beyond the obvious – Der Ökonomie-Podcast von Daniel Stelter – featured by Handelsblatt

beyond the obvious – Der Ökonomie-Podcast von Daniel Stelter – featured by Handelsblatt

Transkript

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00:00:05: BTO Beyond Servius, der Ökonomie-Podcast mit Dr.

00:00:09: Daniel Stelter.

00:00:11: Featured bei Handelsblatt.

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Aarhus Galvanes-Podcast.

00:00:19: Ich freue mich sehr, dass Sie auch zwischen den Jahren wieder mit dabei sind.

00:00:23: Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Weihnachtsfest in Kreise Ihrer Freunde und Familie.

00:00:28: Heute geht es um den zweiten Teil unseres Jahresrückblicks.

00:00:33: Themen sind, die Veränderungen durch Donald Trump, die Geopolitik, die Verteidigungsfähigkeit und Sicherheit von Europa, die Geldordnung vom Euro bis zur Frage, ob der US-Dollar seine Vormachstellung verteidigen kann oder nicht, aber auch Schulden, Innovation und Zukunftstechnologie.

00:00:54: Ein breites Themenspektrum, welches widerspiegelt, bespannend, in den Jahr- und Zwanzig war.

00:01:02: Ich denke, der Rückblick lohnt sich, fangen wir so an.

00:01:10: BTO Beyond Theobias.

00:01:12: Featured bei Handelsblatt.

00:01:20: Haben Sie schon mal direkt gehandelt, also so richtig direkt so, dass es gar nicht mehr direkt da geht?

00:01:27: Nein, dann sollten Sie es direkt malen mit der neuen App von Europas Direktystem, Direct Broker, Tradegate Direct ausprobieren.

00:01:36: Tradegate Direct wurde von Profis für Profis entwickelt und ist speziell für erfahrene Trader mit hoher Handelsfrequenz gemacht, die Wert auf Kontrolle, Effizienz und Unabhängigkeit legen.

00:01:47: Die App ermöglicht Privatanlegern den unmittelbaren Direktzugang zur Tradegate Exchange Europas liquidester Retail Börse.

00:01:54: Zu den App Features zählen Real-Time Watch Lists mit bis zu hundertfünfzig Titeln, intelligente Ordertypen und Performance-Analysen auf institutionellem Niveau.

00:02:03: Mehr als siebentausender Aktien, drei tausend ETFs und tausende Mini-Futures sind über die App handelbar.

00:02:09: Außerdem bleibt der gesamte Handel dauerhaft kostenfrei und das auch bei neuen regulatorischen Vorgaben, die marktüblich ins Spätz allerdings können wie bei anderen auch anfallen.

00:02:18: Erleben Sie wie direkt der Börsenhandel im Hier und Jetzt funktioniert mit Tradegate Direct.

00:02:23: Mehr Informationen in den Show Notes oder unter tradegate.direct.

00:02:39: weiten wir den Blick.

00:02:41: Denn während wir uns in Deutschland oft nur mit uns selbst beschäftigt haben, hat die Welt um uns herum radikal verändert.

00:02:50: Und das nicht unbedingt zu unserem Vorteil.

00:02:53: Wir leben in einer Welt der geoeconomischen Fragmentierung.

00:02:57: Das Jahr, zwanzig zwanzig, markierte die Rückkehr von Donald Trump ins Weißer Haus.

00:03:03: Es war der Beginn neuer Handelskriege und das endgültige Erwachen Europas aus seinen Träumen.

00:03:09: hin zu einer Realität, in der wir plötzlich kriegstüchtig werden müssen, wie es der Verteidigungsminister auf den Punkt brachte.

00:03:18: Wir blicken in dieser Folge natürlich darauf, aber auch auf den Dollar, der wackelt, auf die Schuldenberge, die immer weiter wachsen, aber auch auf Innovationen, die durch Hoffnung machen, dass es der Menschheit bald noch besser ergeht.

00:03:33: Lassen Sie es uns heute im Tatz II des Jahresrückblicks Revue passieren.

00:03:40: Die erste Themenblock der zweiten Ausgabe ist die Ära Donald Trump, zwei Punkt Null.

00:03:46: Protektionismus und Geopolitik.

00:03:50: Und ich fixiere es.

00:03:50: Ich habe eine Rekordbrechung von US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US-US But not anymore.

00:04:40: One year ago, our country was dead.

00:04:42: We were absolutely dead.

00:04:44: Our country was ready to fail.

00:04:46: Totally failed.

00:04:47: Now, we're the hottest country anywhere in the world.

00:04:52: And that said by every single leader that I've spoken to over the last five months.

00:04:56: When the world looks at us next year, let them see a nation that is loyal to its citizens, faithful to its workers, confident to its identity, certain to its destiny.

00:05:22: Das dominierte Thema des Jahres war zweifellos die Rückkehr von Donald Schwamp.

00:05:27: Viele in Europa hofften bis zuletzt, es handele sich bei ihm nur am Betriebs- und Fall der Geschichte.

00:05:34: Im August erklärte uns dann, Prof.

00:05:37: Rüdiger Bachmann, warum der Trampismus in den USA viel tiefer verwurzelt ist, als wir wahrhaben wollen und weshalb wir uns darauf einstellen müssen.

00:05:46: Also meine These ist ja, dass man den Trampismus nicht als monolithische Strömung begreifen kann.

00:05:52: Ich sage aber auch ganz klar, dass es einfach auch ein Restzufall ist oder ein Restirationalität, den man nicht mehr rationalisieren sollte.

00:06:01: In Deutschland, ich auch, dass es eben Berufskrankheit von Professoren, Journalisten.

00:06:05: Wir versuchen immer alles zu rationalisieren, immer alles irgendwie noch zu erklären, aber man muss.

00:06:10: es gibt ja ein so sagen irreduzibles Moment von Zufall, von eigentlich ein Fall für den Psychiater.

00:06:16: So muss man es einfach mal klar machen, würde ich sagen.

00:06:18: Aber wichtig zu verstehen ist, dass es kein monolithische Bewegung ist, sondern dass er Bündel, dass er es geschafft hat, durchsein, in der Tat dann, ja würde ich sagen, Elektorales, sollen wir das Wort Genie verwenden?

00:06:30: Weiß ich nicht, aber soll ich sagen, Elektorales Talent.

00:06:32: bestimmte anti-liberale, anti-republikanisch-demokratische Bewegungen in den USA, die so bisher irgendwie so unter der Decke waren, in akademischen Nischen, im Internetecken da sein gefresset haben, nach vorne zu bringen und eine Koalition zu schmieden im politischen Jacken.

00:06:52: Und wenn man man verstanden hat, dass es eben diese Bewegung nicht monolithisch ist, sondern eben diese Ja, durchaus auch Widerstreiten und Strömungen, die aber trotzdem, wie gesagt, ein antileberales Element haben.

00:07:03: Das ist sozusagen die eine Klammer, die ideologische Klammer.

00:07:06: Die andere Klammer ist einfach die führefigur Trambo und die Kleptokratie.

00:07:10: Wenn es ums Geld geht, sind sie sich dann immer alle einig.

00:07:13: Also es gibt sozusagen zwei Klammern inzwischen diesen heterogenen Bewegungen.

00:07:16: Aber nichtsdestotrotz ist es eben heterogen.

00:07:19: Das hilft uns zu verstehen, warum der Trampismus inherrennt.

00:07:24: eine Instabilität hat und eben dann eine Erratik hat, weil sie zwar einerseits zusammengehalten werden durch die Führerfigur Trump, auf der anderen Seite ist diese Führerfigur Trump selber so, sagen wir mal ideologisch dann doch vielleicht leer, dass eben immer der Letzte, der drin war, der der Letzte, der das Ohr hatte, möglicherweise dann die jeweils aktuelle Entscheidung bestimmt.

00:07:47: dann wird auch wieder mal zurück rudert, die Welt korrigiert.

00:07:50: Und das erzeugt sozusagen nach außen hin dann phenotypisch dieses Bild der Erartik, also nicht nur ein Bild.

00:07:55: Das ist eine fundamentale Erartik, der fundamentale Unsicherheit, was natürlich, wenn es irgendeine Bananenrepublik in Afrika wäre, auch schlimm, aber irgendwie für die Welt beherrschbar ist.

00:08:06: Aber wenn das natürlich die wichtigste Nation der Welt sozusagen so geführt wird, ist das natürlich nicht nur für die USA schlecht, sondern für die Welt.

00:08:12: Die US-Regierung setzt bekanntlich auf America First.

00:08:16: Und das bedeutet vor allem Zölle.

00:08:18: Im April erlebten wir, was passiert, wenn die USA ernst machen.

00:08:23: Prof.

00:08:23: Gabel Schelbermeier vom Wirtschaftsforschungsinstitut in Wien, bahnt in Folge twoandachzig eindringlich vor der Spirale, die durch den Zollhammer in Gang gesetzt wird.

00:08:35: Die Gefahr ist nicht unter Zoll selbst, sondern die Reaktion der anderen Staaten.

00:08:41: Dieser amerikanischen Zollpolitik, der wohnt schon ein gewaltiges Risiko in.

00:08:45: Das kommt jetzt sehr, sehr, sehr darauf an, wie die anderen Länder reagieren.

00:08:50: Richtung Amerika reagieren, aber auch untereinander.

00:08:53: Denn jetzt natürlich die... Europäer sehen Zölle gegenüber den USA, die Chinesen viele Japaner sehen noch höhere Zölle gegenüber den USA.

00:09:01: Und das führt vermutlich schon dazu, dass in Europa die Importe aus diesen noch stärker belasteten Ländern zunehmen.

00:09:08: Was machen wir jetzt?

00:09:09: Erhören wir da die Zölle jetzt gegenüber Taiwan, Vietnam, Bangladesch, Kampocha, China, Japan?

00:09:15: Nicht?

00:09:15: Also die Frage ist, entsteht aus diesem amerikanischen Anstoß auch ein Zollkrieg zwischen Ländern, die bis jetzt sozusagen eigentlich gar nicht aktiv involviert sind.

00:09:25: Also ist diese Spirale eine, die nicht nur zwischen USA und den anderen Ländern, sondern auch überhaupt multilaterales Laufen gerät, ist diese Spirale da oder nicht.

00:09:34: Und dann muss es jetzt wirklich maßvoll und verantwortungsvoll zugehen, damit man vermeidet, dass die Weltwirtschaft in eine größere Krise rutscht.

00:09:43: Dass solche Spiralen fatal enden können, lehrt uns die Geschichte.

00:09:48: In Folge, Als die Drohungen noch Drohungen waren, sprach ich mit der Wirtschaftshistorikerin Kirsten Wandschneider über die neunzehntreißigere Jahre und die Smooth-Horley-Zölle.

00:10:01: Ihre Warnung ist heute aktueller denn je.

00:10:04: Handelskriege haben am Ende nur Verlierer.

00:10:07: Wenn wir in die Geschichte zurückgehen und uns also den Smooth-Horley-Zoll, also den Zoll-Akt von neunzehnhundhundhund dreißig in den USA anschauen, in Bezug auf diese bilateralen Handelsströmung.

00:10:19: Und was wir da finden, ist, dass im Schnitt die ungefähr um ca.

00:10:22: ca.

00:10:22: ca.

00:10:22: ca.

00:10:22: ca.

00:10:23: ca.

00:10:23: ca.

00:10:23: ca.

00:10:23: ca.

00:10:23: eingrechen.

00:10:24: Und interessanterweise eben nicht nur für die Länder, die wirklich auch dann Zölle erheben, sondern auch für Länder, die das nur androhen.

00:10:33: Wenn Sie so fragen, was sind die Lehren, die man direkt aus unserer Forschung ableiten kann, dann ganz klar diese Vergeltungsmaßnahmen nicht unterschätzen.

00:10:42: Ja, also auch eine große Volkswirtschaft wie die USA muss mit Vergeltungsnahmsnamen rechnen.

00:10:48: Handelskriege sind teuer.

00:10:50: Währungskriege sind teuer.

00:10:52: Der Einbruch von Handel trägt auch dann zum Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Aktivität bei.

00:10:58: Ich glaube, diese Kosten sollte man nicht unterschätzen.

00:11:00: Dabei darf nicht vergessen werden, dass Wirtschaftskriege eher die Regel sind und nicht die Ausnahme.

00:11:07: Das erklärte Prof.

00:11:08: Berner Plumpe in Folge drei noch sechs.

00:11:12: Er kommt zur nüchternen Verstellung, Hanneskriege sind die Normalität.

00:11:18: Die wirtschaftlichen Rivalitäten zwischen Staaten, also das was wir als Kern moderner Handels- und Wirtschaftskriege sehen, das ist eigentlich der Normalzustand, das ist der Normalfall.

00:11:28: Und wenn das nicht reguliert wird, also keine Ordnung gibt, nachdem das jetzt ablaufen soll, dann hat das eine gewaltige Eskalationsdimension.

00:11:35: Und wir kennen ja Phasen, in der es eben diese Regulation oder diese Ordnung nicht gegeben hat, vor allen Dingen bis zu den napoleonischen Kriegen, aber auch in der Zeit des ersten und des zweiten Weltkrieges.

00:11:45: Da können solche Wirtschaftskriege und wirtschaftliche Auseinandersetzungen, solche Konkurrenzen sehr schnell, sehr gewaltige Eskalationspotenziale entfalten.

00:11:53: Das kann in eine eskalative Situation führen, dass man das Gefühl hat, der Wandel ist so stark, dass er diejenigen sehr befördert, mit denen wir gar keine guten Beziehungen haben wollen und politisch auch keine guten Beziehungen haben.

00:12:05: Die können wir uns gegen die wehren.

00:12:07: Was können wir da tun?

00:12:09: Das kann einer entweder gewaltsamer Aussage sein oder es kann nach einer anderen Richtung gehen.

00:12:12: Das ist das Problem, mit dem wir im Moment konfrontiert sind.

00:12:42: während wir hier noch Bestellformulare ausfüllen.

00:12:46: In Folge drennt Vier legte Professor Gundram Wolff den Finger in die wohl schmerzhafteste Wunde.

00:12:53: Unsere Rüstungsindustrie ist zu langsam, zu teuer und zu bürokratisch.

00:12:58: Und Russland ist wirtschaftlich stärker, als wir es uns eingerätet haben.

00:13:03: Ja, die meisten internationalen Vergleiche von volkswirtschaftlichen Größen finden einfach mal vergleichbar, einfach den Dollar- oder den Euro-Wert einer Ökonomie.

00:13:13: Und da ist die deutsche Volkswirtschaft tatsächlich viel größer als Russland und Russland ist eher die Größe von Spanien, also eine relativ kleine Volkswirtschaft.

00:13:23: Das Problem ist aber, dass diese Aussage nur begrenzt relevant ist, insbesondere in einem Setting, in dem es darum geht, Kriegstüchtigkeit einzuschätzen.

00:13:33: Denn es geht ja nicht darum, wie viele Dollars sie verdienen, sondern wie viel sie mit den Dollars kaufen können.

00:13:41: Und das ist das in der Ökonomie, dass Kaufkraft-Faritätsprinzip und man kann also sozusagen berechnen, nicht wie viel man produziert in Dolan, sondern wie viel man mit diesen Dolan im Heimatland kaufen kann.

00:13:54: Und im militärischen Bereich ist das ganz besonders relevant, denn sie kaufen Waffen und Russland-Kauftwaffen ja vor allem bei sich selber.

00:14:03: Und wenn sie diese Waffen sehr billig produzieren können, dann ist ein Volkswirtschaftliche Kraft von der Größe Spaniens auf einmal um einiges größer als die Deutschland, denn die Panzer, die... Artillerie alles in Russland kostet einfach wesentlich weniger.

00:14:20: Aber der entscheidende Punkt scheint mir tatsächlich zu sein, die Skaleneffekte.

00:14:25: Also das heißt Russland produziert inzwischen seit Jahr zwanzig zwei in zwanzig wirklich immer mehr jedes Jahr und macht das inzwischen industriell.

00:14:34: Das heißt, es werden tausend Fünfhundert Panzer pro Jahr in irgendwelchen riesigen Fabriken produziert in Russland und nicht so wie in Deutschland.

00:14:44: Hundert Panzer in fünf Jahren.

00:14:52: Das ist natürlich eine bittere Realität.

00:14:55: Wir brauchen Geld, viel Geld.

00:14:56: Die Frage ist nur, wie können wir das finanzieren?

00:14:59: Wir wissen ja, einige Staaten, die beispielsweise Frankreich kämpfen schon jetzt mit Haushaltsproblemen.

00:15:05: Rob Morey, ein Experte für nahe der Verteidigungspolitik, bestellte im März eine innovative Lösung vor.

00:15:12: Eine Verteidigungsbank.

00:15:14: Diese wäre ein Weg, privates Kapital zu mobilisieren, dass ich bisher wegen der ESG Regeln und Compliance-Vorgaben nicht in die Rüstungsindustrie traut.

00:15:32: Wenn man in die Geschichte zurückblickt, werden die meisten Krieger auf Kredit geführt.

00:15:36: Das ist nicht ungewöhnlich.

00:15:37: Meine Idee an der ich seit sieben Jahren arbeite, ist die Idee einer Defense Security and Resilience Bank.

00:15:42: Und diese Worte sind wichtig, denn Verteidigung, Klossicherheit ergibt Resilienz.

00:15:47: Und es geht nicht einfach nur um den Kauf von Waffen und Ausrüstung, obwohl das absolut ein Teil davon ist.

00:15:52: Es geht darum, sicherzustellen, dass wir eine widerstandsfähige Infrastruktur haben, dass wir nicht völlig von einer Pipeline für Energie oder einem Datenkabel... unter dem Meer oder was auch immer abhängig sind.

00:16:08: Aber wie genau oder was wären die Voraussetzungen, damit ein Staat sich bei der Bank verschulden kann?

00:16:22: Wir nehmen zum Beispiel an, Deutschland möchte sich fünf Milliarden Euro online um ein paar U-Boote zu kaufen.

00:16:27: Das Geld wird für diese militärischen Anschaffer und verwendet.

00:16:30: Wir wollen das Projekt in, ich weiß nicht, fünf Jahren oder zu einem anderen Datum fertigstellen.

00:16:36: Und was passieren würde, ist, dass die Bank sagen würde, okay, das ist großartig.

00:16:40: Sie müssen sicherstellen, dass sie diese technischen Standards einhalten.

00:16:43: Sie müssen sicherstellen, dass die Interoperabilität mit anderen Nationen dort ist, wo sie sein muss.

00:16:49: Und wir werden das von Dritten beurteilen lassen.

00:16:52: Und wir müssen sicherstellen, dass wir diese Meilenstein im ersten, dritten, fünften und siebten Jahr oder so erreichen.

00:16:58: Und wenn sie das nicht tun, müssen sie der Bank Geldstrafen zahlen.

00:17:01: Und der Grund, warum ich das sage, und das mal ziemlich hart klingen ist, dass dies die Art von Anreize ist, die Beschaffungsbehörden brauchen.

00:17:07: Denn wenn sie dafür haften, dass sie nicht rechtzeitig an eine internationale Bank liefern, dann können sie sicher sein, dass die Kultur, und das ist eine der größten Herausforderungen, in diesen Agenturen in die richtige Richtung gelenkt wird.

00:17:19: Wenn wir uns nur die NATO-Länder ansehen von den Zwaren-Treißig, haben nur sieben einen AAA-Rating.

00:17:25: Was bedeutet, dass Dreiviertel dieser Länder zu Zinssätzenkredite aufnehmen könnten, die sie im Inland nicht aufnehmen können?

00:17:33: Sie wissen, drei Viertel von diesen Ländern werden mit den Raten nicht domestisch beteiligt werden.

00:18:06: können sie vier Wochen lang auf alle Inhalte zugreifen und sich von der journalistischen Qualität des Handelsplatzes überzeugen.

00:18:14: Die Link finden Sie wie immer auch in den Show-Notes zu dieser Ausgabe.

00:18:21: Doch nun zu Themenblock Nummer drei.

00:18:24: Geld und Schulden, das Ende der Illusion.

00:18:29: Wir rüsten auf, wir subventionieren, wir retten und das alles aufpump.

00:18:35: Uns fand ich erst jetzt, sondern schon seit Jahren.

00:18:39: Die Schuldenberge in der westlichen Welt sind auch im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig weiter angewachsen, vor allem in den USA und Frankreich.

00:18:49: Kann das gut gehen?

00:18:50: Ist das nachhaltig?

00:18:52: Sicherlich nicht.

00:18:54: In Folge, dreihundertdreißig, sprach ich mit keinem Geringeren als bekanntes Rock-off von der Harvard University über die Zukunft des Dollars.

00:19:04: Erst der Mann, der eins sagte, this time is different, beziehungsweise sagte, Wann immer man das sagt, ist es eben nicht der Freund, sondern die Krise steht oberüber vor der Tür.

00:19:14: Dieser Mann sagte also, die US-Schulden sind außer Kontrolle und die Dominanz des Dollars ist nicht mehr in Stein gemeißelt.

00:19:23: We have debt that's out of control.

00:19:26: Neither political party has any incentive to bring it in.

00:19:31: The US is running a four percent primary.

00:19:34: deficit right now.

00:19:36: On top of the three percent.

00:19:38: that's interesting.

00:19:39: Oh, maybe it'll turn out to only be three with growth or tariffs.

00:19:42: So it's very big.

00:19:43: There's no incentive to rein it in.

00:19:46: Die US-Schulden sind außer Kontrolle.

00:19:48: Keine der beiden Parteien hat irgendeinen Anreiz dagegenzusteuern.

00:19:52: Das Haushaltsdefizit liegt bei rund vier Prozent hinzukommen, drei Prozent Zinslast.

00:19:56: Solche Ungleichgewichte verschwinden nicht von selbst.

00:19:59: Wahrscheinlicher ist, dass die langfristigen Zinsen allmählich steigen, bis ein externer Schock kommt.

00:20:05: Ein Konflikt mit China, eine neue Pandemie oder eine Klimakatastrophe.

00:20:10: Dann wird der politische Druck wachsen, die Unabhängigkeit der Notenbank aufzuweichen So zu lassen.

00:20:41: Ein Backoffice für den Euro, um sich vom Dollar zu lösen, das klingt natürlich sehr gut in den Ohren der Europäer.

00:21:12: Aber der Realistisch ist das überhaupt.

00:21:15: Steffen Murau erklärte uns im Juni in folgendes Jahr neunundneunzig, dass das Global Evidenzsystem ein komplexes Netzwerk aus Bilanzen ist.

00:21:24: Ein Web auf Interlocking Balance Sheets.

00:21:27: Und in diesem System kann man nicht einfach den Schalter umlegen.

00:21:31: Die Grundannahme der Forschung von mir ist zu sagen, wir haben dieses Global Web of Interlocking Balance Sheets und in dem passieren Dinge, in dem... wird zum Beispiel die Eurozone geschaffen, in dem versuchen Staaten sich zu verschulden, in dem wollen Staaten die Karbonisierung finanzieren oder Kriege, in dem passieren ständig Krisen.

00:21:50: Und letztlich, was wir verstehen müssen, ist, welche Mechanismen da stattfinden in diesem Web of Interlocking Balance Sheets.

00:21:56: Ja, also das zu analysieren mache ich eben in verschiedener Hinsicht.

00:22:01: Und wenn wir über den Euro und Dollar sprechen, über Geld, auch über Staatsschulden, das ist immer Bilanz, Zusammenhänge.

00:22:10: Bilanz zusammenhänge nachdenken, dann reden wir über Kreditinstrumente und Kreditinstrumente haben zu tun mit Estates und Liabilities, also Forderungen und Verbindlichkeiten.

00:22:19: Und wer da Forderungen und Verbindlichkeiten hat mit wem, das ist eigentlich ein komplexes, adaptive System, das wir gar nicht wirklich überblicken, das niemand wirklich geplant hat, das auch niemand so richtig kontrolliert, aber das Welt umspannend ist.

00:22:34: Niemand kontrolliert es wirklich.

00:22:36: Und doch verlassen wir uns darauf, dass wir uns immer weiter verschulden können.

00:22:41: Daniela Gaye warnt in September eindrücklich vor der Viel-Lunch-Mentanität in Europa.

00:22:48: Sein Befund Staatsausgaben schaffen kein Wachstum.

00:22:56: Erstens.

00:22:57: Staatsausgaben schaffen kein Wirtschaftswachstum.

00:22:59: Die Tatsache, dass der Staat das BIP durch Staatsausgaben und Schulden aufblenken kann, bedeutet nicht, dass Staatsausgaben dem Motor des Wachstums sind, eher das Gegenteil.

00:23:07: Das Wachstum einer Wirtschaft kommt von Sparen und Investieren nicht von Ausgaben und Schulden.

00:23:21: Daher ergibt die Idee, dass die Lösung für Europa oder die deutsche Wirtschaft den höheren Staatsausgaben und einer höheren Staatsverschuldung liegt, absolut keinen Sinn und ignoriert völlig die Gründe, warum der Euroraum in Deutschland sich nicht im Wachstumsmodus befinden.

00:23:38: Aber kann man nicht sagen, dass das hohe Wachstum in den USA auch eine folgenderdeutlichen Defizite ist, die der Staat dort macht?

00:23:50: Ganz und gar nicht, das ist ein großer Fehler.

00:23:53: Tatsächlich kann man sagen, dass die USA trotz des enormen Defizits wachsen.

00:23:56: Die Vorstellung, dass Defizitausgaben das Wachstum unterstützen, gibt überhaupt keinen Sinn.

00:24:01: Und das ist eben das Problem.

00:24:02: Die Leute schauen auf das Ergebnis.

00:24:04: Die Vereinigten Staaten wachsen mit zweieinhalb Prozent.

00:24:13: Und dann muss es daran legen, dass sie ein sehr großes Defizit haben.

00:24:16: Nein, das große Defizit ist ein Problem.

00:24:18: Es ist nicht der Grund für das Wachstum.

00:24:20: Der Grund für das Wachstum liegt darin, dass es eine viel produktivere Wirtschaft ist.

00:24:26: Und was sollten wir jetzt tun, um das Schuldenproblem zu lösen?

00:24:30: Ja, es ist ganz einfach.

00:24:33: Wir müssen aufhören zu glauben, dass die Regierung uns kostenlose Dinge geben wird, was sie vom Vornherein nicht tut.

00:24:39: Das Problem, Frankreichs ist da absolut offensichtlich.

00:24:41: In jeder Krise erhöht die französische Regierung die Ausgaben und wer die Krise verbeißt, reduziert sie die Ausgaben nicht.

00:24:54: Die Menge an völlig unsinnigen Ausgaben der Länder im Euro-Rom ist so gewaltig.

00:24:58: In der wirtschaftlichen Analyse lesen dir kaum etwas über diese Milliarden, die monatlich für Dinge ausgegeben werden, die absolut keine wirtschaftliche Rendite bringen.

00:25:06: Absolute Absolitäten.

00:25:08: Die einzige Lösung ist also, die Staatsausgaben zu reduzieren.

00:25:19: We have seen in Europe and not in easy countries in Greece.

00:25:24: Es mag also nicht angenehm sein, aber wir haben in Europa in nicht ganz einfachen Ländern wie Griechenland und Portugal Parteien gesehen, die gehandelt haben.

00:25:32: In Griechenland waren es die Konservativen.

00:25:34: In Portugal waren es die Sozialdemokraten, die hervorragende Arbeit geleistet haben, um die Dinge tatsächlich wieder in Ordnung zu bringen, umsichtiger zu sein, eine angemessene Balance zwischen dem Sozialstaat und dem Wirtschaftswachstum herzustellen und die Ungleichgebichte abzubauen.

00:25:48: Es gibt also nur drei Länder in Europa, die das Europrojekt tatsächlich gefährden, weil sie schlicht und einfach jede Art der Reduzierung der Staatshauskarten ablehnen und zwar nicht nur das, was ich hier genannt habe, sondern jede Art der Reduzierung.

00:26:10: Und wenn wir auf die aktuellen Prognosen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in kommenden Jahren blicken, sehen wir, er ist mit seiner Auffassung nicht alleine.

00:26:20: Trotz Rekordschulden dürfte das Wachstum in Deutschland auch in den kommenden Jahren mehr als enttäuschen.

00:26:28: Und was passiert, wenn es uns nicht gelingt, die Verschulungsspirale zu stoppen?

00:26:33: Da hilft der Lick in die Geschichte.

00:26:36: In Folge zweieinundneunzig habe ich mit Historiker Dr.

00:26:40: Michael Sonninger vom Kings College in Cambridge über die Lehren aus der französischen Revolution gesprochen.

00:26:47: Vor revolutionären Zeiten hieß die Folge, ich hoffe, Wir finden uns heute nicht ebenfalls vor revolutionären Zeiten.

00:27:03: Es ist sicherlich so, dass sich die französischen Finanzen in den Jahren die bester Verfassung befanden und die gängige Denkweise dazu ist, dass die französische Monarchie im Grunde bankrott und im Wesentlichen nicht in der Lage war, ihre Staatsschulden zu bedienen.

00:27:21: Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht eine Denkweise über Staatsschulden die im Jahrhundert weiter verbreitet war als, wie ich annehme, bis vor relativ kurzer Zeit, dass es für Staaten und ihre Regierungen jederzeit möglich ist, ihre Schulden nicht mehr zu begleichen und die Zinszahlungen auf die angehäuften Schulden einzustellen.

00:27:43: Widely discussed subject in the eighteenth century.

00:27:47: Dies war im achtzendten Jahrhundert ein viel diskutiertes Thema und wurde insbesondere mit der britischen Politik sowie mit den Überlegungen zweier recht bekannter britischer politischer Denker in Verbindung gebracht.

00:27:58: Einer war Henry St.

00:27:59: John Viscount Bollingbroke.

00:28:01: Der andere, bekanntere der schottische Philosoph David Hume, beschrieb ein viel gelesenes Essay mit dem Titel of Public Credit.

00:28:08: Darin formulierte Hume eindrücklich.

00:28:11: Entweder die Nation wird die Schulden vernichten oder die Schulden werden die Nation vernichten.

00:28:15: Bei der Auseinandersetzung mit den Ursprüngen der französischen Revolution interessierte mich unter anderem die Perspektive, dass eine Regierung ihre Schulden einfach nicht bedienen kann und die Auswirkungen im Kontext der politischen Auseinandersetzung in Frankreich von Es ist möglich für die Regierung, dass sie einfach auf ihrem Dezit befinden.

00:28:35: Und denken durch die Beispiele von ihnen, in dem Kontext der politischen Argumente, die in Franzisch von den Seventonundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:29:04: Viele Menschen, die in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts über die Zukunft spekulierten, sagten eine sehr blutige und gewalttätige Revolution voraus, die hauptsächlich aus dem Problem des Zusammenhangs zwischen Staatsverschuldung und Steuerverteilung und den daraus resultierenden Spannungen zwischen Gleichheit und Ungleichheit resultieren würde.

00:29:20: Das bekannteste Beispiel hierfür aus der Zeit der französischen Revolution ist das siebzehntundundneinzig veröffentlichte Buch von Edmund Burke, Betrachtungen über die Revolution in Frankreich.

00:29:30: Burke sagte voraus, dass alles Böse enden würde, es würde, sagte er in Feuer und Blut enden, am häufigsten und eindringlichsten Tatis Rousseau.

00:29:39: Er sagte ständig eine gewaltsame Revolution voraus, vergleichbar also mit der, die zum Niedergang und Fall des röbischen Reiches geführt hatte.

00:29:47: Und viele, viele Menschen in der zweiten Hälfte des achzehnten Jahrhunderts spekuliert dass die moderne Welt mit all ihren Kriegen, Schulden und der damit verbundenen Instabilität wahrscheinlich denselben Weg gehen würde, wie das römische Kaiserreich über tausend Jahre zuvor.

00:30:02: Die Zukunft sah also in gewisser Weise ziemlich düster aus, nicht nur in Frankreich und nicht nur zur Zeit der französischen Revolution.

00:30:09: Man ging davon aus, dass die moderne Welt den Bach unterging.

00:30:13: Das ist, meiner Meinung nach, ziemlich wichtig, denn man dachte, siebzehntundneinzig oder siebzehntundneinzig, nicht plötzlich, oh mein Gott, die Dinge entwickeln.

00:30:20: sich in eine Richtung, die wir noch nie vorher gesehen hatten.

00:30:23: Sie nackten eher zu der Annahme, dass die Dinge in eine Richtung gingen, die viel zu viele Menschen auf viel zu dramatische und reißjährische Weise vorhergesehen hatten.

00:30:52: Und damit kommen wir zu Themenblock Nummer vier.

00:30:54: Innovation und Zukunft, der Weg aus der Stagnation.

00:30:58: Wir haben gesehen, Schulden schaffen kein nachhaltiges Wachstum.

00:31:03: Wachstum kommt durch Innovation.

00:31:06: Aber genau da hakt es in Europa.

00:31:08: Der Wählen von den USA und China zunehmend abgehängt, besonders bei der Künzigen Illigenz.

00:31:14: Doch woran liegt das?

00:31:18: Oliver Kost und Jan Quartanlem lieferten in folges von fachzig eine ernüchterne Erklärung.

00:31:25: Es sind Die Kost des Scheiderns.

00:31:28: Wir haben mit der Arbeit in diesem Thema auf Grundlage von fünf von zwanzig Jahren Erfahrung im Technologiebereich auf beiden Seiten des Atlantiks angefangen.

00:31:44: Und was wir in diesen Jahren entdeckt haben, sind zwei Faktoren, die Behörden oder Ökonomen normalerweise nicht wirklich bekannt sind.

00:31:49: Der erste Faktor ist, dass bei einem Scheitern in Europa die Kosten für die Entlassung der Teams, die man für ein sehr großes Projekt eingestellt hat, zehnmal höher sind als die Kosten im Rest der Welt.

00:31:59: Das ist also viel teurer, ein Projekt in Europa zu stoppen als in den USA oder in China oder in Indien.

00:32:09: Der zweite Faktor, den wir bei der Arbeit mit Google, Amazon und Microsoft erkannt haben, ist, dass diese Unternehmen ständig mit Risiken investieren.

00:32:17: Sie starten also regelmäßig Projekte, die eine Erfolgserscheinigkeit von zwanzig Prozent und eine Misserfolgserscheinigkeit von achtzig Prozent haben.

00:32:24: Dieses sehr hohe Risiko ihrer Projekte ermöglicht es ihnen, disruptive Innovationen hervorzubringen.

00:32:30: Nehmen Sie den Geschäftsplan für die Entwicklung eines neuen Projektes in einem großen Konzern.

00:32:35: Sie investieren beispielsweise zehn Millionen in einem Projekt.

00:32:38: Sie haben Erfolg.

00:32:39: Es steigert den Wert Ihres Unternehmens um achtzig Millionen.

00:32:42: Wenn Sie in den USA schaltern, haben Sie zehn Millionen verloren.

00:32:45: Aber wenn Sie in Europa schaltern, haben Sie zehn Millionen verloren und müssen die Kosten für die Umstrukturierungen der Teams tragen, die Sie für dieses Projekt eingestellt haben.

00:32:53: Und das sind zusätzlich zu den zehn Millionen noch einmal siebzehn.

00:32:57: Wenn Sie in vier von fünf Fällen schaltern, sind die die Umstruturierungskosten der gescheiterten Projekte höher als die Wertsteigerung des erfolgreichen Projektes.

00:33:05: Insgesamt haben sie als Europa Geld verloren, während sie in den USA Geld verdient haben.

00:33:10: Und deshalb investieren große Konzerne problemlos hunderte von Milliarden in den USA und nur sehr geringe Beträge in Europa.

00:33:17: Und deshalb investiert China heute doppelt so viel in Technologie mit großen Konzernen wie ganz Europa.

00:33:22: Das Problem, das Kernproblem, ist also die Rentabilität von Investitionen mit hohem Risiko in Europa.

00:33:28: Das funktioniert nicht.

00:33:29: Man sollte es einfach nicht tun.

00:33:35: Professor Karl benigt frei aus Oxford, lieferte dann im Oktober, in der Folge thirty-four einer weiteren Erklärung.

00:33:43: Es mannelt an Freiheit.

00:33:45: Und an der Größe des EU-Binnenmarktes.

00:33:48: Frei war aber nicht nur skeptisch bezüglich der Innovationsfähigkeit in Europa und den USA, sondern auch in China.

00:33:55: Er bezweifelte, dass das chinesische Modell wirklich überlegen ist.

00:34:02: Bei den meisten Technologien, bei denen China jetzt gut ist, haben sie nicht die Null-zu-Eins-Innovation in den Bereichen Solar, Elektrofahrzeuge, KI oder Heilplatte verbracht.

00:34:11: Es ist eigentlich ziemlich ähnlich wie in Japan.

00:34:15: Ich meine das so, dass China Produktionsprozesse perfektioniert, Kosten senkt und auf diese Weise einen größeren Marktanteil erobert.

00:34:23: Die Innovation in China, die Art, also warm bröchende Innovationen, wird meiner Meinung nach manchmal überbewertet.

00:34:30: Und wann kann staatliche Industriepolitik erfolgreich sein?

00:34:34: Freie, nennglare Voraussetzungen.

00:34:37: Sie funktioniert am besten bei technologisch bereits ausgereiften Sektoren mit klaren Zielen, nicht aber in sich schnell entwickelnden Feldern wie der künstlichen Intelligenz.

00:34:47: Also ausgereift und klar funktioniert, sobald es unsicher ist, funktioniert es nicht.

00:34:56: Wenn die Technologie relativ ausgereift ist, dann hat man ein klares Ziel, was zu tun ist.

00:35:01: Wenn sich die Technologie sehr schnell entwickelt, ist es schwer, Industriepolitik zu betreiben.

00:35:06: Halbleiter waren eine viel schnell lebigere Industrie, ebenso wie KI, mit dem wir mal an.

00:35:13: die Europäer bündelten ihre Ressourcen und investierten in alles, was zur Entwicklung großer Sprachmodelle gehört.

00:35:38: Vielleicht liegt die Zukunft in kleinem und sprachmodellen.

00:35:41: Vielleicht liegt die Zukunft der KI überhaupt dicht in sprachmodellen.

00:35:44: Das Ziel in der KI bewegt sich also ständig.

00:35:47: Und in diesem Kontext ist es viel schwieriger, Industriepolitik zu betreiben.

00:35:52: Trotzdem gibt es durch Lichtblicke, auch in Deutschland.

00:35:56: Es gibt Orte, wo Zukunft gemacht wird.

00:36:00: Einer dieser Orte ist Mönchen.

00:36:03: Professor Helmut Schönenberger von der Unternehmertum zeigte uns im Mai in Folge zweixundneinzig, dass wir es können, wenn wir Wissenschaft und Wirtschaft radikal vernetzen.

00:36:16: Wenn Sie jetzt die neue Bundesregierung beraten, was soll ich eigentlich sowieso machen?

00:36:20: Was sagen Sie denn denn?

00:36:21: Sehr konsequent eben die kommerzialisierung aus der forschung vorantreiben.

00:36:27: Wir geben ja als Land ungefähr ähnlich viel aus im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt wie die Amerikaner für Forschung.

00:36:34: Wenn es dann aber darum geht, wirklich wachstumstärke Unternehmen auszugründen, dann sind wir um Faktor fünf schlechter.

00:36:41: Das liegt aber vor allem auf privaten Geld auch.

00:36:43: Genau, das ist eine Katastrophe.

00:36:45: Also, dass aus unserer guten Forschung nur ein Fünftel der Wertschöpfe rauskommt.

00:36:52: Und deswegen ist meine Empfehlung eben, dann lasst uns auf diesen Kommerzialisierungsteil schauen, wie können wir diesen tollen Bestand an guten Wissenschaftlern und guten Forschungsergebnissen nutzen, damit da wirklich skadierbare Themen rauskommen.

00:37:07: Und das heißt halt, einerseits diese Start-up-Factories zu gestalten, dann hätten wir zehn weitere starke Standorte um deutsche Universitäten herum, in dem ein klarer Prozessen klarer Kümmerer da ist, um dann die Menschen, also diese Wissenschaftlerinnen, die Studierenden eben auf ihren Weg zur Gründung zu begleiten.

00:37:29: Da muss nicht jeder den gleichen Fehler machen, sondern einfach miteinander voneinander lernen und das Ganze halt viel effizienter und viel schneller machen.

00:37:37: Das ist das eine.

00:37:39: Und das zweite ist dann mit der lokalen Unterschneemerschaft, mit den lokalen Wertschöpfungsketten das Ganze zu verheiraten.

00:37:47: Jeder sagt der Schatz von Deutschland.

00:37:49: ist der Mittelstand, so ist es ja auch, nur wenn der Mittelstand nicht mit der nächsten Generation zusammenarbeitet, dann ist das alles nichts.

00:37:58: Und das dritte große Thema ist das Thema Wachstumskapital.

00:38:02: Wir brauchen halt, um wirklich Weltmarktführer zu bauen, braucht es halt.

00:38:07: Normalerweise hundert Millionen Euro oder fünfhundert Millionen oder manchen Fällen auch eine Milliarde Euro, also eine Fusionskraftwerkgebörsch, das weiß ich bauen möchte.

00:38:17: Und da fehlt es momentan eben am Kapitalmarkt in Deutschland und Europa.

00:38:22: Und der muss gestärkt werden, damit ihm diese Finanzierungsquellen auch für die sogenannten Scale-Ups, also die Wachstumsunternehmen aus Deutschland oder Europa stattfindet.

00:38:31: Wenn ich Ihnen so zuwähre, dann habe ich mir so eigentlich gar kein Problem.

00:38:33: Wir haben qualifizierte Studenten, wir haben gute Universitäten nach Ausland, wir haben den Prozess zur Ausgründung, zum Beispiel jetzt in München, aber den nächsten in anderen Städten.

00:38:42: Wir haben eigentlich auch Kapital.

00:38:43: Aber trotzdem sitzen wir hier so beide so.

00:38:45: Ich glaube, Sie sind so recht stolz darauf, was Sie geschaffen haben.

00:38:47: Und gleich sind wir gemeinsam frustriert darüber, dass es nicht besser ist.

00:38:51: Ich würde ganz gerne nochmal am Schluss nochmal rausarbeiten.

00:38:54: Drei wirklich urgent dos.

00:38:56: Also ich glaube erst mal, wir müssen alle mehr Gas geben.

00:39:01: Wir brauchen Menschen, die bereit sind, halt Neues zu wagen.

00:39:06: Und dann braucht es erst mal gesellschaftlich auch die Breite der Bevölkerung, die das auch wertschätzt.

00:39:12: Also wenn es diese Menschen gibt, die sich auf diesen innovativen Weg machen, dass das halt positiv gesehen wird und gewertschätzt wird.

00:39:20: Und dann braucht es natürlich auch die Gatekeeper, die dann die Türen öffnen und sagen, okay, ihr bekommt diesen staatlichen Auftrag, ihr dürft in das Labor rein, ihr dürft die Maschinen nutzen, ihr bekommt ein Investment und so baust du ein Ecosystem aus.

00:39:36: Und positiv ausgedrückt, das Tolle ist, wir in Deutschland haben wir alles, um sofort loszulegen.

00:39:41: Wir haben die richtigen Leute, wir haben die Infrastruktur, wir haben das Geld.

00:39:47: Aber wir müssen halt loslegen und wenn wir da nicht den Weg gehen und die Leute nicht in die Duschen kommen, dann wird nichts geschehen.

00:39:54: Jetzt haben Sie zwanzig Jahre, machen Sie das über zwanzig Jahre.

00:39:56: Wenn wir zwanzig Jahre in die Zukunft schauen, wo stehen wir?

00:39:59: Also für München, wenn ich extrem positiver wäre, einfach wie Sie vorhin gesagt haben, wir haben so eine Pipeline aufgebaut und die Die Erfolge sind in der Pipeline jetzt drinnen.

00:40:11: Also die werden halt rausgepumpt und die Produktionsstraße läuft und die wird immer stärker und stärker.

00:40:18: Deswegen bin ich auch so positiv und sage, hey, wir können das alle in Deutschland, weil wir es auch in München mit konsequenten Koffen hinbekommen haben.

00:40:27: Aber es reicht halt nicht, also wir werden nicht die ganze Welt und nicht ganz Deutschland beglücken können, sondern wir brauchen halt viele Geschwisterchen, die einen ähnlichen Weg gehen und haben es einfach mal ausgerechnet.

00:40:37: Also wenn jedes Bundesland so eine Institution hätte wie die Unternehmertum mit einem ähnlichen Output, dann wären wir die oder zumindest eine der erfolgreichsten Startup-Nationen dieser Welt.

00:40:49: Und da müssen wir halt hinkommen.

00:40:51: Und das ist ein Rennen.

00:40:52: Und Unternehmertum arbeitet hart und wir wachsen jedes Jahr rund um zwanzig Prozent.

00:40:58: Das heißt also, alle drei Jahre verdoppeln wir uns, alle zehn Jahre verzehnfachen wir uns.

00:41:04: Und das ist die Geschwindigkeit, wie wir vorangehen und der Wettbewerb vorangeht.

00:41:08: Und so müssen die anderen auch laufen oder sogar ein bisschen schneller, weil die ein bisschen hinter uns her sind.

00:41:14: Den Fist brauchen wir wieder in Deutschland, dann haben wir alles.

00:41:17: Und dann haben wir eine super Zukunft, eine super Gesellschaft.

00:41:20: Es hindert uns nichts daran, außer wir selber.

00:41:23: Und deswegen müssen wir es halt packen.

00:41:25: Das ist der Geist, den wir in Deutschland brauchen.

00:41:28: Kommerzialisierung, Skalierung und vor allem auch Wut.

00:41:35: Die Behörden und Hörer, ich denke, im Jahr twenty-fünfundzwanzig war ein erneuter Wegruf für uns in Europa, für uns in Deutschland.

00:41:44: Wir haben gesehen, dass die alten Gewissheiten, billige Energie, Schutz durch die USA, ewiges Exportwachstum nicht mehr tragen.

00:41:52: Wir haben gesehen, dass Schulden keine Lösungen sind, sondern das Problem perspektivisch vergrößern.

00:42:00: Aber wir haben auch gesehen und gehört, es gibt durchaus Lösungen.

00:42:04: Es gibt Konzepte für eine bessere Verteidigung, für mehr Innovation und für einen effizienteren Staat.

00:42:11: Die Ideen liegen auf dem Tisch, Das Wissen ist da.

00:42:14: Was fehlt, ist oft nur der Mut zur Umsetzung.

00:42:19: In diesem Sinne sollten wir alle gemeinsam hoffen, denke ich, dass das Jahr im Jahr wird, in dem in Deutschland die nötigen Reformen angepackt werden und wir uns die Zukunft sichern.

00:42:34: Ich persönlich hoffe, dass mein Podcast mit vergangenen Jahren dazu beigetragen hat, die Debatte die wirtschaftspolitische Debatte ein Stück weit zu versachlichen und die wesentliche Punkte in den Vordergrund zu bringen.

00:42:49: Wenn ich schon nicht in der Politik, dann hoffentlich in Ihrem Umfeld, wenn Sie mit Freunden, Familie und Kollegen über wirtschaftliche Fragestellungen diskutieren.

00:43:00: An dieser Stelle, in den letzten Folgen des Jahres zwanzigundzwanzig, möchte ich mich bei Ihnen, die Behörerinnen und Behörer, ausdrücklich, sehr, sehr herzlich für Ihre Treue, für Ihre vielen Zuschriften, für Ihre Kritik und auch für Ihr Lob bedanken.

00:43:18: Bleiben Sie BTU neugierig, bleiben Sie BTU kritisch.

00:43:22: Mir bleibt an dieser Stelle nur, Ihnen allen alles Gute für das neue Jahr, zu wünschen.

00:43:31: Die kommende Folge gibt es am vierten Januar, bis dahin, alles Gute, Ihr Daniel Stelter.

Über diesen Podcast

bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter. Der Ökonom und Strategieberater bringt Wirtschaft und Finanzen auf den Punkt. Unverblümt und unabhängig gibt Stelter pointierte Antworten auf die Wirtschaftsfragen unserer Zeit. Featured by Handelsblatt.

von und mit Dr. Daniel Stelter

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