beyond the obvious – Der Ökonomie-Podcast von Daniel Stelter – featured by Handelsblatt

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00:00:05: BTO Beyond Servius, der Ökonomie-Podcast mit Dr.

00:00:09: Daniel Stelter.

00:00:11: Featured bei Handelsblatt.

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe meines Podcasts!

00:00:19: Ich freue mich sehr dass Sie auch an diesem Sonntag wieder dabei sind.

00:00:23: Der Sachverständigenrat der sogenannten Wirtschaftsweisen hat seinen Guteachten vorgelegt.

00:00:29: Sie haben es bestimmt gehört die Prognosen sind nicht rosig.

00:00:33: Deutschland steckt nicht in einer konjunkturellen sondern einer strukturellen Krise.

00:00:39: Im Schwerpunkt beschäftigen sich die Wirtschaftsweisen mit den Sozialversicherungen und fordern tiefgreifende Reformen.

00:00:49: Und was passiert?

00:00:50: Wahrscheinlich wenig!

00:00:52: Der Bundeskanzler hat eine Rede gehalten, wo er klar gemacht hat es wird dem großen Befreiungsschlag nicht geben.

00:00:59: aber so März wir sollten nicht trübsal blasen denn in Wahrheit legen die guten Jahre noch vor uns.

00:01:07: Wie wir diese erreichen, tja das steht in den Sternen.

00:01:11: Offensichtlich brauchen wir mehr politische Führung, offensichtlich auch mehr Bereitschaft ein Bild zu definieren wie denn Deutschland in zehn oder zwanzig Jahren dastehen soll?

00:01:24: Diese Vision braucht das Land und über so eine Vision sprechen wir mit dem heutigen Gesprächspartner der – das ist mir sehr interessant – in einem früheren Leben Assistent des Sachverständengrates war.

00:01:37: Er hat also früher die Gutachten maßgeblich mitgeschrieben und schon damals festgestellt, dass wir dazu neigen uns in Deutschland im Klein-Klein zu verlieren statt das große Ganze zu beschreiben und anzustreben.

00:01:51: Das ist wie ich finde hochrelevant, hochaktuell.

00:01:55: Ich hoffe Sie finden es auch so.

00:01:56: fangen wir also

00:01:58: an!

00:02:13: In der vorletzten Woche hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, also die Wirtschaftsweisen das frühe Gut-Achten.

00:02:28: und er zeigt wie ich finde ein wenig überraschendes trauriges Bild zum Zustand des Landes.

00:02:36: Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich schwach.

00:02:39: Im Jahr twenty-fünfundzwanzig hat die Wirtschaftsleistung nach zwei Rezessionsjahren kaum zugenommen.

00:02:45: Die Warenexporte sind das dritte Jahr in Folge gesunken, die privaten Investitionen waren rückläufig und die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stagnierte.

00:02:55: Drei Jahre fallende Exporter, rückläufige Investitione, stagnierende Industrieproduktionen.

00:03:09: aufgrund des Krieges zwischen den USA und Imiran.

00:03:14: Das ist immerhin ein Rückgang von zero Komma vier Prozentpunkten gegenüber dem Herbst gut achtundzwanzig fünfundzwantzig.

00:03:22: Die Inflation wird auch etwas steigen, ob rund drei Prozent in diesem Jahr.

00:03:27: das ganze ist aber vom Hintergrund zu sehen dass wir es eben nicht mit einer konjunkturellen sondern mit einer strukturellen Krise der deutschen Wirtschaft zu tun haben.

00:03:38: Der Sachverständigenrat ganz klar

00:03:40: Die seit sieben Jahren anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft ist nicht nur konjunkturell bedingt, sondern hat auch strukturelle Ursachen.

00:03:48: Dazu zählt neben der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industriegüter auf dem Weltmarkt auch die demografische Entwicklung.

00:03:56: Sieben Jahre!

00:03:57: Das finde ich – Sie wissen es – ist wirklich ein erschreckender Befund.

00:04:02: Wir haben es nicht zu tun mit einer Konnoturdelle, sondern wir befinden uns in einem strukturen Niedergang, der sich weiter beschleunigt.

00:04:11: Der Sachverständigrat beschäftigt sich dann intensiv mit den Sozialversicherungen und er führt aus, wieso wir dringend gegensteuern müssen wollen wir nicht einen weiteren Anstieg der Zahlbeiträge hinnehmen.

00:04:25: Die Summe der Beitragssätze die für alle Sozialversicherung auf die beitragspflichtigen Einnahmen der Versicherten erhoben werden Gesamt-Sozialversicherungsbeitragsatz beträgt.

00:04:38: Dieser Beitragssatz dürfte in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des demografischen Wandels substanziell steigen.

00:04:46: Simulationen des Sachverständigenrates legen einen Anstieg auf forty-fünfundvier Prozent im Jahr zwei Tausend dreißig nahe bis zum Jahr zwei tausend vierzig, steigt der Beitragsatz auf fortyneinundvierzig.

00:04:57: Komma sieben Prozent.

00:04:59: fast fünfzig Prozent Abgabenbelastung auf jeden Euro Lohn.

00:05:04: das ist es im Prinzip was Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen bezahlen müssen und das bereits im Jahr two-tausendvierzig.

00:05:13: Danach würde es noch weiter nach oben gehen, wenn noch etwas langsamer.

00:05:17: Das ist überhaupt nicht generationengerecht wie der Sachverständigengrad

00:05:22: ausführt.".

00:05:23: Die Simulationen zeigen weiterhin dass jüngere Geburtsjahrgänge über ihr Erwerbsleben hinweg einen deutlich höheren Anteil ihres Lebenserwerbseinkommens für Sozialversicherungsbeiträge aufwenden müssen als ältere Jahrgänge.

00:05:37: Wer heute geboren wird oder jung ist, zahlt über sein Erwerbsleben einen deutlich größeren Anteil seines Einkommens an Renten, Krankenkasten und Pflegebeiträgen als seine Eltern und Großeltern.

00:05:49: Das ist das Gegenteil von gerecht!

00:05:51: Und ich habe immer gesagt die junge Generation soll demonstrieren nicht für mehr Klimaschutz sondern für mehr Generationengerechtigkeit und bei Nachhaltigkeit bei den Staatsfinanzen und im Sozialsystem.

00:06:03: Naja...das findet ja nicht statt weil es wenig thematisiert wird.

00:06:07: Das Ganze hat aber nicht nur Ungerechtigkeit zur Folge zwischen den Generationen, sondern ein Anstieg der Sozialbeiträge würde das ohnehin schon ernehmischer Wachstum der deutschen Wirtschaft zusätzlich belasten.

00:06:20: Der Sachverständigrat rechnet vor!

00:06:23: Daher ist zu erwarten, dass der steigende Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz des BEP bis zum Jahr twenty-fünfunddreißig im Vergleich zur Entwicklung bei konstantem Beitragsatz in der Größenordnung von nullkommar fünf bis nullkomma neun Prozent dämpft.

00:06:38: Ich persönlich denke das der Sachverständigengrad zu optimistisch ist.

00:06:43: Der wirtschaftliche Schaden dürfte größer sein als die Nullkomma fünf bis ein Prozent vom BEP.

00:06:50: Warum?

00:06:51: Ich denke Wir haben es auch hier mit KIP-Punkten zu tun.

00:06:55: KIP Punkte kennen wir sonst nur aus dem Bereich des Klimaschutzes, da sind sie heftig umstritten – ich glaube aber wirtschaftlich kann man sie durchaus sehen!

00:07:04: Warum?

00:07:05: Da ist zum einen die zunehmende Tendenz zur Abwanderung.

00:07:09: Hohe Abgabenbelastung ist kein Anreiz, um in Deutschland zu bleiben im Gegenteil.

00:07:14: Die Bürger gehen lieber dorthin wo ihnen mehr vom Geld bleibt, von ihrem Gehalt bleibt und wohin der Umstände so elönischen höher sind, man denkt nur in die Schweiz oder die USA.

00:07:25: So sind im Jahr ist es in den Jahr zwanzivundzwanzig laut der Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamtes so viele Deutsche ausgewandert wie noch nie.

00:07:34: Insgesamt zogen rund zweieinachtzigtausend Bundesbürger ins Ausland.

00:07:40: Es kamen ungefähr hundertneunzehntausend wieder zurück, sodass ein Wanderungverlust von sixundneunzigtausend Bundesbürgern bleibt.

00:07:48: Damit ergibt sich für das Jahr zwanzigzwanzig ein Wanderungsverlust vor sechsundneunsichtausend sechsunterneunachtzig

00:07:56: Bundesbürger.".

00:07:57: Das war nochmal deutlich mehr als im Jahr zuvor!

00:08:01: Es war die zweithöchste Wert seit den bestehenden Wanderungsstazistiken, der höchste wert wurde im Jahr zweihundertsechzehn erreicht.

00:08:10: doch nicht nur die Menschen wandern ab überwiegend übrigens junge und gut qualifizierte sondern auch die Investitionen.

00:08:18: Da sieht man zum einen bei den Investitionens Auslands im Inland, so rechnet die Unternehmensberatung IOI vor dass die Investitions ausländische Unternehmen in Projekten Deutschland weiter rückläufig sind.

00:08:33: Seit Jahrzehnte und Sechs erfasst die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Investitionsprojekte die zur Schaffung neuer Standorte oder neue Arbeitsplätze in Deutschland führen.

00:08:46: sagt die Zahl um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

00:08:50: Das war der achte Rückgang an Folge unter niedrigste Stand seit zwei Tausendneuen, das ist unstrittig ein Alarmsignal für den Standort Deutschland.

00:09:01: Jungen Menschen gehen weg und ausländische Unternehmen investieren weniger bei uns in Deutschland.

00:09:09: Und die hiesigen Firmen investieren auch lieber im Ausland!

00:09:16: In diesem Jahr Planet dreiundvierzig Prozent der Industriebetriebe Investition außerhalb von Deutschland.

00:09:23: Das ist ein Anstieg um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr, das ist dieses Ergebnis einer Sonderauswertung unter einen tausend siebenhundert Industrieunternehmen aus der aktuellen DHK-Kollektur Umfrage.

00:09:39: und warum machen die daneben das?

00:09:41: Nun früher wollten Sie Vertriebe auf Bonnenausland Früher wollten sie näher an den Märkten sein.

00:09:48: Nun gibt es ein anderes Motiv, das Hauptmotiv ist Kosteneinsparung.

00:09:55: Einervierzig Prozent der befragten Firmen wollen aus dem Grund der Kostenansparung außerhalb Deutschlands investieren.

00:10:03: Das ist im Vergleich zum Vorjahr einen sprunghafter Anstieg um sechs Prozentpunkte und zugleich der höchste Wert seit zwei Tausend

00:10:11: Drei.

00:10:12: Wir erinnern uns, stecken wir ebenfalls in einer schweren Wurzelskrise.

00:10:18: Das heißt, wenn man zusammengefasst, in der neben investierenden Ausland nicht um jiesige Arbeitsplätze abzusichern sondern um sie zu ersetzen.

00:10:30: So beabsichtigen immerhin forty-seven Prozent der Befragten daneben im Gegenzug zur Außeninvestition Beschäftigung im Inland abzubauen und überhin forty vier Prozent sagen Sie fahren auch inländische Investitionen zurück.

00:10:49: Ich denke, dass wir da herauf basieren jetzt schon sagen können, Deutschland ist so onerativ, das.

00:10:55: ich glaube, dass bei einer Fortsetzung des jetzigen Kurses der Verlust am Bruttoinlandsprodukt deutlich höher sein dürfte als die Wirtschaftsweisen in ihrem Gutachten simulieren – ich halte sie für zu optimistisch!

00:11:12: Doch kommen wir zurück zum Gutachten.

00:11:14: Sachverständig Artis.

00:11:16: Mit Blick Auf das deutsche Gesundheitssystem sagen die Wirtschaftsweisen exakt das, was wir auch in vergangenen Folgen zum Thema Gesundheitswesen festgestellt haben.

00:11:25: Das deutsche Gesundheitswiesen ist teuer aber nicht besonders

00:11:29: gut.".

00:11:36: höchsten im europäischen Vergleich.

00:11:38: Indikatoren der Versorgungseffizienz zeigen, dass Deutschland trotz dieser hohen Ausgaben bei zentralen Gesundheitsindikatoren lediglich im Bereich des OECD-Durchschnitts liegt.

00:12:09: Für KMUs kann die Geschäftswelt wie ein undurchdringlicher Dschungel wirken.

00:12:13: Ein Ökosystem voller Lebendigkeit und Chancen?

00:12:16: Ja, aber auch voller unvorhersehbarer Gefahren und plötzlich auftauchender Risiken.

00:12:21: Und seit der Ehrlich.

00:12:22: im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Klima wird dieser Dschungell immer dichter, immer unberechenbarer.

00:12:28: Es geht nicht mehr nur um die klassische unbezahlte Rechnung, die im dickigte Buchhaltung lauert.

00:12:33: Es sind die zunehmend unzuverlässigen Kunden, die unaerwartet zur Gefahr werden.

00:12:37: Es ist die zweite und dritte Insolvenzwelle bei Partnern – es ist die allgegenwärtige Unsicherheit, die ihre Pläne über Nacht zu Nichte machen kann.

00:12:45: Wie navigieren Sie sicher durch diese sich ständig verändernde Landschaft?

00:12:49: Sie brauchen einen erfahrenen Begleiter!

00:12:52: Allianz Trade kennt sich in diesem Dschungel aus.

00:12:55: Allianze Trade ist der Partner, der ihnen hilft Risiken nicht nur zu erkennen sondern mit intelligenten Lösungen zu begegnen.

00:13:01: Produkte wie die Fordros Ausfallversicherung oder Bürgschaften von Alliance Trade schützen wirksam vor unbezahlten Rechnungen bewerten die Bonität ihrer potenziellen Kunden und geben ihnen die nötige Sicherheit damit sie sich auf ihr Wachstum konzentrieren können.

00:13:17: finden Sie Ihren Begleiter.

00:13:18: Erfahren Sie mehr in den Show Notes oder unter alianzminustrade.de.

00:13:23: slash bto.

00:13:25: Der Befund des Darferschlägengratis ist klar, wir brauchen Reformen im Sozialsystem.

00:13:39: Was für eine Schlussfolgerung ziehen die Wirtschaftsweisen nun aus Ihrer Diagnose?

00:13:45: Sie sagen eindeutig dass es nötig ist den Anstieg der Beitragssätze zu begrenzen und deshalb Müsste man den Ausgabenanstieg verlangsamen und, wie sie schon heißt die Einnahmenbasis stabilisieren.

00:14:00: Konkret schlagen die Wittesweisen unter anderem vor, die Renten zu dämpfen durch eine Stärkung des Nachhaltigkeitsfaktors und den Ausbau der kapitalgedeckten Altersversorge kann man nur zustimmen.

00:14:14: Außerdem sollen die Indifizienzen in der Krankenversicherung abgebaut werden ohne die medizinisch notwendige Versorgung zu beeinträchtigen.

00:14:22: Wir wissen bei den vergangenen Podcasts, dass das durchaus möglich ist.

00:14:27: Unter anderem ist die Krankenhausversorgung zu reformieren durch eine höhere Spezialisierung klare Qualitätsvorgaben und weniger Abhängigkeit von Fallzahlen.

00:14:37: Wir wissen es gibt zur Zeit, das große Incentiv ein Krankenhaus auszulasten nicht unbedingt zum Nutzen der Patienten aber zu nutzen der Gewinn- und Verlustrechnung der Krankenhauser.

00:14:53: Sie fordern auch, dass man die innovativen Arzneimittel konsequent am therapeutischen Zusatznutzen orientieren sollte.

00:15:01: Die Motto bringt das wirklich so viel wie versprochen – etwas was sie britens schon lange machen!

00:15:22: Und was ich übrigens für den Quatsch halte, die Abschaffung des Eheglattensplittings.

00:15:29: Ich glaube eine Steuererhöhung durchzuführen um damit mehr Arbeitsanreize zu setzen, tja ich halte das nicht gerade für ein überzeugendes Strategie!

00:15:39: Die Wirtschaftsweisen sehen auch mini-jobs sehr kritisch und schlagen vor dieser Abzuschaffen.

00:15:45: aber auch andere Maßnahmen wie die Absschaffung der Beitragsfrei mitversicherung stehen auf der Agenda eine Überprüfung, ob nicht auch Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen sollen.

00:15:58: Das sind einige Maßnahmen, die Sachverständigen vorschlagen.

00:16:02: aber wissen ja mit der Bundesregierung ist es so eine Sache.

00:16:05: Es dürfte schwer sein ein großer dieser Reformideen umzusetzen Denn da gibt es erhebliche Widerstände und nicht nur von Seiten der SPD.

00:16:16: Niemand darf aber vergessen In hochtechnisierten Gesellschaften ist permanente Innovation eine Daueraufgabe.

00:16:26: Die Welt ist im Aufbruch, sie wartet nicht auf Deutschland.

00:16:31: aber ich füge hinzu es ist auch noch nicht zu spät.

00:16:35: durch Deutschland muss ein Ruck gehen.

00:16:37: wir müssen Abschied nehmen von lieb gewordenen Besitzständen vor allen Dingen von den Geistigen und Schubläden und Kästchen in die wir gleich alles legen.

00:16:48: alle sind angesprochen Alle müssen Opfer bringen, die großen mehr und die kleinen weniger.

00:16:54: Aber es müssen auch alle mitmachen!

00:17:19: Mein Lieblingsthema dringend deutlich billigere Energie und eine Abschaffung des sogenannten Energieeffizienzgesetzes, welches ja faktisch die Energieverbrauchern Deutschland kontingentieren soll.

00:17:35: Es gibt also genug zu tun für eine Regierung der daran gelegen ist den sich beschleunigenen Niedergang noch zu stoppen.

00:17:44: Doch leider scheint es so zu sein dass wir darauf nicht mehr hoffen dürfen.

00:17:50: Dort zumindest der Eindruck denn ich bekommen habe als Sie gehört haben, was Bundeskanzler Friedrich Merz anlässlich des Ostdeutschen Wirtschaftstages in Batsaro gesagt hat.

00:18:01: Hier die entscheidende Passage wo ich mich gefragt habe wie Friedrich-Merz darauf kommt wird so einem Ansatz das Land sanieren zu können.

00:18:11: Es liegen nicht die besten Jahre unseres Landes hinter uns sondern es liegen sehr gute Jahre vor uns In Ostdeutland in Westdeutschland, in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt und in Europa.

00:18:22: Wenn?

00:18:22: Ja wenn wir jetzt gemeinsam daran arbeiten statt gegeneinander

00:18:27: zu arbeiten!

00:18:27: Und das heißt dass wir die sehr deutschen Reflexe des Schlechtredens, dass wir auch die parteipolitischen Spielchen hinter uns lassen müssen und genauso das hoffen auf einen großen Befreiungsschlag Auf den großen Tag, auf den großen Big Bang der alle Probleme auf einmal löst.

00:18:45: meine Damen und Herren, denen wird es nicht geben.

00:18:48: Was wir hier erleben, ist Folgendes.

00:18:50: Wir sind unfrei wenige Mitfahrer auf dem Weg nach unten.

00:18:56: Bundeskanzler Merz hat es ja uns gerade gehört freiwürdig erklärt dass es den von vielen auch vor mir erhofft Befreiungsschlag bei Reformen nicht geben wird.

00:19:08: Wie der Kanzler trotz seiner Absage an Reformen keinen Grund für Pessimismus und Schwarzmalerei Über die Zukunft unseres Landes sehen kann, erschließt sich mir nicht.

00:19:21: Ich denke es gibt mehr Grund für Pessimismus und Schwarzmalerei vor allem dann wenn die Bundesregierung und der Kanzler zugeben dass sie nicht bereit sind das zu tun was getan werden muss.

00:19:35: Die Aussage gipfelte Sie haben's gehört in dem Versprechen das nicht die besten Jahre unseres Landes hinter uns legen sondern sehr viele gute Jahre noch vor uns.

00:19:46: auf welcher Grundlage diese guten Jahre kommen sollten, blieb völlig offen.

00:19:52: Nur mit einer besseren Stimmung von der auch niemand weiß woher dieser angesiedste Lage denn kommen soll wird sich der Absturz der Wirtschaft nicht verhindern lassen.

00:20:03: Für mich ist die Rede vom März anders zu verstehen.

00:20:06: es liegt anderes als der Rupf rette sich.

00:20:09: wer kann auf dem sinkenden Schiff und die bereits genannten Zahlen zur Abwanderung und zur Entwicklung der Investition oder Streichen, das weite Teil der Bevölkerung und der Wirtschaft das genauso verstehen und entsprechend handeln.

00:20:35: Man muss leider feststellen dass es einen großen Kontrast gibt zwischen Friedrich Merz und seiner Bundesregierung mit dem letzten großen Reformer der deutschen Politik Gerhard Schröder.

00:20:47: in seinen Reden und Kommentaren zu Agenda-Politik machte dieser klar worum es ihm ging.

00:20:54: Wir müssen

00:20:55: den Mut aufbringen in unserem Land, jetzt die Veränderungen vorzunehmen.

00:21:01: Die notwendig sind um wieder an die Spitze der wirtschaftlichen und der sozialen Entwicklung in Europa zu kommen.

00:21:09: Die Lage,

00:21:14: das

00:21:15: spürt jeder hier im Haus aber auch draußen ist international wie national äußerst angespannt.

00:21:22: Deutschland auch das gilt es zu sehen hat darüber hinaus mit einer Wachstumsschwäche zu kämpfen, die auch strukturelle Ursachen hat.

00:21:33: Die Lohnebenkosten haben eine Höhe erreicht, die für den Arbeitnehmer zu einer kaum mehr tragbaren Belastung geworden ist und die auf der Arbeitgeberseite als Hindernis wirkt, mehr Beschäftigung zu schaffen.

00:21:48: Was heute für unser Land erforderlich ist, ist, die Strukturen zu verändern!

00:21:53: Wir haben die Pflicht in nachfolgenden Generationen nicht durch Unbeweglichkeit die Chancen auf ein gutes Leben in einer friedlichen und rechten Welt zu verbauen.

00:22:03: Das ist der Grund, dass wir den Mut zur Veränderung

00:22:05: brauchen.".

00:22:07: Schröder sagte also, er müsse dem Mut aufbringen, in unserem Land jetzt die Veränderungen vorzunehmen, die notwendig sind um wieder an die Spitze der wirtschaftlichen und der sozialen Entwicklung in Europa zu kommen.

00:22:23: Mut für Veränderungs-, aber nicht ohne Grund, sondern um die Zukunft zu gewinnen.

00:22:32: In einem Beitrag für die Bildzeitung schrieb der damalige Kanzler im August-II.

00:22:37: über seine Vision von Deutschland unter anderem Folgendes – dass Deutschland, für das ich arbeite ist ein stolzes und solidarisches Land.

00:22:47: Ein Land, das seine Leistungen nicht mies machen lässt.

00:22:51: Ein land, das Spitze ist in Wirtschaft, Bildung und

00:22:55: Forschung.".

00:22:56: gerecht und ferm umgearbeiteteinander, um mit anderen.

00:23:01: Das ist das was Gehalt Schröder gesagt hat.

00:23:03: er hat versucht damals die Bürger mitzunehmen.

00:23:06: es war nicht populär wir wissen es obwohl dafür auch bestraft bei den Wahlen.

00:23:10: aber er hat eine Vision formuliert Und Friedrich Merz da müssen wir leider feststellen fehlt so eine Vision.

00:23:19: Friedrich merz ersetzt Reformen durch Hoffnung und glaubt wohl selbst nicht an dieses Wunder.

00:23:27: Viele schauen beim Trading zuerst auf die Strategie.

00:23:30: Dabei wird oft vergessen, dass auch die Ausführung selbst einen Unterschied machen kann – also wie schnell wird ein Trade ausgeführt?

00:23:37: Wie eng sind die Spreads und wie direkt ist eigentlich der Marktzugang?

00:23:40: Genau an dem Punkt setzt Tradegate Direct an!

00:23:43: Die App richtet sich an aktive und erfahrene Trader, die bewusst handeln und mehr Kontrolle über ihre Orders haben möchten.

00:23:49: Gehandelt wird direkt über die Tradegate BSX ohne externe Intermediäre zwischen Order & Börse.

00:23:55: Gerade bei häufigerem Trading spielen Themen wie Liquidität, Spreads oder Slippage eine größere Rolle als viele denken.

00:24:02: Deshalb setzt Tradegate Direct auf transparente Ausführungen professionelle Ordertypen und tiefe Performance-Reportings mit denen sich das eigene Trading detaillierter auswerten lässt.

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00:24:17: Dazu kommen lange Handelszeiten, von sieben Uhr dreißig bis zwanzig Uhr und dauerhaft kostenfreies Trading.

00:24:23: Marktübliche Spreads können natürlich anfallen.

00:24:26: Hinter der Trading App steht dir Berliner TradeGator G ein Unternehmen mit über dreißzig Jahren Erfahrung im Finanzmarktbereich.

00:24:32: Wenn Sie sich das anschauen möchten unter tradegate.direct finden Sie alle Informationen zur App und den Funktionen.

00:24:38: Den Link gibt's in den Show Notes.

00:24:48: Eine Vision wo Deutschland hingehen möchte, wo Deutschland sein möchte ist dringend nötig.

00:24:54: Was für ein Land wollen wir in zehn bis zwanzig Jahren sein?

00:24:57: Welche Wirtschaft, welche Gesellschaft, welche Rolle in Europa und in der Welt wollen wir spielen.

00:25:03: Ich meine damit ausdrücklich nicht Industrieplanung oder Wirtschaftsplanung aller Werbelbars.

00:25:08: Ich mein eher eine Beschreibung unserer Gesellschaft und unseres Landes und ich persönlich glaube an solches Land würde gut daran tun wenn es eben eine Chancengesellschaft wäre mit einem verlüftigen effizienten Staat mit einer angemessenen Belastung durch den Zahlabgaben und Steuern, und vor allem bei der entsprechenden Wirtschaftsfreiheit.

00:25:30: Aber ich bin nicht der Einzige, der versucht Visionen zu formulieren.

00:25:34: Man heutiger Gesprächskarzt ist Dr.

00:25:37: Jochen Andritski.

00:25:38: Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel «Visionen braucht das Land für eine langfristige Politik mit Wut zur Zukunft».

00:25:47: Das ist deshalb interessant – war Andrzki von bis zum Jahr zweiundneinzehn Generalsekretär das Sachverständigen Ratsis war.

00:25:57: Er war also Chef, genau jenes wissenschaftlichen Stabes von rund fünfzehn Volkswürtteln der die eigentliche Arbeit macht.

00:26:05: Dieses Team erarbeitet faktisch im Auftrag der Frontleute des Gutachten und steht im Prinzip hinter dem was wir gerade eben diskutiert haben.

00:26:14: Andritski hat also von innen erlebt wie der Rat der Wirtschaftsweisen funktioniert Und witzigerweise hat er schon damals in seiner Urals-Renerase getestet, dass der Rat wie ganz Deutschland dazu neigt im Kleinklein zu wirken statt das große Ganze zu beschreiben.

00:26:35: In seinem Buch schildert er eine Szene aus dem Juni Zweihntausendfünfzehn.

00:26:42: Er war damals aus den USA angereist um seinen neuen Job anzutreten.

00:26:48: Er saß im Ministerium mit den fünf Wirtschaftsweisen einem Abteilungsleiter gegenüber und beschreibt die Zähne so.

00:26:56: Das Wort Transformation gehöre nicht zum Sprachgebrauch des Hauses, stellt der Abteilungsleiter klar.

00:27:03: Dem Wirtschaftsstandort Deutschland gehe es gut – das Geschäftsmodell der deutschen Wirtschaft sei intakt!

00:27:08: Die Rahmenbedingungen stimmten.

00:27:11: Es bestehe keine Notwendigkeit sie grundlegend zu

00:27:14: überdenken.".

00:27:23: Ich kam mir vor wie ein Fremder im eigenen Land, als wäre ich auf der Mond gelandet und zwar auf dessen Schattenseite.

00:27:31: Für

00:27:32: Andritski ist das eben falsch, er sagt wir brauchen nicht nur die kleinen Maßnahmen, wir brauchen keine Beschreibung von kleinen Hebeln sondern wir brauchen ein Zielbild.

00:27:43: für ihn sind Zielbilder wichtig um zu priorisieren bei den Maßnahmen aber auch umzumobilisieren.

00:27:51: Wir sollten ausgehen von langfristigen Zielbildern, also positiven realistischen Visionen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen unseres Landes neu kalibrieren anstatt mit kleinteiligen staatlichen Eingriffen nur an Symptomen herumzudoktern.

00:28:07: Dieses Buch ist ein Clé-Dogué für eine langfristig gedachte Rahmenpolitik.

00:28:13: Andritz G ließ deshalb die Lage damals und heute anders als es das Gutacht nahelegt.

00:28:20: Er sieht den Erfolg der Jahrzehnte nicht als das Ergebnis klogger Politik.

00:28:25: Was ich übrigens genauso sehe.

00:28:27: im Gegenteil, die Jahrzehn Jahre waren das Ergebnis von glücklichen äußeren Umständen.

00:28:32: Andrzecki formuliert es so...

00:28:35: ...der Transformationsbedarf ist seit Jahrzebten absehbar doch als Glückspils der Globalisierung hat Deutschland in lange kaum gespürt.

00:28:45: Was natürlich auch zu dem geführt hat was auch ich immer wieder kritisiere

00:28:49: Statt Strukturwandel kontinuierlich zu begleiten, blieb die Agenda Jahrzehnte die letzte große Reform ihrer

00:28:56: Art.

00:28:57: Es war als hätte man sich frei nach dem Sozialpsychologen Kurt Levin nach Anfreeze und Change wieder dauerhaft im Zustand des Freeze eingerichtet.

00:29:08: Die aktuelle Diagnose der Wirtschaftsweisen.

00:29:11: mit den sieben Jahren der Schwäche ist deshalb auch für ein Tritzki kein neues Phänomen.

00:29:16: Doch auf diesen Steroiden ruhte man sich aus.

00:29:20: Staat und Unternehmen investierten zu wenig in die Zukunft, das Land lebte von der Substanz – wie ein Feld des zwar noch abgeerntet aber nicht mehr bestellt wird.

00:29:30: Und?

00:29:31: Der Rückenwind hat sich gelegt und das Geschäftsmodell Deutschland steht ohne klare Erneuerungsidee im Sturm.

00:29:38: Selbst wenn die Konjunktur wieder anzieht bis dieses Buch gedruckt ist bleibt es eigentliche Problem bestehen Unser Land Hat keine Vision.

00:29:48: Unser Land hat keine Vision, unsere Bundesregierung und der Kanzler haben keine Vision wie wir gehört haben aber genau so eine brauchen wir.

00:29:57: Und warum wir diese Vision brauchen?

00:30:00: Genau über das spreche ich jetzt mit Dr.

00:30:02: Jochen Andritski Bevor wir zu meinem Gespräch mit Jochen and Ritzke kommen.

00:30:10: noch dieser Hinweis für höheren Hörer die zu den Themen Wirtschaft, Politik und Finanzen rund um die Uhr auf dem Laufenden sein möchten aber noch kein Handelsplatz-Abonomor haben.

00:30:21: Und im Link handelsplatt.com schrägstrich mehr Perspektiven finden Sie ein H plus Vorderzangebot!

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00:30:35: Den Link finden Sie wie immer auch in Shono zu dieser

00:30:38: Ausgabe.

00:30:38: –

00:30:39: doch nun zum Gespräch.

00:30:43: Dr.

00:30:45: Jochen Andritski ist Auto und Mitgründer des ThinkTanks Zukunft, Fabrik zwanzig fünfzig für langfristige Wirtschaftspolitik es außerdem Leberauftragter der Universität St.

00:30:54: Gallen sein Buch Visionen braucht.

00:30:57: das Land ist im Januar zwei tausend sechsundzwanzig beim Herrder Verlag erschienen.

00:31:02: er plädiert darin für eine langfristigen Politik mit Mut zur Zukunft.

00:31:07: Von twenty-fünfzehn bis zweitausendachzehn beriet er als Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Bundesregierung.

00:31:15: Daneben war er über fünfzehn Jahre als Ökonom für den internationalen Währungsfonds in Washington DC tätig, wo er sich intensiv mit Reformprogrammen befasste.

00:31:24: Dr.

00:31:24: Andritski hat Wirtschaft und Politikwissenschaften an der Universität St.

00:31:28: Gallen studiert – an der Stockholm School of Economics Und der Merben, Business School und verbrachte während seiner Promotion einen Forschungsaufenthalt an der University of California Santa Cruz.

00:31:39: Sehr

00:31:41: geehrter Herr Andritski, ich freue mich ausgesprochen, Sie meinem Podcast begrüßen zu dürfen!

00:31:45: Danke schön, danke für die Einladung.

00:31:47: Wir wollen ja über deutsche Wörter sprechen und über ihre Visionen für Deutschland.

00:31:50: Also was Positives, meine Hörer werden es gar nicht glauben.

00:31:53: Ich möchte trotzdem ein bisschen neugierig mal fragen am Anfang wie das denn so eigentlich abläuft im Sachverständigenrat?

00:31:58: Wir sind hier immer nur die Konsumenten der Ergebnisse aber sie beginnen ja ihr Buch quasi mit ihrer Beschreibung wie sie in Deutschland zurückkehren und dann im Sachfestständigenrat tätig sind.

00:32:07: Wie ist das eigentlich so?

00:32:08: Sitzt ihr da zusammen oder machen Brainstorming Truppen wie unter anderem Sie damals, die dann da Papiere vorbereiten und die machen quasi ein Atlektorat.

00:32:17: Also wie muss man dieses vorstellen?

00:32:19: Der Sachverständigenrat besteht aus den fünf Wirtschaftsweisen an das sind alles Professoren, die das gegen Aufwandsentschädigung machen und einem wissenschaftlichen Stab.

00:32:27: der hat so fünfzehn Mitarbeiter ungefähr und der wissenschaftliche Stab wird geleitet von dem Generalsekretär.

00:32:34: also diese Rolle hatte ich damals und bereitet inhaltlich das vor was sie dann im dem Fünfhundertseiten schweren Gutachten zu lesen bekommen.

00:32:42: Das ist eine großartige Gestaltungsaufgabe, denn die Analysen sind ja auch gewissermaßen die Grundlage für die Dinge, die dann die Wirtschaftsweisen auch daraus ableiten.

00:32:51: Insofern kann man sich so vorstellen eben dass die Analysten werden von dem wissenschaftlichen Stab angefertigt und dann in mehreren Runden mit den Räten diskutiert und verfeinert und dann eben zum Gutachten zusammengefasst.

00:33:02: Von wem

00:33:02: stünde es zu?

00:33:03: die Agenda?

00:33:03: Ist das der Wissenschaftliche Rat?

00:33:05: Er sagt, das sind die wichtigen Themen oder sagen die des nächstes Mal müssen wir das und das machen?

00:33:11: Ne, genau.

00:33:11: Es gibt so ein Zyklus durchs Jahr der damit beginnt dass man sich zusammen mit den Rähten die Themen für das nächste gut achten dann festlegt Das sind dann schon die Räti die sagen das wäre mal interessant.

00:33:22: es gibt ja auch einen engen Austausch mit der Bundesregierung.

00:33:24: auch die kann mal sagen das könnte interessant sein.

00:33:27: damals erinnere ich mich noch wie Frau Merkel damals ja den Compact for Africa gerade initiiert hatte und wir wollten eigentlich in Afrika Kapitel dazu schreiben.

00:33:36: nur so als Beispiel

00:33:37: Wenn Sie jetzt zurücklegen mal Ihre Zeit und ich bin schon neugierig.

00:33:40: Was fanden Sie damals, was ist damals ein ganz spannendes Thema?

00:33:43: Obwohl sie sagen es hat etwas bewirkt oder wenn man sagt Mensch wir haben damals schon das und das analysiert Und ich bin heute gefrustet weil obwohl es so super analysiert war nichts passiert ist.

00:33:52: Also ein Thema ist natürlich die ganze Rentenreform-Debatte.

00:33:56: Es ist durchaus so dass wenn man das gut achten das Sachverständigenrats liest dann ist ja auch ein bisschen eine historische.

00:34:02: Also kann man jedes Jahr lesen sozusagen, was waren so die Themen zu dem Zeitpunkt und wie wurde darüber gedacht?

00:34:06: Was gab es für wissenschaftliche Erkenntnisse.

00:34:08: Und wer ein regelmäßiger Leser des Gutachtens ist der weiß das sich die Themen natürlich auch wiederholen und gewisse Themen oder Ideen da drin auch immer wieder vorkommen.

00:34:18: aber eins was ja wirklich erstaunlich war war die ganzen Rentendiskussionen.

00:34:22: also eben weil wir seit langer lange Zeit wissen dass der demografische Wandel kommt Damals zwischen Schröders Seitenjahr, der Sachverständigenrat damals unter Bert Ruhrup ja auch wesentlich einen Einfluss auf die Agenda-Zwanzigzehn und die riechste Reformen, die es dann damals gab im Bereich des Rentensystems hatte.

00:34:38: Und dann der Rat sich immer wieder zu dem Rententhema geäußert hat.

00:34:41: also auch zu meiner Zeit hatten wir ein Kapitel dazu was eben gezeigt hat wie der demografische Wandel ein umlage finanziertes gesetzliches Rentenssystem betrifft und an die Lösungsvorschläge durchdekliniert hat.

00:34:53: das findet man leider regelmäßig da drinnen und ich sage deswegen leider, weil er im Prinzip der Lösungsraum was man unmittelbar machen kann dadurch schon seit Jahren bekannt ist.

00:35:02: Und deswegen wundert mich auch noch ein bisschen dass wir heute wieder eine Rentenkommission brauchen die den Lösungsrahmen dann nochmal durchforstet.

00:35:08: Ja

00:35:08: ich finde es interessant, ich glaube am letzten Mal als zum Sachverständigen Rat über die Rente gesprochen hat, da gab's wieder Minderheitsvotum von Professor Troger, der gemeint hat das wäre ja alles Quatsch!

00:35:18: Die Belastung würde gar nicht so stark steigen und es wäre doch relativ zu positiv als verkraftbar.

00:35:23: Man müsste einfach nur die Reichenhöhe besteuern, also ich finde es erstaunlich dass ja bei so einem Thema trotzdem nachdem wir ja zehnelang das diskutieren immer noch das SENS besteht bis zum Minderheitsvotum im Sachverständigerat.

00:35:36: Also das Minderheitsvotum, grundsätzlich ist er keine schlechte Idee.

00:35:39: Das Minderheiz-Votum gibt es dann wenn sich die Rähte letztendlich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können und das ist ja schon eine Besonderheit dass auch so einen Gutachten hat von allen im Prinzip mitgetragen wird und in vielen Stellen versucht man dann den Kompromiss zu finden, das endet dann wie politische Nesse auch so ist in so einer verschworbelten Sprache teilweise in der sich dann alle doch irgendwie wiederfinden können.

00:36:00: aber eigentlich wenn man klare Kante zum Thema gibt kann es eben auch sein, dass jemand anderes klare Meinung aber anderer Meinung hat und dann kann man den Minderheitsvotum ausdrücken.

00:36:10: Also im Prinzip das es Minderheizwoten gibt finde ich mal nicht schlecht.

00:36:13: unter einem Rentensystem sind sie ja ein paar Sachen die kann man unterschiedlich sehen.

00:36:17: also man kann ja durchaus sagen ja gut die gesetzliche Rente sollte im Prinzip sowas wie eine Steuer sein und deswegen ist es auch gar nicht schlimm in der riesen Defizite die vom Bundeshaushalt gedeckt werden entstehen.

00:36:28: Jetzt sind Sie nicht mehr da in der Rolle Aber damals diese Rolle als Leiterte quasi des Arbeitsteams, sag ich mal meinen pflapsigen Worten.

00:36:35: Haben Sie wahrscheinlich am besten verstanden wie es mit deutschen Wirtschaft steht?

00:36:40: War eine tiefe Details drin.

00:36:42: Die Professoranpflege nahm also ein, das rotieren so ein bisschen High Level aber sie sind da wirklich ganz tief drin gewesen in der Herzkammer.

00:36:49: Jetzt sind wir ein paar Jahre später und ich glaube Es ist unschtrittig dass es die deutschen Wirtschaft nicht gut geht Wenn Sie jetzt so draufblicken.

00:36:57: was ist denn so?

00:36:57: eher Assessment der Lage deutschen Wirtschaft heute.

00:37:00: Was sind die Ursachen dafür, dass wir nicht so gut darstellen sollten?

00:37:04: Also mein SS-Mand unterscheidet sich jetzt nicht von dem was man langläufig auch in den Zahlen ja sieht.

00:37:09: Wir finden uns einer Stagnation und das hätte echt nicht sein müssen selbst wenn es natürlich durch den demografischen Wandel zum Beispiel beim Faktor Arbeit ist keine großartigen Zuwächse gibt.

00:37:21: aber es hätte nicht so sein müssen dass wir wirklich eine Stagnion seit vielen Jahren inzwischen haben vorher sehen, dass das in diese Richtung geht.

00:37:32: Und das war ja auch dann eben der Aufschlag den ich in meinem Buch gemacht habe, dass ich sehr erstaunlich fand, dass wir eben lange Zeit in einem Narrativ gelebt haben, in dem Deutschland als Exportweltmeister sehr gut dasteht und das war sicher so, dass es auch viele Jahre sehr gut lief.

00:37:50: Doch lief es meiner Ansicht nach sehr gut weil es viele externe Faktoren gab, die Deutschland begünstigt haben.

00:37:57: Also insbesondere Ausschwung der Schwellenländer.

00:38:00: ja China hat Maschinen gebraucht da gab es eine neue Mittelschicht sie wollten dann Mercedes fahren und da hat man natürlich genau die Produkte die da reinpassten waren preiskompetitiv dazu hat er Euro beigetragen Die Aufwertung des Demarkt war beendet Wir hatten die verlängerte Werkbank im Osten mit günstigen Zulieferern.

00:38:18: also das alles spielte uns eigentlich in die Hände aber die wirtschaftliche Dynamik die Innovationsfähigkeit Die war erkennbar schon damals begrenzt.

00:38:27: Und ja, wir leben in einer Welt der Transformation des großartigen Wandels also auch das technologischen Wandels und da sehen wir ja wo die neuen Wertreiber sind und da spielen wir halt nicht mehr vorne mit.

00:38:36: Ja gut es klingt jetzt ein bisschen platt.

00:38:38: Also vielleicht sagen wir sehr gut ist es halt so.

00:38:40: aber wir haben natürlich glaube ich in der Zeit den es uns gut ging auch einige weichen Stellen betroffenen nicht so klug waren.

00:38:46: Ich würde das mal Energiepolitik nenne ich persönlich oder beim Sozialstaat weiter ausgebaut.

00:38:52: nicht nur in die guten Zeiten genossen, ohne für die Zukunft mehr zu investieren.

00:38:57: Ich habe mir auch bei den Lasten erhöht oder?

00:38:59: Ja also genau!

00:38:59: Also die große Reform-Erra war mit Agenda Jahrzehnte und danach haben wir eigentlich nichts mehr Großartiges gesehen.

00:39:07: Also im Gegenteil es lief ja dann gut und unter der Merkel-Ehrer war er eben auch bekannt dass sozusagen die Strukturreform, die auch manchen dann eben wehtut ist politisch sozusagen Der Selbstmord, das macht man nicht.

00:39:20: Deswegen haben wir, glaube ich, so ein bisschen verlernt über Reformen nachzudenken und stattdessen die Krisen oder die Verwerfungen, die es gab, die konnte man immer auch gut zukippen mit Geld und die Priorität hat sich eben verschoben hin zu Ausbau des Sozialstaats.

00:39:36: und eben die große klimapolitische Agenda, die wir auch dachten, dass wir mit unserer überlegenden Moral die Welt retten können wird uns jetzt ein bisschen klarer, wo die Wettbewerbslage sich verschärft hat.

00:39:52: Und deswegen glaube ich ist diese Erkenntnis, die sie gerade auch genannt haben damals nicht so präsent gewesen, da dachten wir es geht alles und wer langfristig denkt hätte das wahrscheinlich damals schon erkennen können.

00:40:04: Das hier für ihr erkannt in ihrer Rolle damals im Sachverständigenrat?

00:40:07: Sie haben gesagt, Moment was läuft für die falsche Richtung?

00:40:09: Ja genau der Sachverständige Rat war damals ja noch sehr ordnungspolitisch geprägt und klar da waren wir die Mahnende, die wahrende Stimme lange Zeit.

00:40:17: Würden Sie sagen, dass die Änderung des Zusammensetzungs der Sachverständigenrat politisch getreten war?

00:40:22: Der Sachverständigrat hat ordnungspolitisch gesagt, was ihr macht ist falsch.

00:40:26: Heute sehen wir es war falsch.

00:40:28: Aber die Politik hat damit gesagt, wir wollen das gar nicht hören und wir holen uns Leute rein, die eher nicht so kritisch sind.

00:40:34: Ist das ein bisschen der Punkt?

00:40:35: Lolaas fällt raus,

00:40:36: Volker

00:40:37: Wiedern draußen stattdessen Frau Stützverein...

00:40:39: Also Sachverständige hat Grundsätze, sie ist sehr unabhängig, d.h.

00:40:42: zum Beispiel bei der Themensetzung usw.. Wenn es vergleicht beim Council of Economic Advices in den USA, die sind ein Teil des weißen Hauses.

00:40:48: Da sagt der Präsident, er würde gern was zu dem und dem Thema hören und am besten auch noch sagen, was das Ergebnis dann sein soll?

00:40:53: Nein!

00:40:53: Der Sachverständige hat das jetzt seiner eigenen Themen.

00:40:56: Die politische Einflussnahme ist dann gegeben wenn es um die Ernennung der Räte gibt.

00:41:01: Da gibt's sozusagen so die ungeschriebene Gesetzes zwei Amtsperioden von ihr fünf Jahren eigentlich so dass normale sind.

00:41:08: aber eben die Zusammensetzung war ansonsten da konnte die Politik eben mitreden Und natürlich gibt es auch bei den Wissenschaftlern natürlich auch gewisse Denk- oder Schlagseiten.

00:41:21: Und entsprechend konnte die Politik dann diesen Einfluss ausüben, das hat sie eben in den letzten Jahren auch gemacht und ich finde ist auch sehr bemerkenswert wie sich erstens wenn Sie die Minderheitswoten anschauen.

00:41:30: früher zu meiner Zeit war Peter Boefinger ein sehr geschätzter Kollege war Rekordhalter bei den Minderheizwoten.

00:41:37: heute gibt's eine Veronica Grimm die auf einmal Minderheitwoten schreibt.

00:41:41: Das zweite Bemerkungswerte ist ja dass um den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, aber das im Prinzip der Rat nicht mehr aus Makroökonom besteht.

00:41:53: Wir hatten damals sehr makroökonomische Perspektiven und heute gibt es dann auch Mitglieder die halt mehr in speziellen Gebieten der Wissenschaften unterwegs sind.

00:42:02: Also genau da hat die Politik viel eingegriffen.

00:42:10: unser Land, in dem die Ahnen in sie abwesen waren.

00:42:13: In den USA gelebt haben wir sie das vielleicht schlechtert hat.

00:42:15: Sie haben am Sachverständigenrat gearbeitet und haben dort ordnungspolitisches Gewicht noch hochgehalten und mussten sehen wie es eigentlich ein Papierkoplanete der Vorschlag und die Politik weitergemacht hat.

00:42:24: Sie sind jetzt nicht überrascht, dass diese falsche Politik gekoppelt wird mit der Tatsache, dass die guten Umfeldbedingungen nicht für ewig dauern durften zu Ende sind und wir jetzt quasi in einer starken Nation stecken.

00:42:34: Ich meine wir könnten dieses Jahr zum ersten Mal hat er erst auf sich klebelsfuß gesagt, könnte sogar seitdem wieder eine Rezession bekommen am zwanzig sechsundzwanzig.

00:42:40: Hätten wir dreieinviertig vier und zwanzige Rezensionen?

00:42:42: Fünfundzwanzigt?

00:42:43: Na dann wohl kommen wir zwei Prozent Wachstum wenn es ja nicht wieder revidiert wird.

00:42:46: Knapp dran vorbei!

00:42:47: Sechsundzwantig wie der Rezition liegen weiter in der Wirtschaftsleistung von zwei Tausend Achtzehn.

00:42:51: Und Sie sagen Visionen.

00:42:52: Die haben Schreibehaar so gerichtet, die Motivation hat sie zum Arzt gesagt, Herr Motschbett hat gesagt Nein!

00:42:57: Sagen Sie doch mal nicht, wir bräuchten Visionen!

00:42:59: Aber ganz ehrlich, ich habe auch ein Buch geschrieben zum Thema Deutschland, aber es hat eine positive Konnotierung als Mainz.

00:43:05: Was können wir noch machen?

00:43:06: Weil wenn wir Industrien verlieren, Schlüsselindustrie verlieren und Jobs verlieren in alten Branchen, den wir stark waren... ...die wir auch durch unsere Politik die Rahmen, die uns schlecht gemacht haben, dass sie mit Deutschland nicht mehr existieren können.

00:43:20: Und gleichzeitig haben Sie vorhin schon im Nebensatz erzählt, wir gleichzeitig sozusagen bei dem neuen nicht so gut sind.

00:43:26: Ja genau!

00:43:27: Was können wir denn da machen?

00:43:29: Vor

00:43:29: allem müssen sie damit heben wie viel Zeit würde ich tippen?

00:43:31: Also mein Punkt geht ja eben gerade genau auf das neue und es ist glaube ich der Unterschied auch zu ihrem Buch dass mir sehr stark darum geht, dass wir darüber nachdenken wie wir das neue bei uns auch hinbekommen.

00:43:43: Die Frage ist doch, schauen wir auf die Insolvenz-Zahlen?

00:43:44: Wie viele Arbeitsplätze verloren gehen oder schauen wir darauf was es für neue Unternehmen gibt und wo neue Arbeitsplötze geschaffen werden.

00:43:50: Und überlegen uns, was bauen wir vor Rahmenbedingungen damit mehr davon passiert.

00:43:54: In meinen schon genannten USA gab's ein Strukturwandel, die Wertreiber sind ja dieselben wie vor fünfzig Jahren.

00:44:01: Viele andere Beispiele gibts auch.

00:44:02: Die Schweiz ist für mich immer so ein schönes Beispiel.

00:44:04: Auch einen brutalen Strukturwandel hingelegt.

00:44:07: also das kann man alles machen.

00:44:08: deswegen Geht es mir darum, dass wir über Rahmenbedingungen nachdenken, die wir brauchen um zu einer Zukunft zu gelangen?

00:44:15: Und für mich ist die Zukunft eben der Referenzpunkte nicht die Vergangenheit.

00:44:18: Das geht jetzt nicht darum, zu denken, okay, jetzt ist das anders als früher.

00:44:22: Wir haben jetzt weniger Arbeitsplätze in Industrie sagen wir mal.

00:44:26: Sagen wir jetzt darum zu überlegen wie wird wahrscheinlich oder wie könnte, wie wollen wir, dass sie im Jahr zwanzig Fünfzig unsere Wirtschaftsstruktur aussieht?

00:44:34: Wollen wir ein Dienstleistungsland sein?

00:44:36: Wollten wir ein Innovationsland sein und wollen bei den alten guten Stahlindustrie und Automobilbau einfach noch nach wie vor gut sein.

00:44:44: Was wollen wir denn hier eigentlich?

00:44:45: Und dann daraufhin konsequent, und zwar konsequent die Wirtschaftspolitik ausrichten.

00:44:50: So, dann kommt man vielleicht zur Ableitung.

00:44:51: Man sagt, oh, das ist aber politisch jetzt!

00:44:53: Da müssten wir jetzt ganz schön viel auf dem Kopf stellen.

00:44:55: Aber wie glaube ich am Anfang dieses erörterte Rententhema schon?

00:44:59: Ich glaube, wir müssen einfach in den Lösungsraum erweitern und mit den neuen Ideen die Politik treiben.

00:45:05: Ich glaube dass es unsere Aufgabe auch im vorpolitischen Raum herstellt.

00:45:13: Das ist ja leichter gesagt als getan, das Neue.

00:45:28: Also wir haben eine erfolgliche Gründer-Szene.

00:45:30: Es ist schön gleichzeitig aber das Problem dass sobald die Gründungen erfolgreich sind und größer erreicht haben dann irgendwie quasi die Ausländer kommen und die Firmen kaufen.

00:45:39: im Zweifelsfall.

00:45:41: Wir haben es ja nicht mehr wie in der Grunderzeit, den Gründerboom damals dass die Firme auch hier groß werden.

00:45:45: sie wären halt hier teilweise nicht mehr groß.

00:45:47: wir haben natürlich auch was Gründung betrifft nicht so topoptimale Rahmenbedingungen Arbeitszeiten risk of failure diese ganzen Themen.

00:45:54: Und die Frage ist auch noch wer treibt die Innovation?

00:45:56: Der Staat ist ein Innovationstreiber gegen.

00:45:58: das hat zu ihm was die Politik immer gerne erzählt

00:46:01: Absolut!

00:46:01: Die Frage ist doch jetzt mal ganz konkret.

00:46:06: Kreis ist ja jetzt konkret.

00:46:07: Ich meine, wenn jetzt Herr Merz unter Klingenball und Frau Reiche hören zu einem Podcast und sagen super, endlich mal nicht so ein Boomstayer wie wir das stellten oder dratzgedeutelt haben der bringt erstmal richtig gut Ideen den Laden mal ein.

00:46:18: was sind die Punkte die wir jetzt denen sagen wollen?

00:46:20: Die sieh denen sagen würden

00:46:22: Ja genau also es finde ich immer spannend.

00:46:23: die Diskussion kommt immer sehr schnell darauf.

00:46:25: Was sind denn jetzt die Maßnahmen?

00:46:27: Mir wäre jetzt erst einmal wichtig dass überhaupt ein Bekenntnis dazu gäbe oder eine Überlegung dass wenn wir hier Innovationsnationen als Vision sein wollen oder neue Gründerzeit als eine Vision, das man überhaupt erkennt was ein tolles passieren könnte und ob wir das dann wollen.

00:46:41: Also erst mal das Ziel wäre mir klar weil sonst kippt die Diskussion immer dann Ohr-Maßnahme.

00:46:45: dann müssen wir jetzt weiß ich sage aber was extrem ist den Kündigungsschutz.

00:46:49: weg mit dem Kündigungsschutz.

00:46:51: wer ein innovatives Unternehmen haben möchte der geht ein hohes Risiko.

00:46:54: einer muss eventuell umsatteln dafür braucht da andere Leute.

00:46:58: es gibt ja der empirische Zusammenhang zwischen den Restrukturierungskosten eines Unternehmens und wie viel eine Unternehmen in Forschung und Entwicklung investiert, sprich, weil es innovativ ist.

00:47:07: Und da merken wir das im Vergleich zu anderen Ländern wie Danemark, die Schweiz

00:47:11: usw.,

00:47:11: die halt relativ niedliche Restrukturierungskosten haben hier halt hohe Kosten haben Entsprechend schweiz denn mark mehr innovative unternehmen oder die die man in forschung entwickeln.

00:47:22: Genau, also diesen empirschungszusammenhang gibt es ja.

00:47:24: wenn wir die diskussion über die maßnahme aufziehen dann heißt er künigungsschutz lockern.

00:47:29: das fliegt aber nicht.

00:47:30: da sagen wir den demoscopen dass der kriege ich ärger mit der frau bass das sind die arrungenschaften der arbeiterbewegungen ist an die formulierung von der fraubas und das geht politisch nicht durch.

00:47:39: und dann sind wir eigentlich schon wieder einem punkt wo wir uns blockieren.

00:47:43: deswegen ist mir erst ganz wichtig Relativ klar, und Sie erst mal überlegen wo wir denn hin wollen.

00:47:48: Wenn man bei den Maßnahmen anfangen dann verfährt sich meine ansehliche Diskussion viel zu früh.

00:47:53: Aber genau jetzt habe ich Ihnen schonmal eine Maßnahme genannt als

00:47:55: Abschafferkündungsschutz.

00:47:57: Zum Beispiel ja!

00:47:58: Ich weiß dass es super kontrovers ist.

00:48:00: Nein nein das Kosterfehl ja hatte ich ja im Podcast drin mit dem Herr Koster gesprochen.

00:48:04: Klar ist eine Möglichkeit.

00:48:05: nur Die Frage ist hier schon, der weg war des Kündigungsschutzes.

00:48:09: Ist für die Menschen viel konkreter als der vermeintliche Nutzen das in Zukunft irgendwann vielleicht doch mehr Risiken eingegangen werden?

00:48:16: Das gilt ja auch für Startups und Industrie für neue Dinge probieren.

00:48:19: Das ist natürlich sehr abstrakt aber okay also Kündungsschutz einhebeln.

00:48:22: Ja

00:48:23: gut also jetzt muss man einfach mal so argumentieren.

00:48:25: Ich hatte gestern gerade einen Austausch mit einem Repräsentanten der Schweiz und er sagt es geht eigentlich quer über politischen Parteien das bewusst ist, dass Arbeitsmarkt Flexibilität im Wiesnäherstandort Faktor für die Schweiz ist.

00:48:37: Also wenn die Schweizer schafft dann müssen wir noch in der Diskussion es auch schaffen dahin zu kommen.

00:48:41: Das kann doch nicht sein, dass die Leute hier vollkommen anders gestrickt sind.

00:48:46: Wir

00:48:46: haben noch andere Dinge.

00:48:47: was ist denn noch so?

00:48:47: Ich meine der Buch hat ja viele Vorschläge!

00:48:50: Genau da wo ich mich auch etwas dran aufhänge ist dass wir eben ganz viel Energie darauf verwenden das normalen Arbeitsverhältnis sowie als das Nonplus Ultra darzustellen.

00:49:01: Aus der Zeit der Fabrikarbeiter, die am Band stehen oder ein Bismarck immer erkannt hat, da muss man einen bestimmten Schutzniveau einziehen gegen die Fabrikeigentümer.

00:49:09: Da brauchen wir eben die Arbeitszeitregulierung und so weiter.

00:49:12: Das sind ja alles Regulierungen, die im normalen Arbeitsverhältnis anpacken.

00:49:15: Und dadurch ist meiner Ansicht nach auch entstanden dass wir hier eben so eine dieses Spurwechsel stark ersperren ob jetzt jemand angestellt ist, ob jemand selbstständig ist oder ob er Beamter ist.

00:49:27: also da dazwischen Spurt zu wechseln halbzeit angestellt zu sein und an Halbzeit frei beruflich zu sein, das sind ja alles Modelle die wenn man unser Sozialsystem sich anguckt eigentlich nicht so richtig vorgesehen sind.

00:49:40: Das liegt zum Beispiel daran dass sowas wie Krankenkasse eben an einem Beschäftigungsverhältnis festgemacht wird Rentenversicherung im Beschäftigung verhältnisfest gemacht wird usw.

00:49:50: Und da wäre ich einfach dafür das alles zu entzerren.

00:49:52: also jeder könnte bei uns mit einer gewissen gesetzlichen Grundversicherung für das Alter oder für andere Lebenslagen eine Grundabsicherung erhalten und darüber hinaus selbstständig vorsorgen.

00:50:04: Das kann dann auch über die zweite Säule sein, über die dritte Säure, das kann man sich überlegen aber es zumindest eine Grundversichung ist und die für alle gilt.

00:50:12: Und wiederum bei der Krankenversicherung haben wir das erstaunliche System dass wir hier ein Umverteilungssystem haben und denkt okay umverteilung müsste ja eigentlich durchs Steuersystem gewährleistet sein.

00:50:22: warum haben jetzt hier einen Element was auf einmal über die Krankenkassen mit um verteilt?

00:50:27: Und dann, wenn man das nicht will, dann wäre mal eben bei der Logik der Kopfbrauschale, wo halt jeder auch hier wahrscheinlich eher Grundversicherungsprinzip und dann Zusatzleistung kann man auch argumentieren.

00:50:37: Da gibt es keinen Marktversagen, da braucht's jetzt überhaupt keine staatliches Eingreifen, kein Kontraherungszwang, keine Bereitstellung von einer Versicherungsmöglichkeit, dass darüber jeder dann noch freiwillig weiter versichern kann.

00:50:49: So, und dann hätten wir zum Beispiel eine Situation in der jetzt niemand an einem Job oder Teilzeitjob festhält weil er sonst die Krankenversicherung verliert.

00:50:56: Das meiner sich nach würde dazu gereichen, dass wir flexibel einen Arbeitsmarkt bekommen, wo die Leute sich dann auch eventuell mal zu Gründern machen.

00:51:02: Also wie Sie ja schon gesagt haben in USA gründe jeder fünfte Mal.

00:51:06: In Deutschland ist es jeder zwölfte.

00:51:07: Jetzt

00:51:08: gibt's natürlich die Umfragen zum ersten Mai von deutschen Gewerkschaftsbohnen Die zeigen, die Deutschen wollen mehr Solidarität, mehr Sozialstaaten Weniger Eigenverantwortung wird dann gesagt und ich wurde oft gar kein eigener Verantwort der Renten Wir wollen alles eine Kasse.

00:51:22: Also sind sie quasi angesächsisch unterwegs?

00:51:24: Sind die Deutschland nicht einfach das große Volk der Kollektivisten und gebrauchen andere Antworten?

00:51:28: oder sagen Sie, der Preis des Kollektives sein heißt weniger zukünftig im Wohlstein weil wir nicht innovationsfähig sein werden.

00:51:35: Weil man nicht die Wirtschaft dazukauft entwickelt kann.

00:51:38: Nein also ich bin ein positiver Mensch und ich habe so gewisse Skepsis diesen demoskopischen Umfragen weil man muss ja auch dann immer was selten gemacht wird auch eben fragen, was sind denn die Kosten dafür?

00:51:48: oder was passiert dann nicht wenn man mehr Absicherung hat und so weiter.

00:51:51: Also wir fragen ja Leute auch, sind die Lohnnebenkosten zu hoch?

00:51:55: Und die Antwort ist wahrscheinlich genauso Ja.

00:51:57: Deswegen bin ich zuversichtlich dass wenn die Wirtschaft wieder rumpsten soll das die Leute dann auch mitgehen bei einem anderen Sozialversicherungsansatz.

00:52:05: also wie gesagt es eine andere Vision die Ich habe und Man kann jetzt sagen Was wird demokratisch passieren Dass Wir auf diese Vision einschwenken?

00:52:13: Ich weiß Es Nicht.

00:52:14: Die großen Veränderungshäveln sind ja vielleicht, wie Thomas Sattelberger mal gesagt hat.

00:52:19: Die elendige Not der Gegner vor den Touren oder eine Vision?

00:52:21: Ich hoffe dass wir mit der Vision dahin kommen und nicht erst warten müssen bis die elendigen Not hier ist.

00:52:26: Ja gut aber paar mehr denen haben sich schon noch.

00:52:29: Flexibilisierungsarbeitsmarkte ist quasi Entschlackung des Sozialsystems für wirklich ein sozialgrund Sicherungssystem und nichts zum Unverteilungsmechanismus in der Beheuer.

00:52:37: Mehr Unverteidigung dann wenn erforderlich über das Steuersystem.

00:52:40: Was würden Sie denn noch machen?

00:52:41: Genau also beim Sozialsystem geht es mir jetzt Darum, dass es eben vereinfacht wird und abgekoppelt wird in der Beschäftigungsform.

00:52:48: Umverteilung idealerweise an einer Stelle – das wäre für mich das Steuersystem – dann kann man sich auch diese ganze Komplexität sparen von wegen diesen vielen einzelnen Sozialleistungen.

00:53:00: By the way wenn wir diese Flexibilität in den Beschäftigungsporn haben können wir uns auch gewisse Sachen sparen wie die ganze Regulation rund um, oder die Frage der Schein-Selbstständigkeit fällt im Prinzip dann weg.

00:53:10: Die ganze Regulation und Plattformarbeit

00:53:12: usw.,

00:53:13: da könnten uns einfach die ganze Komplexität sparen.

00:53:16: Und Querbeet denke ich mal wenn man so eine klare Vision hat und darauf Politik auch klar ausrichtet könnte man viel Komplexkeit sparen.

00:53:24: Da sind wir nämlich dann beim nächsten meiner Ansicht nach großen Hebel.

00:53:27: das ist ganz Bürokratisierung also Bürokritieabbau Und Produktmarktregulierung sage ich jetzt mal auch.

00:53:35: Also wir sind immer bei der Innovationsnation, wer innovieren will, der muss Freiräume lassen und mit neuen Produkten entstehen.

00:53:41: also dann keinen Uber- und Airbnb verbieten.

00:53:44: das ist rückwärtsgewandt es wird kein Bestand haben bis zu zweizig fünfzig.

00:53:47: Aber

00:53:47: die Frage hier immer so ist es leicht gesagt als getan.

00:53:50: Ich glaube im Bürokratieabbau heißt da eigentlich Gesetze streichen.

00:53:53: Das

00:53:53: heißt, ihr müsst sagen jetzt streichen Gesetze.

00:53:56: Da würde uns was einfallen oder?

00:53:57: Das

00:53:57: heißt natürlich, wenn Politiker an das wegnehmen, was sie am liebsten machen, weil die definieren sich ja über das ständige Entwerfen neuer Gesetzer

00:54:03: Ja genau also das ist so ein strukturelles Problem in der Politik.

00:54:09: Also im Wahlkampf sagen wir noch ich hab hier die großen Ideen und das wird dann auch umgesetzt.

00:54:13: Und dann wenn man da eine Regierungsverantwortung ist merkt man, es ist doch schwieriger und dann biegen wir leider meiner Meinung nach zu oft ab.

00:54:22: symptomorientierten Aktionismus, hat Steffen Mauer in seinem Buch aussehe schon beschrieben.

00:54:27: Ich warne eben nur dafür das wird ja letztendlich auch nicht die Leute befriedigen weil das nicht zu einer guten Politik insgesamt führt und sein Ziel letztendlichen verfehlt.

00:54:36: deswegen finde ich und glaube auch dass ein Politiker den Mut finden kann diese Interventionsspiralen die wir oft zur Erziehung von einem gewissen Ergebnis sehen.

00:54:48: also wir wollen Klimaschutz, dann wollen wir das nächste ist Gebäudesektor.

00:54:53: Besonders was einsparen, dann fällt uns ein Ohr, dann mal eine Wärmerpumpe, dann regulieren wir dass die Wärmepumpen eingebaut werden und dann merken wir oh es gibt zu wenig Wärmenpumpen, die sind aber ziemlich teuer.

00:55:02: Dann kommt eine Subvention oben drauf.

00:55:04: Es sind ja also Interventionsspiralen Die von Hayek damals ja schon beschrieben hat Dass es letztendlich in die Knechtschaft führt.

00:55:10: Und in dieser Knechtsschaft sind wir in Sachen Bürokratie schonmal gelandet.

00:55:14: Also da kann ich auch wieder nur an die Vernunft appellieren dass die Politik erkennt, das die Welt unglaublich komplex ist und dass sie eben auch nicht allmächtig ist.

00:55:24: Sondern Demut beweist, dass sie gewisse Sachen nicht ändern kann.

00:55:28: Jetzt haben wir natürlich den Grundkonflikt zwischen unseren beiden Blickwiegeln auf die Welt.

00:55:31: Also ich schaue mal so ein Politiker an und sehe halt Frau Baas, die dann sagt ja Staat müsse erst definieren was die Industrie in der Zukunft sind wo wir sie ansiedeln, welche Regionen leuschen und wie viele Arbeitsplätze damit entstehen.

00:55:41: Das ist sozusagen, da ist ja gut der Mittag schon noch ein Leidenspieler dagegen.

00:55:44: Ja und Robert Heike war auch noch nicht so schlimm.

00:55:46: Aber wir haben natürlich schon über Altmaier, Hayek, Frau Barz im Beck haben natürlich Politiker die sich dadurch definieren es immer mehr eingreifen Die sagen ja Politik ist quasi wir steuern wie Regeln belenken.

00:55:56: Also sie glauben ja das ist besser wissen als wir alle dass er das was ich da durchzieht in der Politik.

00:56:02: Gleichzeitig haben wir einen immer weiter wachsenden Staatsantal.

00:56:05: Sie verbinden jetzt mit ihrem Sanierungsprogramm für Deutschland diese Flexibilisierung von Dingen, die Umstudien des Sozialsystems den Bürokratieabbau und würden sie dann auch sagen, okay, Staatsquote, vierzig Prozent?

00:56:19: Okay das ist ja wieder eine Besetzung ein konkretes Ziel dass die Frage wie man da dahin kommt ne

00:56:23: Aber sonst sagen sie, das ist eine Richtung.

00:56:24: Sie sagen dem Motto es ist problematisch wenn fünfzig Prozent oder mehr der Wirtschaftsleistung durch die Hände des Staates fließt?

00:56:29: Also wir Ökonomen sagen ja dann entstehen eben Verzerrungen dadurch.

00:56:34: Die Hand dazwischen des Staats bedeutet ja dass das Geld irgendwie anders endet als man eigentlich denkt, dass es endet.

00:56:40: und dann ist nicht überraschend, dass die Leute tendenziell hat lieber einen Teilzeit arbeiten und den Rest des Tages sozusagen Heimarbeit machen, gibt da statistische Erhebungen dazu.

00:56:49: Wir machen ja mehr Heimarbeiten als wir bezahlte Arbeit machen und das mag ja auch im Grund daran haben dass die bezahlter Arbeit einfach unattraktiv ist.

00:56:56: aber mir geht es ja in dem Buch insbesondere darum dass man eben über diese Politik der zweiten Ordnung also was sind so zu sagen die Strukturen die eben zu diesem Interventionismus führen nachdenkt.

00:57:05: eine solche Sache ist für mich die Delegation.

00:57:07: ich finde wir diskutieren ja extrem viel detaillierte Sachen auf der politischen Bühne also insbesondere Bundespolitik die ich mir halt anschaue.

00:57:16: Und ich habe mir aufgefragt, wie könnte Delegation da nicht helfen?

00:57:21: Dass diese Sachen im Prinzip endpolitisiert werden.

00:57:23: Mit Delegaton meine ich die Auslagerung an unabhängige Institutionen.

00:57:27: Es gibt viele unabhängige Institionen, Monopolkommission

00:57:29: usw.,

00:57:30: Sachverständiger Art gehört auch dazu.

00:57:32: aber so ein Politikbereich den ja nicht der Finanzminister entscheidet zum Beispiel ist er die Geldpolitik, die haben wir delegiert an die Zentralbanken und im Prinzip eine unabhangige Zentralbank funktioniert eigentlich ganz wunderbar.

00:57:42: dann gibt man dann einen Ziel mit dem Inflationsziel und dann machen die da ihr eigenes Ding.

00:57:47: Und in vielen anderen Bereichen, wo man eben dann auch hört wie im Bundestag dann die Drähte heiß laufen und die Mitarbeiter mit schwarzen Augenringen abends noch umlaufen, um zu regeln weil halt diese Komplexität in die sich reinbegeben viel viel zu groß ist eigentlich.

00:58:03: Vielleicht kann man auch gewisse andere Politikbereiche delegieren könnte im Gesundheitsbereich wesentlich mehr delegieren wird ja auch sehr viel vom Gesetzgeber festgelegt.

00:58:11: Also wir haben ja ganz viele Märkte, die verrechtlich wurden und vielleicht ist es schlauer dann auch mal sie nicht zu verrechtlichen oder man könnte sogar darüber nachdenken wie man dann gewisse auch öffentliche Leistungen in die Privathand gibt.

00:58:24: also wenn man jetzt zum Beispiel im Bereich der Infrastruktur mehr auslagert an echte GMBHs wie bei der Autobahn ja auch versucht und den Kapitalmarkt fähig macht da ist die Politik wieder entlastet sich über einen Bereich hier Infrastruktur Straßenbau zu diskutieren.

00:58:41: Und dafür hätte unsere Infrastruktur ausbaut, weil unabhängig und über den Kapitalmarkt finanziert dann im langfristige Perspektive ist das einzelne Bauprojekt immer davon abhängen was dann letztendlich bei der Verhandlung des Bundeshaushalts rausspringen.

00:58:53: Klar gibt es ja Vorbilder.

00:58:54: Österreich zum Beispiel macht das ja glaube ich in die Richtung mit einer Gesellschaft eine Finanzierung.

00:58:58: Weil der

00:58:58: Bahn ist auch die Schweizer?

00:58:59: Ja und wir wissen also dort funktioniert.

00:59:02: Sie haben vorhin gesagt warum können wir nicht so sein wie die Schweiz hat?

00:59:05: Ja, wir könnten auch entscheiden aber schon seit Jahrzehnten das nicht sein zu wollen.

00:59:09: Müssen wir ja bei Anna kennen dass sie offensichtlich ein anderes Wirtschaftssystem wollen in Deutschland?

00:59:14: Also so lange es gut ging kann ich mir halt gut vorstellen da der Bedarf nicht war drüber nachzudenken aber einen Eindruck den ich schon habe der sich auch von den anderen Ländern in denen ich unterwegs war unterscheidet ist.

00:59:25: das war an deutschlanden sehr.

00:59:27: sag mal wir haben probleme nicht nur mit klimaklebern sondern mit Sesselklebern sondern wir haben eine sehr geringe Durchlässigkeit in der politischen Kast, in unseren Denkweisen.

00:59:36: Das ist alles erst da und bewegt sich langsam.

00:59:38: Da sitzen die gleichen Köpfe an den gleichen Stellen über Jahrzehnte.

00:59:41: Und deswegen überrascht es mich nicht, dass wir auch in unseren Köpfen dieser Lösungsraum sich nicht weiterentwickelt.

00:59:48: Ich sehe das ein bisschen anders als Sie, dass ich jetzt nicht glaube, dass das an dem Deutschen an sich liegt, sondern ich denke, dass es ein bisschen systemimmanent ist, dass eben auch diese Kontinuität natürlich auch in unserer Institution nach dem Zweiten Weltkrieg

01:00:00: usw.,

01:00:01: ja so angelegt war dass wir diese Kontinuität eben unglaublich stark institutionell verankert haben und da, denke ich mal, wir schon uns ins Zeug legen könnten das ein bisschen aufzubrechen.

01:00:12: Und dann glaube ich gehen die Menschen auch mit.

01:00:14: Also einige würden uns jetzt an den Gehen erhalten – es ist gar nicht Deutschland!

01:00:17: Die EU ist daran Schulden.

01:00:18: Die EU regelt doch so viel.

01:00:20: Die hat das Klimapolitik gemacht, die EU macht halt immer mehr Bürokratie.

01:00:23: Die EU, verhinderte Steuerwerte bleiben ja nicht ähnliches.

01:00:26: Ist es nicht eher, dass die EU das Problem ist?

01:00:28: Die deutsche Politik quasi in dem EU-Gerüst sich bewegt und nicht das machen könnte, was sie recht können wollte?

01:00:34: vielleicht zur Ordnungsstelle.

01:00:35: Ja gut aber auch hier Politik der zweiten Ordnung würde ich mal nachdenken.

01:00:38: also EU hat die Kommission die Kommision auf das Vorschlagsrecht.

01:00:42: die Kommission ist eine Bürokratie.

01:00:44: überlegt sich mit welchen Themen komme ich überhaupt noch durch wenn ich in einem System lebe indem ich dann das Europäische Parlament als Zustimmungs-, aber dann auch den Rat als Zustimmungsorgan haben wo viele Ländern oder für die Länder ein Veto Recht haben?

01:00:59: Und dann kommen sie vielleicht auf so Sachen, ja gut die großen Dinge, die eigentlich die EU voran bringen können.

01:01:04: Da kommen wir sowieso nicht voran und dann widmen wir uns lieber halt den Handy-Lade steckern und so.

01:01:10: Und irgendwie so habe ich den Eindruck dass die Kommission halt laufen auch um ihre Daseinsberechtigung mit den tausend von Leuten, die die haben zu rechtfertigen.

01:01:19: Mit solchen Ideen kommt die halt in ein paar Mitgliedländern fliegen und da Deutschland sehr sprachlos ist was die EU Politik angeht werden wir dann irgendwie davon auch überrannt.

01:01:30: Auch da würde ich sagen, es gibt eine Erklärungsansatz, warum das so ist, dass Deutschland dieser German Vote, warum der so sprachlos ist und zwar... Das hat man zum Sachverständigenrat angeschaut.

01:01:40: Vor dem Brexit war's ja so, dass sozusagen die Briten immer das Liberale in der EU auch vertreten haben und zwar aus sehr lautstark.

01:01:48: Und Deutschland sicher als ein anderes großes Land eher einer Vermittlerrolle wernte Zünglein an der Waage.

01:01:54: Und wenn mein Züngler in einer Waage ist, dann kann man sich es auch eben leisten ganz spät zu positionieren.

01:01:59: Die Hypothese war damals ein bisschen von unserer Analyse das nach dem Brexit die Deutschen jetzt nicht gemerkt haben dass eben ja Großbritannien jetzt fehlt und dass im Prinzip sie diese Rolle einnehmen mussten.

01:02:09: da gab's dann die Frugels oder andere Gruppierungen usw.

01:02:13: aber letztendlich ist er immer noch eine Lücke geblieben und Deutschland hat nach wie vor sich nicht eindeutig positioniert.

01:02:20: Das heißt Ein Ansatz für mich, diese Regulierungswut in der EU einzudämmen wäre auf jeden Fall dass wir Europapolitik hier auch bei uns wieder wichtiges Thema machen.

01:02:32: Das wollte Kanzler Merz ja auch machen und macht da jetzt mehr.

01:02:36: aber wer merkt es auch medial ist nicht ein Thema das die Leute so fliegen.

01:02:40: Und das ist wirklich harte Arbeit.

01:02:41: ich habe damals recht viel mit der EU zu tun gehabt.

01:02:44: Da würde ich einfach sagen dann sollte man einen Fokus hinlegen ansonsten geht das so weiter.

01:02:49: Jetzt haben sie gesagt okay Vision optimistisch, was können wir tun?

01:02:54: Ganz konkret.

01:02:55: Sie haben auch einen Verein gegründet, der sich dem Thema widmet.

01:02:59: Wie hoffen sie denn, dass sie die politische Diskussion beeilflossen

01:03:02: werden?

01:03:02: Also ich versuche dadurch, dass ich selber diese Visionsskizziere und auch diese Zukunftsbilder male.

01:03:09: Ich habe so ein Kompass entwickelt für langfristiges Denken, wo es darum geht, dass wir anfangen mit den Szenarien und uns mal klarzumachen, was es für Potenziale in der Zukunft gibt.

01:03:20: daraus Zukunftsbilder zu malen, also Visionen zu stricken ansprechende Narrative zu entwickeln.

01:03:27: mit Technologie kann man ganz tolle Sachen erzählen was auch besser wird in dieser Welt und dadurch eben diese Anschlussfähigkeit zu erreichen.

01:03:33: An drittens das Erzielkonflikt klar benennen.

01:03:36: da hat mir auch einen kürzlichem Mittel des Bundestages Feedback gegeben.

01:03:40: es funktioniert ganz gut in Diskussionen wenn eben sagt okay Das neuen Euro-Ticket war doch super, sagen die Schüler bei einem Schulbesuch.

01:03:47: Dann sagt er eben ja gut aber einen neuen Euro Ticket bedeutet der auch Ausgaben von x Milliarden und das bedeutet dann dass wir das Geld nicht haben um was es ist ich die Schultoiletten zu sanieren usw.

01:03:56: Also Zielkonflikte wieder klar machen und am Schluss eine gewisse Demut vor der Komplexität zu beweisen.

01:04:00: Dass im Prinzip durch die Darlegung wie dieser Diskurs laufen könnte und dass der ja auch attraktiv ist beim politischen Raum dadurch vielleicht den ein oder anderen Politiker animiere diese Diskursidee zu folgen.

01:04:11: Und von der Resonanz des Buches, also insbesondere mit vielen im Bundestag muss ich sagen dass die Menschen oder die Parteien die erkennen das.

01:04:23: Also wir leben in einer Zeit der großen Transformation ist allen klar dass es nicht so bleiben wird wie es vor zehn oder zwanzig Jahren war sondern dass sich viele Veränderungen ergeben und dass da eine Orientierung notwendig ist.

01:04:33: Das ist inzwischen erkannt und dass wir eben wenn wir die große Reform haben wollen müssen.

01:04:39: meiner Ansicht nach brauchen wir diese große Reform Dann muss das unter einem Nordstern passieren.

01:04:45: Da wird es nicht reichen, dass wir Experten zusammensetzen, die dann mit Stichpunktenlisten herkommen und sie werden im politischen Prozess gegeneinander abgetauscht.

01:04:52: Also mit diesem kleinteiligen technokratischen Ansatz kann man einiges reparieren aber ich glaube nicht den großen Wurf landen.

01:04:59: Gut!

01:05:00: Das heißt doch eigentlich Sie setzen ihre Hoffnung auf gute politische Führung?

01:05:05: Ich möchte diesen Mut machen diese Narrative zu verwenden Und dann letztendlich ja gut politisch kommunikativ zu punkten.

01:05:14: und dahinter gehört natürlich auch immer noch saubere Handwerksarbeit.

01:05:17: Auch das kritisiere ich wie eben, naja es ist ja kein Wunder wir haben ja keine Reformen gemacht.

01:05:21: deswegen bis man überhaupt nicht mehr wie man Reformen überhaupt macht und diese Handwerksamkeit dahinter das ist brutale Defizite also die Genese von der Entlastungsprämie betrachten oder Also geht er lange zurück, Autobahn-Maut was ein anderes Thema.

01:05:36: Es hat das Handwerk einfach so unglaublich schlecht geworden dass es kein Wunder ist, dass wir immer wieder in dieses politische Scheitern reinrennen und auch das glaube ich.

01:05:44: also herrscht jetzt langsam eine Erkenntnis, dass das so nicht geht.

01:05:48: Herr Andritz gefehlt Herzlichen Dank!

01:05:49: Ich meine sehr gut, dass Sie optimistisch sind.

01:05:50: Ich finde das gut.

01:05:51: Und Visionen find' ich auch gut.

01:05:52: Das ist mein Ziel euren Schwergen.

01:05:53: Ja.

01:05:53: Also ich hoffe, dass sie erhöht werden.

01:05:57: wenn sie ja im Bundestag um Austausch sind Ist das sehr, sehr gut.

01:06:00: Dann hoffen wir, dass diese Sache irgendwann mal in echter gute Politik übersetzt?

01:06:04: Weil ich würde noch sagen, wenn die Bürger sind, dann wahrscheinlich etwas weiter schon als die Politiker.

01:06:08: Ja, das weiß ich nicht!

01:06:10: Ich beobachte nur, dass in der Politik natürlich auch nicht die Reformköpfe und die Mutigen da sind.

01:06:16: Und auch das hat ja strukturelle Gründe, warum da dieselben Leute sitzen, die entsprechend risikoerwehrs sind.

01:06:22: Deswegen plädoye vermut

01:06:24: Plädoyett für Mut.

01:06:25: Sehr gerne, das machen wir so.

01:06:26: Vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit.

01:06:27: Vielleicht setzen Sie uns mal fort wenn sie dann mehr Leute erreicht haben die dem Plädiojet für Mut folgen.

01:06:32: ich fände es richtig

01:06:33: gut

01:06:34: weil ich will verstehen des Alter können nicht alles erhalten brauchen dringend.

01:06:37: was Neueste bin ich bei Ihnen und Ich finde auch gerade uns allen den Bürger mehr Risiko aber auch mehr Chancen zu geben.

01:06:44: wäre sie dich richtig?

01:06:45: Absolut da stimme ich Ihnen voll zu.

01:06:47: vielen herzlich dank.

01:06:48: Danke Herr Stelter.

01:06:56: Helmut Schmidt ein anderer Kranstler meinte einmal der Visionen hat, soll zum Arzt gehen.

01:07:03: Doch ich denke ohne eine Zielsetzung, ohne eine Vision was für ein Land wir in zehn bis zwanzig Jahren sein wollen?

01:07:11: Wären wir es nicht schaffen heute das zu tun als wir tun müssen um die Zukunft zu gewinnen?

01:07:18: Deutschland ist, da verbinde ich überzeugt einen Sanierungsfall.

01:07:23: Gute Sanierer sprechen das aus zeigen aber auch den Weg auf die Krise zu bewältigen.

01:07:31: Sie erklären, wie die Zukunft aussehen kann und wie und warum bestimmte Maßnahmen und Einstädte dazu beitragen genau diese Zukunft zu erreichen.

01:07:42: Gute Sanierer können motivieren und überzeugen.

01:07:47: Und sie sind auch mutig und stellen das eigene Schicksal hinter die Sache zurück was mich zur Frage führt wo sind diese Saniera heute?

01:08:01: Bleibt mir Liebe Hörerinnen und Hörern, Ihnen erneut sehr herzlich fürs Zuhören zu danken.

01:08:10: Ich freue mich auf Fragen, Feedback, Kritik und Anregungen und auf einem Wiederhören am kommenden Mittwoch zur neuen Ausgabe von BTO Refresh oder am kommende Sonntag wenn es wieder eine neue Folge gibt vom BTO.

01:08:23: Bis dann wünsche Ihnen alles Gute!

01:08:26: Ihr Daniel

01:08:36: Stelter.

Über diesen Podcast

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt.

von und mit Dr. Daniel Stelter

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