Die Hütte brennt
Shownotes
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie verliert nach Angaben von Gesamtmetall derzeit rund 10.000 Arbeitsplätze im Monat. Seit dem Beschäftigungshöchststand im Jahr 2019 sind bereits rund 350.000 Stellen weggefallen. Zugleich bleiben Kapazitäten unterausgelastet, Arbeitskosten und Produktivität entwickeln sich auseinander und die Branche investiert weniger in neue Ausrüstung als an Wert abgeschrieben wird. Die Firmen haben bisher versucht, den Personalabbau zu bremsen und sozialverträglich zu gestalten. Nach Schätzungen sind aber beim aktuellen Niveau der Kapazitätsauslastung weitere 300.000 Arbeitsplätze akut gefährdet.
Vor diesem Hintergrund findet die Tarifrunde 2026 statt. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für zwölf Monate, ergänzt um Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente und Gewinnbeteiligungen in gut laufenden Firmen. Die Arbeitgeber verlangen das Gegenteil, nämlich Kostensenkungen, um den Dammbruch beim Personalabbau noch zu verhindern. Daniel Stelter spricht mit Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen, den geschätzten zusätzlichen Personalüberhang, die Voraussetzungen, unter denen industrielle Arbeit in Deutschland eine Zukunft hat, und über die Frage, warum aus seiner Sicht auch Lohnverzicht und eine Verlängerung der Arbeitszeit verhandelbar sein müssen.
Hinweis
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Hörerservice
Konjunkturbericht Deutliche Rückschläge im August – konjunkturelle Stabilisierung sehr differenziert und holprig des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall: https://t1p.de/10v9x
Information Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gestartet der IG Metall zur Tarifrunde 2026: https://t1p.de/u5za3
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Transkript anzeigen
00:00:05: BTO Beyond Servius, der Ökonomie-Podcast mit Dr.
00:00:09: Daniel Stelter.
00:00:11: Featured bei Handelsblatt.
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zum neuesten Ausgabe des Podcasts!
00:00:19: Ich freue mich sehr dass Sie auch in dieser Woche wieder dabei sind.
00:00:24: Viele Themen wären auf der Agenda, wir blicken auf die Tarifverhandlungen.
00:00:28: Wir blicken auch auf die Frage ob Gehaltsforderungen von fünf Prozent, die die E-Metall erhebt wirklich in die Zeit passen.
00:00:38: oder ist das letzte Beispiel von Realitätsverweigerung und von Realitätsläugnung von einigen Teilen der Gesellschaft vorausgeschickt?
00:00:47: Ich verstehe jeden, dem er Gehalt haben möchte angesichts der zunimmel Belastung und der Inflation.
00:00:52: Und vor allem eines Staates, der uns immer weniger Geld lässt und immer mehr von uns fordert.
00:00:58: Die Frage ist nur kann die Industrie das verkraften?
00:01:02: Eine Industrie, die schon jetzt pro Monat mindestens zehntausend Arbeitsplätze verliert und wo im Raum steht dass zurzeit schon ungefähr dreihunderttausend Menschen so einer der Personal überhang sind also eigentlich in absehbarer Zeit auch entlassen werden.
00:01:20: Das ist dramatisch, wie ich finde ein wichtiges Thema und genau deshalb gehen wir dem in dieser Woche nach.
00:01:27: Ich hoffe Sie finden es genauso spannend und relevant wie ich.
00:01:30: fangen wir alle so an!
00:01:49: Kennst du das?
00:01:50: Du liest einen interessanten Artikel und denkst, dass würde ich gern vertiefen.
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00:02:56: Bevor wir zum heutigen Thema kommen ein großes Dankeschön an alle diejenigen die wir geschrieben haben, anlässlich meines Auftritts bei Markus Lanz in der vergangenen Woche!
00:03:05: Wir haben das Vergnügen mit Peter Albmeier und der Touch-on-Listin Ulrike Herrmann über die Lage der deutschen Wirtschaft zu diskutieren.
00:03:13: Und über was die Regierung in der Vergangenheit falsch gemacht hat, also beiträgt – das wollen Probleme haben – und vor allem natürlich über die richtigen Lösungswege verbunden mit der Frage ob wir der Regierung es zutrauen oder nicht.
00:03:31: Das Ganze, wie gesagt kann man auch nachschauen mit der Teg, wenn man möchte.
00:03:34: Ich fand es interessant zu diskutieren.
00:03:36: Es war sicherlich nicht ausreichend Zeit um alle Argumente auszutauschen aber mein persönliches Teggewähl war wir brauchen dringende Reformen.
00:03:44: das wissen sie die Behörde und ich fürchte wenn wir die nicht bald haben dann werden wir dafür gemeinsam einen bitteren Preis zahlen.
00:03:51: Beblick auf die politische und gesellschaftliche Stabilität.
00:03:54: Wenn wir jetzt nicht dringend handeln mit Reformen Und die Wunschung wird auf Kurs bekommen Dann kommen wir Richtung französische Verhältnisse mit starker Recht und starker Linken.
00:04:05: Und wer das echt ändern möchte, der muss heutere Form machen und da verlieren werden jeden Tag wertvolle
00:04:09: Zeit.".
00:04:10: Also ich bin nicht der Politiker aber ganz ehrlich Ich habe Herrn Merz nicht verstanden.
00:04:13: jetzt ist er Kanzler.
00:04:14: es war sein Lebenstraum.
00:04:16: Er siebzech wird eh nicht wieder gewählt werden.
00:04:19: Was hat zu verlieren?
00:04:20: Will er in die Geschichte eingehen als denjenige der quasi den Absturz der CDU beschleunigt hat, Niedergangslandes beschleundigt hat?
00:04:26: Eigentlich könnte auch sagen Ich schmeiß die SPD raus.
00:04:31: Frau Herrmann hat gerade gesagt, keiner will neu wahlen, also hat der Minderheitsregierung erst.
00:04:35: Man müsste ja konsultives Misstransfotos um irgendjemand an das kommen und dann bringt er die stelltöschigen Sätze ein, sage ich jetzt mal.
00:04:41: Sofortiger stirbt das Atomabgabwerk, Abrisses, wir schaffen jüdliche Gesetze ab und sagt einfach wer stimmt mir zu?
00:04:47: Fünf, sechs Gesetzen ganz einfach, ganz kurz!
00:04:49: Ich würde es einfach nicht einfach machen.
00:04:50: Wer stimmt mir so?
00:04:51: Und dann jawohl, Frau Herrman wird sofort sagen oh man könnte sein dass die AfD zustimmt.
00:04:56: Die Frage ist halt nur kommen wir so weiter, wenn wir sagen O da könnten unter Umständen Leute zustimmen zu Dingen wo den CDU Grundsatzprogramm dasselbe drin steht.
00:05:06: Das ist das Phänomen.
00:05:07: die CDU hat ein großes Programm drin stehen wollen in der Turmbraff-Apris stoppen wieder Einstieg und wenn es dann vor einer vorgeschlagen wurde stimmen sie dagegen.
00:05:15: Das für mich politisch nachvollziehbar, wirtschaftlich aber auch öfter.
00:05:20: Wie gesagt, an dieser Stelle herzlichen Dank für die viele Feedback und auch die Anregungen.
00:05:24: Ich werde ihr aufgreifen und soll dich mal wieder in einer Talkshow sitzen.
00:05:27: Wir versuchen dann entsprechend noch besser zu machen.
00:05:36: Während wir balance und war anders über die Lage der Wirtschaft diskutieren und streiten geht es in realen Wirtschaft weiter bergab.
00:05:45: Die deutsche Metall- und Rectoindustrie beispielsweise hat sein ihrem Höchststand der Beschäftigung im Jahr rund dreihundertfünfzigtausend Arbeitsplätze verloren.
00:05:56: Und jeden Monat kommen ungefähr zehntausend verlorene Arbeitsplätzen hinzu, das ist wie ich finde ein dramatischer Niedergang einer wichtigen Säulen unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstands zur Erinnerung.
00:06:09: Unsere Wirtschaft ist Krimi vor allem Automobilbau Maschinen- und Anlagenbau.
00:06:14: Das sind die drei Säule und alle drei Säusen sind massiv unter Druck.
00:06:18: Erstaunlich ist aber, dass die Dramatik dieser Situation scheinbar noch nicht bei allen Akteuren angekommen ist.
00:06:26: Man denke beispielsweise an die Gewerkschaften.
00:06:28: Die Gewerksamkeiten fordern nämlich mehr Geld und das in diesem Umfeld.
00:06:34: Die EGMetal konkret fünf Prozent beider Laufzeit von zwölf Monaten.
00:06:47: Die Wirtschaft hängt in den Seilen.
00:06:48: Das ist das eine und auf der anderen Seite, und das bestätigen auch die Institute mit ihren Zahlen Wir brauchen
00:06:55: eine
00:06:55: starke Nachfrage In diesem Land um die Wirtschaft wieder nach vorne zu bringen Und Nachfrage erzeugen wir durch Kaufkraft Und Kaufkraft erzeugten wir durch höhere Löhne für die Beschäftigten.
00:07:05: Deswegen ist es fünf Prozent zu fordern jetzt genau die richtige Zeitpunkt Und deswegen ist es schon gerecht.
00:07:10: Weil die Beschäftigten sind ja diejenigen, die auch am Erfolg des Unternehmens ihren Anteil haben weil sie einfach gute Arbeit leisten und Sie wollen auch wertgeschätzt werden und auch den Anteil daran haben dass sie eine gute Arbeit leisten.
00:07:22: Wir
00:07:22: haben in den Diskussionen um diese Forderung der fünf Prozent auch festgestellt.
00:07:28: wir haben in dem Buch betrieben teilweise Forderungen die wären höher gewesen als fünf Prozent Und in Betrieben, die in der Krise sind werden sie niedriger gewesen.
00:07:38: Das heißt, die fünf sind schon sehr realistisch und was wir aber nicht wollen ist dass nur die Krisenbetriebe die Zahl nach unten drücken sondern tatsächlich für die Betriebe wo es gut läuft nochmal ein extra Plus mehr Einkommen und sichere Arbeitsplätze.
00:07:52: wer wollte das nicht?
00:07:54: Die entscheide Frage ist aber wie beides gemeinsam erreicht werden sollen.
00:08:00: Gesamtmetall Also die Vertretung der Arbeitgeber meldet für die Branche inzwischen eine Unterauslastung seit zwölf Quartalen, das sind drei Jahre.
00:08:11: Im Schnitt wurden die Kapazitäten im dritten Quartal nur zu neun und siebzig Prozent ausgelastet.
00:08:17: Langjährige Durchschnitt liegt bei fünfundachzig Prozent.
00:08:20: Das sind sechs Prozentpunkte.
00:08:21: Unterschiede mag man denken ist doch gar nichts noch.
00:08:24: die sechs Prozent sind wahrscheinlich genau die Prozentpunkti zwischen Gewinn- und Verlustentscheiden.
00:08:29: Oliver Zander, der Hauptgeschäftsführer von Gesamtbetal hat den daraus abgeleiteten rechnerischen Personalüberhang in einem Interview im Juni auf rund dreihunderttausend Stellen beziffert.
00:08:42: Das sind keine beschlossene Kündigungen aber das ist die Schätzung des Verbands wie groß der zusliche Druck auf die Beschäftigung bei diesem Niveau ist.
00:08:52: Übersetzt heißt es wir können auch dreißig monatelang jeden Monat Zehntausend Stellen verlieren.
00:08:58: Oder aber, das ist meine Interpretation.
00:09:00: Wir können auch einen Dammbruch erleben, wo plötzlich dreißig oder vierzigtausend Menschen pro Monat ihre Stelle verlieren Denn Unternehmen können eine Zeit lang mehr Personal halten als sie brauchen.
00:09:13: Auf Dauer können Sie es nicht tun.
00:09:16: Am Anfang tun Sie es um gut eingearbeitete Mitarbeiter nicht zu verlieren und hoffen auf neue Aufträge.
00:09:21: Bleiben diese nachhaltig aus dann erfolgt der Personalabbau.
00:09:26: Die Bundesbank hat im August beschrieben, wie die Industrie bisher mit der Frage der Überkapazitäten und der damit verbundenen Personalüberhänge umgegangen ist.
00:09:36: Der Beschäftigungsabbau im verarbeitenden Gewerbe führte bislang nicht zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit.
00:09:42: Zudem wurden in den vergangenen zwei Jahren trotz des umfangreichen Stellenabbaus nur moderat mehr beschäftigter im verarbeiten den Gewerben arbeitslos als zuvor.
00:09:51: Dies spricht dafür, dass das verarbeitende Gewerbe nach einer Phase des Labour-Hordings stellen größtenteils über natürliche Fluktuation und Zurückhaltung bei Neueinstellungen abbaute.
00:10:02: Und nicht über grössere betriebsbedingte Entlassungen.
00:10:05: Wenn die Hoffnung darauf schwindet, dass sich die Auffasslage verbessert oder das Geld knapp wird ändert sich die Rechnung.
00:10:13: Dann werden Verträge, die mir verlängert.
00:10:16: dann werden Stellen nicht mehr neu besetzt.
00:10:18: Es würde über freiwillige Abgänge gesprochen.
00:10:21: Dann beginnen die Entlassungen, bis hin zur Schließung von Standorten und wenn die Geschäftsleitung zu lange gewartet hat im schlimmsten Fall de Insolvenz.
00:10:32: Genau darin liegt meines Erachtens die Dammbruchgefahr.
00:10:36: Es geht jetzt hier nicht darum einen bestimmten Zeitpunkt festzulegen an den der Dammbrocher folgt.
00:10:41: Mir geht es nur noch rum zu sagen Der bisherige Stellenabbau unterschätzt noch das Problem in der Industrie.
00:10:49: Diese Entwicklung hat mehrere Ursachen.
00:10:51: Zum einen haben wir natürlich ein technologischen Wandel, stichwort Automobilindustrie.
00:10:57: Wir hatten dazu bereits Podcasts die gesagt haben, die neuer Welt der Elektromobilität braucht viel weniger Zulieferer.
00:11:03: sie braucht viel weniger Arbeitnehmer.
00:11:05: einfach deshalb weil Elektromobilität viel einfacher ist als die Verbrennungstechnologie.
00:11:12: das heißt wir haben hier eine strukturellen Wandel und dem können wir nichts entgegensetzen selbst wenn die Automobil Industrie gesamthaft überlebt.
00:11:21: Es gibt aber eine zweite Dimension, die mindestens ehemals so schwer wiegt.
00:11:26: Und das ist der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit!
00:11:29: Gegen chinesische Anbieter reicht es in immer mehr Bereichen eben nicht mehr auf die traditionelle Stärke deutscher Ingenieurskunst zu verweisen.
00:11:39: Wir wissen es – Die chinesischen Anbieten sind deutlich günstiger.
00:11:43: Wegen, günstige Energie, günsigen Personalkosten und sicherlich auch hier-und da Subventionen.
00:11:50: Nur Die sind nicht nur billiger, sondern sie sind zunehmend auch technologisch ebenwürdig oder sogar überlegen.
00:11:57: Und das passt nicht zusammen!
00:11:59: Der können nicht teurer und schlechter sein und so glauben auf den Weltmarkt Erfolg zu haben.
00:12:21: gibt es keine Preisprämie mehr.
00:12:23: Je weich die Kosten und die Leistung auseinanderlaufen, zeigt eine Auswerte vor Gesamtbeteil.
00:12:30: Zwischen Jahrzehnte und Zweihundzwanzig stiegen die Arbeitskosten je Stunde um forty-one Prozent.
00:12:37: Die reale Stundenproduktivität stieg im gleichen Zeitraum aber nur um siebzehn Prozent!
00:12:43: Die Folge ist – die Lohnstückkosten gehen dollig nach oben.
00:12:48: Hinzu kommt natürlich auch noch der Sozialstaat.
00:12:51: Jede Abgabenerhöhung führt zu höheren Arbeitgeberbeiträgen, zu höherer Arbeitnehmerbeiträgen und so zu höhereren Personalkosten.
00:13:01: Deshalb ist es nicht nur eine Frage der Tariflöhne sondern eben auch eine Folge der unzureichenden Reform im Sozialstaat die dazu führt dass bei uns die Lohnstekosten deutlich ansteigen um wir an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
00:13:16: Für den Betrieb ist es am Ende egal warum die Kosten hoch sind wegen des Staates oder wegen der Tariftverträge.
00:13:22: Für ihn ist relevant, was kostet es das Produkt herzustellen.
00:13:26: Und kann ich diese Kosten am Markt noch realisieren?
00:13:30: Ja oder nein?
00:13:31: Ökonomen blicken also auf die Lohnstückkosten und das Institut der deutschen Wirtschaft hat mal vorgerechnet wo wir da
00:13:38: stehen.".
00:13:39: Die deutschen industriellen Lohn-Stückkosten wagen im Jahr hier um Zweiundzwanzig Prozent höher als im Durchschnitt der Zwiebelnzwanziger Vergleichsländer und um Fünfzehnt Prozent höher.
00:13:51: Die hierzulande überdurchschnittlich hohe Produktivität reichte nicht aus, um den Nachteil der hohen Arbeitskosten zu kompensieren.
00:13:58: Zwischen Rundwunschzehnhundertneunzig und Zweitausendvierundzwanzig stiegen die industriellen Lohnstückkosten in Deutschland um zwanzig Prozent genauso stark wie im internationalen Vergleich aber weniger als im Euro-Ausland mit Zweiunddraßig Prozent.
00:14:11: Die Möglichkeit einfach die Preise zu erhöhen ist natürlich im internationalem Wettbewerb begrenzt.
00:14:17: Wie wir gesehen haben, die Chinesen sind mindestens so gut und deutlich billiger Da kann man die Preise hier erhöhen, da muss man Preise senken.
00:14:24: Wenn man das nicht kann und weniger verdient dann hat man folglicherweise weniger Mittel für neue Maschinen, neue Produkte und bessere Verfahren.
00:14:31: Das heißt es wird noch schwieriger den Wettbewerbsnachteil wieder wettzumachen.
00:14:38: Und das sieht man auch!
00:14:39: Nach Branchenberechnungen liegen ausrüstungsinvestitionen der Metall- und Elektroindustrie seit Jahrzehnte unter Abschreibung.
00:14:48: Es wird also weniger in neue Ausrüstung investiert als rechlerisch der Kapitalstock an Wert verliert.
00:14:55: Das ist nicht Konjunktur, das ist Substanzverlust und das ausgerechnet eine Zeit, in der die Unternehmen eigentlich produktiver werden müssten was nur geht wenn man den Kapitalansatz erhöht.
00:15:07: Die Bundesbank sieht dieses Problem in der gesamten Wirtschaft.
00:15:11: In ihrem Monatsbericht Juni schreibt sie folgendes
00:15:14: Das Wachstum der Produktionsmöglichkeiten der deutschen Wirtschaft wird durch eine Vielzahl von strukturellen Wachstemnissen gedämpft.
00:15:21: Dazu zählen der demografische Wandel und damit einhergehende Probleme wie Fachkräftemangel, steigende Lohnnebenkosten sowie vergleichsweise hohe Energiekosten, Belastungen durch Bürokratie- und Regulierung sowie die zunehmende Konkurrenz im Exportgeschäft – insbesondere aus China.
00:15:37: Angesichts des seit geraumer Zeit schwachen privaten Investitionen wächst der Kapitalstock langsam.
00:15:43: Vor diesem Hintergrund und aufgrund der schwächeren Investitionsprognose wurde das Potenzialwachstum für die Jahre Der Zahltag ist für die meisten Mitarbeiter ein Höhepunkt, für Lohnverantwortliche aber jeden Monat aufs neue Stresstest und das ist keine Übertreibung.
00:16:04: Laut dem aktuellen Payroll-Benchmark-Report von Personio, für den tausendzwarhundert Payroll Profis befragt wurden, ist jede fünfte Gehaltserbrechnung in Deutschland im Ersten Land auf viele Haft.
00:16:13: Die Korrekturen kosten im Schnitt acht Stunden pro Monat Zeit, die eigentlich für strategische Themen fehlt.
00:16:19: Genau hier setzt Personio Payroll an, automatische Datenübernahme direkt aus dem HR-System,
00:16:25: kontinuierliche
00:16:25: Compliance Prüfungen und fehlerfreie Abrechnungen die sämtlichen lokalen Anforderungen erfüllen.
00:16:31: Alles in einem System ganz gleich ob man Payroll komplett automatisieren mit der Steuerberatung zusammenarbeiten oder alles selbst übernehmen möchte.
00:16:39: PersonioPayroll passt sich der jeweiligen Arbeitsweise an weniger Korrekturen, weniger Stress und Mitarbeiter die pünktlich und korrekt ihr Gehalt bekommen.
00:16:48: Alle Infos gibt's auf personio.di-bto.
00:16:57: Und nun beginnen die Tarifverhandlungen.
00:17:00: In der letzten Woche ging es in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bei der Metallindustrie los.
00:17:07: Die erste Runde endete ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
00:17:10: Die IG Metall fordert neben fünf Prozent mehr Lohn, auch eine Beschäftigungssicherung Eine soziale Komponente und eine Gewinnbeteiligung im gut laufenden Unternehmen.
00:17:21: Barbara Resch Die Bezirksleiterin der EG Metall Baden-Württemberg, formulierte Reposition so.
00:17:49: Unsere Lösung sagte sie?
00:17:51: Die Transformation trifft den Industriestandort Baden-Württemberg besonders.
00:17:54: Die Produktivitätsentwicklung bereitet uns Sorgen, die Probleme sind struktureller Art und verlangen kluge Antworten.
00:18:00: Der Riefpolitik allein kann sie nicht lösen.
00:18:03: es braucht Investitionen und klare Entscheidungen in den Betrieben aber auch verlässliche politische Rahmenbedingungen.
00:18:09: wir sind bereit gemeinsam mit Südwestmetall gegenüber der Politik für die Zukunft der Industrie einzutreten.
00:18:14: das entbindet die Arbeitgeber nicht von ihrer Verantwortung für ihre Unternehmen und Standorte.
00:18:20: Natürlich verstehe ich den Wunsch, der beschäftigt nach Sicherheit.
00:18:23: Ich verstehe ja auch das Menschen mehr Lohn wollen um die Kosten die gestiegen sind zu kompensieren sei es durch die Inflation, sei ist durch die steigende Steuernabgabenlast.
00:18:34: Das Problem einer Sache ist nur wie können wir unternehmen dass Geld verdienen?
00:18:39: Die haben gerade gesehen sie sind webversmäßig schon jetzt massiv unter Druck und deshalb darf sich verwundern dass der Verhandlungsführer von Südwestmetall Peter Sebastian Krause nicht viel hält von den Forderungen der IG Metall.
00:18:54: Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen steht auf dem Spiel, statt um Lohnerhöhungen muss es diesmal um wirkliche Entlastungen für die Firmen gehen.
00:19:02: Wir müssen die Kosten senken das steht völlig außer Frage.
00:19:05: wir befinden uns in einer historisch einmaligen Krisensituation.
00:19:08: Wenn wir die Kosten nun doch weiter nach oben treiben, wird sich der Verlust industrieller Substanz im Land immer weiter beschleunigen.
00:19:15: Wir brauchen eine spürbare Entlastung ohne wenn und
00:19:18: aber.
00:19:19: Die wesentliche Frage diesmal ist also nicht wie man den zusätzlichen Verteilungsspielraum aussuchend gewinnen zwischen Arbeitnehmern, Abergeberseite aufteilt.
00:19:29: Es geht dies mal darum dass es diesen Spielraum gar nicht gibt.
00:19:34: Wer in so einer Lage Flächendecken fünf Prozent mehr Lohn fordert Verwechselt meines Erachtens den Wunsch mit den realen wirtschaftlichen Möglichkeiten.
00:19:43: Das Ganze ist für mich eine Realitätsleugnung per Ackselungs.
00:19:49: In dem Bereichen, die aufgrund des technologischen Umbruchs ohnehin keine Zukunft haben wird eine solche Gehaltssteigerung den Abbau am Personal und die Schließungen von Firmen beschleunigt.
00:20:01: in dem Bereich wo wir eine Zukunft haben könnten wächst der Druck die Produktion ins Ausland zu verlagern.
00:20:08: Beides sind schlechte Nachrichten für den Standort Deutschland.
00:20:12: Die Branche braucht sieenkende Lohnstückkosten, das kann gelingen durch höhere Produktivität – doch dass er fordert Investitionen und gelingt nicht über Nacht!
00:20:23: Es gibt aber auch andere Hebeln, man könnte auf Lohn verzichten oder länger arbeiten bei gleichem Entgelt.
00:20:30: Beides sollte möglich sein, das ist natürlich keine angenehme Botschaft denn mehr Stunden wird derselbe Geld.
00:20:36: Das ist nicht richtig sexy, der Stundenlohn sinkt.
00:20:39: Aber ich denke es ist besser als in Arbeitsplätze komplett zu
00:20:42: verlieren.".
00:20:44: In seiner Weise ist die Arbeitszeit nicht automatisch Gegenstand dieser Entgeltrunde.
00:20:49: Die tarifliche Wochenarbeitszeit wird im Mandeltarifvertrag geregelt, denn nicht gekündigt wurde.
00:20:54: Man sollte hier überlegen ob man unter Umständen sagt, man kündige solche Verträge um entsprechende Konzessionen zu erzwingen.
00:21:03: Leiner müssen feststellen, dass die Gewerkschaften mit ihrer Realitätsverweigerung nicht alleine sind.
00:21:10: Auch die Politik müsste sich endlich fragen wie man Produktion in Deutschland wieder wirtschaftlicher macht?
00:21:16: Wir wissen es!
00:21:17: Die Energiekosten wären ein wichtiger Hebel doch die Politik scheutert vor zurück eine andere Energiepolitik zu betreiben.
00:21:24: Stattdessen erzählt sie sich und uns weiterhin das Märchen.
00:21:32: Solange das weiter fortgeführt wird, gibt es keine Hoffnung für die energieintensive Industrie dem Lande.
00:21:38: Das Gleiche gilt für die Reform des Sozialstaates – wir wissen es!
00:21:42: Es wird von Reformen gesprochen und der Wahrheit während die Abgaben erhöht, beispielsweise indem man die Beitragsbemessungsgrenze weiter nach oben schiebt.
00:21:51: Das betrifft die Arbeitnehmer wie auch die Arbeitgeber.
00:21:55: Auch in Überlegungen einzusteigen in eine kapitalgedeckte Rente, die positiv sind, führen ja zu einem weiter steigenden Beitrag.
00:22:03: Auch dieser belastet Arbeitnehmer und Arbeitgeber
00:22:06: gleichzeitig.".
00:22:07: Die Folgen des Nichthandelns der Regierung sind dramatisch!
00:22:11: Der Sachverständengrat – der Wirtschaft hat bereits im Mai beschrieben, wohin dann die Beitragssätze für diese Zahlversicherung laufen.
00:22:20: so nichts passiert?
00:22:22: Hohe Sozialversicherungsbeitragssätze belasten die Arbeitseinkommen, da sie den Abstand zwischen Brutto- und Nettolohn vergrößern.
00:22:29: Und die Arbeitskosten der Unternehmen erhöhen.
00:22:31: Bereits heute ist die Belastung der Arbeitseinkommen durch Abgaben in Deutschland im Vergleich der UECD Staaten hoch.
00:22:37: Der Gesamtsozialversicherungen Beitragsatz ist seit Jahrzehnteinzehnt von neununddreißig Komma Sieben Prozent auf inzwischen zweiundvierzig Kommaa Drei Prozent angestiegen.
00:22:46: Der Sachverständigen-Ratwirtschaft rechnet mit einem weiteren Anstieg auf fortyfünfundvierzig, vier Prozent im Jahr zwei Tausenddreißig und auf fortyneinviertig, sieben Prozent bis zum Jahr zwei tausendvierzzig.
00:22:58: Ja die Gesundheitsreform enthält auch Überlegungen auf der Ausgabenseits zu sparen aber das ist vollkommen unzureichend.
00:23:05: wir brauchen definitiv drastischere Maßnahmen.
00:23:09: Und das habe ich ja übrigens auch angesprochen, bei Markus Lanz, wer daraufhin und Rieke Hermann sofort sagte, dass geht gar nicht die Sozialstadt darf man nicht anfassen dann entzieht man der Wirtschaft doch mehr Kaufkraft!
00:23:19: Ich finde wir holen Sozialabgaben, entziehen auch Kaufkraft und zwar bei jenen, die arbeiten.
00:23:25: Ich halte das nicht für eine gute Idee und vor allem wenn ich es komisch, dass unsere Sozialstadt nur ausbauen darf aber niemals reformieren.
00:23:34: Was sie Energiekosten betrifft?
00:23:35: Tja Man denkt höchstens in Subventionen.
00:23:38: Die Monopolkommission hat das bereits kritisch gesehen, sie hat das Problem im Hauptguteachten im Juli so charakterisiert.
00:24:02: Besonders relevant ist, dass für stromintensive Branchen wie etwa die Aluminiumherstellung – Menschstrom als zentraler Produktionsfaktor dauerhaft teurer ist als in wichtigen Wettbewerbsregionen könnten Investitionen und Wertschöpfung zunehmend ins Ausland verlagert werden.
00:24:18: Wie gesagt eine Energiepolitik ist nicht die Subventionierung, eine gute Energiepolitik isst einer Politik, die alles tut um das Angebot möglichst schnell, möglichst kostengünstig massiv auszuweiten.
00:24:31: Das bedeutet eben nicht mehr Photovoltaikanlagen, zum Zeitpunkt wo die Sonne scheint haben wir eh zu viel Strom oder nicht mehr Wind.
00:24:39: Sondern es bedeutet vor allem, die Tabus zu hinterfragen wie Bagelsweise den Ausstieg aus der Kernenergie?
00:24:45: Aber egal!
00:24:46: Die Behörden hören da kennen sie meine Position und ich weiß dass nicht alle von ihnen diese teilen.
00:24:52: Doch statt darüber nachzudenken wie man Unternehmen entlastet wird immer neue Belastungen in Diskussion gebracht.
00:24:59: So passt das ins Bild dass Stefan Nacke, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion gemeinsam mit dem Karitas-Finanzvorstand Friedrich von Schönfeld nun offiziell dafür plädiert endlich doch auch die Erdversteuer für Unternehmen einzuführen.
00:25:17: Sie sehen das hat seine große Ungerechtigkeit an – muss ich auch und sagen deshalb, die Unternehmen müssen dringend mehr Steuern bezahlen!
00:25:25: Hätten sie das verbunden, mit einer vorherigen Forderung die Steuern erst einmal grundsätzlich deutlich zu senken?
00:25:31: Dann hätte ich noch zugestimmt.
00:25:33: Aber einfach in einem Land wo die Unternehmensbesteuerung bereits Rekord hoch ist im internationalen Vergleich weitere Steueren oben draufzusetzen ist einfach nur irre und es nicht dazu angetan als Investitionsklima in Deutschland zu verbessern.
00:25:47: Seit über zwanzig Jahren sind die Unternehmen in Deutschland netto sparer.
00:25:52: Das ist nicht die Aufgabe von der Unternehmen.
00:25:55: Netto-Neude-Schulden aufnehmen, mehr Einkämpfer teilaufnehmen sollten investieren.
00:25:59: Doch genau das tun sie nicht!
00:26:01: Und wie wir hier schon vor einigen Wochen diskutiert haben – ich erinnere daran einem McKinsey-Partner war zu Gast – zeigen die Daten erschreckendes.
00:26:09: Deutschland ist das einzige Land wo die nette Investitionsquote bei Null liegt.
00:26:14: Wir investieren gerade so viel für die Abschreibung auf dem bestehenden Kapitalstock und die Folgen können wir alle gemeinsam beobachten bei der Bahn, bei den Straßen aber auch letztlich bei Substanzgebobidien wie auch dem Alter der Maschinenanlagen in der Wirtschaft.
00:26:29: Die Wirtschaft stimmt schon seit Jahren ab und verlagert, investiert woanders.
00:26:35: Und hier wäre dringend das Gegensteuern erforderlich.
00:26:38: von der Politik – und das ist leider nicht in Sicht!
00:26:43: Sie kennen es vielleicht, sie haben eine klare Trading-Idee, plazieren ihre Order und dann kommt das auf die Umsetzung an.
00:26:50: Wie schnell wird sie ausgeführt?
00:26:51: Wie nah ist der Preis am Markt und welche Rolle spielen Sprit und Slippage?
00:26:55: Genau für solche Situationen wurde Tradegate Direct entwickelt.
00:26:59: Die Trading App bietet aktiven Anlegern direkten Zugang zur Tradegate BSX Europas liquidester Retail Börsel ohne zusätzliche Umwege, das ermöglicht eine marktnah transparente Ausführung und hohe Broker Ratch Qualität.
00:27:13: Hinter Tradegate direct steht die Berliner Tradegate AG mit ihrer jahrzehntelangen Börsen-Expertise – damit bekommen Privatanleger dieselbe Handelsqualität und denselben Zugang der bis lang Profis vorbehalten war!
00:27:24: Und auch bei den Kosten wird der Vorteil ersichtlich.
00:27:26: Depot und Kontoführung sind hier inklusive, sie handeln dauerhaft ohne Gebühren.
00:27:31: nur marktübliche Spreads können anfallen.
00:27:33: Tradegate Direct wurde mehrfach von Stift- und Warentest ausgezeichnet.
00:27:37: Wenn Ihnen beim Trading also sowohl Kosten als auch Qualität wichtig sind probieren Sie es einfach aus laden Sie die App kostenlos herunter und handeln Sie direkt am Börse.
00:27:47: Den Link zu TradeGate Direct finden Sie in den Show Notes.
00:27:56: Um genauer zu verstehen, wie es dem Unternehmen denn geht habe ich mich mit Oliver Barther verabredet.
00:28:01: Oliver Bartha ist der Hauptgeschöpfshörer von Südwestmetall im Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg.
00:28:10: Gleich kommen sie im Gespräch aber vorher noch dieser Hinweis als Handelsplatz.
00:28:15: Nach wie vor gibt's das exklusiver Angebot für alle WTO-Bionzi-Opfershörern.
00:28:20: Für nur einen Euro können Sie das Handelsblatt v.a.
00:28:23: monat abonnieren und sich so selbst ein Bild machen von der Qualität der Zeitung.
00:28:28: Mehr Informationen finden Sie wie immer in Schonots-und unter hannis.com, Strichstrich mehr Perspektiven.
00:28:34: Doch nun zu meinem Gespräch mit Oliver Bater.
00:28:39: Bartha kommt ursprünglich aus Eschweg in Hessen, hat in Mainz Jura studiert und ist dann in die Industrie gegangen.
00:29:00: Er war lange Personalchef zuletzt bei Bosch Thermotechnik in Wetzlar unter voren leitenden Positionen u.a.
00:29:06: bei Mannesmann Rexroth.
00:29:08: Auf Arbeitgeberseite hat er in Hessen die Tarifrunden geführt Und jetzt sitzt der im Stuttgart mitten an einer Branche Die mit schwacher Konjunktur- und Stellenerbau kämpft.
00:29:18: Sehr gerne Herr Bartha!
00:29:19: Ich freue mich ausgesprochen sie mal Podcast begrüßen zu dürfen.
00:29:22: Ja, guten Tag!
00:29:23: Ich freue mich hier heute dabei sein zu dürfen.
00:29:25: Herr Bandt ist eine Premiere.
00:29:26: ich habe schon ein paar Mal Unternehmer im Podcast gehabt und ich hab noch niemals einen Vertreter eines Verbandes in meinem Podcast gehabt.
00:29:34: Und ich habe auch lange überlegt mache ich das weil es ist ja so.
00:29:37: sie werden jetzt wahrscheinlich mir eine Situation schildern aus ihrer Branche die nicht so positiv ist und da steht immer im Raum die Frage Ist das jetzt ein bisschen Lobbyarbeit oder ist es wirklich ein Problem?
00:29:50: Wir haben ein Problem, weil ich will nichts im Mund legen.
00:29:53: Vielleicht sagen Sie mir mal zu Beginn wie stets denn eigentlich um Ihre Branche zur Zeit?
00:29:58: Ich will das gerne erläutern und will es dann auch mit Zahlen hinterlegen damit wir hier vom Lobbigen weg zu den Tatsachen kommen wenn gleich auch Lobbing vielleicht jetzt nicht immer nur negativ sein muss.
00:30:10: die Lage in der Metall- und Elektroindustrie ist eine ausgesprochene Krisensituation, wahrscheinlich die größte Krise seit bestehender Bundesrepublik.
00:30:19: Jetzt bemühen wir fast täglich immer Superlattiven und deswegen ist es glaube ich wichtig das zu konkretisieren.
00:30:27: Wir liegen seit dem Höchststand im Jahr zwei Tausend Achtzehn Neunzehn was die Produktion betrifft fünfzehn Prozent unter den Wert von zwei tausend achtzehn neunzehnt.
00:30:36: also wir haben weniger Produktion.
00:30:38: Wir haben parallel dazu etwa dreihundertfünfzigtausend Arbeitsplätze in der M&E-Industrie abgebaut von reichlich dreieinhalb, drei Komma sieben Millionen, dreihundertfünftig tausend.
00:30:50: Das entspricht etwa acht Prozent und zeitgleich ist aber die Endgeldsumme um zwölf Prozent gestiegen.
00:30:57: Was sagen uns die drei Zahlen?
00:30:59: Die drei Zahlen sagen erst mal wenn die Produktion fünfzehn Prozent niedriger ist als zum Höchststand wir nur acht Prozent Personal abgebaut haben dass wir weitere sieben bis acht Prozent abbauen müssen und da ist Produktivitätsfortschritt, den wir üblicherweise noch brauchen drei vier Prozent pro Jahr mindestens gar nicht eingerechnet.
00:31:19: Das heißt hier stehen eigentlich weiter drei Vierhunderttausend Beschäftigte an die man abbauen müsste um diesen Wert zu kompensieren.
00:31:27: was aber jetzt völlig dramatisch ist das die Lohnsumme um zwölf Prozent im selben Zeitraum gestiegen Und das ist bereinigt schon um den Personalabbau.
00:31:38: Das heißt, auch da haben wir eine Steigerung obwohl der Abbau stattgefunden hat.
00:31:43: wenn ich das jetzt nochmal bereinigen möchte dass wir diese Kurven übereinander bekommen werden wir ja noch mal abbauen müssen.
00:31:49: das heißt Wir haben hier einen Überhang von fünf sechshunderttausend Arbeitsplätzen Wenn wir die aktuelle Produktion in der M&E-Industrie uns anschauen.
00:31:59: das darf man glaube ich gedroßt als Krise bezeichnen.
00:32:03: Das darf man nicht.
00:32:03: Ich komme auch gleich mit Ihnen auf die Ursachen der Krise, aber ich muss ein bisschen nachfragen.
00:32:07: Erste Frage ist, wieso hat die Industrie nicht mehr abgebaut?
00:32:11: Ganz ehrlich wenn die Umsätze sinken und die Lohnsumme steigt, wie so hat die industrie nicht die paar Hunderttausend schon längst abgebaut?
00:32:19: Der Ababrozess läuft kontinuierlich.
00:32:21: Wir verlieren jeden Monat Zehntausend Arbeitsplätze in der M&E-Industrie.
00:32:25: das ist eine dramatische Zahl Und es geht monat für monats.
00:32:30: so weiter ist entlang der Demografie an der Einstelle möglich, ohne dass wir hier den sozialen Frieden auf dem Kopf
00:32:37: stellen.
00:32:38: Aber wir kommen jetzt an Grenzen, weil all die Möglichkeiten, die Vorruhestand und Demographie bieten, jetzt irgendwann ausgeschöpft sind.
00:32:48: Wir haben gerade im Mittelstand sehr viele Unternehmer, die an ihrer Stammbelegschaft festhalten wollen um dann doch durch die Transformation durchkommend nach vorne wieder investieren wollen.
00:33:00: Aber mit Anhalt der Krise geht denen die Luft aus.
00:33:03: Die Banken sind hier nicht mehr so bereitwillig, das durchzufinanzieren.
00:33:07: Wir sehen E-Bettzahlen, die kleiner gleich zwei Prozent sind und damit wird sich das jetzt zuspitzen.
00:33:14: was den Abbau betrifft.
00:33:15: Wir lesen sehr einen Teil in der Zeitung die Nachrichten aus dem VW-Konzern oder hier unseren großen Mitgliedsunternehmen.
00:33:22: Okay Sie sagen es ist nachlaufen weil wir sozialverträglich abbauen?
00:33:27: Warum ist der die Lohnsumme trotzdem so erheblich gestiegen?
00:33:30: Weil ich mal ganz ehrlich, wenn jetzt der Branche schlecht geht.
00:33:33: Wenn es ja dann abgebaut wird, dann wundere ich mich, warum die Lohnsumme so steigt.
00:33:36: Ich meine das einfach weil es war in den Gewerkschaften eine Durchsetzung stark.
00:33:40: oder sind sie Lohnnebenkosten?
00:33:42: und was treibt diesen starken Anstieg der Lohn-Summe?
00:33:46: Der starker Anstieg der Lohnsumme ist ganz sicher auch durch die Tarifabschlüsse mitgeprägt.
00:33:51: In der Lohnsumme wird man auch die Lohn-Lebenkosten mit anschauen müssen, die steigen immer weiter – das wäre jetzt die Brücke zu den Reformen, die wir von der Politik erwarten.
00:34:00: Wir haben gesagt dass wir all das was wir reformieren wollen zur Kostensenkung führt?
00:34:05: Nein es hat zur Kostensteigerung bei der Lonsumme geführt weil mal eben eine Beitragsbemessungsgrenze hochzuheben führt ja auch wieder zu mehr Kosten im Millionenhöhe.
00:34:15: Das klingt so ein bisschen als kleine Maßnahme, das ist ja keine Beitragssatzerhöhung.
00:34:22: Aber es schlägt sofort zu Buche.
00:34:25: die neue Kapitalrente bringt uns weitere zwei Prozentpunkte und damit steigt die Lohn- und Gehaltssumme durch Tarifabschlüsse aber eben auch durch die steigenden Lohnnebenkosten auf Höhen, die dann die Unternehmer hier schwer verkraften können.
00:34:41: Ich habe gerade gedacht, wenn ich jetzt Unternehmer wäre und ich wär von Ihnen vertreten worden letzter Zeit dann wäre ich wahrscheinlich ziemlich schlecht auf Sie zu sprechen.
00:34:47: Also nicht auf Sie persönlich.
00:34:48: ob ich würde sagen Moment mal wir habt ihr verhandelt.
00:34:51: also meine Marge ist massiv unter Druck wenn ich überhaupt noch eine Marge habe.
00:34:54: Ich hab einen Personal überhaken.
00:34:55: Ich kämpfe an allen Fronten und Ihr macht noch mit den Gewerkschaften Lossteigerungen aus.
00:35:00: Die Situation die sie gerade beschreiben ist exakt das was uns in der aktuellen Tarifrunde beschäftigt.
00:35:07: Die IG Metall fordert fünf Prozent für zwölf Monate Und unsere Unternehmer sagen, ich kann eigentlich gar nicht mehr über Kostensteigerung sprechen.
00:35:16: Sondern wir müssen mit Blick auf die Arbeitskosten zu Kostensenkungen kommen.
00:35:22: Wir können auf dem Niveau die Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr erhalten und würden dann auch nach vorne weitere Arbeitsplätze abbauen.
00:35:30: Gehen wir nochmal ganz kurz auf die Krisengursachen ein?
00:35:32: Weil jetzt ist es so... Eigentlich ist es.
00:35:33: historisch gesehen waren sie sehr starke Branche mein Verständnis.
00:35:37: Da hatten Sie ja auch so viel Beschäftigung und so viele gut bezahlte Arbeitsplätzen.
00:35:40: Jetzt sagen Sie, der Umsatz geht deutlich zurück und sich haben Webwärtsfähigkeit verloren.
00:35:44: Und die Lohnstückkosten sind zu hoch!
00:35:47: Woran liegt das denn?
00:35:48: Wir waren in Deutschland immer sehr erfolgreich durch viele Alleinstellungsmerkmale gerade im Automotivbereich und im Maschinenbau.
00:35:58: Hier konnten wir auch Margen erzielen, die uns es wirklich erlaubt haben, hohe Löhne zu bezahlen und Beschäftigung an dem Umfang zu gewährleisten.
00:36:08: Dieser Unik Selling Point ist sowohl im Automotive-Bereich als auch im Maschinenbau weggefallen.
00:36:14: Im Automotivbereich ist das völlig offensichtlich, durch den Wechsel vom Verbrenner hin zur Elektromobilität ist Beschäftigung ohnehin unter Druck.
00:36:24: Der Faktor zwischen einem Elektroauto und einem Verbrenners ist etwa eins zu zehn was die Arbeitskräfte betrifft.
00:36:30: Das heißt ich brauche schlicht sehr viel weniger.
00:36:33: aber eben ist ja auch die Wertschöpfung eine ganz andere Und damit habe ich eben nicht mehr die Erlöse, die ich in der Vergangenheit hatte.
00:36:40: Auf der anderen Seite trifft es auch auf dem Maschinenbauzug.
00:36:42: Gerade asiatische Wettbewerber holen hierauf können auch das produzieren was bisher nur bei uns produziert werden konnte.
00:36:50: Das heißt des technischen Know-how entwickelt sich eben auch global im Wettbewerbstorten und damit kommt die gesamte Industrie unter massiven Druck und das müssen wir nachziehen.
00:37:02: Das wirkt sich bei den Arbeitskosten aus.
00:37:05: Aber wir haben eben auch das politische Umfeld, wo wir zudem Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit bekommen.
00:37:13: Wenn wir über Energie sprechen und wenn wir über Steuern sprechen um mal zwei Beispiele zu nehmen.
00:37:17: Auch das ist ja in der Vergangenheit nicht völlig anders gewesen so ehrlich muss man hier sein.
00:37:22: Die steuerliche Situation was die Unternehmenssteuer betrifft hat sich in den letzten zwei drei Jahren ja nicht völlig verändert.
00:37:28: allerdings ist wenn ich große Marschen erziele auch dass am Ende noch zu ertragen.
00:37:33: Wenn ich aber einen massiven Druck auf meinen Produkten habe, dann wird alles zur Last genauso wie die Energie denn zur Last wird.
00:37:41: Und hier müssen wir nicht nach Asien schauen sondern wir können hier schon in Westeuropa schauen und wir können auch in Osteuropa schauen.
00:37:49: Ich hab gerade gestern mit einem Unternehmer gesprochen der sagt er plant eine Verlagerung von Erfertigungen im Baden-Württemberg nach Portugal weil die Energiekosten dort ein Bruchteil sind und die Arbeitskosten nicht mehr die Hälfte betragen.
00:38:11: Jetzt hier so Zürhöre denke ich mir, wir hatten gute Zeiten als wenn wir eine Preisprämie realisiert haben auf dem Weltmarkt.
00:38:19: Als unsere Produkte besser waren hat er gerade gesagt.
00:38:22: Und diese Preisprämie haben wir dazu genutzt um einem höhere Gewinn zu haben.
00:38:25: Wir haben sehr Ort dazu genützt unser Mitarbeiter besser zu bezahlen über die Produktivitätszuwächse hinaus Und wir waren auch in der Lage, Standortkostennachteile wie die Ergie-Kosten zu tragen.
00:38:36: Jetzt könnte man eigentlich sagen, eigentlich war das so ein bisschen ... Na ja, in den guten Zeiten haben wir gedacht... Das greift sonst jetzt nicht so.
00:38:44: und jetzt sind die guten Zeiten vorbei und haben jetzt quasi diesen drastischen Anpassungsdruck.
00:38:49: Ich meine wäre es denn damit getan dass wir weniger Loschekosten hätten oder günstige Energie kosten?
00:38:55: Oder haben wir so ausgeprägtes technologisches Problem.
00:38:59: Auch nehmen wir mal an kostenmäßig auf gleicher Ebene, dass wir trotzdem unter Druck wären.
00:39:05: Wir haben hier im Haus mit Frauenhofer zusammen die Innovationsfähigkeit uns angeschaut und in der Studie wurde sehr klar das Baden-Württemberg aufgrund der Hochschuldlandschaft aber auch der Forschung und Entwicklung in vielen mittelständischen Unternehmen sehr stark ist.
00:39:22: Die kam zu dem Ergebnis, dass noch immer unter den Top drei Innovationsklustern weltweit sind.
00:39:29: Da ist sicherlich Kalifornien, da ist Boston Greater Area zu nennen.
00:39:33: Da rücken jetzt auch chinesische Universitäten auf.
00:39:36: aber da ist Baden-Württemberg mit der Hochschullandschaft und dem Unternehmen die wir hier im Land haben sehr gut aufgestellt.
00:39:43: Das heißt Potenzial ist da!
00:39:46: Die Frage ist jetzt nur kann ich dieses Potenzials im Zielbares ummünzen?
00:39:51: Also ich habe hier noch immer sehr viel Forschung, sehr viele Entwicklungen ganz viele Patentanmeldungen.
00:39:57: Die Frage ist nur, wo wird das produziert?
00:40:00: Wo findet am Ende die Wertschöpfung statt?
00:40:02: und da ist der Bruch.
00:40:04: Das schaffen wir gerade nicht mehr weil in einem Umfeld da sind, dass Skalierung von Ergebnissen, die auch bei Startups entstehen dann eben nicht mehr bei uns stattfinden.
00:40:13: Und es wird zu massiven Wohlstandsverlust führen.
00:40:16: unserer Durchschnittsentgelte in der M&E Industrie, die im Baden-Württemberg liegen irgendwo bei achtzigtausend Euro durchschnittentgelte.
00:40:23: Das muss man ganz kurz mal wirken lassen.
00:40:26: Wenn diese Arbeitsplätze nach und nach abgebaut werden, wird sich das eben auch in der Sozialversicherung abbilden.
00:40:34: Und damit werden die steilenden Kosten dort unter keinen Umständen mehr zu finanzieren
00:40:38: sein.".
00:40:38: Das leuchtet mir ein.
00:40:39: Da gibt es jetzt wieder eine ketzelige Frage oder das Ketzelgefragen, welche da etwas drastische Frage.
00:40:43: Wir haben eine Kombination zu hohe Energiekosten und zu hohen Loschekosten.
00:40:49: Um wie viel müssten die Losche-Kosten sinken?
00:40:51: Damit sie preislich wieder webwärfsfähig
00:40:53: wären?".
00:40:56: einer Zahl so nicht erklären, sondern es ist ja immer der Gesamtzusammenhang aus den Umfeldkosten wie Steuer, Energie – das haben Sie gerade genannt – und den Arbeitskosten.
00:41:07: Wenn ich mit den Unternehmern spreche und wenn wir auch das hernehmen was wir aus den Unternehmen hören Mercedes macht es sehr offen und spricht von der Vierzigstundenwoche dann müssen wir das, was wir als Tarifpartei selber lösen können sicherlich in Regionen bringen die um die fünfzehn Prozent liegen.
00:41:26: Damit ist aber noch nichts gewonnen.
00:41:28: Die Unternehmen brauchen dann zudem Entlastung von der politischen Seite, was die Unternehmenssteuer betrifft und was Regulierung betriffe.
00:41:38: Wir haben gestern über die Typzulassung von einem Lkw gesprochen.
00:41:43: Der Unternehmsvertreter sagte mir das ist Faktor drei bis vier von der Regulatorik im Vergleich zur asiatischen Märkte.
00:41:51: Jetzt klingt Regulatorick so abstrakt!
00:41:54: Ja, da sitzen Menschen.
00:41:55: Die müssen diese Dinge bearbeiten und die müssen bezahlt werden.
00:41:58: Das ist keine Wertschöpfung!
00:42:00: Das ist einfach eine Beschäftigung, die nebenher passiert und am Ende niemand bezahlen möchte.
00:42:07: Und da müssen wir ran, dass wir hier genauso Geschwindigkeit aufnehmen, genauso effizient werden und uns konzentrieren auf das Wesentliche – d.h.
00:42:15: regulatorik, Bürokratisierung ist ein Wort.
00:42:19: Dann müssen wir dran.
00:42:20: Klar,
00:42:20: das müssen wir ja.
00:42:21: die Frage.
00:42:23: Was entgegen gehalten wird der Steuersenkung ist immer so ein Argument.
00:42:26: Die Unternehmen in Deutschland sind seit Jahren netto Sparer.
00:42:29: Also ich habe das Resultat vom Unternehmenssektor gesammthaft und eigentlich sollten sie nicht netto sparer sein sondern investieren.
00:42:35: Das heißt, wir haben ja schon seit Jahren eine enorme Investitionsrückhaltung in Deutschland.
00:42:41: Und da wird immer gesagt, ja es liegt das an den Steuern oder die Standortfaktoren.
00:42:45: Ich meine was?
00:42:46: Die Frage wäre ja wenn wir so einen neuen Ausschung hinbekommen wollten und auch wenn wir die Produktivität hoch bekommen wollen müsste mehr trinken investieren auch.
00:42:54: also Was ist der Erhebel um die Industrie zu mehr Investitionen zu bekommen?
00:42:58: Ist wirklich steuern Oder geht's eher um Abschreibungen über andere Instrumente?
00:43:02: Wir müssen die Unternehmen vorrangig erst mal wieder in eine Ergebniszone bringen, indem sie Geld verdienen und damit auch Geld für Innovationen und Investition haben.
00:43:13: Die aktuelle Situation der M&E-Industrie ist ja dramatisch.
00:43:18: Wenn Sie sich das Verhältnis aus Neuinvestitionen und Abschreibungen anschauen, dann ist es negativ.
00:43:24: Das heißt die Unternehmen schreiben aktuell mehr ab als sie investieren.
00:43:29: Das heisst wir leben von der Substanz.
00:43:32: Nun haben wir untersucht Ergebnis Ranges unsere Unternehmen unterwegs sind.
00:43:38: Wir haben etwa forty-fünfzig Prozent aller Unternehmen, die kleiner gleich zwei Prozent ebit haben.
00:43:47: Kleiner gleich zwei prozent.
00:43:49: Gleichzeitig haben wir die Steigung der Lohnkosten.
00:43:53: Ich muss parallel arbeiten das heißt ich muss die alte Produktwelt ja weiter bedienen weil die ernährt mich gerade aktuell noch und soll dann in neue Produkte investieren.
00:44:03: Da brauche ich eine sehr, sehr geduldige Bank, dass die mich hier durchbegleitet und an der Stelle mich noch weiter entstützt.
00:44:10: Es ist schlicht den Unternehmen nicht möglich zu investieren weil es Geld fehlt!
00:44:15: Und wir haben in der aktuellen Tarifrunde sehr klar formuliert Wir brauchen ein Signal wo ein Unternehmen dauerhaft von Kostenentlastungen ausgehen kann und diese Kostenentastung einrechnen kann in eine Investitionsrechnung was eine neue Produktansiedlung betrifft oder einen neuen Investitionen in Maschinen.
00:44:36: Also, wenn die Ergebnissituation sich nicht verbessert wird nicht investiert, jedenfalls nicht hier.
00:44:41: Jetzt haben wir jetzt... Wir kommen gleich zu dieser Rifferhandlung.
00:44:43: Wir haben natürlich die... Wir haben zum einen die Lohnstückkosten und anderen haben wir Energie schon ein paar Mal erwähnt.
00:44:49: Wie relevant sind denn die Energiekosten?
00:44:52: Klar, hängt von dem Konkret dann nebenab.
00:44:53: Aber was ist über die Bandbreite?
00:44:55: Was ist denn bewissen?
00:44:56: Energie ist deutlich teuer in Deutschland als eine andere.
00:44:58: Sie haben gerade das Beispiel an den Ländern aus Portugal für eine Verlagerung gebracht.
00:45:02: Welchen Anteil hat der Energiekosten an den Kostenproblemen?
00:45:06: Der Anteil der Energie-Kosten ist enorm!
00:45:08: Gerade wenn sie in Maschinenbau reingehen und in energieintensive Betriebe reingeht... Wir haben hier einen Betrieb, der baut die Kabel, die wir jetzt brauchen für die langen Trassen, die vom Norden nach Süden bauen.
00:45:20: Der muss diese Kabel den ganzen Tag aufheizen, damit die sich so zusammenfügen wie sie zusammengefügt werden müssen.
00:45:27: Also das ist ein enormer Anteil der in der Vergangenheit ertragen wurde.
00:45:33: Wie gesagt, die Energiekosten waren schon immer im europäischen Wettbewerbsvergleich viel zu hoch.
00:45:39: Sie sind jetzt aufgrund der Energiekrise noch mal höher.
00:45:42: Das rückt ganz arg auf die Wettbetwerbsfähigkeit.
00:45:47: aber es ist eben nicht dieses eine Pruselteil, was uns hier so die Schwierigkeiten macht.
00:45:54: Sondern es ist eben aktuell die Kombination.
00:45:57: und die Krise ist ja nicht nur die Transformationskrise sondern wir haben die geopolitischen Herausforderungen dann die Wettbewerbssituationen wo die Wettebewerber in Asien schlicht und ergreifend sehr viel besser geworden sind und Wir haben die technologische Herausforderung.
00:46:13: all das kommt zusammen Und dann geht irgendwann einen auch die Luft aus.
00:46:17: und jetzt wird man fragen müssen, ja willst du dich jetzt im Jammern beschränken oder bist du jetzt was angreifen?
00:46:23: Und das ist das, was ich auch gegenüber unserem Sozialpartner erwähnt habe.
00:46:27: Zu sagen, dass wir ändern können, das sind die Arbeitskosten.
00:46:31: Was die Politik machen muss, ist bei der Energie zupacken und bei den Steuern zu packen und endlich auch uns ehrlich machen, dass Reformen nicht Reformen sind wo ich Geld noch mehr ins System reinstecke mit Geld und Ressourcen kann es bekanntlich jeder sondern Strukturreform muss heißen weniger Geld und dafür aber eine integriertere Lösung.
00:46:53: Andere Staaten machen uns das vor, wir haben das teuerste Gesundheitssystem weltweit – wir haben aber ganz sicher nicht das Beste!
00:46:59: Wir haben was die Unternehmenssteuern betrifft vermutlich sind wir da unter eine Top-Drei, da gibt es irgendwie noch Südkorea oder so etwas… oder Japan, die etwas höher sind, ich habe die Zahlen jetzt nicht gerade greifbar... Aber wir sind in der Top-Rangesunternee unterwegs haben aber die größte Wirtschaftskrise seit der Geschichte der Bundesrepublik.
00:47:18: Also da muss man sich darüber legen, mal nach rechts und links zu schauen und sich fragen was andere machen weil es daher ganz offensichtlich besser geht.
00:47:27: Und mit Adresse an uns als Verband muss man sagen ihr müsst jetzt euch drollen damit das bei dem Arbeitskosten wieder ins richtige Maß und Mitte kommt.
00:47:35: Jetzt haben Sie gerade den Sozialpartner angesprochen.
00:47:38: Ich bin ja total neugierig, wie sowas abläuft.
00:47:40: Also ich möchte gerne wissen, wie Verhandlungen ablaufen und so weiter und sofort aber bevor wir das machen.
00:47:46: meine Wahrnehmung war eigentlich immer dass Deutschland stark geworden ist durch eine gute Sozialpartnerschaft Das eigentlich sehr viel gemeinschaftlich erreicht wurde.
00:47:55: Und meine Warnhebung jetzt einfach nur als Zeitungsleser und Fernsehkonsument Ist es zurzeit irgendwie diese Konsens mit den Gewerkschaften zu fehlen scheint.
00:48:05: Wenn ich also sehe, wie die Gewerkschaften gegen jede Art der Reformen mobilisieren und wenn gleichzeitig bei ihnen eine Vorderung im Raumstil vor fünf Prozent Lohnsteigerungen angesetzte Zahlen, die sie gerade genannt haben hat sich das Verständnis oder die Bereitschaft diese Situation nebenan zu verstehen auf der Arbeitnehmerseite auf der Gewerksamkeit verschlechtert?
00:48:26: Oder verstehen die das und wollen es so offener nicht zugeben?
00:48:29: Also wie viel Realitätsläugnung haben wir da in Wirklichkeit?
00:48:33: Ich bin ehrlicherweise ein großer Fan von betrieblicher Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft.
00:48:38: Das mag jetzt ein bisschen überraschen, wenn man sich fragt wie ein Hauptgeschäftsführer vom Arbeitgeberverband zu so einer Aussage kommt?
00:48:45: Ich mache das jetzt auch aus einer unternehmerischen Perspektive schon weit über zwanzig Jahre und bin damit immer sehr gut gefahren.
00:48:52: mit einer ausgeprägten Sozialpartnerchaft auf Augenhöhe bekommen sie unternehmerische Veränderungen Betriebsänderung immer sehr viel besser organisiert als ohne und mit dem Kopf durch die Wand hat es nie geklappt.
00:49:05: Ich gebe Ihnen aber recht, dass wir aktuell in der Wahrnehmung sehr weit auseinander liegen.
00:49:10: Wir zählen aus dem vergangenen Miteinander, wir finden auch Zueinander und wir finden eine Gesprächsbasis.
00:49:17: allerdings sind wir was die aktuelle Reaktion auf die Situation, die wir gleichermaßen einschätzen.
00:49:25: Igimetal Reaktion ist doch sehr, sehr verschieden.
00:49:31: Eine Forderung von fünf Prozent – wir haben es in unserer Pressemitteilung als völlig weltfremd bezeichnet.
00:49:39: Ich finde das ziemlich bemerkenswert wie eine solche Forderungen transportiert worden sind.
00:49:44: Wenn man nachfragt gibt's auch keine wirklichen Argumente.
00:49:47: Man kommt dann mit Trendproduktivität wo ich sage jetzt haben wir gerade keine Produktivitäten und überlegen wir uns was denn der richtige Trend wäre.
00:49:55: Also das hat mit einer ordentlichen Sachargumentation mal gar nichts zu tun.
00:50:00: Ich nehme wahr, dass eine Gewerkschaft Belegschaften vertreten muss die unter Inflation leidet Die Unterarbeitsplatz Verlust Angst Leidet.
00:50:10: Das ist ein ganz hoher Anspannungsgrad.
00:50:13: Aber sich der Wirklichkeit zu verwähren und nicht einzusehen Dass wenn wir hier jetzt nicht wirklich nachhaltige Änderungen machen die Arbeitsplätze schlicht weiter weggehen.
00:50:25: Das kann ich mir nicht erklären, von daher folge ich Ihrer Beschreibung zum Teil zu sagen dass die Sozialpartnerschaft gerade am Scheideweg steht.
00:50:35: wir werden hier eingeschwungene Bahnen verlassen müssen wenn wir unseren Beitrag leisten wollen mit weiter so Tabellenerhöhungen und dann machen wir zwei Jahre Laufzeit.
00:50:46: das wird nicht funktionieren sondern wir brauchen jetzt Lösungskorridore zur Kosten senkungen Wir haben es gestern auch in der Verhandlung sehr deutlich gesagt, ein Belastungsmoratorium.
00:50:56: Dass wir mit den bisherigen Kosten einfach so weitermachen ist unzureichend und wir müssen über Kostensenkung sprechen.
00:51:03: Sonst ist der Druck auf die Arbeitsplätze so groß dass selbst die Unternehmer, die hier im Baden-Württemberg extrem Standorträume sind, sehr viele Familienunternehmer, Die ganz arg mit dem Standort verwachsen sind, Sehr traditionell verwachsen sind.
00:51:18: Selbst die können dann an der Stelle ihr Geschäft so nicht fortführen und orientieren sich dann in europäische Länder, wo sie sehr viel bessere wirtschaftlich Bedingungen vorfinden als das jeder Fall ist.
00:51:30: Und dass es eine Binzenwahl seit der Arbeitsplatz, die erstmal abgewandert ist wird definitiv nicht zurückkommen.
00:51:36: Das ist so.
00:51:38: Ja da gibt's ja unter Umstandes Gepanz auch zwischen Gewerkschaft und den Vertretern auf betrieblicher Ebene.
00:51:44: Ich könnte mir vorstellen, dass Sie in Betriebsräten, die ja näher dran sind an der Lage sagen würden, dass sie ihre Argumentation folgen würden.
00:51:53: Also gibt es so Diskrepanz oder ist das einfach so?
00:51:55: Nee wir ziehen's einfach durch.
00:51:57: Na ja die Situation wird uns so dargestellt, dass die Forderungsübermittlung der IG Metall ein demokratischem Prozess gefolgt ist, dass man also in die Betriebe gehört hat und die Betrieb befragt und am Ende ist das als Ergebnis dann zu Tage getreten.
00:52:14: wenn ich das unterstelle dürfte ja wohl zwischen der IG Metall Hauptstelle und dem betrieblichen Vertretern kein Platt Papier passen.
00:52:24: Wenn ich mit einzelnen Betriebsräten spreche, ist das Bild sehr viel differenzierter.
00:52:30: Da kommt sehr deutlich heraus dass die erste und vordringlichste Aufgabe ist Arbeitsplätze zu sichern.
00:52:38: Das nehme ich als ganz allererstes Argument war.
00:52:42: Hören wir natürlich, dass aufgrund der belastung der wirtschaftlichen Belastungen sehr viele Beschäftigte sie hier jetzt die Preisschilder an der Tankstelle.
00:52:50: Dass da natürlich auch eine Not ist.
00:52:53: aber das kommt bei mir immer erst als zweites Argument an.
00:52:56: von daher bin ich mir nicht ganz sicher wie die Willensbildung auf der Seite stattgefunden hat.
00:53:02: wenn ich aus meiner Rolle als Verbandsvertreter rausrutsche und einfach mal von außen drauf schaue dann ist es offensichtlich, dass wir hier an der Stelle die Lohnstückkosten reduzieren müssen um jetzt nicht diesen Abbau, der jetzt ganz aktuell stattfindet.
00:53:18: Zehntausend jeden Monat.
00:53:20: Das muss man einfach auch mal... mal annehmen.
00:53:23: Und diese Zehntausend sind auch nicht bestritten von keiner Seite, es ist einfach Fakt.
00:53:28: Ja gut ich würde sagen das wäre doch viel schlimmer als Sie haben ja gesagt dahinter dieser quasi Zehnteusende so eine Stauwand haben die Zehentausenden die jetzt jeden Monat abschließt.
00:53:36: aber dahinter haben sie gesagt gibt's einen Riesenüberhang vom paar hunderttausend Stellen dass er wie so ein Dammbruch.
00:53:41: also wo man sagen muss man muss eigentlich sagen froh wenn wir uns über zehntausend bleibt und noch viel mehr werden.
00:53:46: das ist ja was Sie vorgesagt haben.
00:53:48: Jaja das ist nicht aufzuhalten Und das wird auch weitergehen, egal wie diese Tarifrunde klappt und wie viel wir jetzt auch an Kostenentlastung im besten Fall hinbekehmen.
00:53:57: Wir haben ja eine zweifache Situation, die wir uns anschauen müssen.
00:54:01: Wir habe einen Teil der alten Industrie, alte Teile im Verbrenner-Antriebsstrang, die auch nicht mehr zu retten sind.
00:54:09: also da müssen wir sozialverträgliche Instrumente finden um diesen Abbau wirklich so hinzubekommen dass der soziale Frieden nicht gefährdet ist.
00:54:18: aber Diesen toten Gaul werden wir nicht mehr reanimieren.
00:54:21: Das muss man so platt auch sagen.
00:54:23: Konzentrieren müssen wir uns auf die Innovationsbereiche, wo wir sagen da können wieder über über intelligente Forschung und gute Fertigung hier bei uns Arbeitsplätze in dem Niveau entstehen, die wir haben.
00:54:36: So und dafür braucht nur die Kostenentlastung.
00:54:39: wenn wir hier mit den alten Kostenstrukturen in den alten Beschäftigungsstruktoren weiterarbeiten wird uns das nicht gelingen.
00:54:46: dann bleibt uns Forschung, Entwicklung und die Hochschullandschaft.
00:54:51: Und all das was wir dort haben wo wir Spitze sind aber gezählt wird an anderer Stelle und damit werden wir gesellschaftlich Problem bekommen.
00:54:59: Aber Herr Badter, ich würde sogar sagen ist noch ein bisschen gefährlicher.
00:55:01: Es sind immer die Frage nicht zwischen Industrieproduktion und Wertschöpfung.
00:55:04: da gibt es vielleicht Leute sagen ja die Wertschöffung ist dann auch hier und die Industrie wenn er die Produktion man hat zwar ab aber hier finden doch die Wertstöpfe stark quasi die Forscher und der Weg was sie gerade gesagt haben.
00:55:13: Ich natürlich sage aus meiner früheren Praxis als Berater dass das nur eine Frage der Zeit ist bis die Forschung der Produktion folgt einfach deshalb was auch da so Energien gibt.
00:55:21: also insofern das ist ich würde es auch noch sagen es ist gefährlich wenn wir als Land uns darauf ausruhen und sagen nach dem Wort und naja Das ist meines Ahrens dann auch gefährdet.
00:55:30: Aber wie gesagt, das brauchen wir jetzt nicht... Nein,
00:55:32: aber ich möchte Ihnen da einfach zustimmen!
00:55:34: Das habe ich in meiner Phase als ich im Unternehmen unterwegs war genauso erlebt.
00:55:39: Zunächst sind Fertigungen und Produktionen abgewandert, dann folgt die Entwicklung immer der Fertigung weil eine gute Entwicklung gerade im Industrieumfeld muss fertigungsnah sein sonst kriegen sie die Schnittstellen überhaupt nicht bedient.
00:55:54: Das isst nur ne Fristverlängerung.
00:55:56: Das heißt aber im Klartext, was hier gerade diskutieren ist.
00:56:00: Auch da will ich nichts im Wund legen.
00:56:01: wir sagen eigentlich wir stehen vor einer beschleunigten Deindustrialisierung weil wir diese Industrie nicht halten können ohne Reform.
00:56:08: und wenn das so ist jetzt nochmal.
00:56:09: also ich würde sagen auch die erste Aussage ist Wir werden noch viel mehr Firmen sehen die Betriebsvereinbarungen ähnliches kündigen oder damit sie im Prinzip Freiheiten haben radikaler vorzugehen wie hier VW jetzt beispielsweise dass wir mehr sehen und in dem Versuch im Prinzip die Kosten unterzubekommen.
00:56:26: Die andere Frage ist, jetzt blicken wir noch mal nach Berlin.
00:56:29: Wir brauchen nicht groß uns austauschend was wir von der bisher erfolgt Reform halten.
00:56:34: Ich bin da ganz bei Ihnen das waren keine Reformen es war ein Einnahmesteigerungsmaßnahmen die sich zum Teil eben auf beiden Seiten niederschlagen aber Geber-Arbeitgeber haben also muss der Arbeitgeber leihen fragen.
00:56:42: stichwort Kostenfreie Mitversicherung.
00:56:45: Also bis jetzt heißt es die Reformwarn eigentlich immer mehr Geld einzutreiben.
00:56:48: Gleichzeitig diskutiert man jetzt sehr beziehungsweise den Offiziefschreuen auch die Erbversteuer auch noch auszuweiten und so weiter.
00:56:55: Der Blick auf diese ganze Diskussion und wie ist da der Blick eigentlich auf das, was die Politik machen sollte aus ihrer Sicht.
00:57:01: Ich meine, die Politik könnte ja eigentlich es den Tarifpartner leichter machen eine Einigung zu finden wenn sie selber weitergleistet würde.
00:57:06: zum Beispiel nehmen Sie die Steuern und die Abgaben senkt.
00:57:09: Das war vor allem die Abgabensängs-Statze zu hören.
00:57:12: Also meine Erwartung an die Politik ist nicht dass sie unsere Arbeit macht.
00:57:15: Arbeitskosten ist ureigendste Aufgabe der Tarif Parteien Und die Verantwortung nehmen wir zumindest als Südwestmitteil ganz, ganz aggar.
00:57:24: Aber ich hatte das Eingangs gesagt, wir sind eben nur für einen Teil verantwortlich und können auch nur ein Teil steuern.
00:57:32: Die Lohnnebenkosten, die auf diesen gestiegenen Gesamtkosten jetzt auch drücken – das ist Sache der Politik!
00:57:40: Und hier habe ich eine ganz klare Erwartungshaltung, dass Reformen so umgesetzt werden, dass sie zu Kosten Senkungen führen.
00:57:49: Es kann nicht sein... dass ich mich von einer Mini-Reform zu anderen hangle, damit ich ganz schnell das Loch stopfe und auf der anderen Seite dann wieder die Unternehmen damit belaste.
00:58:00: Unternehmen und Beschäftigte!
00:58:02: Und ich halte es auch für höchst bedenklich, dass man den scheinbaren Gutverdienern jetzt durch Beitragsbemessungsgrenzen Erhöhung immer mehr um den Hals hängt weil wir damit die natürlich bestrafen bekommt eine Schieflage, die hier uns nicht aus der Wirtschaftskrise rausführt.
00:58:24: Wir brauchen mutige Struktureformen, diese Themen inhaltlich ändern und dann eben mit etwas weniger Finanzierung auskommen als das jetzt der Fall ist.
00:58:34: ob das Rente ist oder ob das Gesundheit ist oder Pflege ist alles was wir uns anschauen kostet seit gestern mehr als vorher und hat sich inhaltliche nicht verbessert.
00:58:46: Man kann immer auch noch mal ein bisschen mehr Zeit geben, damit sich Menschen zusammenfinden und eine gute Lösung entwickeln.
00:58:51: Aber es pressiert jetzt!
00:58:53: Und ganz ehrlich ich erlebe ja in meiner Diskussion mit den Unternehmen überhaupt gar keine krantige Diskussionen mehr.
00:59:04: die Unternehmer hören zu und entscheiden sie diskutieren das hier gar nicht mehr.
00:59:08: der Abbauprozess findet dann im Stinnen statt.
00:59:13: Große Auseinandersetzungen auf dem Marktplatz haben und sagen, Gottes Willen was ist denn da mit der Erbschaftsteuer?
00:59:18: oder was es mit der Unternehmenssteuer?
00:59:20: Oder was ist jetzt mit der Rente die werden ja gar nicht mehr geführt.
00:59:24: Die Unternehmer reisen ins Ausland und richten ihre Fertigung dort her.
00:59:29: das sind die Mittelständler.
00:59:30: Die großen skalieren schlicht die Fertigung dort wo sie schon sind.
00:59:35: ein großer Automobilist muss kein neues Werk bauen um sich hier in der Kostenstruktur zu verändern.
00:59:41: Sondern da wird den Ungarn die Linie einfach hochgefahren und die Linien hier in Stuttgart runter gefahren.
00:59:46: Fertig!
00:59:47: Das geht sehr, sehr schnell und wird diesen Abbau einfach weiter beschleunigen.
00:59:51: Hier ist keiner mehr bereit, lange Diskussionen zu führen.
00:59:53: Ich
00:59:53: habe einmal einen Punkt zum Thema jetzt konkret.
00:59:56: Wir sitzen zusammen.
00:59:57: Ich bin der Verhandlungsführer der Gewerkschaften.
00:59:59: Ich hab sie verstanden.
00:59:59: Ich sag mir lasse die Belieder reden, weil meine Oberhörte es verstanden haben.
01:00:03: Ich möchte Arbeitspazir retten.
01:00:04: Jetzt haben Sie gesagt, losste Kosten runterkriegen.
01:00:07: Gleichzeitig haben wir einen enormen Personalüberhang, den Sie gerade gesagt haben.
01:00:10: Also wenn ich jetzt so mal sagen würde, wir arbeiten alle wieder vierzig Stunden dann haben wir noch einen größeren Personalüberhang weil da haben ja noch mehr Leute eigentlich brauchen.
01:00:18: also was ist der Hebel die Kosten runter zu bekommen ohne quasi dem Personalüberhang weiter hochzukriegen?
01:00:25: Das ist genau der scheinbare Widerspruch, den sie ansprechen.
01:00:29: auf der einen Seite haben wir Personalüberhänger und schaffen dann insgesamt nochmal mehr Arbeitsvolumen.
01:00:36: Die Drennung ist die, die ich vorhin beschrieben habe.
01:00:39: Wir haben Abbaubereiche.
01:00:41: Diese Abbaubereiche werden abgebaut werden völlig unabhängig was wir in der Tarifrunde besprechen.
01:00:48: Das ist schlicht so!
01:00:49: Wir haben heute auch keinen Hofschmied mehr mit zwanzig Beschäftigten.
01:00:52: da hat es eine technologische Veränderung gegeben und genau das passiert jetzt auch.
01:00:57: Wir aber sehr viele Bereiche, die jetzt im Wachsen sind, die eben auch noch im Automotivbereich zu wachsen sind die im Maschinenbau entstehen, wo wir sicherlich was die Technologie betrifft immer noch etwas anzubieten haben.
01:01:11: Wir haben das ganze Thema Robotik, wo wenn es komplexere Strukturen werden, sicherlich hier über unsere Maschinbaunohau einen ganz, ganz großen Vorteil haben.
01:01:22: Nur das müssen wir doch ermöglichen, dass sich das hier entwickelt und da brauche ich Lohnstückkosten, die wettbewerbsfähig sind über eine Reduzierung von Zahlungen, dass ich weniger bezahle für die gleiche Leistung oder aber das sich sagt ja.
01:01:40: Die Menschen brauchen nun mal auch ihren Lebensstandard.
01:01:43: dann muss sich halt mehr Zeit investieren und mein Gefühl ist Das Letzteres sehr vielen Belegschaften gut zu vermitteln ist zu sagen Ich lang jetzt einmal ein bisschen mehr hin.
01:01:54: Aber auf der anderen Seite habe ich einen sicheren Arbeitsplatz.
01:01:57: dieser Schritt muss im Kopf beim Sozialpartner, glaube ich noch gegangen werden.
01:02:02: Dass wir genau diese Trennung haben eine sozialverträgliche Behandlung der Bereiche die nicht zu retten sind.
01:02:10: Die werden wir brauchen das können wir auch nicht schön reden und auf der anderen Seite die Bereiche, die gut für Innovationen sind jetzt so auszustatten dass es läuft.
01:02:20: da haben wir als Sozialpartne ne mega Aufgabe aufs Lobbing schauen, was Sie eingangs erwähnt haben.
01:02:29: Da haben wir auch eine Aufgabe Einfluss auf die Politik zu nehmen weil da muss jetzt sehr schnell etwas
01:02:34: passieren.".
01:02:34: Wie ist denn eigentlich die Aufteilung zwischen schrumpfenden wachsenden Bereichen Ihrer Branche?
01:02:39: Die Aufteigung ist leider so ungünstig dass die wachsenen Bereiche nicht in der Lage sind den Abbau zu kompensieren.
01:02:48: Wir haben wachssende Bereiche natürlich völlig offensichtlich im Defensebereich im Robotikbereich, es gibt auch einige Entwicklungen in medizinischen Umfeld wo wir Wachstum haben.
01:03:00: Wenn ich diese Bereiche zusammenrechnen dann landen wir bei vier bis fünf Prozent der Beschäftigung der M&E-Industrie.
01:03:06: das ist ein sehr kleiner Bereich.
01:03:08: Dagegen stehen allerdings etwa zwei Drittel aller Beschäftigten von unseren rund drei Komma fünf Millionen die wir noch haben die zwei Drittel in schrumpften Bereichen tätig sind.
01:03:20: Weitere achtzehn bis zwanzig Prozent sind im Bereich unterwegs, die stagnieren.
01:03:25: Das heißt wir haben ein ganz großes Missverhältnis von den Bereichen, denen es gerade gut geht wo wir die ersten Pflänzchen sehen, die wachsen und den Bereichenden, die eher unter Riechstuhl Drehungsbuch leiden.
01:03:38: Und hier muss es uns gelingen dass wir die vier fünf Prozent jetzt weiter größer machen, größer Machen und auch einen Wechsel von den anderen Bereichen dorthin begleiten und unterstützen.
01:03:50: Wir haben kleine Maßnahmen, wir haben so einen Tarifvertrag gemacht, regionale Personalüberlassung.
01:03:55: Drehscheiben initiiert.
01:03:57: aber das ist viel zu klein um diesen ganz großen Ruhb den wir auf der anderen Seite brauchen wirklich zu bewältigen.
01:04:03: Das heißt ja die brauchen richtig Innovationsschuh brauchen wir eigentlich richtig wenn man sich dazu will müssen eigentlich sagen Innovation, Innovation neue Produkte.
01:04:10: Hüstung kann ja auch ein bisschen helfen oder?
01:04:12: Aber wir müssten doch wahrscheinlich viel mehr insativen starten um quasi das wegsterbende durch was Neues zu setzen.
01:04:18: Der Rüstungsbereich nimmt gerade sehr, sehr viel auf.
01:04:21: Aber er ist im Verhältnis zur Gesamtmenge immer noch sehr klein.
01:04:26: Es ist ein bisschen zynische Diskussion zu sagen wir schieben alles in die Rüstung und dann geht es uns wieder gut.
01:04:32: Rüstungen hat ja einen Grundraum der gerade wächst.
01:04:35: das ist natürlich eine Seite die nicht so präklend ist.
01:04:40: aber das Thema Innovation unterstützen ist der Schlüssel.
01:04:44: Und hier sind wir bei dem Arbeitskosten.
01:04:46: wenn ich Innovation unterstützen will, muss ein Unternehmer es gut vertretbar haben können gegenüber seinen Shareholders das er hier investiert.
01:04:57: Nicht in Portugal nicht den Ungarn sondern hier in Deutschland.
01:05:00: und ich komme gar nicht so weit dass sich sage wir reden jetzt über Asien Wir werden nie über Lohnkosten sprechen die gerade in China anlegen aber im europäischen Umfeld müssen wir betwerbsfähig sein Und das ist unsere Aufgabe jetzt in den nächsten Jahren.
01:05:14: Das wird das hinbekommen weil sonst die Zweitrittel tatsächlich abgebaut werden.
01:05:19: Das heißt
01:05:19: aber, eigentlich brauchen sie zwei Tarifverträge.
01:05:21: Sie bauen einen Tarif Vertrag für die sterbenden Sektoren wo sie sagen da brauchen wir sozialverträgliche Abbaumaßnahme kann ja auch keine Gehaltserhöhung ehrlich gesagt machen.
01:05:29: und sowas geht es eher darum wie kommen wir verlustminimierend aus der Sache raus?
01:05:33: uns teilen quasi den Schaden auf.
01:05:36: Und dann haben wir die anderen Bereiche, wo es eben Zukunft gibt.
01:05:38: Wo es darum geht, die Zukunft zu sichern.
01:05:40: Da geht es um Arbeitszeitverlängerung, da werden ja Auskräfte auch gebraucht, verstehe ich Sie und den müsste man wahrscheinlich dann anbieten.
01:05:45: im Gegenzug irgendwie so eine Art Besserungsschein nach dem Motto wenn in ein paar Jahren diese Situation besser ist wie der Webwärtsfähig-KBD hergestellt haben
01:05:52: usw.,
01:05:53: dann erinnern wir uns an die gemeinsame Sanierungsleistung?
01:05:56: Für die Sanierungsbereiche sind wir im tariflichen Umfeld gut ausgestattet, da gibt es auskömmliche Instrumente in der Fläche, sowohl in der Verbandslandschaft als auch in der Gewerkschaftslandschaft genügend Know-how um dieses zu begleiten.
01:06:12: Das soll jetzt nicht zynisch klingen aber das ist Handwerkszeug was verstanden wird.
01:06:18: Was wir brauchen ist Instrumente die die Zukunft beschreiben wo wir in eine Kosten und Arbeitssituation kommen wo ein Unternehmer sich traut es verantworten kann seinen Aktionären und Gesellschaftern erklären kann ja Es macht Sinn hier zu investieren.
01:06:36: Die haben eine Vermögensbetreuungspflicht, die müssen ihren Aktionären erklären, dass sie trotz einer schwierigen Umfeldsituation in Deutschland investieren noch nicht woanders.
01:06:46: und hierfür brauchen wir tarifliche Instrumente, die schnell effizient Beschäftigungsbedingungen beschreiben.
01:06:53: zur Lohnstückkosten, die mindestens mal europäisch wettbewerbsfähig sind.
01:06:58: Jetzt bat er zum Abschluss leicht.
01:07:00: Ich hoffe, dass das funktioniert.
01:07:01: Ich will gar nicht fragen bis es ausgeht weil wir hoffen bei, dass es eine Lösung gibt.
01:07:05: aber Sie treffen ja nun viele Menschen.
01:07:08: Sie treffen in ihrer Rolle auch viele Politiker.
01:07:11: Verstehen die das nicht oder wollen sie nicht verstehen?
01:07:15: Ich hoffe doch sehr, dass die Politiker uns sehr genau zuhören und verstehen, dass wir an der Stelle in einer Situation sind, die so nicht mehr gestaltbar ist.
01:07:28: Die Meldung der Bundesanstalt für Arbeit dürfte diese Politiker auch erreichen.
01:07:34: Unsere Dachverbände, BDA und BDE formulieren das auch sehr eindeutig.
01:07:40: Das heißt es kann aus meiner Sicht kein Wissens- und Erkenntnisproblem sein.
01:07:45: Warum es am Ende dann nicht schneller zu Lösungen kommt sollte mir vielleicht die Politiker fragen.
01:07:51: da bin ich nicht der richtige Gesprächspartner.
01:07:54: Herr Bater, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren geschwichtigen Gesprächen.
01:07:57: Im Interesse der Arbeitnehmer und der Unternehmen würde ich mal sagen, wenn ich das zusammenfasse... Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, weil emotional wir haben Sie ja mit dem Prinzippreis angesprochen, andere sich verstehen emotional, wenn Menschen sagen, es bleibt weniger in Ihrer... Tasche, dass sie mehr haben wollen.
01:08:10: Das verstehe ich und ich würde jetzt sagen nach dem Motto naja derjenige der uns allen am meisten die Tasche greift ist der Staat.
01:08:16: Vielleicht sollte er sich mal zurücknehmen.
01:08:17: es würde auf jeden Fall helfen leichter zur Lösung zu kommen, die gut sind für die Wirtschaft, gut für die Arbeitsplätze sind.
01:08:22: also Herr Bata vielen herzlichen Dank für ihre Zeit.
01:08:24: Ich fand's auch so sportinteressant.
01:08:26: Danke Ihnen.
01:08:33: So weit mein Gespräch mit Oliver Bata!
01:08:36: Ich weiß nicht wie es ihm gegangen ist.
01:08:37: Ich persönlich fand das echt erschreckend.
01:08:40: Man kann immer sagen, ja das ist ein Arbeitgeberverband.
01:08:42: Natürlich klagen die Arbeitgebern immer aber die Zahlen, die präsentiert wurden und die Beispiele genannt wurden, die machen mir Sorge!
01:08:50: Und ich würde sagen if endaut.
01:08:52: wenn man sagt dem Motto Ja vielleicht übertreiben es die Arbeit Geber.
01:08:55: etwas würde ich sagen in erhäutigen Situationen.
01:08:58: lasst uns den Arbeitgevern folgen in ihrer Dramatik denn wenn es nicht ganz so dramatisch ist eine Situation sich besser entwickelt als für beide Heute im Gespräch befürchtet haben oder ich auch befürchte, dann kann man Gehaltssteigerung immer noch nachholen.
01:09:14: Im Zweifel geht Arbeitsplatzsicherheit vor Lohnsteigerungen.
01:09:19: Die Gewerkschaften sollen sich meines Erachtens wieder stärker auf ihre Rolle als konstruktiver Tarifpartner besinnen.
01:09:27: Gute Löhne brauchen wettbewerbsfähige Unternehmen.
01:09:31: Wo Betriebe gut verdienen können und sollten die Beschäftigten am Erfolg beteiligt werden.
01:09:36: Wo aber die Substanz aufgezehrt wird, helfen Kostensteigerungen überhaupt nicht weiter.
01:09:41: Sondern sie beschleunigen den Abbau vom Personal und die Denustralisierung.
01:09:47: Letztlich ist es so, egal was die Industrie macht ohne verbesserte Rahmenbedingungen würde das nicht gehen.
01:09:53: Und deshalb kann man nur sagen Es ist zu traurig dass in Berlin keine Reformstadt finden und da darf man mal sagen waren wir uns im Gespräch bei Markus Lanz alle einig.
01:10:07: Bleibt mir, liebe Hörer und Hörern Ihnen erneut sehr herzlich für Ihr Zuhören zu danken.
01:10:12: Und für das viele Feedback was ich bekomme.
01:10:14: die Kritik oder die Anregungen Ich bin immer noch an der Vorbereitung der Folgen fragt den Daniel wo ich auf ihre Fragen eingehe.
01:10:21: Die kommen auch noch dieses Jahr.
01:10:22: Ich hoffe wenn ich das zeigte schaffe ich bin optimistisch.
01:10:24: Auf jeden Fall kommt dann Mittwoch eine neue Folge von BTO Refresh und am kommenden Sonntag eine neue folge bto so geplant.
01:10:33: Dann mit dem thema Was lernen wir von Nobelpreisträgern?
01:10:37: Das ist dann etwas akademischer Erzeugte, denke ich.
01:10:40: Aber mindestens ebenso relevant!
01:10:42: Denn – Ich finde – Von guten Ökonomen kann man eine ganze Menge lernen.
01:10:46: Bis dahin wünschen alles Gute.
01:10:48: Ihr Daniel Stelter.
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