dass wir ganz viele junge E-Commerce und Internetfirmen hatten.
00:12:18: Und gleichzeitig ist die Lohnkosten wahnsinnig niedrig waren, vor allem im Vergleich zu der Schweiz.
00:12:23: in der Schweiz konnten wir niemanden einstellen weil wir uns das einfach nicht leisten konnten.
00:12:26: In Berlin konnten wir sofort einen Kundenservice aufbauen, konnten wir eine Vertriebsmannschaft erauf bauen haben die erste Finanzierung dann auch hier gefunden.
00:12:32: Die amerikanischen Investoren sind alle nach Berlin gekommen.
00:12:35: da ist niemand nach Zürich gekommen.
00:12:36: also das war schon gerade am Anfang der letzten Dekade ein total guter Ort für Gründung Immer mehr geworden, muss man fairerweise sagen über die nächsten zehn Jahre.
00:12:47: Berlin ist ja jetzt nach London immer wieder sozusagen vor oder hinter Paris.
00:12:51: Die zweitbest finanzierte Stadt wenn man jetzt auf Venture Capital in Europa schaut.
00:12:57: Und es gibt ein sehr, sehr ausgereiftes Ökosystem hier mittlerweile mit Zalando und Delivery Hero und HelloFresh und GhettoGuardia alle in den Milliardenbewertungen stecken und auch wirklich signifikante Mitarbeiterzahlen haben.
00:13:08: Also wir haben sozusagen wie man das heutzutage nennen würde einen Excellence Cluster im Bereich Eukomars.
00:13:14: Das ist schon mal gut zu hören!
00:13:15: Es war meine Frage wäre so bisschen, ich bin immer so ein bisschen Skeptiker... So gehört, dass es auch so ein paar Dinge gibt, die Gründer in Deutschland doch ein bisschen Bauschmerzen bereiten.
00:13:25: Die Finanzierung kommen wir gleich noch drauf.
00:13:26: aber ich dachte eher an Arbeitszeitregeln und Ähnliches.
00:13:29: Ist das nur eine Theorie?
00:13:30: Ich habe mal gelesen, da gab es die Motto ja, nein man soll nicht lange arbeiten und dann gab's das so... ist das denn, wenn sie... ist es so ein Ökosystem immer noch ein gutes Umfeld?
00:13:38: also würden Sie heute sagen, wenn Sie heute in Zürich sitzen mit derselben Idee und würden Sie dann auch wieder sagen, ich gehe nach Berlin oder sagen Sie, die Faktoren sind nicht mehr so gegeben.
00:13:48: Ich glaube, man muss ehrlich sein insofern dass man heute nicht mehr... unbedingt nach Berlin umziehen würde und das hat mehrere Faktoren.
00:13:56: Erstmal ist Kapital nochmal viel mobiler geworden in den letzten zehn Jahren, es war davor noch auf wenige Hotspots also klassischerweise San Francisco da hat's angefangen und dann in Europa London Berlin konzentriert.
00:14:09: Das ist jetzt natürlich auch mit der neuen Technologie.
00:14:11: Also Remote Work funktioniert ja nicht nur für Firmen sondern auch für Kapitalgeber.
00:14:17: die können natürlich auch viel schneller mal mit einer Firma in Kontakt kommen irgendwo in der Welt Investment Screen.
00:14:23: Also die Kapital ist viel mobiler geworden und gleichzeitig ist das was ja ursprünglich Ich sage jetzt mal in der Wirtschaftssprache, der USP also der Unique Selling Point.
00:14:32: Der Vorteil von Berlin war nämlich sozusagen die ganzen niedrigen Lohnkosten.
00:14:36: das ist ja schon längst vorbei.
00:14:37: Also wir sind natürlich auch genauso wie München oder auch andere Teile von Deutschland mittlerweile ein Standort mit sehr signifikanten Lohn kosten geworden und von daher muss in Berlin natürlich jetzt auch mittlerweile Hochtechnologie entwickelt werden Und da ist es jetzt für große Marktplätze nicht mehr ganz so attraktiv.
00:14:58: vielleicht vor zehn Jahren war.
00:15:00: Und mittlerweile hat man da sicherlich eine andere Blickwinkel drauf und deswegen ist auch, muss man fairerweise sagen, Berlin in den letzten Jahren etwas zurückgefallen.
00:15:09: Ich denke das heißt natürlich nicht dass wir hier wieder Löhne runterkicken müssen.
00:15:13: also ich denke das ist sozusagen unrealistisch und es sollte auch nicht die Strategie sein sondern wir müssen jetzt ganz im Gegensatz auf London aufschließen.
00:15:21: London hatte ein deutlich besseres letzte Dekade als Berlin vor allem in den vergangenen paar Jahren und das bedeutet All die Blocker, die es uns im Moment nicht ermöglichen, noch mehr Top-Talente und Fachkräfte und wirklich hochqualifizierte Leute für eben Hochtechnologie hier nach Berlin zu bekommen.
00:15:37: Also ich denke wir haben sehr profitiert von einem sehr günstigen Ökosystem und einer der sehr günsten Großwetterlage in Deutschland insgesamt gerade am Anfang der letzten Dekade.
00:15:48: deswegen sind wir gekommen.
00:15:50: aber diese Zeiten sind jetzt vorbei und jetzt muss man eine neue Strategie für die Neuzeit entwickeln.
00:15:55: Können Sie mir ein bisschen genauer erklären, wenn wir das Benchmark machen?
00:15:59: London versus Berlin.
00:16:01: Ich kann schon zugeben jetzt zum Jubiläums-Podcast.
00:16:04: der Podcast wird auch in der Politik gehört.
00:16:06: was sind denn so Dinge, was man bessern sollte wo wir sagen müssen wir lernen von London um quasi dafür zu sorgen dass ich in zehn Jahren wieder jemanden interviewen kann er wäre sie etwas tolles gegründet hat und sagt damals im Jahr es waren zwei und zwanzig.
00:16:19: da war das dann zwar schwierig aber die Faktoren haben sich absehbar verbessert
00:16:24: Genau.
00:16:24: Ich glaube, London ist ein sehr gutes Ökosystem um sich zu beanschmecken auch Israel aber auch San Francisco oder New York.
00:16:30: ich glaube alle sind am Ende den gleichen Weg gegangen und ich glaube wenn wir als Land- und auch als Hauptstadt erfolgreich sein wollen dann bleibt uns auch nichts anderes erspart aus auf diese Rahmenbedingungen zu achten die sicherlich auch die anderen großen Technologiestädte permanent probieren zu verbessern.
00:16:48: dazu gehört das allererstes mal Kapital Das ist ganz klar.
00:16:52: Wir haben in Deutschland immer so Eindruck, dass Kapital bei uns ja im Überfluss zur Verfügung steht und da denken wir vor allem an staatliche Ausgaben.
00:17:01: Jetzt muss man sozusagen ganz klar sagen das Kapital im Bereich der Innovation also der Technologiestartups rein privat kommt und das ist auch richtig so!
00:17:09: Also es sollten Privatinvestitionen sein die getätigt werden und da haben wir im internationalen Vergleich nach wie vor enorm wenig, also nur mal ein paar Zahlen zu nennen und um das zu untermauern.
00:17:21: In den USA werden insgesamt hundertfünfzig Milliarden US-Dollar pro Jahr in Venture Capital ausgegeben.
00:17:30: Die Vergleichssumme in gesamteuropa, inklusive dem Vereinigten Königreich sind fünfzig Milliarden.
00:17:37: Also die USA haben Faktor drei im vergleich zu komplett Europa und im vergleicht zu Deutschland ist der Faktur fünfzehn.
00:17:45: also in Deutschland sind mittlerweile circa zehn Milliarden US-Dollar, die pro Jahr in Innovationen und Wagniskapital ausgegeben werden, sprich die Finanzierung, die insgesamt an die Firmen fließen wenn man die Größe der USA kennt, also Faktor vier von einer Einwohnerzahl circa.
00:18:02: Zu Deutschland ist er Faktur fünfzehn in Wagniskapital sicherlich nicht gut wenn man an die Zukunft denkt und da haben wir eine große Lücke, die wir schließen müssen.
00:18:12: Vielleicht kann ich kurz zwischenfragen, nur ganz klar.
00:18:16: Ich weiß es gibt ja Early Stage.
00:18:17: also es kommt jemanden immer an wir hätten uns vor dreizehn Jahren schon bekannt leider nicht und sie hatten gesagt die macht das und ich hätte ihnen fünfzigtausend Euro geben so als Startkapital.
00:18:26: ist dass das Warkenskapital von dem zu sprechen.
00:18:28: oder ist es hinterher die Frage wo Sie Runden gemacht haben mit ein paar hundert Millionen?
00:18:32: Also woran hapert's?
00:18:33: weil in meiner ich bin auch manchmal Berlin unterwegs und meine subjektiven Wahrnehmung habe ich immer das Gefühl naja so für die ersten fünfzig tausende die ersten paar millionen zusammengetragen ein paar Leute nach Fünfzigtausend.
00:18:43: Das geht schon, aber hinterher wird es schwierig.
00:18:45: oder meinen Sie das gesamten Kette schwierig?
00:18:48: Die Frühphase hat sich deutlich verbessert über die letzten zehn Jahre.
00:18:52: also dieser subjektive Eindruck ist richtig und da haben wir auch mittlerweile würde ich sagen, fast eine Parität gegenüber den USA sicherlich gegenüber England.
00:19:03: Die Bewertungen sind hier noch etwas niedriger.
00:19:04: das hängt auch ein bisschen mit dem Kapitalmarkt zusammen und mit den Exitmöglichkeiten.
00:19:08: aber es stimmt schon dass gerade in der Frühphase ist deutlich mehr Business Angel gibt und auch Gründer und auch Mitarbeiter von erfolgreichen Unternehmen die mittlerweile investieren also inklusive mir selber.
00:19:18: Ich bin wahrscheinlich an zwanzig dreißig Startups mittlerweile persönlich beteiligt Und das macht ja auch richtig Spaß.
00:19:24: Also wenn man selber die Erfahrung gesammelt hat, dass man das auch weitergibt und vielleicht dann noch Geld damit verdient dieser Teil des Ökosystems funktioniert relativ gut.
00:19:32: sogar die Series A oder Series B Finanzierung.
00:19:35: also das kann man sich so vorstellen, wenn ein Start-up im Produkt marktreife findet und es probiert dann eben einen Markt zu bringen oder zu skalieren.
00:19:42: in der Frühphase sagen wir typische Investitionsvolumen da sind zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig Millionen.
00:19:48: Das gibt es auch noch in Europa.
00:19:51: nach ahnen und das ist so bei get your guide kann man sich das so vorstellen.
00:19:54: also als wir so im umsatzbereich von zwanzig dreißig millionen euro Umsatz, also netto-Umsatzkommissionserlöse waren und es dann drum geht.
00:20:06: Wir kommen auf ein paar hundert Millionen.
00:20:08: da braucht man eben deutlich größere Finanzierung.
00:20:10: Da reden wir über fünfzighundert zweihundert Millionen um wirklich international durchzubrechen.
00:20:15: oder auch wenn man in der Grundlagenforschung drüber denkt was sind so größere Projekte?
00:20:20: Größere Technologien wie KI zum Beispiel die dann zu finanzieren.
00:20:24: das kann man nicht aus Europa aber wir dürfen einfach nicht die Töpfe haben.
00:20:27: Also wir haben nicht die Fonds, wir haben Kapital und das findet dann nur noch in Amerika oder Asien statt.
00:20:35: Also wenn Sie jetzt drüber nachdenken, bei einem Gatio-Guide Börsengang-Potenzial in ein paar Jahren – wer sind denn die großen Fonds, die heute beteiligt sind?
00:20:42: Weil sie in der Spätphase reingekommen sind.
00:20:44: Da haben sie Temasek den Singaporeischen Staatsfond, da haben sie KKR, das ist ein amerikanischer Private Equity Investor.
00:20:51: also da sind dann eigentlich nur noch die Außenländer, die hier mitmischen und das sehe ich auch aus Gefahr, sage ich mal über die nächsten paar Jahre in Deutschland ist.
00:20:59: Wenn wir da nicht die Kompetenz und auch den Kapitalstocken bilden, dann laufen wir ein großes Problem weil bei diesen Zahlen, die ich gerade eben genannt habe, fünfzig Millionen Dollar im Jahr, die in Europa investiert werden muss man sagen dass auf jeden Dollar der von einem europäischen Fonds investiert wird in vergangenen Jahren circa fünfzig bis sechszig Cent von amerikanischen Fonds in Europa dazugekommen sind.
00:21:22: das ist gerade massiv rückläufig.
00:21:24: Da wäre die Zinswände in den USA leben und die Fonse natürlich als allererstes mal selektiver im Ausland werden, bevor sie selektiv am Inland werden.
00:21:31: Das heißt wir sind in Europa nicht nur in der Verteidigung aber auch in der Investitionsmöglichkeit im Kapitalbereich bei Start-ups sehr dazu jetzt bewegt worden eigentlich dass wir uns endlich mal um unser eigenes Schicksal kümmern und unsere eigene Schicksale selbst in die Hand nehmen.
00:21:46: das haben wir auch im Bereich der Innovation viel zu viele Amerikaner in der Vergangenheit überlassen.
00:21:52: Ja gut, im Prinzip ersparen es gibt es ja in Europa.
00:21:55: Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe der amerikanischen Fonds die kriegen ihr Geld auch von den großen Pensionsfonds und Versicherungen usw.
00:22:00: Also eigentlich ist da eine Frage der Regulierung.
00:22:03: wahrscheinlich dass man in Europa diesen großen Versicherung der Allianz und Ähnlichem quasi eher ein Anreiz gibt einen kleinen Anteil ihres Geldes was immer noch sehr viel werden absolut eben auch im Menschenbereich zu investieren.
00:22:16: Ganz genau, also ich glaube der Sündenfall den wir haben und das habe ich auch als Gründer Anfang der Zwei Tausend Zehner mitbekommen.
00:22:23: Als ich gestartet bin ist es wir im Jahr zweitausend zwei tausend eins mit dem Ende des neuen Marktes, als wenn eine Bruchlandung erlebt haben zu der Konklusio gekommen sind, dass all der Kapitalmarkt ganz schlimm ist und alles was mit Technologie zu tun hat Teufelswerk ist um man da dem nicht vertrauen sollte.
00:22:39: Ich überspitze jetzt mal ganz bewusst Als ich noch gegründet habe, hab' ich das oft als Feedback bekommen auch von einheimischen Investoren selbst in der Frühphase hier.
00:22:47: Das ist doch was mit Technologie, dass es Halbseiten, da wollen wir gar nichts mit zu tun haben und entsprechend haben wir niemals die Wagniskapitalregulierung gehabt wie wir sie in den USA gehabt haben mit all den Incentives da auch in diese Assetklasse reinzuinvestieren.
00:23:01: Und das haben wir nach wie vor nicht geändert.
00:23:03: und das ist wirklich ein absolutes Fiasco in meinen Augen in Europa.
00:23:09: Wir müssten viel stärker eingehen und wirklich proaktiv sagen, dass wir A natürlich... Das ist hier auch im Podcast, glaube ich, oft ein Thema gewesen.
00:23:18: Entweder einen Staatsfonds aufbauen oder zumindest Rentenfondsaufbau, die dann gebündelt eben nicht nur in europäische Staatsanleihen investieren wie das heutzutage der Falle sondern auch in unsere Zukunft.
00:23:29: und das ist Innovation und das isst dann umkehrschluss auch Adventure Capital and Private Equity.
00:23:35: also in diese erste Klassen gehen wir als Bürger im Moment nicht rein weil wir glauben dass sie gefährlich sind aber am Ende dadurch berauben wir uns unserer eigenen Zukunft Und das ist etwas, was wir sofort aufhören müssen.
00:23:48: Man muss übrigens auch gar nicht in die USA schauen um da gute Beispiele zu finden.
00:23:52: also ganz erfolgreiche Fonds befinden sich zum Beispiel auch in Kanada und Terry's Teachers Pension Fund.
00:23:58: Das ist der Pensionskasse der Lehrer in Ontario, also im Staat in Kanadar, ist zum Beispiel einer der größten Aktionäre bei Zalando unserem deutschen und europäischen E-Commerce Champion.
00:24:10: eine deutsche Rentenkasse ist dort investiert.
00:24:12: Also das sind für mich Dinge, die passen einfach nicht zusammen und da müssen wir von der Regulatorik unbedingt nachsteuern – und das ist gar nicht zu schwer!
00:24:20: Gibt es denn auch die Gefahr?
00:24:21: Ich meine gut, Sie können uns sagen, ich frage eigentlich beantworten aber ich frag einfach mal wenn sie mir am Börsengang dann irgendwann machen, geht es für mich ja auch so dass die Investoren an Ehren im Börsengang wahrscheinlich anstreben werden in einem angesächsischen Raum und nicht in Deutschland oder der Schweiz?
00:24:36: Das ist eigentlich, würde ich sagen die falsche Frage.
00:24:39: Weil wo der Börsengang stattfindet, spielt in einer globalisierten Welt weniger die Rolle?
00:24:45: Ist auch die Antwort, die sie bekommen werden von jedem CEO oder von der Deutschen auch eine amerikanischen Tech-Firm.
00:24:50: Also natürlich gibt es dann so noch ein paar Vorteile, wenn man die Dynastik bietet im Vergleich zur Frankfurter Börse.
00:24:55: aber Kapital ist mobil und Kapital wird gute Firmen finden.
00:24:59: Von da ist es eigentlich eher wichtiger dass wir gute Firme aufbauen das wir sich hier vor allem auch gut finanzieren und dass wir dann die Rahmenbedingungen haben, dass diese guten Firmen entstehen können.
00:25:11: Ich denke, die Frage wo geht dann werden?
00:25:13: Die Börse das ist am Ende des Tages in meinen Augen sekundär.
00:25:17: Ja gut ich könnte mir vorstellen können vielleicht die Hintergriffe habe ich gefragt hab, da ist natürlich hinterher auch wenn eine Firma im anderen Land notiert ist es quasi dann noch die Bindung zu Heimerschwinde sag' ich jetzt mal und das hat sich damit noch mehr an die Absetzbewegung aber stattfelsen.
00:25:29: Aber es sind subjektive Eindruck, da bin ich bei Ihnen im Kapital ist es egal.
00:25:32: Vielleicht eine andere Frage zum Thema Mitarbeiter.
00:25:35: Also ich habe ja auch schon mal Podcast gehabt, nochmal Gespräche geführt mit Leuten aus der Adventure-Szene und da gab es immer wieder Diskussion bezüglich der Besteuerung von Mitarbeiternoptionen.
00:25:44: also vielleicht müssen wir ganz kurz mal erklären mein Verständnis ist man arbeitet eigentlich... Ich pointiere es ein bisschen für wenig Geld Tag und Nacht und hat dafür noch Optionen in der Hoffnung quasi dann wenn seine Börsengang stattfinden oder der Verkaufstadt findet dass man dann über diesen Verkaufen quasi kompensiert wird für die vielen Jahre, die man reingesteckt hat mit geringem Gehalt.
00:26:04: Und da habe ich mal gehört dass da die deutschen Finanzämter irgendwie nicht so richtig vielleicht ein bisschen die falschen Anreize setzen?
00:26:12: Also wenn ich die Frage mal ein bisschen hochhebe auf ein anderes Level ist.
00:26:16: wir haben jetzt gerade im ersten Komplex über Kapital gesprochen und ich hab ganz klar formuliert wo die Defizite sind gerade was spätphasige Finanzierungen auch IPO-Finanzierungen in Europa und Deutschland angeht.
00:26:26: Das zweite große Komplex des Thema Talent Und das sehe ich eigentlich als unsere einzigartige Chance.
00:26:33: Also wir sind ja hier in der zweihundertsten Folge vom BTO-Podcast, deswegen würde jetzt mal hier eine Lanze für Europa berechnen und sagen Das ist der Selling Point den wir haben.
00:26:42: also die Leute wollen nicht nach China ziehen.
00:26:44: Die USA sind auch kein super attraktives Land im Moment gerade um dorthin zu gehen.
00:26:48: und noch dazu haben wir mit der Politik in den USA Jetzt nicht gerade das beste Ökosystem um Innovation anzuziehen von außen.
00:26:56: im moment also.
00:26:57: da hat wirklich europa einen ganz Tolles Pfund und auf dem müssen wir aufsetzen.
00:27:01: Und das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, wie können wir unsere Rahmenbedingungen so verbessern, dass wir das beste Talent der Welt nach Europa und Deutschland bringen?
00:27:12: Da machen wir muss man ehrlicherweise sagen im Moment keinen guten Job!
00:27:16: Und das ist total traurig, weil eigentlich so viele Leute zu uns wollen.
00:27:18: Auch hochqualifizierte Leute zu usw.
00:27:21: Also ich gebe mal eine konkrete Zahl bei Get Your Guide.
00:27:23: Arbeiten nur noch fünfzehn Prozent Deutsche, achtzig Prozent in Außenländer.
00:27:27: Das heißt, ich habe sehr viel Erfahrung damit was es heißt, Leute von anderen Ländern rund um die Welt nach Deutschland zu bringen und ich kann sagen dass es bürokratisch immer noch unfassbar schwierig das zu tun.
00:27:38: Und dann wenn sie mal hier sind, sind die Bedingungen, die wir ihnen geben nicht toll.
00:27:43: Wir sind ein absolutes Höchststeuerland.
00:27:46: Die Leute müssen wahnsinnig viel von ihrem Brutto abgeben, die Sozialleistung, die wir als Unternehmen noch mal oben drauf zahlen, sind auch unfassbar hoch.
00:27:52: und dann haben wir in Arbeitsrecht das Wahnsinnig Rigide und unflexibel ist und nicht den Bedürfnissen der Mitarbeiter heutzutage gerecht wird.
00:28:01: Und dann last but not least ist genau die Thematik, die Sie jetzt gerade angesprochen haben.
00:28:06: Eine ganz relevante und das ist wie werde ich am Erfolg des Unternehmens eigentlich beteiligt?
00:28:09: Das ist die Währung nach der die qualifizierten Fachkräfte bemessen wo sie arbeiten wollen und die komplizierter wir das machen.
00:28:17: also es gibt de facto keine Stockoptions für private Unternehmen momentan in Deutschland und das muss über Bonisysteme gelöst werden, die wir dann mühsam selber als Unternehmen erfinden müssen.
00:28:30: Das ist kein wahnsinnig attraktives System und die London beispielsweise für eine Königreich haben enorm attraktive Anreizsysteme für Stock Options, haben wahnsinnigen flexibles Arbeitsrecht.
00:28:41: Wir sind mit London natürlich in der Stadt, die man in Englisch sprechen kann, die einen tollen Flughafen hat, gute Infrastruktur an den meisten Teilen und sehr attraktiver internationales Talent.
00:28:51: und da müssen wir uns eben fragen als Deutschland wo wollen wir spielen?
00:28:55: Wollen wir vielleicht noch mehr steuern Kassieren?
00:28:58: wollen wir die bürokratischen Hürden weiter hochhalten, wollen wir nicht digital werden.
00:29:03: Das zieht natürlich nicht mehr Top-Leute an!
00:29:06: Es war jetzt ja ziemlich viele Punkte und die waren natürlich nachvollziehbar, aber jetzt müssen wir mal ein bisschen priorisieren.
00:29:12: Jetzt gehen wir hin und sagen, wir gehen im Morgen gemeinsam zu Herrn Heil.
00:29:15: Da sagen Sie im Prinzip arbeitsrecht flexibilisieren?
00:29:17: Dann aber für alle oder nur für Startups?
00:29:19: oder welche Hinsicht Arbeitszeiten oder welcher Flexibilität brauchen wir noch?
00:29:24: Also ich würde sagen und ich habe ja gerade gesagt, ich komme aus der Schweiz.
00:29:28: In der Schweiz gibt es diese ganzen Debatten die wir in Deutschland haben Nicht und mich wundert, dass wir in Deutschland immer noch so rückwärts gewandt eigentlich probieren unsere komplette Arbeitswelt nach einer alten Fabrik auszumalen.
00:29:42: Also im Sinne von das man muss von neun bis fünf arbeiten und das alles muss irgendwie X Tage die Woche dann im Büro oder im Home Office stattfinden und dann müssen wir sozusagen komplett starre Arbeitsverträge haben.
00:29:55: also diese ganze Logik passt einfach nicht mehr in ein normales Technologieunternehmen.
00:30:00: Jetzt kann man natürlich sagen, das machen wir nur für Startups oder nur für die Technologiebranche anders.
00:30:04: Also wenn sie mich jetzt wirklich persönlich fragen würden... Da bin ich mir auch vollkommen im Klaren politisch und Deutschland absolut nicht durchsetzbar.
00:30:10: Würde ich sagen dass heute einfach für alle sich ändern weil ich glaube am Ende andere Länder funktionieren auch mit deutlich viel mehr Flexibilität und es funktioniert sehr gut.
00:30:19: Aber natürlich vor allem für die Start-ups wäre es gut, von ganz viel dieser Bürokratie und von dieser Starheit befreit zu werden.
00:30:26: Weil sie einfach bremst!
00:30:27: Also ist nicht so dass man dann keine Unternehmen mehr aufbauen kann aber man nimmt natürlich wieder die Geschwindigkeit raus und das ist ja genau das was wir brauchen.
00:30:35: Wir brauchen eine Geschwindigkeit bei Innovationen.
00:30:38: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie.
00:30:41: dabei wird oft vergessen dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann.
00:30:45: also Wie schnell wird ein Trade ausgeführt, wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?
00:30:51: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct an.
00:30:54: Die App richtet sich an aktive und erfahrene Trader, die bewusst handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.
00:31:00: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.
00:31:06: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Sprites oder Slippage eine größere Rolle als viele Denken.
00:31:12: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente Ausführungen professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.
00:31:22: Tradegate direct wurde bereits zweimal in Folge von Stiftung Barrentest als Kostensieger ausgezeichnet.
00:31:28: Dazu kommen lange Handelszeiten, von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading.
00:31:34: Marktübliche Spreads können natürlich anfallen.
00:31:36: Hinter der Trading App steht die Berliner Tradegate AG ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.
00:31:43: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.
00:31:49: Den Link gibt's in den Show Notes Verstanden.
00:31:54: Zweiter Punkt, Finanzabend!
00:31:56: Also einfach das englische System übernehmen.
00:31:58: oder was sollte Herr Lindner jetzt konkret machen?
00:32:01: Ich denke ganz ehrlicherweise, da sollten wir kopieren.
00:32:03: Da haben sie vollkommen recht.
00:32:04: also das muss man aber natürlich auf deutsche Recht anpassen.
00:32:07: die meisten Unternehmen hier sind GMBHs in Deutschland.
00:32:10: Das ist etwas was mit Stock Options wahnsinnig schwierig noch funktioniert.
00:32:13: jetzt kommen wir ja ins Gesellschaftsrecht und ich werde den Podcast nicht sprengen deswegen werde ich mich alle Details ausführen.
00:32:19: Aber als allererstes mal sollten wir die GmbH flexibilisieren oder auch komplett umbauen so dass ihr eigentlich eine Charakteristik von der normalen Aktiengesellschaft hat ohne die ganzen Komplexitäten der deutschen Aktiengesellschaft.
00:32:31: Und dann sollte man da es sehr leicht möglich machen, Mitarbeiter und Stockoptions oder Anteile zu geben, ohne dass es ein sogenanntes Dry-Income gibt.
00:32:39: Das heißt das sie nicht sofort Steuern bezahlen müssen wenn Sie die Anteilen bekommen sondern erst dann, wenn die Anteilheit tatsächlich verkauft werden.
00:32:45: Das ist die konkrete Finanzproblematik hier.
00:32:49: Dann würde ich sogar noch einen draufsetzen, dann würde ich sagen als Staat, wenn ich sozusagen jetzt Bundeskanzler Wirtschaftsminister, Finanzminister wäre für mich das ideale Pro-.
00:32:57: Das ist ein Programm, das man sagt für Start-ups z.B.
00:33:00: in den ersten zehn Jahren nach der Gründung oder auch bis zu... Wenn wir hundert Mitarbeiter, so haben sie Engländer gemacht gibt es da eben noch einen großen Steuerbenefit.
00:33:08: Dass man sagt die bekommen von mir ist eine flat tax und eine ganz niedrige Besteuerung auf diese Anteile um wirklich die Incentivierung hoch zu machen auch zu kleinen Startups in Unternehmen reinzugehen weil am Ende des Tages und ich glaube wieder hoch zu gehen das geht ja nicht darum dass wir hier Steuern Geschenke verteilen sondern es geht ja darum wie incentivieren wir denn junge Leute, Ich sag jetzt mal zu Daimler-Benz, Google oder Apple oder Amazon gehen.
00:33:32: Wo sie einen sicheren guten Arbeitsplatz mit einem Benefits bekommen in einer Gesellschaft die Vollbeschäftigung hat wohlgemerkt, sondern dessen Risiko nehmen und Risiko muss stärker belohnt werden.
00:33:44: Und deswegen ist diese Reform so wichtig.
00:33:45: wenn wir als Land nicht bereit sind junge Menschen Unternehmer aber auch Leute die sich unternehmern anschließen zu belohnen das Risiko Nehmen ich meine dann müssen wir es auch nicht wundern dass wir nicht mehr innovativ sind.
00:33:58: Wir haben auch gerade gesehen, dass die Zahl der Selbstständigen auf ein neues Tiefgesuchen ist.
00:34:02: Ich glaube seit fünfzig Jahren hat man nicht so wenig, obwohl gleichzeitig die Zahl erwerbsfähig massiv gestiegen ist und alle wollen dann gerne am Start arbeiten.
00:34:09: Da gibt es noch eine andere Statistik, die auch ganz interessant sind.
00:34:11: Also wir sind übrigens und das ist für mich beinahe alarmierendere weil die Zahl der Unternehmen oder Selbstständige geht natürlich mit der Konjunktur runter.
00:34:19: Was viel alarmierender ist?
00:34:20: Wir sind bei der Anzahl der totalen Gründung in Europa gleich auf mit den USA.
00:34:24: aber wenn wir anschauen wieviel Marktkapitalisierung der Nachhinein dabei rauskommt am Ende Apple, Amazon Google
00:34:31: usw.,
00:34:31: dann sieht man dass komplett Europa in der Gesamtmarktkapitalisierung von privaten und börsengelisteten Tech-Unternehmen bei drei Tausend Milliarden, also drei Billionen US Dollar liegt während die USA bei Faktor Zehn ungefähr liegen.
00:34:46: Wir müssen uns wirklich fundamental fragen ist das System was wir heute haben ausgelegt um wirklich große technologische Konzerne hervorzubringen?
00:34:53: Ich würde sagen, sowohl auf der Kapitalseite als auch auf der Talentseite haben wir immer noch ein System was vor fünfzig sechzig Jahren funktioniert hat in einer nicht globalisierten Welt mit deutlich weniger Wettbewerb.
00:35:06: Was aber heute nicht mehr so funktioniert?
00:35:08: Sie werden kein Technologieunternehmen mehr leicht skalieren können mit ganz wenigen Ausnahmen zu denen wir glücklicherweise gehören wenn sie nicht die Marktumgebung von den USA haben.
00:35:21: Jetzt haben wir natürlich das adressiert.
00:35:22: einige Punkte.
00:35:23: zum einen den europäischen Binnenmarkt, darauf kommen wir gleich.
00:35:26: Ich würde aber bevor wir draufkommen ganz kurz mal erst einmal sagen ich habe es jetzt so verstanden Es ist ja so, ich hab erstmal die Idee die Innovation dann habe ich die Gründung und den Aufbau Und dann habe mich die Finanzierung ums groß zu machen.
00:35:38: Wir haben ja hinten angefangen die Finanzierungs großzumachen ist eher nicht in Europa.
00:35:42: leider Beginnen wir mal ganz vorne.
00:35:44: Innovationsfähigkeit Sie hatten vor dem Nebensatz erwähnt sind zwei Dinge wie ein Satz erwähnte.
00:35:48: eine war Sie haben gesagt, Berlin kann es kein Standort mehr sein so für die einfachen Innovation jetzt in meinen Worten für Marktplätze und ähnliches sondern das muss eher Tech Innovation sein.
00:35:58: Das fühlt mich dann zum zweiten sie haben auch gesagt sie hätten ja trotzdem in was ich zwanzig Startups investiert.
00:36:03: jetzt gehe davon aus dass ist nicht eine Charity Gründen machen sondern das natürlich auch sagen ich bringe Expertise rein möchte mir Geld verdienen.
00:36:09: Wie steht es denn um die Innovationsfähigkeit?
00:36:11: Ich meine, haben wir diese Innovationsfähigkeit auch?
00:36:13: oder bin ich jetzt ein bisschen ketzerisch und sage nachdem heute naja gut sie sind hier Ausnahme vielleicht gibt's noch andere Ausnahmen.
00:36:18: Eigentlich ist Berlin eher ein Stadtort gewesen von Leuten die was kopiert haben was in anderen Ländern schon fruteniert hat.
00:36:24: Nein da können wir wirklich mal optimistische Niezukunft blicken.
00:36:26: also wir haben nach wie vor einen Ökosystem mit wirklich brillanten Unternehmern quer durch die Bank Egal, ob sie jetzt irgendwie in Zalando eine Delivery-Heroen get your guide nehmen oder auch vielleicht aus der neuesten Kohorte in Ceylonis beispielsweise.
00:36:40: Also da geht es um Prozessautomatisierung und auch künstliche Intelligenz mit Bastian Nominacher und Alexander Rinke.
00:36:48: Da gibt's wirklich tolle Unternehmen und auch das was ich sehe in meinem Portfolio, was im Moment los ist, ist toll!
00:36:53: Es gibt wirklich viele ganz gute Unternehmer jetzt gerade in der zweiten Welle im BtoB Bereich also grade was Prozesse automatisiert, Digitalisierung von auch der Fabrik, also den eher klassisch deutschen Kompetenzen wo wir sehr gute Unternehmen hervorbringen werden.
00:37:10: Da habe ich überhaupt gar keinen Zweifel.
00:37:12: Die Frage ist eben erlauben wie es diesen Unternehmen dann wirklich nachher groß zu werden, auch eigenständig zu bleiben.
00:37:19: Oder werden das am Ende des Tages mittelgroße Unternehmen die wahrscheinlich auch zum größten Teil dann irgendwann mal aufgekauft werden wie der von den Amerikanern?
00:37:26: und da plädiere ich eben ganz klar für einen Kulturwandel auch in Deutschland.
00:37:32: Ich glaube das Thema Gender zwanzig dreißig gab es hier schon im Podcast und gibt's auch ein vieler anderer Stelle.
00:37:39: Da müssen wir einfach jetzt ganz klar und ganz pragmatisch ansetzen dass wir die Innovation wirklich von der Schule und der Universitäten über unsere Medienlandschaft, auch unseren Alltag wirklich ganz anders leben.
00:37:53: Und das muss in der Spitze beginnen!
00:37:55: Da muss ich dabei sein, genauso wie meine Unternehmerkollegen bis hin zum Bundeskanzler.
00:38:00: Das muss ein Top-Prio Thema sein – und das muss entsprechend gelebt werden.
00:38:05: Ich gebe jetzt mal ganz einfache Beispiele, wie man das umsetzen könnte... Wenn ich, ich weiß nicht ob sie noch die Tagesschau oder Tagesthemen schauen, aber solche Themen wie Innovationen und was deutsche Technologieunternehmen machen das sehe ich da nie.
00:38:18: Und
00:38:19: das ist natürlich dann auch kein Thema für die jungen Generationen.
00:38:22: Dann interessieren sich die Leute in der Schule nicht dafür und dann interessiert sich die Menschen in den Universitäten relativ wenig, dafür.
00:38:28: in den USA ist es komplett anders.
00:38:29: also Silicon Valley ist dort prime time und alle reden drüber und die Medien sind super euphorisch.
00:38:35: bei jeder Innovation und darüber wird geschrieben und diese Optimismus für Technologie und Innovation, denen müssen wir viel stärker leben wenn wir hier noch mehr tolle Unternehmen haben wollen.
00:38:47: Qualität der Leute oder unserer Ausbildung per se, sondern ich würde sagen es liegt insgesamt an der Optimismus auch am Glauben an sich selbst.
00:38:56: Den wir ein bisschen verloren haben oder den wir jetzt nicht mehr so versprühen und das glaube ich da müssen wir viel stärker ansetzen.
00:39:03: in Deutschland gibt's ganz oft die irgendwie ganz komischen Glauben, dass ganz viel von der Innovation über den Staat passieren muss.
00:39:12: und das ist eben etwas wo man ganz klar sagen muss nein so funktioniert es nicht.
00:39:17: Das ist nicht die Rolle des Staates.
00:39:18: also der Staat ist dafür da um gute Rahmenbedingungen für Innovation zu geben.
00:39:23: Der Staat ist nicht dafür da die Innovation zu ersetzen oder sie zu dirigieren und da ist ja auch einfach Fehler am Platz.
00:39:31: Konkretes Beispiel hier aus Berlin, dass wir alle gut kennen.
00:39:33: Nämlich das neuen Euro-Ticket.
00:39:35: Ich glaube jetzt ist es neunundvierzig Euro Ticket hier.
00:39:38: Wir haben in Deutschland ein Top-Unternehmen.
00:39:41: Das heißt Flixbus als auch einen Unicorn also mit über einer Milliarde bewertet.
00:39:45: die macht mittlerweile der größte Busanbieter weltweit.
00:39:49: jeder kennt die Flix Busse auf der Autobahn.
00:39:51: Und als das noch ein Euro Ticket kam, da hat der Staat probiert eben zu sagen so wir wollen jetzt irgendwie Transport innovativer machen und die Bahn und die Bandsysteme.
00:39:59: Wir machen, wir subventionieren jetzt mal dieses System an das neuen Euro-Ticket weil dieser Flix Post nicht mit drin.
00:40:04: also wir haben eigentlich quasi direkt einem unserer größten und besten Technologieunternehmen massiv geschadet.
00:40:11: Man könnte auch sagen aber der Staat wollte den Webbewerber der Bahnen ausschalten Ja,
00:40:15: genau richtig.
00:40:16: Und da haben wir sozusagen Ihren größten Wettbewerber die Bahn, wo ja Flixbus endlich mal Druck auf die Bahn aufsgeübt hat, indem sie eine Alternative gebracht haben wurde da direkt gegensubventioniert und das sind so die Verhaltensmuster, die wir aufhören müssen wenn wir innovativ sein wollen.
00:40:30: also Wir müssen uns daran gewöhnen dass es Wett bewerb gibt und wir müssen wirklich guten Wett Bewerb erlauben und fördern und beglückwünschen.
00:40:38: und ist ein statt sozusagen über's neuen Euro Ticket die ganze Zeit zu reden und die Jugendlichen so kürre zu machen auf die Straße kleben dafür, sollten wir lieber mal die Unternehmer wie den Jochen Engard oder ein André Schwemmlein von Flixbus feiern und sagen, da haben Jungs hier das Tolles erfunden.
00:40:53: Und das skaliert global!
00:40:54: Die sind in der USA jetzt im Marktführer am Greyhound dort gekauft und gehen gerade nach Indien.
00:40:59: Tolle Story, kennt kein Mensch her?
00:41:01: Das ist das Problem.
00:41:02: Jetzt haben Sie vorhin auch erwähnt, Europa spielt noch eine Rolle.
00:41:07: Sie haben gesagt man muss in der USA sein weil da Markt einfach so groß ist.
00:41:10: Es wäre der europäische Binnenmarkt eigentlich auch ganz groß.
00:41:12: aber ich habe mal gehört das Problem an der ganzen Sache ist es ist eben kein Marktaussicht eines Startups weil er eben so fragmentiert ist bei die einzelnen immer noch eigentlich Regelungen haben.
00:41:22: Ist das so?
00:41:23: und damit verbunden auch noch die Frage, was macht eigentlich denn die EU?
00:41:27: Wir haben gerade die Deutschen kritisiert.
00:41:29: Ich habe mal ein bisschen einen Eindruck gehabt dass die EU sich vor allem darauf festlegt quasi der Chefregulator zu sein von neuen Technologien.
00:41:36: Bei KI war es auch so vorkommen wir wollen hier der Regulationsweltmeister sein.
00:41:39: ist das jetzt ein bisschen ätzender?
00:41:41: stellt der Negativkommentar?
00:41:42: oder wie steht's da mit der EU?
00:41:45: Ja, bei der EU gibt es Licht und Schatten.
00:41:47: Also erst mal muss man sagen ich bin ganz großer Fan von Europa und ich glaube Europa ist auch die Lösung zu den Problemen, die wir gerade besprochen haben weil selbst wenn wir in Deutschland alles so reformieren wie wir das gerade besprochen haben und riesigen Erfolg danach feiern wird es nicht genug sein um auf dem Weltmarkt zu bestehen.
00:42:03: also wir brauchen ein ganz klaren gutes europäisches Ökosystem.
00:42:06: Und wenn Sie auf die erfolgreichen Start-ups hier schauen als ich hatte ja grad schon Zalando erwähnt Ich hatte ein Ceylonis erwähnte ich hatte ein Gatio Guide erwähnten in Flixbus dann sieht ihr natürlich auch alle paneuropäisch erfolgreich geworden.
00:42:17: Und da geht es dann eben vor allem darum, wie können wir innerhalb von Europa eigentlich möglichst die verschiedenen Bürokratien, die wir haben und die Hindernisse weiter herunterschrauben?
00:42:28: Ich glaube der hat natürlich schon riesige Fortschritte gegeben.
00:42:31: also auch wenn der Euro den wir alle natürlich auch zugegebenermaßen kritisch im Moment sehen aus anderen Aspekten heraus.
00:42:38: zum Beispiel ist eine super Erfindung um einfach mal Reibung rauszunehmen.
00:42:44: Mobilität der Arbeitskräfte in Europa ist eine fantastische Erfindung, um eben Talent zu den richtigen Firmen im Technologiebereich zu bringen.
00:42:52: Also da gibt es wirklich ganz viele Sachen die super sind und ich bin großer Fan davon weiter an den großen Schrauben zu drehen und nicht eben in die detaillierte Regulatoregrund dazu gehen weil da wieder der Staat eigentlich Innovationen bremst und Geschwindigkeit rausnimmt, anstatt Geschwindigkeits draufzutun.
00:43:08: also ganz konkret was könnten wir machen auf europäischer Ebene?
00:43:11: Was gut wäre was schlecht ist.
00:43:15: Was gut ist, wenn Europa zum Beispiel sagt – wir hatten ja gerade am Anfang gesagt Rentenkassenregulierung, wenn wir da sozusagen eine Vereinheitlichung bekommen.
00:43:25: und ich weiß, Finanzpolitik ist nicht auf europäischer Ebene.
00:43:27: aber sagen wir mal die Europäische Kommission regt den ganzen Finanzminister an dass wir im Bereich Stockoptions ein gutes Framework haben oder das es im Venture Capital-Bereich alle Länder anfangen in bestimmten Prozentsatz ihrer Rentenkasten eben in Warniskapital zu investieren.
00:43:41: Das werden sozusagen sehr gute Anregungen.
00:43:43: Die gibt es momentan auf nationaler Ebene, so Macron beispielsweise hat sowas eben in Frankreich gemacht jetzt außerhalb der EU oder das im Vereinigten Königreich gemacht aber ist wurde eben nicht europäisch angepackt und da glaube ich kann die EU wahnsinnig gute Impulse setzen damit wir insgesamt in Europa in die richtigen zukunftsgewandten Technologien investieren.
00:44:03: Da können die EU teils sein wo die EU nicht gut ist dass wenn sie anfängt wahnsinn komplexe Regulatorik rauszulegen Innovation eher bremst.
00:44:14: Und ganz viel davon ist gut gemeint, aber hat nachher fatale Auswirkungen.
00:44:19: also die KI-Regulatorik ist ein sehr gutes Beispiel.
00:44:22: wir sind ganz am Anfang der KI Revolution.
00:44:25: jetzt anzufangen überall das mit Gesetzen Probieren schon a priori zu regeln, wo wir noch überhaupt nicht wissen wohin die Reise überhaupt geht und wo wir ganz wenig Erfahrung auch mit der Technologie haben ist sicherlich nicht das Richtige.
00:44:39: Also dass es ein bisschen so ist ob man gerade eben den Dieselmotor erfunden hätte und dann fängt man schon an sich darüber zu überlegen wie wir dann überhaupt die Sitzkurte irgendwie schnallen wollen und die Autobahn genau bauen wollen und wo nicht.
00:44:52: Wobei noch kein einziges Automobil zusammengeschraubt worden ist.
00:44:54: also das ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.
00:44:59: freundlich, sondern das ist eher Innovationsfreundlich.
00:45:01: Feindlich.
00:45:02: ein anderes gutes Beispiel, das ist nicht sehr populär in Deutschland.
00:45:05: Ist die allgemeine Datenschutz Grundverordnung?
00:45:08: Das wird als großer Erfolg gefeiert in Europa.
00:45:11: Das ist in meinen Augen eher dramatisch für die Innovation gerade von Mittelständlern in Deutschland weil was dies bedeutet, dass die Datenhoheit noch mehr bei den großen Plattformen liegt, die einen Opt-in sozusagen haben natürlich von uns Nutzern, weil wir alle deren Services benutzen während natürlich deutlich weniger Leute die Service ist gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen benutzen.
00:45:35: Das heißt, sie sind dann immer wieder darauf angewiesen über die großen Plattform ihre Transaktionen abzuwickeln und auch Kunden zu gewinnen.
00:45:42: Und da ist wieder etwas wo ich denke sozusagen zu viel Regulation auf europäischer Ebene eher nicht innovationsfreundlich ist.
00:45:49: Wir sollten eben diese Linse das wie können wir mehr Wettbewerb und Fernwettbewerk haben?
00:45:55: Immer ins Zentrum legen und dann lieber weniger machen und lieber große Schrauben drehen als eben ein ganz kleinteiliger Regulation darunter gleiten.
00:46:03: Ich glaube, das wird im Zweifel immer eine Innovation schaden und eher den großen Unternehmen nutzen.
00:46:09: Ja genau, im Prinzip füttern wir damit die Gewinnene Amerikaner auch noch an, wenn ich es richtig verstehe oder nicht gerade in unserem Interesse eigentlich?
00:46:16: Nicht nur der Amerikaner muss fairerweise sagen, auch der Europäer.
00:46:18: Also auch gerade viele ältere deutsche Firmen haben großes Interesse immer an viel Regulation.
00:46:24: Das muss man ganz klar so sagen.
00:46:26: Der Grund warum wir nicht zu viele Innovationen in Deutschland haben liegt nicht nur in der Politik.
00:46:30: Da muss mal ganz ehrlich sein.
00:46:32: Sonst liegt auch daran dass wir uns alle sehr schön eingerichtet haben in einem System wo wir unsere erfolgreichen deutschen Unternehmen haben und solange man da immer nur nach hinten schaut eben den globalen Wettbewerb jetzt mal ausblendet, ist das ja ein wunderbares System von dem alle gut gelebt haben.
00:46:47: Das Steuereinnahmen produziert, dass Arbeitsplätze gesichert hat und das Land sozusagen sehr stabil und sehr ruhig gehalten hat.
00:46:53: Das Problem ist eben wir sind in der wahnsinnigen dynamischen Zeit.
00:46:56: Globaler Wett Bewerb bedeutet nicht nur, dass wir aus Deutschland heraus Autos exportieren können, sondern es bedeutet auch das Leute in anderen Ländern auch Software bauen können und Autos produzieren können, nach Deutschland exportieren können.
00:47:08: Und da an diesen Gedanken gewöhnen wir uns jetzt gerade eben.
00:47:11: das bedeutet eben auch dass wir uns dem stellen müssen und vielleicht auch drüber nachdenken müssen wie wir unseren eigenen Marktwerbbewerbs freundlich machen damit wir bessere Unternehmen produzieren.
00:47:24: Das kann man so sicherlich vollig im Konsens.
00:47:26: jetzt würde ich gerne wenn nicht um die Gelegenheit haben mit einem zu sprechen der ganz eng mit den Technologien verwunden ist, würde ich ganz gerne dann auch zum Abschluss vielleicht wissen diskutieren.
00:47:35: Mit Ihnen über künstliche Legenz also künstlichen Legens.
00:47:37: Ich habe mein Podcast mal ein bisschen spielerisch verwendet.
00:47:40: Ich probiere es manchmal so gelegentlich mit meinen ganz einfachen Anfragen.
00:47:43: Ich hab aber im Vorgespräch mit ihnen auch verstanden dass sie eigentlich sagen das ist eine sehr, sehr grundlegende Innovation und das ist da auch teilweise auch wieder Interessens geleitete Widerstände gibt.
00:47:55: Vielleicht auch von den Cumbins.
00:47:58: Das sind große Gefahren, weil sie selber um ihr Geschäft fürchten.
00:48:01: Vielleicht können Sie mal ein Handhaber machen, ob die künzliche Illigenz, wenn wir darüber sprechen können, wie das beeinflusst und wie das im Prinzip für Sie beeinflußt und wie Sie da eigentlich die Chancen und Risiken sehen?
00:48:14: Also künstliche Intelligenz ist das allererstes mal etwas, dass nicht neu ist.
00:48:18: Ich glaube da muss man ganz klar sein.
00:48:20: also schon als ich in der ETH in Zürich studiert habe von zwei tausend vier bis zweitausend neun gab's Modelle der künstlichen Intelligenzen mit denen wir damals neuronale Netze programmiert haben und die entsprechende Datenauswertung gemacht haben.
00:48:34: Das ist von der Technologie her es eigentlich nicht neu was sich verändert hat und ich glaube da ist auch ganz wichtige Beton drauf zu legen und auch die Kapazität der Datencenter dahinter.
00:48:47: Also wir haben eine ganz andere Compute Power, wie man so schön sagt im Englischen mit denen wir Daten verarbeiten können und mit den wir diese neuronalen Netze auch trainieren können.
00:48:59: Das ist wirklich irre, was da gelaufen ist in den letzten paar Jahren.
00:49:03: Da haben wir wirklich Quantensprünge nach vorne gemacht und das führt dann eben zu so tollen Ergebnissen wie jetzt im ChatGDP, was wir sicherlich alle gesehen haben, wo ein Computer wahnsinnig idiomatisch Texte schreiben kann.
00:49:16: Ein anderer Datenpunkt, den ich sagen kann, nämlich auch gerade, weil er neulich beeindruckt hat, dass die automatische Übersetzung durch Übersetzungstools mittlerweile bei Ghetto Guide die Qualität der professionellen menschlichen Übersetzer übertroffen hat.
00:49:29: Also das heißt wir werden jetzt ab nächstem Jahr menschliche Übersätze nur noch zur Korrektur lesen und zur Qualitätssicherung haben, aber nicht mehr zum Übersetzen selber.
00:49:39: Und wir sind in den zwanzig Sprachen verfügbar, haben eine seventy-tausend Produkte, da kann man sehen also es ist schon relativ viel Wertschöpfung dar.
00:49:46: Das sind schon riesige Umwälzungen.
00:49:48: Jetzt machen wir aber oftmals den Fehler, sofort bei solchen technologischen Sprüngen in Panik zu verfallen.
00:49:54: Ich glaube es ist keine Panik angesagt.
00:49:56: man sollte eher überlegen wie dieses Werkzeug KI was jetzt immer nützlicher wird mit der Zeit wo eben auch immer mehr Rechenkapazität verfügbar ist wie wir das gut einsetzen können um uns produktiver zu machen und gleichzeitig auch mehr Wertschöpfung zu betreiben.
00:50:11: und es ist ja so klar, wir brauchen mehr Produktivität.
00:50:14: Wir haben eine alternde Gesellschaft.
00:50:15: Es werden immer Leute jetzt in Rente gehen wollen und müssen und entsprechend brauchen wir Produktivitäten.
00:50:21: Das heißt das ist für mich erst mal ne ganz tolle Entwicklung Wenn man jetzt drauf geht und dann eben sich die Regulation und auch die Hysterie anschaut, die in diesem Bereich entstanden ist.
00:50:33: Da habe ich eigentlich einen relativ kühlen Blick darauf.
00:50:37: also KI als solches nicht wahnsinnig bedrohlich so wie sie heute da steht.
00:50:42: Man kann sicherlich das Werkzeug auch missbrauchen Und das muss man über die Zeit regulieren.
00:50:48: dort wo man sieht es gefährlich ist um die KI Als solches als Technologie ist keine Gefahr.
00:50:54: Was dahinter steckt und ich glaube, da muss man sich natürlich auch ganz klar im Bewusstseins drüber sein.
00:51:00: Das ist die Amerikaner, die bei uns in absolut dominantem Marktanteil der Technologiebranche in Europa aufgebaut haben über das letzte Jahrzehnt natürlich ein riesiges Interesse daran haben, dass wir jetzt die nächsten Jahre mit Regulatorik verbringen und nicht mit Wettbewerb.
00:51:18: Es ist natürlich ein Paradigmenwechsel.
00:51:20: Und jeder Paradigmanwechsel ist immer gefährlich für die Inkumvenz, also für die bestehenden großen Unternehmen und die bestehen im Großen Unternehmen.
00:51:28: Die haben in der ersten Generation das Internet zu sehen.
00:51:32: Nehmen wir mal Google jetzt als Beispiel eine Suchmaschine bauen.
00:51:35: Wir haben alle Content kreiert.
00:51:36: Wir haben Webseiten gemacht.
00:51:37: Die durften alles umsonst initiieren.
00:51:39: Sie haben all unsere Daten umsonsten bekommen und konnten darauf ein wahnsinn profitables Geschäftsmodell aufbauen.
00:51:44: Haben keine Steuern bezahlt.
00:51:45: noch dazu Da haben wir jetzt faktisch einen Monopol im Bereich Suche.
00:51:49: Wenn so ein Paradigmen-Werksteil kommt, ist das gefährlich!
00:51:52: Was möchte ich als große Suchmaschine in Europa als erstes, wenn ich sehe?
00:51:57: Jetzt könnte mal wirklich ein Wettbewerb kommen... Dann will ich als allererstes mal, dass alle Leute Angst haben und sich damit beschäftigen wie man diesen Webbewerb unterdrücken kann.
00:52:05: Also sozusagen ist ja eine geniale Masche darüber nachdenkt und da sollten wir nicht darauf eingehen.
00:52:10: also wir sollten uns jetzt nicht mit Regulatoren erstens in der Linie beschäftigen.
00:52:14: Wir sollten uns dann beschäftigen, wie wir die KI Startups hier in Deutschland an den Start bekommen.
00:52:18: Wie wir die Toll finanzieren können?
00:52:20: Wie wir einen richtig guten Webbewerk aufbauen können?
00:52:22: Wir sollten es nicht Kirre machen lassen von diesen medialen Diskussionen, die mit einer ganz klaren Agenda geführt werden
00:52:29: Und Sie kennen dieses Ökosystem sehr gut.
00:52:34: Es klingt für mich so, als würden sie sagen wir haben da noch eine Chance.
00:52:37: also der Zug ist noch nicht abgefahren.
00:52:40: Wir sind ja erstellter.
00:52:40: wenn man Unternehmer ist, ist der Zug niemals abgefahrene.
00:52:43: bis man nicht insorvent ist denke ich sollte man immer weiter kämpfen.
00:52:47: und sie haben mir gerade über die erfolgreiche Geschichte von Gettelgeid am Anfang gesprochen und zur Wahrheit gehört auch wir standen oftmals mit dem Rücken zur Wand das auf meist nicht gut aus sich Hab angefangen und wir haben ums Überleben gekämpft.
00:53:01: Und heutzutage haben wir globalen Wettbewerb mit Airbnb, mit Booking.com und vielen anderen großen... Auf jeden Fall
00:53:06: haben sie auch Corona überlebt was das nicht für ihre Branche auch nicht so einfach war.
00:53:10: Wenn Corona
00:53:10: über lebt?
00:53:12: Also Karl Popper sagt ja immer Optimismus ist ein moralischer Imperativ.
00:53:17: also ich denke wir sollten jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken.
00:53:21: Und das ist auch übrigens eine Einstellung, die mir offenbar es missfällt gerade in der deutschen Politik.
00:53:25: Da höre ich das auch so oft.
00:53:26: Der Zug ist da jetzt abgefahren im digitalen Bereich.
00:53:29: Wir konzentrieren uns lieber auf das wo wir noch gewinnen können sowie Autos und dann ist eben der doofe Zusatz da immer dass ja die Autos leider auch gerade digitalisiert werden.
00:53:38: also Wenn man zu stark vom Prinzip her in der Vergangenheit hängt, dann kann man niemals die Zukunft gestalten.
00:53:45: Man muss den Blick in die Zukunft wenden und wir müssen darüber nachdenken wie wir die Zukunft Gestalten können.
00:53:50: Wir haben riesigen Vorteil in Europa das hatte ich ja schon im Gespräch erwähnt dass die Leute wirklich hierhin wollen also die Leute aus Indien im Nahen Osten.
00:53:59: da gibt es wirklich top Ausgebildete superleute.
00:54:01: die wollen alle gerne in europa und deutschland leben weil wir eine riesige Lebensqualität werden.
00:54:05: tolles Standard dem wir uns erarbeitet haben über letzten Partikarten Das müssen wir nutzen.
00:54:10: Also da müssen wir weiter drauf aufbauen und das würde auch bedeuten, dass wir leider uns ein bisschen ändern müssen.
00:54:16: also zum Beispiel sehe ich nicht es Deutsch als Hauptsprache in Europa weiter funktionieren wird oder ist heute schon nicht.
00:54:22: aber dann müssen wir mit Englisch alle sprechen z.B.
00:54:25: Es würden auch ein paar Opfer die vielleicht im klassisch-deutschen Patriot nicht unbedingt gefallen werden bedeuten.
00:54:31: Aber das ist am Ende okay.
00:54:33: Ich glaube wir müssen wenn wir wirklich eine optimistische Zukunftsperspektive entwickeln können und wollen, dann werden wir auf jeden Fall eine Chance haben.
00:54:44: Weil es gibt immer wieder Punkte wo die Karten neu gemischt werden und die Zukunft fängt immer in jedem Moment an.
00:54:51: man muss sie eben nur nutzen und man muss die richtige Einstellung haben.
00:54:55: Gut ist ja sehr optimistisch.
00:54:56: das heißt aber auch wir müssten die Chancen eben nutzen.
00:54:59: Das bedeutet zum einen Sie haben gesagt Steuernabgaben Das bedeutet zum anderen Arbeitsrecht, das bedeutet eine rasche Neugestaltung der Verhandlung von Stockoptions.
00:55:09: Was sind schon drei wichtige Hebel?
00:55:11: Dazu gehört wahrscheinlich auch das Bildungssystem weiter.
00:55:13: Sie haben zwar generell so ein Topke ausgebildet, aber wir müssen eben attraktiv bleiben für die aus der Welt.
00:55:16: Was würde ich alleine gelügen hier?
00:55:18: Ich gehe auch optimistisch aus unserem Gespräch und sage ja es gibt hier noch Chancen.
00:55:22: Aber ich glaube wenn ich jetzt so dass wäre wieder ein bisschen kritischer an die Regierung gewandt.
00:55:26: Ich habe nicht eine Eindruck gehabt in den letzten zwei Jahren ist er fast seit zwei Jahre am Amt, dass sie da viel in dem Bereich gemacht haben.
00:55:32: Sie Haben sich auf andere Themen konzentriert und ich glaube es ist höchste Zeit diese Zukunftsthemen anzugehen.
00:55:38: Da haben sie vollkommen recht.
00:55:39: aber Auch hier bin ich wieder
00:55:42: Optimistischer?
00:55:43: Sie können mich jetzt als Zwangsoptimisten nennen oder insgesamt.
00:55:47: Also warum ist das alles nicht passiert, kann man ja sozusagen jetzt mal eine kleinere Perspektive über die letzten zehn Jahre kurz machen.
00:55:53: in
00:55:53: einer Zeit des billigen Geldes und wir hatten ja sehr billiges Geld.
00:55:57: Kann man einfach wahnsinnig viel... mit Geld überdecken, solange der Staat immer noch mehr ausgeben kann und so lange das Venture-Kapital überall fließt von den USA nach Europa weil die Zins sind wahnsinnig niedrig waren.
00:56:11: Kann man das System so wie es im Moment ist natürlich noch weiterfallen dann werden bestimmte Schwächen vielleicht gar nicht so sichtbar.
00:56:16: Kennt auch jeder aus seinem eigenen Unternehmen.
00:56:18: also wenn die Gewinne sprudeln ist mal nie so effizient als wenn sie nicht sprudel.
00:56:23: Also das ist ganz klar!
00:56:24: Und jetzt haben wir eine neue Welt seit der Zinswende wo die Kosten des Kapitals sehr stark gestiegen sind und wo wir alle effizienter werden müssen.
00:56:34: Und die Politik natürlich nicht mehr Geld verschenken kann, wie sie das vorher getan hat.
00:56:38: Wo die auch die Bevölkerung plötzlich einen ganz anderen Zugang zu Wirtschaftspolitik findet.
00:56:42: Das sehe ich in meinem eigenen Unternehmen!
00:56:45: Das werden Sie gar nicht glauben, wie in den letzten zwölf Monaten sich das Interesse an dem Thema gewandelt hat.
00:56:50: Also heutzutage wollen die Leute permanent über unser Profit- und Losstatement unsere Geschäftsentwicklung usw.
00:56:56: hören.
00:56:57: Mich erfreut das natürlich erst hier oder ist es super?
00:56:59: vor einigen paar Jahren wollte ja niemand darüber hören.
00:57:01: da gab's immer ganz andere Themen, die interessant waren Und das ist jetzt natürlich total relevant.
00:57:05: Ich glaube, deswegen ist es so wahnsinnig wichtig, dass wir unsere Ziele klar benennen und ich glaube, vor allem die Aufgabe der Politik war wirklich ein klares Zielbild zu definieren.
00:57:16: wie wollen wir in den Jahr- und Jahrzehnten aussehen als Land?
00:57:20: Wohin gehen wir?
00:57:21: Was sind die großen Fälle, in denen wir auch investieren wollen?
00:57:24: Dann muss man eben nachher darüber dann auch in sozusagen eine Umsetzung gehen, die man eben nicht in dem kleinen Klein wieder probiert umzusetzen.
00:57:34: Wie wir das in der Vergangenheit oft probiert haben, dass da ein hunderttausend Miniprojekte sind.
00:57:37: und wo werden die großen Hebeln gehen?
00:57:39: Diese großen Hebel brauchen nachher eine Bereitschaft der Bevölkerung.
00:57:42: Wir hatten ja kurz über Pensionsfonds zum Beispiel gesprochen, wie man die neu gestalten kann.
00:57:47: Sowas kann man natürlich nicht machen in einer Zeit in der es allen gut geht.
00:57:51: aber jetzt denke ich kommt ein Zeitfenster wo wieder sehr große Reformen auch möglich sind weil der Druck einfach so groß wird.
00:58:01: Direkt zum Abschluss!
00:58:02: Wie geht's weiter mit Get Your Guide wenn Sie das verraten können?
00:58:05: Ja, also ich glaube erst mal sind wir total glücklich aus der Corona-Krise raus zu sein und vielleicht auch in den Medien gelesen.
00:58:11: Wir sind jetzt viermal so groß wie vor Corona profitabel.
00:58:15: Also das bin erstmal muss ich sagen sind mir gerade sehr viele Steine von der Schulter gefallen und vielleicht bin ich auch deswegen so optimistisch.
00:58:22: Aber bei uns ist natürlich ganz klar die weitere Internationalisierung, also von das Geschäft in den USA ist enorm wichtig.
00:58:28: Wir sind dabei da gerade stark Marktanteile zu gewinnen und wir sind als noch gar nicht vertreten.
00:58:32: Also der gibt es noch ganz viel Wachstumspotenzial.
00:58:35: unser Markt insgesamt weltweit wird mit ca.
00:58:37: dreieinhalb Milliarden US-Dollar beziffert ohne jetzt genau unsere Zahlen zu nennen.
00:58:42: Sind wieder eher ein kleinerer Bruchteil davon?
00:58:44: Und ich will einfach weiter marken Anteile global gewinnen und ich denke, da kann tatsächlich ein sehr großes Unternehmen daraus werden.
00:58:51: Also ich bin nach wie vor mit großem Spaß und freue jeden Tag dabei und sehe auch gerade natürlich durch die wahnsinnigen technologischen Wandel das Thema KI grade besprochen.
00:59:00: der permanent Vorsicht geht immer noch weiter mehr Zukunftsperspektiven wie man das Unternehmen noch größer noch besser aufstellen kann und es fühlt sich tatsächlich immer noch so anders ob wir in einer Frühphase sind obwohl es mittlerweile über eine Dekade ist.
00:59:13: Herr Reck, vielen herzlichen Dank.
00:59:14: Ich finde es war ein gelungener Aufschlag zum zweihundertzehn Jubiläum meines Podcasts, wenn ich so sagen darf.
00:59:19: Vielen dank, dass ich Sie dafür gewinnen konnte und für Ihre Zeit!
00:59:22: Vielen Dank lieber Dr.
00:59:23: Steltern!
00:59:30: So weit mein Gespräch mit Johannes Reck vom Juli zwanzig dreiundzwanzig.
00:59:35: Sie haben gehört wie er denkt sie haben gehört die Ernehmer aufgebaut hat und sie wissen auch mittlerweile das Johannes Recks in vielen anderen rollen tätig ist, so auch als Berater des Wirtschaftsministeriums beim Thema Künstliche Lidigenz.
00:59:52: Und deshalb wollen wir genau dieses Thema am kommenden Sonntag in Folgeferent I vertiefen.
00:59:59: Künstlich Lidgenz?
01:00:00: Was bedeutet es für eine Plattform wie Get Your Guide?
01:00:03: Was bedeutet sie vor Europa?
01:00:05: Was bedeutet Sie für ein Geschäftsmodell in den Vertrauen, Erlebnis und Mensch im Mittelpunkt stehen?
01:00:11: Ich denke – Es ist auf jeden Fall lohenswert – Am kommenden sonntag wieder!
01:00:16: mit dabei zu sein.
01:00:18: Bis dahin freue ich mich wie immer auf Frage Feedback, Kritik und Anregungen – und wünsche Ihnen alles Gute!
01:00:24: Ihr Daniel Stelter.